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Der erste König

Historischer Roman

Taschenbuch
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Britannien im 8. Jahrhundert: Der junge Adlige Offa träumt davon, ein großer Krieger Mercias zu werden und das Land gegen die Waliser zu verteidigen. Doch als der König hinterhältig getötet wird, steht Offa plötzlich vor einer gewaltigen Aufgabe: Er selbst wird zum neuen König ernannt und soll die angelsächsischen Reiche unter Mercia einen. Die Krone verschafft ihm mächtige Feinde. Nicht zuletzt wegen der mysteriösen, schönen Drida, die vom fränkischen König Karl zum Tode verurteilt und auf dem offenen Meer ausgesetzt wurde. Als sie an Britanniens Küste gespült wird, bringt sie nicht nur Offas Herz sondern auch sein Reich in größte Gefahr …

»Der Autorin ist es gelungen, historisches Wissen mit einer fiktiven Geschichte zu verknüpfen. Die politischen Machtspiele hat sie genauso einfließen lassen wie das Leben der Menschen dieser Epoche.«

Histo-couch.de (15. September 2020)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 896 Seiten, 12,5 x 18,7 cm, 3 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-48852-0
Erschienen am  17. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Wales, Großbritannien

Rezensionen

Der Anfang der englischen Krone

Von: Eliza

18.06.2021

Mit dem monumentalen Titel „Der erste König“ wird der Anfang der Entstehung von Großbritannien in einem schönen und unterhaltsamen historischen Roman erzählt. Mir persönlich haben die Ereignisse um den König Mercias sehr gut gefallen. Das Cover ist beige gestaltet. Der Leser erkennt ein königliches Wappen, in dem eine Krone in Magenta und Gold gezeichnet ist. Die Schrift des Titels ist ebenfalls in Magenta geschrieben. Der Klappentext gibt dem Leser einen kurzen Einblick in die Geschichte und weiß trotz der kurzen Erzählung Spannung zu erzeugen. In der wesentlichen Geschichte geht es um die Ereignisse zwischen den Jahren 747 und 773 auf der britischen Insel, sowie der Entwicklung des Frankenreiches um die Brüder Karl (der Große) und Karlmann. Großbritannien in seiner heutigen Form ist noch in sieben verschiedene angelsächsische Königreiche aufgeteilt. Das damals mächtigste war das Königreich Mercia, welches südlich des Humber lag. Die Hauptprotagonisten der Geschichte sind der junge Adelige und später zum König ernannte Offa, sowie Drida die illegitime Nichte von König Pippin der Franken. Beide Hauptprotagonisten geben der Geschichte ihre Kontur und bestechen durch die gut herausgearbeiteten Charaktereigenschaften. Am Anfang ist Offa noch unerfahren, so erfährt er im Laufe seiner Regentschaft, welche er gerade am Anfang mit einer großen Härte führt, dass das Leben noch anderes zu bieten hat, als nur König zu sein. Er entwickelt sich im Laufe der Geschichte stetig weiter, was zum großen Teil an der anderen Hauptprotagonistin Drida liegt, welche aber zeitlich etwas später in der Geschichte eingreift. Drida war meine absolute Lieblingsfigur des Romans. Als junge und unerfahrene Frau von ihrem „Halbcousin“ Karl zum Tode verurteilt und auf dem offenen Meer ausgesetzt, nimmt sie ihr Schicksal in die eigene Hand. Sie besticht durch ein großes „diplomatisches Geschick“ und ein Gespür für Kommunikationshandlungen, welche nicht nur König Offa in ihren Bann zieht. Durch ihr Handeln und ihr Wirken bekommt das Königreich „Mercia“ eine Königin, welche den Menschen Mut, aber auch Stärke geben kann. Als interessanteste von den zahlreichen Nebenfiguren treten die Magd Hilda aus Averdun (dem Heimatort Offas), die Krieger Leofric, Eadric sowie Offas Schwester Eadburth in Erscheinung. Hilda als Gegenspielerin von Drida gibt dem Roman die dunkle, egoistische sowie intrigantische Seite wieder. Sie lässt nichts unversucht, um doch noch an die Seite von König Offa zu gelangen. Auch der Krieger Leofric, welcher aufgrund der Vergangenheit mit Offa öfters mehr ein Freund als ein „Diener“ seines Königs ist, gibt der Erzählung einen zusätzlichen spannenden Charakter. Der Aufbau der Geschichte ist stringent und es sind vereinzelt Zeitsprünge enthalten, welche den Lesefluss aber nicht im Geringsten stören. Der Schreibstil der Autorin ist gehoben, zeitgenössisch sowie sehr flüssig. Als Besonderheit sind neben dem Stammbaum der handelnden Familien zwei Karten, ein Personenverzeichnis, sowie ein Nachwort und eine Danksagung zu nennen. Als Zielgruppe des Romans kommen alle historisch Interessierten in Betracht. Das Fazit des Romans ist sehr positiv. Der Autorin ist es gelungen historisch wahre Ereignisse fiktiv in einer spannenden und sehr lehrreichen Geschichte weiterzuerzählen. Mir hat persönlich vor allem der Erzählstil der Autorin sehr zugesagt dafür ebenfalls ein sehr großes Kompliment. Das einzige minimale Manko des Romans, welches mir aufgefallen war ist das schnelle Ende, welches ich gerne etwas ausführlicher genossen hätte. Dies gibt aber dem Gesamturteil keinen Abbruch. Ich kann nur für alle eine klare Leseempfehlung aussprechen. Ein großes Dankschön an die Autorin, sowie die Verlagsgruppe Penguin Random House. Bitte beachten die Rezension geht erst am 30. Juni auf unserem Blog und dann auch bei den social Media Kanälen online. Vielen Dank.

