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Der SS-Staat

Das System der deutschen Konzentrationslager

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Der SS-Staat
Taschenbuch
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Kogons einzigartiger Bericht stützt sich auf 150 Einzelprotokolle und Eigenerlebnisse als Inhaftierter. Wiederholt wollte der Autor sein Manuskript vernichten, so furchtbar war sein Inhalt. Aber er verwirklichte seine Absicht, die nackte Wahrheit zu schildern, objektiv, nichts zu verändern, nichts zu beschönigen und nichts zu verschweigen. So entstand ein historisches Werk ersten Ranges, das die Öffentlichkeit zum ersten Mal mit einer bis dahin für unvorstellbar gehaltenen Wirklichkeit und einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte konfrontierte.


Taschenbuch, Broschur, 432 Seiten, 11,5 x 18,0 cm
ISBN: 978-3-453-02978-1
Erschienen am  01. December 1988
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Spannend, interessant und hautnah

Von: Fabelhafte Bücherwelt

20.04.2021

Bücher über diese schreckliche, verheerende und brutale Zeit und den Terror in den NS-Lagern gibt es in Massen. Aber dieses hier kann ich wirklich empfehlen. Der Autor beschreibt sehr eindrucksvoll und bildhaft, was bei seiner Geschichte jedoch kein Wunder ist. Da er selbst einige Zeit in einem KZ verbringen musste, schildert er all diese grausamen Geschehnisse als Zeitzeuge und kann diese sehr deutlich wiedergeben. Der Schreibstil ist nicht einfach und trotzdem so fesselnd und spannend. Trotz der Grausamkeit und der erschreckenden Schilderungen, die mich teilweise sprachlos machten und mir Tränen in den Augen trieben, wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Einziger Kritikpunk ist die sehr kleine Schrift, in der das Buch veröffentlicht wurde. Vor allem Abends oder bei weniger hellem Licht musste ich mich sehr plagen und das muss doch nicht sein. Dementsprechend habe ich für das Buch auch etwas länger gebraucht, um es zu Ende zu lesen. Größere Schrift, mehr Seiten, das wäre toll. Ich bedanke mich beim Verlag und beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Fazit Ein unglaublich spannendes Buch, welches einen einmaligen Einblick in die schreckliche Zeit ermöglicht.

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Schwerer, jedoch wichtiger Bericht

Von: expecto.librorum

14.08.2019

"Der SS-Staat" von Eugen Kogon ***** „Der SS-Staat - Das System der deutschen Konzentrationslager“ ist mit Sicherheit keine leichte Lektüre - jedoch trotzdem sehr wichtig. Eugen Kogon war selbst mehrere Jahre ein Gefangener in Buchenwald und bekam nach seiner Befreiung den Auftrag als Chronist zu arbeiten, um seine Erlebnisse festzuhalten. So entstand dieses Buch über den SS-Staat. Es ist ein schwieriges Thema und somit auch nicht allzu leicht zu lesen. Der Schreibstil selbst war jedoch gut verständlich und flüssig. Ich mochte, dass er die Geschehnisse, egal wie grausam und unmenschlich sie waren, relativ emotionslos und nüchtern schildert, so dass es einen als Leser nicht noch mehr aufwühlt. Er erzählt sehr detailliert und beschönigt dabei auch nichts, er bleibt trotz seiner eigenen Erfahrungen die ganze Zeit über sachlich. Es gibt genaue Darstellungen der Abläufe, der Lebensbedingungen und des Alltags im KZ. Zudem nennt er auch viele Fakten, Orte, Namen von Tätern und Opfern, was die Glaubhaftigkeit seines Buches noch unterstützt und das Ganze auch greifbarer macht. Für dieses Buch sollte man sich definitiv Zeit nehmen, um das Gelesene zu verarbeiten. Ich musste selber häufig Pausen einlegen, da das Buch sehr emotional ist und einen als Leser einfach nur wütend macht. Das Cover passt gut zu dem Kontext des Buches; es deutet bereits etwas düsteres an, bereitet einen jedoch nicht auf die Gräueltaten vor. „Der SS-Staat“ ist wahrscheinlich einer der detailliertesten Berichte die es über diese Zeit gibt, man erhält viele Informationen, deutlich mehr als in den meisten Dokumentationen. Wirklich lesenswert, jedoch auch nichts für schwache Nerven.

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Vita

Eugen Kogon

Eugen Kogon, geboren 1903 in München, war bekennender Gegner des Dritten Reiches und des NS-Regimes und wurde deswegen im Gestapogefängnis und im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Nach seiner Befreiung fing er bald wieder an zu publizieren. Kurz darauf verfasste er das Standardwerk der SS-Staat. Später arbeitete er als Leiter und Moderator des Politmagazins »Panorama« für die ARD. Politisch war er sehr aktiv, insbesondere die Europapolitik lag ihm am Herzen; er engagierte sich für den Aufbau einer europäischen Republik. 1982 erhielt er den Hessischen Kulturpreis. Eugen Kogon starb 1987 in Königstein im Taunus.

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