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Nadia Ghulam , Agnès Rotger

Das Geheimnis meines Turbans

Als Junge verkleidet unter den Taliban

Ab 14 Jahren
(5)
Taschenbuch
10,00 [D] inkl. MwSt.
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Als Junge verkleidet unter den Taliban

Unter dem dunklen Turban leitet ein Junge mit vom Bombenangriff vernarbten Gesicht das Morgengebet in der Moschee an. Jeder respektiert ihn und hört zu, obwohl seine Stimme schwach ist und sein Körper klein und zierlich. Er ist ein guter Moslem, aber was seine Freunde und Nachbarn nicht wissen: Unter dem Turban steckt gar kein Junge, sondern ein Mädchen, das bei jedem Kontakt mit den Taliban innerlich zittert vor Angst, ihr Geheimnis könnte entdeckt werden.

Das Buch erzählt die wahre Geschichte von Nadia Ghulam, einem Mädchen, das im Afghanistankrieg schwer verletzt wurde und sich schließlich unter den Taliban zehn Jahre lang als Junge ausgab, um arbeiten und die Familie ernähren zu können.

Ein beeindruckendes Plädoyer gegen die Unterdrückung von Frauen und Mädchen

»Eine beeindruckende, starke Biografie, die von unglaublichem Mut handelt.«

Eselsohr über »Das Geheimnis meines Turbans« (01. August 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Spanischen von Silke Kleemann
Originaltitel: El secreto de mi turbante (The secret of my turban)
Originalverlag: Planeta
Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-570-31378-7
Erschienen am  10. May 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Rezension ‚Das Geheimnis meines Turbans‘

Von: Pauline

11.10.2021

„Als Zelmai hatte mein Leben einen Wert.“ (Das Geheimnis meines Turbans, S. 213) INHALT: In „Das Geheimnis meines Turbans“ geht es um Nadia, die in ihrer Kindheit die Machtübernahme der Taliban in den 90ern erleben muss. Das Buch erzählt ihre wahre Geschichte und ist somit eine Biografie, die von Agnès Rotger geschrieben wurde. Mit neun Jahren wird Nadia von einer Bombe, die das Haus ihrer Familie zerstört, getroffen und leidet nach sechs Monaten im Koma starke Schmerzen. Nach einiger Zeit wird ihr klar, dass es so nicht weitergehen kann. Ihre Familie hat kein festes Zuhause, sie viele OPs hinter sich und muss in einem so jungen Alter tägliche Abstoßung aufgrund ihrer vernarbten Gestalt erfahren. Also sucht Nadia verkleidet als Junge und mit dem Namen Zelmai (das ist der ihres verstorbenen Bruders) Arbeit, um ihre ganze Familie zu ernähren. Trotz ihrer Anstrengungen und der psyschichen sowie physischen Belastung reichen ihre Verdienste meist nicht, wodurch sie und der Rest ihrer Familie viel hungern. In dem Buch geht es um Gleichberechtigung, Armut, Krieg, Ziele, Freundschaft, Liebe, Verlust, Menschenrechte und starke Persönlichkeiten. Nadia Ghulam ist stark, mutig, selbstlos und kämpft trotz der vielen Steine, die ihr in den Weg gelegt werden, immer weiter. REZENSION: Mir ist es oftmals nicht sehr einfach gefallen, Nadias Geschichte zu lesen. Das liegt nicht daran, dass der Schreibstil nicht flüssig genug war, es liegt daran, dass alles, was in diesem Buch steht auch so in Realität passiert ist. Es ist kein Roman, bei dem man sich während des Lesens denken kann, dass es nur eine Geschichte ist. Nein. Diese Geschichte ist genauso passiert, sowohl die positiven als auch die negativen Dinge. Und schlimme Situationen gab es viele, was mich abwechselnd zum schlucken und erschaudern gebracht hat. Ich habe mitgefühlt und kann immer noch nicht loslassen. Nadias Leben wird sehr direkt erzählt, zwar sehr detailreich, aber eben ohne um die schlimmen Erfahrungen herumzureden. Das war auch gut so. Mich haben die vielen Zeitsprünge während dem eigentlichen Plot etwas gestört, aber ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist ein so komplexes und ereignisreiches Leben in perfekt geordneter Chronologie darzustellen. Außerdem möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich es ziemlich muig von Nadia Ghulam finde, ihre Geschichte in die Welt zu setzen. Danke dir, Nadia, dafür! Insgesamt: 4,5/5⭐️

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Großartiger Erfahrungsbericht

