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Rezensionen zu
Kinder des Aufbruchs

Claire Winter

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Schon den ersten Band über die beiden Zwillingsschwestern Emma und Alice habe ich mit großer Begeisterung verschlungen. Genauso ging es mir auch mit dem zweiten Band. Obwohl ich das erste Buch schon vor längerer Zeit gelesen hatte und mich nicht mehr an Details erinnern konnte, war ich ganz schnell wieder mitten in der Geschichte. Claire Winter schafft es hervorragend, wichtige Informationen aus der Vorgeschichte, die hier zum Verständnis notwendig sind, in die Geschichte einzuflechten, ohne aber zu viel wiederholen zu müssen. Und wieder hat sie sich eine geschichtsträchtige Epoche der deutschen Geschichte herausgegriffen und ihre Protagonisten dort hineinversetzt: Denn in Berlin brodelt es an den Universitäten. Die Studenten protestieren gegen den Besuch des Schahs und werden bei ihren Demonstrationen von der Polizei gewaltsam zurückgedrängt. Als sogar ein Student ums Leben kommt, wird nicht etwa der Polizist angeklagt, sondern die Schuld wird bei den Studenten gesucht. Die Situation wird immer brenzliger, und Alice ist als Journalistin immer an vorderster Front dabei. Ihre Schwester Emma dagegen kümmert sich liebevoll um einen Jungen aus einem Waisenhaus, den sie zufällig kennengelernt hat. Der Direktor des Waisenhauses warnt sie vor ihm, weil er lügen und stehlen würde. Doch Emma glaubt dies nicht und versucht, eine Beziehung zu dem Jungen aufzubauen. Sie ahnt, dass er Schlimmes erlebt hat. Denn immer wieder verschwindet er grundlos und versteckt sich vor einem großen Mann mit Hut. Kurze Kapitel, die in Ostberlin spielen, weisen den Leser darauf hin, dass die beiden Schwestern wieder einmal in das Visier der Geheimdienste geraten sind, ohne es bereits zu ahnen. Und auch Alices Mann befindet sich unbewusst in großer Gefahr. Die Situation spitzt sich immer mehr zu und die Story wird dadurch immer spannender. Hautnah dabei Die Autorin schafft es hervorragend, ihre Leser in die Zeit der Studentenunruhen zu versetzen und sie an den geschichtlichen Ereignissen teilhaben zu lassen. Viele der handelnden Personen hat es wirklich gegeben, auch wenn die Haupthandlung natürlich rein fiktiv ist. Dennoch gewinnt die Story durch den historischen Hintergrund an Reiz und wird dadurch noch spannender. Claire Winter gelingt es auch erneut, ihre Figuren lebendig werden zu lassen, sodass man sie nicht nur genau vor Augen hat, sondern auch stets mit ihnen fühlen kann. Mich hat das Buch von Anfang an mitgerissen und in eine andere Welt versetzt. Beim Lesen konnte ich komplett alles andere ausblenden und vergessen und mich voll auf die Geschichte von Alice und Emma einlassen. Auch „Kinder des Aufbruchs“ hat mir großartig gefallen, sodass ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

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Zu beginn des Buches war ich mir ehrlich gesagt nicht sicher ob ich es schaffe mich in die Geschichte einzulesen und der Handlung zuflogen, das Buch ist aus der Erzählperspektive geschrieben wobei aber die Person über die geschrieben wird von Kapitel zu Kapitel wechselt. Insgesamt verfolgt man das Leben von 8 Personen welche sich immer wieder treffen und irgendwie alle miteinander verknüpft sind. Das Buch war sehr angenehm geschrieben, man ist leicht in die Geschichte eingetaucht und es war sehr einfach der Handlung zufolge. Beim lesen der Danksagung habe ich bemerkt das es sich um einen zweiten Teil handelt, das stört beim lesen allerdings überhaupt nicht, die Bände kann man also unabhängig voneinander lesen. Die Handlung spielt zur Zeit der Studentenaufstände 1967 im geteilten Berlin. Die beiden Zwillinge Emma und Alice haben neben Problemen in der Familie, der Ehe und einem unerfüllten Kinderwunsch auch noch immer wieder Konflikte mit ihrer Vergangenheit, beide sind aus der DDR über die Mauer geflohen. Während Emma ihr Herz an den Waisenjungen Luca verliert welcher aus Angst vor einem unbekannten immer wieder Probleme im Heim hat. Stolpert Alice durch eine Begegnung mit einem alten bekannten inmitten einer Verschwörung rund um Flucht und Spionage. Aber was hat das alles miteinander zutun und warum versucht sich die DDR Sängerin Irma so penetrant in das Leben der Zwillinge Zudrängen ?

