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Rezensionen zu
Nachmittage

Ferdinand von Schirach

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€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,50* (* empf. VK-Preis)

Bisher habe ich jedes Buch von Herrn Schirach gelesen und geliebt. Leider kann ich das nicht zu 100% von diesem Werk von ihm behaupten. Sprachlich ist dieses Buch mal wieder topp von ihm. Es lässt sich so toll lesen und alles klingt so stimmig. Jedoch fehlte mir bei diesem Buch leider an Inhalt. An wirklich greifbaren und überdenkbaren Inhalt. Ich vermisse Werke wie "Terror", welches einen auch nach dem Lesen nicht loslässt. Ich bereue nicht, dieses Buch gelesen zu haben. Werde es persönlich aber nicht ein weiteres Mal tun.

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Ferdinand von Schirach ist aus der deutschen Belletristik nicht mehr wegzudenken. Auch in unserem Alltag ist er präsenter, als manch einer glaubt. Netflix Serien und Filme gibt es von ihm, auf meiner Schule wurden seine ethischen Dilemmas in Religion und Philosophie bearbeitet. Schirach geht spätestens seit "Kaffee und Zigaretten" nicht mehr den typischen Weg, wo er sich nur noch mit juristischen Szenarien beschäftigt. Nun erschien kürzlich sein neues Buch "Nachmittage", dass ich euch heute leider nicht zeigen kann, weil ich es bei meinem Umzug vergessen habe. Meine Auswahl an Schirachs Büchern muss also vorerst ausreichen. Auch in seinem neuen Buch geht es nicht um Jura, vielmehr ist es ein Verweilen für Nachmittage, wie der Titel schon vermuten lässt. Es sind Fragmente von Gedanken und Begegnungen, sie sind kurzweilig und trotzdem regt die eine oder andere Passage zum Nachdenken an. Das Echo um dieses Buch war sehr unterschiedlich. Viele trauern den alten Büchern des Schriftstellers nach, dabei spielt das Preisleistungsverhältnis eine große Rolle. Für 22€ ist dieses Buch auch tatsächlich nicht das billigste für ein paar Passagen zum Entfliehen des Alltags. Dennoch bleibt mir das Buch positiv in Erinnerung. Ich mag die Gedankenexperminente, den Blick in ein anderes Leben. "Nachmittage" ist wirklich das ideale Buch, um sich an einem der letzten Sonnentage nach draußen zu setzen, einen Kaffee zu trinken und etwas Literatur zu genießen. Deswegen kann ich dieses Buch auch durchaus empfehlen, auch wenn dem Leser klar sein sollte, was ihn erwartet. Die Zeit der ethnischen Fragen und juristischen Szenarien ist bei Schirach vorbei. Zumindest auf den ersten Blick. Und das finde ich tatsächlich auch ziemlich gut.

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Nachmittage

Von: mari_liest

08.10.2022

„Jeder Mensch, sagte der Alte, sei von seiner Geburt an durch einen solchen Faden mit einem anderen Menschen verbunden, ganz gleich, wie weit die beiden voneinander entfernt lebten“. (S. 9) Dies ist mein erster gelesener Schirach. Gekaufte Schirache habe ich einige … warum habe ich sie bisher nicht gelesen? Sie berühren nämlich sehr. Schirach hat hier einen Band mit 26 Erzählungen geschrieben; manche Kapitel länger, manche nur eine halbe Seite. Manche berühren in ihrer Länge mehr, manche rumsen in ihrer Kürze genau so ins Herz oder in den Kopf. Wir lesen von alltäglichen Themen wie Liebe, Rache, Tod, Religion, verregneten Nachmittagen, dunklen Nächten, anderen Städten, fremden Menschen … wir reisen mit nach Wien, Taipeh, Oslo, Tokio, New York, Berlin, Marrakesch. Nicht alle Stories haben mich gleich erreicht, dennoch fand ich faszinierend, was uns Menschen allen passieren kann, in alltäglichen Begegnungen mit Fremden, wenn sich die Situation ergibt und sich darauf eingelassen wird. Die Lektüre hat mich gut unterhalten und ich finde es spannend, dass es oftmals Bücher mit unzähligen Seiten gibt, die nicht auf den Punkt kommen … und dann gibt es Bücher wie diese. Die auf wenigen Seiten eine große Essenz bieten, Freude machen, Lächeln herzaubern, oder Tränchen. Je nachdem, wie man sich darauf einlässt. Ein abwechslungsreiches Buch, ohne Stereotypisierung. Eine einfache Geschichte, wo es nicht möglich ist eine „innere Bewertung“ durchzuführen, da man die Erzählenden nicht kennt. Ein sehr spannender Zugang, wie ich finde, und ein geniales stilistisches Mittel. Goethe schrieb: „Der Mensch ist zu einer beschränkten Lage geboren; einfache, nahe, bestimmte Zwecke vermag er einzusehen … sobald er aber ins Weite kommt, weiß er weder, was er will, noch was er soll.“ (S. 55) Gerne gelesen und eine Leseempfehlung!

