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Konstantin Wecker

Das ganze schrecklich schöne Leben

Die Biographie

(8)
Taschenbuch
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Poesie, Musik und Widerstand – Konstantin Weckers große Autobiographie

Über 600 Lieder, Filmmusicals und Gedichte, 23 Studio- und 14 Livealben, eine Stimme: Konstantin Wecker. Der Ausnahmekünstler, Musiker, Schauspieler und Autor galt schon früh als Wunderkind und steht seit einem halben Jahrhundert auf der Bühne und vor der Kamera. Sein uferloses Leben, in dem genug nie genug war, ließ den Revoluzzer zur öffentlichen Persönlichkeit reifen, deren Wort Gewicht hat und in Zeiten von Rechtsruck, Turbokapitalismus und Kriegspolitik absolut notwendig ist. Davon erzählt seine große Autobiographie, die so ungewöhnlich ist wie das Leben und Schaffen des Kraftgenies der großen deutschen Liedermacher.

»Eine Liebeserklärung an das Leben«

tz München

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Das ganze schrecklich schöne Leben
Originalverlag: GVH, Gütersloh 2017
Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
Mit 16-seitiger Farbbildstrecke
ISBN: 978-3-328-10342-4
Erschienen am  10. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Umfassende Darstellung

Von: Timo Brandt

06.12.2018

„In den letzten Jahren habe ich zwei Autobiographien geschrieben („Die Kunst des Scheiterns“ und „Mönch und Krieger“). […] Vieles aus all diesen Büchern würde ich heute anders schreiben – nicht weil ich glaube, dass es falsch oder schlecht wäre, sondern einfach, weil ich es anders sehe.“ Obwohl vorn auf dieser Biographie nur Weckers Name steht, ist diese Biographie ein Gemeinschaftsprojekt: einige Kapitel sind von Wecker selbst verfasst, andere von Günter Bauch, einem beinahe lebenslangen Freund und Wegbegleiter, und einige von dem Journalisten Roland Rottenfußer, ebenfalls ein enger Freund und Betreuer von Konstantin Weckers Webmagazin „Hinter den Schlagzeilen“. Dass eine lebende Person wie Wecker seine Biographie in dieser Weise präsentiert ist ungewöhnlich, aber auch spannend. Dem Buch ist eine besondere Dimension eigen, die aus dem Zusammenspiel der sehr persönlichen, bekenntnishaften und kritischen, Töne von Wecker und den etwas allgemeineren, aber trotzdem lebensnahen Schilderungen von Bauch, sowie den analytischen, zeithistorischen Passagen von Rottenfußer entsteht. Man bekommt alle drei Spektren: einmal das Empfundene, zweitens wie es von anderen erlebt wurde und drittens wie es sich im Kontext der Öffentlichkeit darstellte und im Werk niederschlug. „Meine Biographie ändert sich ständig. Je nachdem, was ich an Neuem dazulerne, erfahren habe, erlebt und erlitten habe, verwandelt sich mein Gedächtnis. […] In den Augen der einen bin ich heute ein Sturkopf, der sich an seine 68er-Ideale klammert und nichts dazugelernt hat, für die anderen vielleicht gerade deshalb ein aufrechter Künstler, der seinen Idealen treu geblieben ist. Diese Mischung ist für eine Biographie nahezu ideal, in jedem Fall aufschluss- und abwechslungsreich. Manchmal stört diese Abwechslung den Lesefluss etwas, weil intensive und informative Passagen dicht aufeinanderfolgen, aber wenn man weiß, worauf man sich einlässt und außerdem (an)erkennt, dass diese Dynamik auch immer wieder neue Perspektiven hervorbringt, ist das kein wirkliches Manko. Was gäbe es sonst noch zu sagen? Ich werde hier keinen Kurzabriss von Weckers Leben geben, dafür ist die Reise, die man mit diesem Buch unternehmen kann, viel zu spannend. Ich finde Wecker ist einer der eindrucksvollsten deutschen Liedermacher überhaupt und obwohl ich mit seinen spirituellen Einschlägen fremdle, sprechen viele seiner Lieder meinen Kopf und mein Herz an. Die Biographie hat mich noch mal darin bestätigt, dass diese Doppeltreffer kein Zufall sind, sondern aus der großartigen Persönlichkeit herrühren, die Höhen und Tiefen bewusst erlebt und verarbeitet hat.

