Das rote Adressbuch

Der Bestseller aus Schweden
Roman

Bestseller Platz 45
Spiegel Taschenbuch Belletristik

Taschenbuch
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"Ein wunderbares Debut. Die Geschichte von Doris ist mit viel Liebe erzählt. Sie steckt voller Zärtlichkeit und Mitgefühl." Jan-Philipp Sendker

Doris wächst in einfachen Verhältnissen im Stockholm der Zwanzigerjahre auf. Als sie zehn Jahre alt wird, macht ihr Vater ihr ein besonderes Geschenk: ein rotes Adressbuch, in dem sie all die Menschen verewigen soll, die ihr etwas bedeuten. Jahrzehnte später hütet Doris das kleine Buch noch immer wie einen Schatz. Und eines Tages beschließt sie, anhand der Einträge ihre Geschichte niederzuschreiben. So reist sie zurück in ihr bewegtes Leben, quer über Ozeane und Kontinente, vom mondänen Paris der Dreißigerjahre nach New York und England – zurück nach Schweden und zu dem Mann, den sie nie vergessen konnte.

»Sofia Lundberg erzählt mit viel Feingefühl, Sympathie und Wärme von ihrer Protagonistin Doris, die immer ihre Würde behält.«

Heilbronner Stimme (20. Juli 2019)

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Schwedischen von Kerstin Schöps
Originaltitel: Den röda Adressboken
Originalverlag: Forum
Taschenbuch, Klappenbroschur, 368 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48981-7
Erschienen am  18. November 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Verschlungene Pfade

Von: an.nie.ka_liest

30.11.2020

Darum geht es: "So viele Namen, die einem im Laufe eines Lebens begegnen. Hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht, Jenny? Die vielen Namen, die kommen und gehen. Die dir das Herz zerreißen und dich zu Tränen rühren und die zu Geliebten oder zu Feinden werden. Manchmal blättere ich in meinem Adressbuch. Es ist die Landkarte meines Lebens. Ich werde dir ein bisschen davon erzählen." „Das rote Adressbuch“ ist eine Geschichte über die verschlungenen Pfade, die ein Leben nehmen kann und den Menschen, denen man auf diesen Pfaden begegnet. Das Leben der 96 jährigen Doris ist gezeichnet von solchen Pfaden, einhergehend mit zahlreichen Schicksalsschlägen. Die Menschen kommen und gehen, Freundschaften entstehen und zerbrechen, die Liebe flammt auf und geht in den Wirren des zweiten Weltkrieges verloren. Und die Namen der Menschen, die Bedeutung für sie hatten, werden in ihrem roten Notizbuch durchgestrichen, bis fast nur noch ihr eigener Name übrig ist. Die Handlung teilt sich in zwei Zeitstränge: Einerseits verfolgt man Doris als gebrechliche alte Frau, die langsam auf ihre letzten Atemzüge zugeht. An ihrer Seite Jenny, ihre Großnichte aus San Fransico. Auf einer zweiten Zeitachse berichtet Doris aus der Ich-Perspektive über ihre Jugend und die aufregende Reise, die sie hinter sich hat. Sie muss früh erwachsen werden, kommt viel in der Welt herum, verliebt sich, trifft auf neue Menschen und alte Bekannte und findet schließlich zu sich selbst. Der Kontrast der beiden Erzählstränge hat mich einfach gepackt und emotional bewegt.  An einer Stelle im Buch sagt Doris, dass das Altwerden beschissen sei und durch die präzisen Beschreibungen kann man ihre Schmerzen und Gebrechen, sowie ihre Hilflosigkeit sehr gut nachempfinden. Dem gegenüber stehen die Erzählungen aus ihrer Jugend. In jungen Jahren hat das Mädchen aus Schweden unglaublich viel erlebt, musste ihre Heimat verlassen und in fremden Ländern Fuß fassen, sich ein eigenes Leben aufbauen und versuchen, sich dabei nicht selbst zu verlieren. Eine wundervolle Geschichte und sehr emotionale Geschichte, die mich zudem zum Nachdenken gebracht hat. Wer ist mir schon alles begegnet, wie wird mein Leben weiterverlaufen? Und wie werde ich mich fühlen, wenn ich so alt bin (wenn ich tatsächlich so alt werde). Oft musste ich auch an meine Oma denken, die als junges Mädchen meinen Opa kennengelernt und mit ihn in die Fremde zog um dort sich ein Leben aufzubauen, und dass in einem vom Krieg zerstörten Land. Mein Fazit: Unbedingt lesen! 4 von 5 Sterne *Unbezahlte Reklame*

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Absolut berührend und nachdenklich machend

Von: Elvira Pfeiffer

26.04.2020

Die 96-jährige Doris Alm lebt vereinsamt in ihrer kleinen Wohnung in Stockholm. Einmal täglich versorgt eine meist gedankenlose Pflegerin sie mit dem Nötigsten. All ihre Freunde und Verwandten sind bereits verstorben. Ihr einziger Lichtblick ist ihre Großnichte Jenny, die allerdings mit ihrer Familie in den USA lebt. Etwa einmal wöchentlich skypen die Beiden miteinander, Doris einziger Kontakt mit der Welt. Die Zeit dazwischen füllt Doris mit dem Niederschreiben ihrer Erinnerungen anhand der Namen aus ihrem roten Adressbuch. Wow, was für ein berührendes Buch! Ich glaube, ich bin nicht die einzige, die einige Tränen während der Lektüre vergossen hat. Ich bin froh, dass meine Mutter noch lebt, 87-jährig, und ich regelmäßig Kontakt mit ihr halten kann. Wie wichtig das für uns beide ist, hat dieses Buch noch einmal verdeutlicht. Die Erzählweise von Frau Lundberg hat dem Leser wegen der ständigen Zeitsprünge schon einiges abverlangt. Mir fiel es durch die lebhafte Schilderung der Begegnungen in der Vergangenheit oft schwer mich wieder in der Gegenwart zurecht zu finden. Allerdings hat sich mir nicht erschlossen, warum Allan bereits nach einem Jahr, in dem er sich nach eigenen Angaben nach Doris verzehrt hat, eine neue Frau gefunden und geheiratet hat. Unverständlich ist für mich auch, dass Beide immer postlagernd über Jahre, Jahrzehnte an die gleiche Adresse geschrieben haben und sich folglich nie fanden. Bewundert habe ich, dass Frau Lundberg zwar sehr berührend aber nie kitschig geschrieben hat. Nachvollziehen kann ich daher, dass viele Leser ihr erzählt haben, dass der Roman dazu ermutigt habe, mit ihren älteren Verwandten wieder mehr ins Gespräch zu kommen. Ich freue mich auf das nächste Buch dieser Autorin.

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Vita

Sofia Lundberg wurde 1974 geboren und arbeitete als Journalistin in Stockholm, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Büchern widmete. Mit ihrem Debütroman »Das rote Adressbuch« eroberte sie die schwedische Literatur- und Bloggerszene im Sturm, woraufhin die Rechte in über 30 Länder verkauft wurden.

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