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In seinem wohl persönlichsten Buch nimmt uns der Autor auf eine kleine Reise um die Welt mit. Seine Geschichten spielen in Berlin, Pamplona, Oslo, Tokio, Zürich, New York, Marrakesch, Taipeh und Wien. Zwischen seinen Lesungen und Interviews begegnen wir ihm an der Bar oder in einem Café. Er trifft Menschen nach Jahren wieder, die ihm ein lang gehegtes Geheimnis verraten oder ihm ein Verbrechen gestehen. Erstaunlich, wie weit Menschen bereit sind zu gehen. »Leise Erzählungen von verregneten Nachmittagen und von schwarzen Nächten ... Aber diese Geschichten beschützen uns vor der Einsamkeit, den Verletzungen und der Kälte. Und am Ende sind sie das Einzige, was uns wirklich gehört.« S. 24 Die Menschen erzählen ihm von falschen Entscheidungen, Zufällen und Dingen, die das Leben verändern. »... Geschichten, die man nur an einer Hotelbar nachts einem Fremden erzählen kann.« Es sind kurze Geschichten, manche nur Fragmente. Insgesamt ist es eine Sammlung aus 26 Essays, Notizen, Beobachtungen und Erzählungen aus dem Leben. Aber alle führen letztlich zu seinen bevorzugten Themen zurück – Schuld, Verbrechen, Strafe oder Rache. Ich liebe Kurzgeschichten, wenn sie gut gemacht sind. Sie zu schreiben, ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht. Von Schirach beherrscht sie in Perfektion. Getragen von einer Grundmelancholie, klug und nachdenklich schildert er die Erlebnisse wieder präzise auf dem Punkt. Wer nicht gewillt ist, mache Geschichten einfach so stehen zu lassen, wie sie sind, oder sich über andere seine eigenen Gedanken zu machen, sollte das Buch nicht lesen. Allen anderen empfehle ich es von Herzen, denn Schirach muss man mögen und sich auf ihn einlassen - ich mag ihn. »Aber heute, im warmen Licht dieses Nachmittags, kommt es mir vor, als sei das Leben damals noch voller Möglichkeiten gewesen.« S. 175

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„Nachmittage“ ist nach „Kaffee und Zigaretten“ Schirachs zweiter Erzählband mit 26 Essays. Es handelt sich dabei um autobiografische Kurzgeschichten, Notizen und literarische Gedanken. Manchmal nur eine Seite, aber immer mit Tiefgang, präzise und grandios ausgearbeitet, umgeben von einer leichten Melancholie. Schirachs Sprachstil ist unverkennbar. Ich liebe seine Art zu schreiben. Klug und pointiert, mit einer bestechenden Einfachheit und Eleganz. Schirach braucht keine Schnörkel. Er zieht mich jedes Mal in den Bann. Groß war die Versuchung, sein neustes Werk in einem Stück zu verschlingen, doch ich habe versucht mich zu bremsen. Mir nur wenige Kapitel vorgenommen, damit ich mich länger mit diesem Buch beschäftigen und an den beschriebenen Orten verlieren darf. Seine kurzweiligen Geschichten geben Denkanstöße, sie amüsieren und berühren, sie hallen nach.