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Schöner Roman mit einem Rest ‚Ach, ich weiß nicht so recht.‘

Von: Kerstin

05.12.2020

Der junge Krieger Offa übernimmt nach dem Tod des Vaters dessen Platz als Aldermann am Hof von Mercia. Eigentlich will er lediglich sich und seine Leute gegen die gelegentlichen Raubzüge der Waliser, die seine Lebenswelt prägen verteidigen. Doch schnell gerät er in den Strom der politischen Entwicklungen seiner Zeit und steht in jungen Jahren an der Spitze Mercias – als König. Und wie es sich für einen König gehört, muss er sich auch mit der Zukunft seiner Familie befassen, denn dazu gehören Frau und Erben. Dieses Problem scheint sich für Offa mit dem Erscheinen der jungen Drida am Hofe zu lösen. Denn sie ist jung, gebildet und von guter, nicht angelsächsischer Abstammung. Als Frage bleibt lediglich, ob Drida und Offa auch als Ehepaar zueinander finden werden und ob die junge Königin in der Lage ist, den herrschenden Vorbehalten am Hofe entgegenstehen zu können? Der historische Roman von Sabine Qunaj liest sich trotz des gewaltigen Umfangs von fast 900 Seiten sehr gut. Obwohl es so manche Längen in der Handlung gab, gelang es der Autorin mich regelmäßig „bei der Stange“ zu halten. Als Handlungslängen empfand ich vor allem die anfängliche Lebensgeschichte von Drida im Fränkischen Reich. Während mich die Handlung um die Jugendgeschichte von Offa gut fesseln konnte, kam mir die Darstellung von Drida hingegen viel zu künstlich vor. Die Geschichte um die Wölfin, die viel zu übersteigert dargestellte Beschreibung der Konkurrenz zwischen Karl und Karlmann (die es ja wirklich gab) und dann noch on the Top das Beziehungsdreieck zu Drida, dass in einem Gottesurteil mündet und das nur, um Drida als Figur vom Kontinent nach Britannien verlagern zu können, das war für mich doch ein wenig zu viel des Guten und sorgten über einen langen Teil des Buches dafür, dass ich Drida als historische Figur total unglaubwürdig fand. Auch mit der zweiten weiblichen Protagonistin des Buches, Hilda, hatte ich so meine Schwierigkeiten. Hilda ist ganz der angelsächsischen Lebenswelt entnommen und auch ihr persönlicher Werdegang und die Lebensumstände sind gut und glaubwürdig beschrieben. Das war alles passend und stimmig. Hildas Intrigenspiel um Drida und ihre krankhaft überzogene Beziehungsauffassung zu Offa war mir aber absolut zu viel und für den Roman auch irgendwie unnötig. Da wären dann gute 100 Seiten weniger Buch für mich mehr gewesen. Das hört sich nun eigentlich so an, als ob der Roman für mich doch eher zu den schwächeren historischen Romanen zählen würde. Das tut er aber nicht. Denn ein guter historischer Roman zeichnet sich für mich dadurch aus, dass es ihm gelingt die Lebenswelt in der er spielt glaubwürdig an mich heran zu tragen. Und das schafft "Der erste König" von Sabine Qunaj ohne Probleme. Mag es um die Persönlichkeit Dridas herum mir auch zu fiel Phantastisches und historisch zu sehr ‚Najahaftes‘ geben. So ist der Roman als Ganzes doch eben lesenswert und kommt sowohl Liebhabern historischer Literatur als auch Lesern von Romanen um große Gefühle sehr entgegen.

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Vita

Sabrina Qunaj wurde im November 1986 geboren und wuchs in einer Kleinstadt der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und das Schreiben zum Beruf machte. Sabrina Qunaj lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark.

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Pressestimmen

»Sabrina Qunaj schreibt historische Romane in Perfektion! (…) Auch hier kommen die Stärken der jungen Autorin voll zum Tragen: eine detaillierte historische Welt, starkes Personal und natürlich mächtig viel Spannung!«

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