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Vor fast 1 Jahr las ich bereits „Kinder Ihrer Zeit“ und somit den ersten Roman von Claire Winter für mich. Eine Deutsch – Deutsche Geschichte die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern konnte. Als ich nun die Fortsetzung entdeckte, konnte ich es kaum erwarten mit dem Lesen der ersten Seiten zu beginnen. Schauplatz ist diesmal das geteilte Berlin. Emma und Alice haben die DDR hinter sich gelassen, so scheint es. Bis die Vergangenheit die beiden Schwestern völlig unvorbereitet wieder einholt. Doch nicht nur die eigene Vergangenheit spielt in der Fortsetzung eine Rolle. Vor dem Hintergrund der Studentenbewegung zeigt die Autorin hautnah ein Stück deutscher Geschichte. Ehe man sich versieht, findet man sich inmitten der Studentenunruhen Ende der 60er Jahre wieder. Rudi Dutschke und Benno Ohnesorg werden greifbar und noch immer bin ich nach dem Lesen des Romanes fassunglos über diesen Teil der Deutschen Geschichte. Es entsteht ein Sog, dem ich mich als Leser icht mehr entziehen konnte. So wie es den beiden Hauptfiguren und Schwestern Emma und Alice ergeht, ergeht es mir auch. Claire Winter schafft es in diesem Roman viele verschiedene Facetten der damaligen Generation zu vereinen. Neben der politischen Aufbruchsstimmung , dem Drang nach Veränderung und der Emanzipation der Frau spielen vor allem Alice Selbstzweifel und Selbstvorwürfe nach der Flucht aus der DDR eine zentrale Rolle. Die Facetten werden dabei so glaubwürdig mit den Leben der jungen Schwestern verknüpft, dass meiner Meinung nach ein glaubwürdiges Bild der sozialen und politischen Gegebenheiten der 60er Jahre geschaffen wird. Die entsprechende Spannung wird durch die Involvierung der beiden deutschen Geheimdienste hervorgerufen. Besonders gut gefallen hat mir hier die neutrale und unparteiische Darstellung der beiden Geheimdienste. Keiner der beiden wurde als „besser“ oder „schlechter“ dargestellt. Vielmehr wird klar, dass beide Geheimdienste mit unmenschlichen Mitteln agierten um Ihre Ziele zu erreichen. Wo in anderen Büchern gerne mal mit dem erhobenen Zeigefinger vor allem auf die negativen Entwicklungen in der DDR gezeigt wird, werden hier ebenso die politischen Misstände der BRD aufgezeigt. Ich habe während des Lesens selber angefangen zu recherchieren und bin immer noch fassungslos über das Schicksal von Benno Ohnesorg und die bis heute nicht erfolgte Aufarbeitung des Falles durch den Deutschen Staat. Eine Schande, wie ich sagen muss. Als Fazit kann ich sagen, dass Claire Winter eine spannende , authentische Geschichte vor deutsch deutscher Kulisse gelungen ist, die man als Leser nicht mehr aus den Händen legen kann. Man spürt den Zeitgeist, der mich auch schon im ersten Band begeistern konnte. die Autorin schafft es ein reales politisches Bild der 60er Jahre zu zeichnen und dieses in eine fiktive Geschichte einzubetten. So wie ich Romane mit geschichtlichen Background mag. Ich hoffe auf eine Fortsetzung…

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tolles Buch

Von: Harakiri

18.12.2022

Kinder des Aufbruchs ist die unabhängige Fortsetzung von Kinder ihrer Zeit und nicht minder unterhaltsam. Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen. Im Mittelpunkt stehen Alice, Emma, Max und Julius. Die beiden Paare, die auch die Protagonisten im vorherigen Band waren. Alle 4 leben mittlerweile in West-Berlin. Als verschiedene Personen aus ihrer Vergangenheit auftauchen geraten die 4 in einen Strudel aus Intrigen, Angst und Mord. Die Erzählperspektive ist auf die 4 Protagonisten und einen Widersacher verteilt und wechselt mit jedem Kapitel. Das hält die Spannung hoch, weil natürlich immer dann der Wechsel kommt, wenn es am interessantesten ist. Am besten gefallen hat mir immer der Strang mit Luca und Emma. Wie sie sich ihm nähert, er Vertrauen fasst und die beiden immer inniger werden. Die Autorin hat die damalige Zeit sehr gut beschrieben und kleine Details wie z.B. die großen Kringel auf dem weißen Kleid oder der Asbach-Weinbrand lassen die damalige Zeit noch lebendiger wirken. Die Story spielt im Kalten Krieg und beleuchtet die Studentenunruhen rund um den Tod von Benno Ohnesorg und das Attentat auf Rudi Dutschke, die mir weitgehend unbekannt waren. Natürlich bietet die Handlung noch so viel mehr und fesselt von Anfang an. Fazit: Ich hätte immer weiter lesen können in diesem tollen Buch.