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Kurzgeschichten

Von: Fara

01.10.2022

Rezension ✨ Wie bereits „Kaffee und Zigaretten“ ist auch das neue Buch von @ferdinandvonschirach_official eine Sammlung aus 26 Geschichten. Manche kürze, manche Länger. Auch wenn es bei mir immer etwas dauert, um in seine Bücher reinzukommen, hat es mir dann nach kurzer Zeit wie immer gefallen. Es sind Erzählungen aus dem Leben und aus verschiedenen Städten weltweit. Die Themen sind ganz verschieden und manchmal doch ganz ähnlich. Manche amüsant, andere zum nachdenken. Wie immer sind in seinen Geschichten die Worte sehr bedacht gewählt und kein Wort zu viel oder zu wenig. Dabei behandelt er wie immer wichtige Themen wie beispielsweise den Tod. Die Geschichten werden lebendig, dadurch das der Erzähler sich mit menschen unterhält… was wir vielleicht in der heutigen Zeit viel zu wenig machen?! Ich mag einfach die Art und den Stil wie er das Geschehen beschreibt und somit eine Melancholie zaubert. Und irgendwie ganz passend für den Herbstanfang 🍁🍂 Ich möchte gar nicht genauer auf den Inhalt eingehen, damit ihr euch selber ein eigenes Bild machen könnt!😊 8/10⭐️ Vielen Dank an @bloggerportal zur Bereitstellung! 🤍 Habt ihr es schon gelesen? Oder überhaupt schonmal ein Buch von Schirach☺️?

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Auf einen schönen Buch-Nachmittag lädt der Autor mit diesem feinen Erzählband ein. ☕️ Es fühlt sich an, wie ein gemütlicher Austausch im Café mit klugen Erzählungen und feinen Pointen. »Nachmittage« ist nach »Kaffee und Zigaretten« der zweite Erzählband und das 14. Buch des Schriftstellers und Juristen Ferdinand von Schirach. In diesem Werk schreibt der Autor in seinem gewohnt präzisen und ausgewählten Schreibstil 26 kurze autobiografische Stories, Essays, Schirach’sche Anwaltsstories und philosophische und literarische Gedanken. 💭 »Deshalb studierte ich Jura und wurde Rechtsanwalt, ein bürgerliches Leben würde mir Halt geben, da wäre ich sicher, glaubte ich. Erst viel später, erst nach einem halben Leben, begann ich wieder zu schreiben.« (S.86) - was ein Glück für alle Leser:innen schreibt Herr von Schirach solch großartige, kurzweilige, philosophische und manchmal auch sehr nach an den Abgründen der Menschen Geschichten. Ein literarisches Fest - große Leseempfehlung auch für dieses Buch von Ferdinand von Schirach (gibt es eigentlich jemanden aus dieser Familie, der nicht schreiben kann?!)

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Ich habe bereits diverse Erzählbände von Ferdinand von Schirach gelesen und freute mich nun sehr auf dieses Werk. Die dargestellten Geschichten stammen aus Begegnungen, die der Autor gemacht hat, sowie aus Beobachtungen und Notizen und so geht es vorrangig um Menschen, ihre Verhaltens- und Lebensweisen. Auch wenn mich "Kaffee und Zigaretten" mehr abgeholt hat, so habe ich auch diesen Erzählband gern gelesen, weil die nüchterne Erzählweise des Autors auch ohne viel Schnickschnack mich gerührt und zum Nachdenken anregt hat. Und der große Clou ist immer das unerwartete Ende, was einen öfter mal überrascht und für "Ahs" und "Ohs" beim Lesen sorgt. Mir haben am besten die Geschichten rund um menschliche Verfehlungen gefallen, einfach weil das Leben nun mal nicht eitel Sonnenschein ist und mancher gemachte Fehler eher bereichernd und nicht belastend ist. Das ideale Buch für einen Nachmittag im Garten mit einem Glas Rotwein und wer mag einer Zigarette. Spannend fand ich, dass man mittels dieses kleinen Werkes lesend die halbe Welt bereist. Nicht so gut fand ich die sehr kurzen Stories, da ich aufgrund der Kürze (maximal eine Seite) manchmal keinen Zugang zur Handlung gefunden habe. Fazit: Ein typischer Schirach, der besonders für Fans des Autors geeignet ist. Allen Schirach- Neulingen würde ich aber eher erstmal zu "Verbrechen", "Schuld" und "Strafe" raten, bevor sie sich an dieses Werk wagen.

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