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Rezensionen zu
Sing backwards and weep

Mark Lanegan

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Natürlich habe auch ich in den 90ern Grunge gehört, weil es neu und anders war, allerdings war ich kein großer Fan und die Destruktivität, die bei vielen Musikern in Drogenabhängigkeit und sogar Tod endete, schreckte mich ab und widerte mich an. Auf Mark Lanegan wurde ich jedoch immer wieder aufmerksam und zuletzt aufgrund eines sehr traurigen Ereignisses, sein Tod mit 57 Jahren. Nein, er ist nicht an einer Überdosis gestorben, sondern an den Folgen einer Covid-Infektion. Erst im Dezember 2021 war "Devil in a Coma" erschienen. Darin berichtet Lanegan über seinen Kampf mit der tückischen Viruserkrankung. Mark Lanegan ist nicht nur ein großartiger Sänger, dessen Bariton einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, sondern auch ein genialer Songwriter. Beeindruckt hat er mich mit seiner Interpretation des Dylan's Songs "Man in the long black coat" in der Biopic "I'm not there" oder Gastauftritte bei Nick Cave. Des Weiteren hat er drei bemerkenswert Alben mit der britischen Sägerin Isobel Campbell aufgenommen. Ich habe die Autobiografie "Sing backwards and weep" in einem Rutsch durchgelesen, so zog sie mich in ihren Band. Lanegan hatte, im Gegensatz zu vielen Kolleg:innen, keinen Ghostwriter. In Interviews berichtet er, wie schwierig das Schreiben für ihn war, weil er diese Zeit, die v.a. von seiner Drogenabhängigkeit geprägt war, noch einmal durchleben musste. Auch der Leserin und dem Leser muss klar sein, dass das Buch v.a. über Lanegans Zeit mit den Screaming Trees handelt und von den wilden Zeiten erzählt. Diese Jahre haben nun den größten Teil seines Lebens ausgemacht und er hat vermutlich so viel erlebt, um es auf mehrere Leben aufzuteilen zu können. Das Buch hat nicht umsonst fast 500 Seiten. Die Biografie ist auch als Hörbuch erhältlich, von Mark Lanegan selbst gelesen. Ich hab einige Kapitel auf audible gehört und kann es empfehlen. Zum einen ist es durch Lanegans Stimme sehr authentisch, zum anderen kommt die Message 1:1 an. Eine Übersetzung, und ist sie noch so gut, hat nie die gleiche Authentizität. Eine Autobiografie für Insider und Fans, sehr lesenswert und tief beeindruckend.

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