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Das Cover: Das Cover zeigt das Brandenburger Tor, zwei Paare vor einer kleinen Mauer. Die Farben und die Gestaltung sind angelehnt an den ersten Teil. Der Wiedererkennungswert ist sehr hoch. Eine perfekte Buchpräsentation. Die Geschichte: Ich halte mich nah am Klappentext, um nicht zu spoilern. West-Berlin 6 Jahre nach dem Mauerbau. Emma, die als Dolmetscherin arbeitet, lernt die Sängerin Irma Assmann kennen. Ihre Zwillingsschwester Alice ist beunruhigt, als sie das hört. Sie schreibt als Journalistin über die Studentenbewegung und hat Kontakt zu Fluchthelferorganisationen. Ist Irma eine Agentin des KGB? Als Irma ermordet wird, geraten die Zwillingsschwestern und ihre Männer zwischen die Fronten, der Dienste. Meine Meinung: Dieses Buch schließt nahtlos an den ersten Teil an. Emma und Alice waren mir sofort wieder vertraut. Auch alle anderen mir bekannten und unbekannten Protagonisten sind wunderbar gezeichnet, agieren glaubhaft in ihren Charakteren. Sie ließen es zu, dass ich ihnen ganz nah kommen konnte. Der Schreibstil von Claire Winter ist bildhaft stark, flüssig und spannend. Zu keinem Zeitpunkt wird der Lesefluss unterbrochen. Dass der Geschichte, eine intensive Recherche vorausging, ist auf jeder Seite zu spüren. Die Zeitgeschichte ist wunderbar eingebunden. Wieder einmal jagte mir die Teilung Berlins, der Aktionismus der Dienste einen Schauer über den Rücken. Die Schauplätze sind exzellent beschrieben. Zahlreiche Perspektivwechsel halten den Spannungsbogen bis zum Schluss hoch. Mein Fazit: Ich bin voll des Lobes. Empfehle wegen der Tiefe zuvor den ersten Teil. Es ist aber kein Muss. Man kann auch den zweiten Teil unabhängig lesen. Spannende erstklassige Unterhaltung während der Teilung Berlins. Das Buch bekommt meine ausdrückliche Leseempfehlung. Heidelinde von friederickes-bücherblog

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Covertext: Sechs Jahre nach dem Mauerbau lernt die erfolgreiche Dolmetscherin Emma in West-Berlin die aus dem Ostteil der Stadt geflohene Sängerin Irma Assmann kennen. Als sie ihrer Zwillingsschwester Alice davon erzählt, reagiert diese beunruhigt. Alice schreibt als Journalistin über die Studentenbewegung und steht in Kontakt mit verschiedenen Fluchthilfe-Organisationen. Ist Irma mit ihren ehemaligen Beziehungen zum KGB als Informantin im Westen? Oder sind die Schwestern und deren Männer Julius und Max durch ihre Verbindungen zur DDR zu Zielscheiben geworden? Kurz darauf wird die Sängerin ermordet, und die vier geraten inmitten der Studentenunruhen zwischen die Fronten der Geheimdienste. „Kinder des Aufbruchs“ ist die Fortsetzung des Bestsellerromans „Kinder ihrer Zeit“ von Claire Winter. Der ersten Band habe ich mit großer Begeisterung gelesen. Auch die Fortsetzung ist wieder sehr bewegend und hat mich mehr als begeistert. Im Mittelpunkt stehen wieder die Zwillinge Emma und Alice und ihre Männer Julius und Max. Alle leben im Westteil des Landes. Emma ist erfolgreiche Dolmetscherin und Alice ist Journalistin. Wie schon in „Kinder des Aufbruchs“ stößt man als LeserIn auch in dem neuen Roman „Kinder des Aufbruchs“ auf viel Zeitgeschehen. Die deutsch-deutsche Vergangenheit wird beleuchtet. Die Studentenbewegung in dieser Zeit ist mir noch gut im Gedächtnis. Genauso der Tod von Benno Ohnesorg und der Anschlag auf Rudi Dutschke. Wie der Titel schon sagt, es ist die Zeit des Aufbruchs, der Veränderungen, zumindest im Westen. Die Geheimdienste beider Länder KGB und BND spionierten sich gegenseitig aus. Auch versuchten immer wieder Menschen die Fluch in den Westen. Neu für mich war, dass West und Ost Berlin trotz der Mauer unterirdisch immer noch verbunden waren. Es gab Kanalisationen und alten Bunkeranlagen die eine Verbindung zwischen West und Ost darstellten. Die DDR musste viel Aufwand betreiben um hier die Fluchtmöglichkeiten zu unterbinden. Claire Winter hat auch für diese Geschichte wieder genaustens Recherchiert. Natürlich musste die Autorin bei all den realen Begebenheiten auch ihre Fantasie spielen lassen. Claire Winter hat die Gabe Realität und Fiktion so gekonnt miteinander zu verflechten, dass man sie nicht zu trennen vermag. „Kinder des Aufbruchs“ ist ein herausragender Roman der auch wieder ein Teil der Deutschen Geschichte behandelt. Durch den flüssigen und spannenden Schreibstil von Claire Winter ist das Buch ein echter Lesegenuss.