Von: Lovely Girl

17.09.2021

Die wahre Geschichte einer jungen Frau, die ein riskantes Geheimnis 10 Jahre lang innerhalb der Taliban hütete. Aufgrund der derzeitigen Situation weckte dieses Meisterwerk besonders mein Interesse. Die junge Nadia Ghulam kleidete sich nach einer Verletzung in einen Turban und mischt sich unter die Taliban. Inmitten der Männer verfolgt sie die Gespräche und Taten an die unschuldigen Zivilisten und Frauen, die unterdrückt werden. Als Leserin fürchtete ich ebenfalls um Nadias Wohl, denn in Gesprächen bestand das Risiko, dass jemand ihre Stimme als die einer Frau erkennt und sie entlarvt. Über die Folgen wollte ich erst gar nicht denken, denn diese würde in einen qualvollen Tod enden. Nadia konnte diese Angst und das Leben in Afghanistan sehr gut übermitteln. Gleichzeitig erfährt man vieles über die Zeit vor und nach dem Krieg, und welche Folgen sie für die Menschen hatte. Viele Ereignisse waren einfach erschreckend und brutal. Nadia verzichtet auf die genaue Beschreibung von Gewalttaten, um dem Leser nicht Angst einzujagender abzuschrecken, sondern ihm die Augen zu öffnen. Neben dem Leben in Afghanistan kritisiert sie auch die Übermittlung der Medien an den Westen. Diese Kritik war, wie sie es situationsgerecht beschrieb, nachvollziehbar. Dennoch hatte ich zeitweise den Eindruck, dass das Buch eine Reportage war, bei dem die Gefühle nicht in den Vordergrund traten. Gerade bei so einem Erfahrungsbericht spielen Emotionen große Rolle, um den Leser zu berühren. Über das Ende musste ich lange nachdenken, denn es verlief abrupt, ohne auf Nadia in der Gegenwart einzugehen. Dennoch respektiere ich ihren Wunsch, nur von ihrer grausamen Geschichte und nicht die heutigen mentalen Folgen zu berichten. Wenn man ihre sozialen Netzwerke verfolgt, sieht man ihren Einsatz für die Menschen- und Frauenrechte in Afghanistan. Fazit: Dies ist die schockierende Geschichte eines jungen Mädchens bis hin zur Frau inmitten der Taliban. Es ist eine große Leseempfehlung.

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Vita

Nadia Ghulam wurde 1985 in Kabul geboren. Als Kind wurde sie in Afghanistan schwer verletzt, wurde viele Male operiert, verlor ihren Bruder und gab sich schließlich unter den Taliban als Junge aus, um die Familie zu ernähren. Heute lebt sie in Spanien, engagiert sich in einer NGO für Kinder in Afghanistan, für Flüchtlinge im Mittelmeerraum und tritt unermüdlich gegen Unterdrückung von Frauen und Mädchen ein. In »Das Geheimnis meines Turbans« erzählt sie ihre Geschichte.

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Agnès Rotger wurde 1973 in Badalona geboren. Sie ist ausgebildete Journalistin, schreibt für verschiedene Zeitschriften und hat die Imprints Pòrtic und Mina des renommierten katalanischen Verlagshauses Grupo 62 geleitet. Außerdem hat sie verschiedene Bücher geschrieben. Ihr Schwerpunkt liegt bei weiblichen Biografien.

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Silke Kleemann, geboren 1976 in Köln, studierte Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft und arbeitet seit 2000 als Übersetzerin spanischsprachiger Literatur, Lektorin und Autorin. Sie lebt in München, reist gern und mag besonders Bücher, die sie mit in andere Welten nehmen. 2015 erhielt sie den Bayrischen Kunstförderpreis für Literatur und ein Literaturstipendium der Stadt München.

www.drachenbauch.de

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Pressestimmen

»Ein beeindruckendes Plädoyer gegen die Unterdrückung von Frauen und Mädchen.«

»Ein spannender Bericht, den man bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legt und der uns die Augen öffnet.«

»Ein absolut lesenswertes Buch und ein aufrüttelndes Plädoyer gegen die Unterdrückung von Frauen!«

»Eindringlich und in angenehm langen Kapiteln wird die Lebensgeschichte Nadias erzählt.«

»Dieses inspirierende Buch sollte jeder lesen, der sein Wissen über Afghanistan und seine Bewohner erweitern und dies auf eine einzigartige Weise tun möchte.«

»Eine berührende Geschichte einer unglaublichen Frau.«

»Nadias Geschichte hat mich sehr berührt.«