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Ich reit auf einem Wattebausch die Zeit entzwei.

Von: Stephanie Fey

05.08.2017

Dies ist keine Autobiografie des großartigen Musikers und Dichters, sondern in diesem Buch reflektiert auch sein Tourbegleiter Günter Bauch die gemeinsame Zeit. Ein Drittel der Kapitel stammt vom Herausgeber der bisherigen Wecker-Biografien Roland Rottenfußer. Und natürlich kommt auch Konstantin Wecker selbst kommt zu Wort. Anlässlich seines 70. Geburtstags erschienen, nehmen wir an bitteren und schönen, auf jeden Fall einmalige Erfahrungen teil. Wir begleiten die Entstehung seiner Werke, hören von der Inspiration und erfahren wie Klassiker wie „Wenn der Sommer nicht mehr weit ist“ oder „Genug ist nie genug“ entstanden. Sein Werdegang, seine Anfänge und ersten Auftritte werden geschildert, aber auch sein politisches Engagement. Wecker ist ein besessener, verbissener Künstler, der immer für seine Kunst und seine Anliegen eintritt. Eine Zeitlang zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück, wandte sich der Innerlichkeit zu (wie es auf S. 145 heißt), dadurch entstanden Kindermusicals und z. B. die Musik zu Jutta Richters Geschichte „Das Kind auf den Bäumen.“ Gegenwärtig steht er wieder auf Seiten der Hilfsbedürftigen, aber nicht nur er, auch seine Frau und sein Sohn engagieren sich für Flüchtlinge. Jeder der drei Autoren hat seinen eigenen Blickwinkel auf das Geschehen und so kann sich der Leser selbst ein Bild machen. Wecker erzählt er von seinem liebevollen Elternhaus. Die Mutter war seine Förderin, stand zu ihm, als er wegen Drogenbesitz verurteilt werden sollte, setzte sich ganz nach vorne und fixierte den Richter während des Prozesses. Der Vater, selbst Musiker und Maler, nahm sein Talent mit ins Grab, förderte aber seinen Sohn von klein auf und wollte aus Konstantin einen Opernsänger machen. Ihm hat er auch ein sehr berührendes Lied gewidmet. Das vielfältige Buch enthält viele seiner Gedichte und Liedtexte und ist damit ein wunderbares Geschenk für sich als Fan des Münchner Ausnahmekünstlers oder für andere zum Wiederentdecken und begleitendem Wiederhören.

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Vita

Konstantin Wecker, geboren 1947, Poet, Sänger und Komponist, engagiert sich seit Jahrzehnten für Zivilcourage, Pazifismus und Antifaschismus. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Erich-Fromm-Preis (2007), dem Ehrenpreis des Bayerischen Kabarettpreises (2013), dem Erich-Mühsam-Preis (2016), dem Deutschen Kleinkunstpreis – Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz (2017), dem Bayerischen Staatspreis für Musik – Sonderpreis (2017) und dem Göttinger Friedenspreis (2018). Von der Universität Landau wurde er 2018 mit der Thomas-Nast-Gastprofessur ausgezeichnet. 2017 erschien sein Roman »Der Klang der ungespielten Töne«. Wenn er nicht gerade auf Tour ist, lebt er in München.

Zum Autor

Pressestimmen

»Konstantin Wecker ist ein auch durch zahlreiche Abstürze nicht zu entmutigender Held der Arbeit, genauer: der Poesie.«

Die Welt

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