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Rüdiger Bertram

Der Pfad – Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

Romanvorlage zum Film

Ab 12 Jahren
Der Pfad – Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit
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Die Buchvorlage zum Kinofilm über die Flucht zweier Jugendlicher vor den Nazis

Frankreich 1941: »Gut oder böse?« ist mehr als nur der Name eines Spiels, mit dem sich der zwölfjährige Rolf und sein Vater die Zeit auf der Flucht vertreiben. Wie so viele andere deutsche Flüchtlinge, die von der Gestapo gesucht werden, sitzen die beiden in Marseille fest, weil sie keine Ausreisegenehmigung erhalten. Ihr Ziel ist New York, wo Rolfs Mutter auf sie wartet, doch der einzige Weg in die Freiheit ist ein steiler Pfad über die Pyrenäen. Fluchthelfer Manuel, ein Hirtenjunge kaum älter als Rolf, soll sie über die Berge führen. Heimlich und gegen das Verbot seines Vaters, nimmt Rolf seinen geliebten Hund Adi mit, und so machen sie sich zu viert auf einen gefährlichen Weg in eine ungewisse Zukunft.

Die Romanvorlage zum Kinofilm enthält farbige Filmfotos und ein neues Nachwort des Autors.


Originaltitel: Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit
Originalverlag: cbj Verlag
Taschenbuch, Broschur, 240 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
Mit Filmfotos
ISBN: 978-3-570-31467-8
Erscheint am 10. January 2022

Rezensionen

Flucht und Freundschaft

Von: lies-geschichte.de

20.03.2020

Flucht zerreißt Familien, sie bedeutet den Verlust aller Sicherheit, egal wann und wo. Das ist einer der Gründe, warum „Der Pfad“ ein tolles, lesenswertes Jugendbuch ist. Der andere: Rüdiger Bertram erzählt von der Flucht vor der Judenverfolgung durch die Nationalsozialist*innen und damit von einem Ereignis, über das nicht oft genug gesprochen werden kann. Wir lernen Rolf und seinen Vater in Marseille kennen und erfahren nach und nach, dass sie als Juden auf der Flucht sind – die Mutter, eine Tänzerin, ist bereits in den USA und wartet auf Rolf, ihren Mann aber auch ihren Hund. “Adi”, so heißt der Terrier als Dauerwitz, ist Glück und Unglück dieser Familie zugleich. Die drei sind jedoch in der Klemme: Sie kommen nicht mehr legal raus aus Frankreich, nötige Papiere hin oder her: Die Nazis haben das Land im Griff. Und so machen sich Rolf und sein Vater, geführt von Manuel, einem Hirtenjungen, auf den Weg durch die Pyrenäen nach Spanien, um von dort aus weiter zu kommen. Über Manuel und seine Eltern erfahren wir auch mehr über die Resistance und Netzwerke des Widerstands. Bertram gelingt es, Leichtigkeiten des Alltags genauso wie Momente der größten Verzweiflung zu vermitteln. „Der Pfad“ hat nur ein halbes Happy End, ist gleichzeitig erträglich zu lesen und lässt einen doch mit dem Wissen über die Grausamkeiten der nationalsozialostischen Ideologie und Verbrechen. Dass Rüdiger Bertram abschließend über die Entstehung des Buches berichtet, ist spanned und gibt tolle Einblicke. Allerdings wären Tipps zum Weiterlesen natürlich toll gewesen. Trotzdem: Absolut lesenswert! Sprache 4/5 weiterführende Tipps 2/5 Handlung 5/5 Rüdiger Bertram: Der Pfad. Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit. Mit Illustrationen von Heribert Schulmeyer. Cbj 2019 [Hardcover 2017]. Ab 12 Jahren. ISBN Taschenbuch: 978-3-570-31277-3. € 8,99.

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Nachhaltig beeindruckend

Von: Katja Büscher

15.03.2020

Rolf und sein Vater Ludwig sind auf der Flucht vor den Nazis. Von Marseille steht nun noch der lange Fußmarsch über die Pyrenäen an. Danach wollen sie mit dem Schiff nach New York übersetzen. Dort wartet bereits Rolfs Mutter sehnsüchtig auf die beiden. Bei ihrer Flucht werden sie von dem Hirtenjungen Manuel, ungefähr in Rolfs Alter, unterstützt. Er soll die beiden über die Pyrenäen führen. Als Rolfs Vater auf der Flucht festgenommen wird, müssen sich die beiden Jungen alleine weiter durchschlagen. Große Schuldgefühle plagen Rolf, denn er gibt sich die Schuld an der Festnahme des Vaters. Die Geschichte beruht auf historischen Fakten. Unzählige Menschen flohen während des zweiten Weltkrieges vor dem Naziregime über die Pyrenäen nach Spanien, um dann ihre Flucht weiter nach Südamerika oder in die USA fortzusetzen. Ein großartiges, fesselndes, bewegendes und trauriges Buch und doch ist es gepaart mit einer Prise Humor. Die Geschichte hat mich nachhaltig noch beeindruckt und mich auch gedanklich nicht wieder losgelassen. Was habe ich mit den beiden Jungen mit gefiebert, gehofft und gebangt. Das Buch ist sowohl für Jugendliche, als auch für Erwachsene geeignet. Ich würde empfehlen, Jugendliche während des Lesens zu unterstützen und zu begleiten, denn es wird garantiert Gesprächsbedarf geben. Rüdiger Bertram ist es gelungen Jugendlichen, auf besonders einfühlsame, spannende Art und Weise die Brutalität und Gefährlichkeit des zweiten Weltkrieges näher zu bringen. Eine wirklich tolle Idee ist es, die Geschichte mit einem Comic zu beginnen und enden zu lassen. Zudem hat es mir persönlich sehr gut gefallen, dass „Der 35. Mai“ von Erich Kästner - einer meiner absoluten Lieblingsautoren - sich wie ein roter Faden durch das Buch schlängelt. Ich kann dieses Buch wirklich wärmstens und von Herzen empfehlen. Glückwunsch an Rüdiger Bertram für diese beeindruckende Geschichte.

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Vita

Rüdiger Bertram wurde 1967 in Ratingen geboren und arbeitete nach seinem Studium (Geschichte, Volkswirtschaft und Germanistik) zunächst als freier Journalist. Heute schreibt er Drehbücher und hat zahlreiche erfolgreiche Bücher für Kinder veröffentlicht. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt er in Köln.

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