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Ocean Vuong

Auf Erden sind wir kurz grandios

Roman

Taschenbuch
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Ein Roman, der die amerikanische Identität neu definiert. Und der Brief eines Sohnes an die vietnamesische Mutter, die ihn nie lesen wird: Die Tochter eines amerikanischen Soldaten und eines vietnamesischen Bauernmädchens ist Analphabetin, kann kaum Englisch und arbeitet in einem Nagelstudio. Sie ist das Produkt eines vergessenen Krieges. Der Sohn, ein schmächtiger Außenseiter, erzählt – von der Krankheit der Großmutter, den geschundenen Händen der prügelnden Mutter und seiner tragischen ersten Liebe zu einem amerikanischen Jungen. Ocean Vuong schreibt mit traumhafter Klarheit von einem Leben, in dem Gewalt und Zartheit aufeinanderprallen.


Aus dem Amerikanischen von Anne-Kristin Mittag
Originaltitel: Auf Erden sind wir kurz grandios
Originalverlag: Hanser
Taschenbuch, Klappenbroschur, 272 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-77008-3
Erschienen am  14. June 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Saigon, Vietnam

Rezensionen

Poetisch und regt zum Nachdenken an

Von: Literaturvernarrte

04.01.2022

Ich habe lange für diese Rezension gebraucht. Ich wusste nie wie ich ansetzen soll. Es ist ein Buch was ich so normalerweise nicht lese. Es ist nicht fiktiv oder enthält eine Liebesgeschichte. Es geht nicht um Helden oder Bösewichte. Aber irgendwie hat mich das was ich zu dem Buch gehört habe angesprochen. Nur um am Ende zu verstehen wie echt dieses Buch ist. Es geht um den Vietnamkrieg, Drogenkonsum, die Suche nach sich selbst, Gewalt in der Familie und noch so viele andere Themen die unter anderem auch gesellschaftskritisch sind. Ich muss gestehen das mir manche Worte, wenn ich an diese zurückdenke immer noch schwer im Magen liegen oder ich einfach darüber nachdenken muss. Wenn ich durch die Stellen gehe die ich markiert habe brechen mir manche Gedankengänge in den Briefen von Little Dog (der Ich- Erzähler) an seine Mutter Rose das Herz. "Vielleicht gibt es am Ende doch einen monströsen Ursprung. Vielleicht bedeutet Hand an dein zu legen, es auf den Krieg vorzubereiten. Ihm beizubringen, dass einen Herzschlag zu besitzen nie so einfach ist wie die Aufgabe des Herzens, ja ja ja zum Körper zu sagen." Ich werde dieses Buch irgendwann wieder rereaden müssen, weil ich nicht das Gefühl habe mit allem was das Buch auszusagen hat hinterhergekommen zu sein. Es war nicht immer leicht zu lesen. Die Sätze waren in Schachtelsätzen verpackt. Und auch wenn es zeitweise etwas kompliziert war hat mir genau das schlussendlich gefallen. Es war poetisch, ernst und aussagekräftig. Manchmal verwirrend, aber schlüssig wenn man darüber nachdachte. Mir fällt es um ehrlich zu sein schwer dem Buch eine Sternebewertung zu geben weswegen ich eine Empfehlung an Leute schreibe die sich angesprochen fühlen. Ich empfehle dieses Buch ab 16+ und wenn man bereit ist mit harten Themen konfrontiert zu werden, die einen zum Nachdenken anregen. Der Schreibstil ist nicht immer einfach, wenn man sonst eher fiktive Geschichten liest. Aber das ist es wert. Ich empfehle vor dem Kauf die Leseprobe zu lesen.

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Ein Buch, das nachhallt

Von: Stines Lesereise

01.01.2022

Ein tolles Buch, grandios übersetzt von Anne-Kristin Mittag Ein junger Mann, der einen Brief an seine Mutter schreibt, die Analphabetin ist. Darüber kann man/frau lange nachdenken. Anfangs steht die Beziehung zu seiner ihn schlagenden Mutter im Vordergrund. Das Bedürfnis nach einem Nachholen an fehlender Kommunikation zwischen den Beiden ist ein aufwühlender Startpunkt. „Wenn wir Glück haben, ist das Ende eines Satzes der Punkt, an dem wir vielleicht anfangen können.“ (S. 19) In lyrischer Sprache breitet „Little Dog“ auf den knapp 270 Seiten sein Innerstes vor uns allen aus. Er gibt uns Einblicke in seine Familiengeschichte, begonnen bei seiner vietnamesischen Großmutter, die mich tief berühren. Intergenerationale Kriegstraumata spielen ebenso eine große Rolle wie Rassismus und Homophobie. „ich will nicht, dass mir meine Traurigkeit genommen wird, ebenso wenig, wie ich will, dass mein Glück mir genommen wird. Sie gehören mir.“ (S. 197) Ob er den Brief schreibt trotz des Analphabetismus oder gerade deswegen bleibt für mich unbeantwortet. Gehaltvoll, in Teilen flüssig und vereinnahmend erzählt, in Teilen fragmentarisch die ganze Bandbreite an Emotionen und Erinnerungen, die ihn ausmachen vor uns ausbreitend, hat mich das Buch atemlos zurück gelassen. Auf diesen Wörtern, Sätzen und Eindrücken werde ich noch eine Weile herumkauen.

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Vita

Ocean Vuong wurde 1988 in Saigon, Vietnam, geboren und zog im Alter von zwei Jahren nach Amerika, wo er heute lebt. Für seine Lyrik wurde er mehrfach ausgezeichnet, zuletzt unter anderem mit dem Whiting Award for Poetry (2016) und dem T.S. Eliot Prize (2017). Bei btb erschien zuletzt sein Erfolgsroman »Auf Erden sind wir kurz grandios«.

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