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Berlin 1967 Sechs Jahre nach dem Mauerbau lernt die erfolgreiche Dolmetscherin Emma die aus Ostberlin geflohene Sängerin Irma Assmann kennen. Als Emma dies ihrer Schwester Alice erzählt, ist diese sehr beunruhigt. Alice ist Journalistin und schreibt über die Studentenbewegung und steht in Kontakt mit verschiedenen Fluchthelfern. Emma und Alice und deren Ehemänner werden durch ihre Verbindungen zur DDR zur Zielscheibe. Auch Irma können sie nicht trauen, der Verdacht besteht, dass diese für den KGB als Informantin arbeitet. Als diese jedoch ermordet wird, geraten die vier inmitten der Studentenunruhen in die Mangel der Geheimdienste….. Dies ist der zweite Teil der Zwillinge Emma und Alice, die damals aus der DDR geflohen sind. Man sollte unbedingt den ersten Teil „Kinder ihrer Zeit“ vorweg lesen, um Zusammenhänge besser verstehen zu können. Ich fand den ersten Teil schon so spannend und auch im zweiten Teil wurde ich nicht enttäuscht. Claire Winter hat einen sehr einfühlsamen und authentischen Schreibstil. Die 550 Seiten flogen nur so dahin. Exzellent recherchiert verbindet Claire Winter fiktive Handlungsstränge mit realen Tatsachen und auch Personen. Da ich 1967 noch nicht auf der Welt war, aber 14 Jahre die DDR noch miterlebte, war es für mich sehr spannend und ich konnte die zeitgenössische Gesellschaft und Politik in diesem Buch hautnah noch einmal erleben. Emma und Alice waren auch schon im ersten Teil für mich sehr sympathisch und auch in diesem Teil hab ich mit den beiden Schwestern mitgefiebert und gehofft. Auch ihre Ehemänner waren mir sehr vertraut. Der Spannungsbogen wurde stetig aufgebaut und durch dramatische Entwicklungen war dieses Buch für mich schon fast ein Politthriller. Von mir gibt es daher 5/5⭐️ und eine absolute Leseempfehlung für diesen Mix aus zeitgenössischen Wandel in den 60ziger Jahren, Spionage, kalter Krieg, Fluchthilfe, Studentenrevolte und ganz viel Gefühl. Ein wirklich exakt recherchierter Roman, der eine atmosphärische Stimmung in die sechziger Jahre zurück bringt!

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Die Schwestern Alice und Emme leben seit mehreren Jahren gemeinsam mit ihren Partnern in Berlin und stehen als Journalistin bzw. Dolmetscherin voll im Leben. Doch ihre vergangenen Beziehungen zum Geheimdienst und zur DDR wecken Schuldgefühle und lösen bald eine Kette von Ereignissen aus, die die Geschwister und ihr ganzes Umfeld in Gefahr bringen. Das Buch spielt zum Ende der chaotischen 1960er Jahre und unsere Protagonstinnen sind somit mittendrin in den Studentenunruhen und dem Thema der Fluchthilfe. Ich kann euch nur wärmstens davon abraten, den Klappentext zu lesen, denn wie auch im letzten Buch der Autorin verrät dieser viel zu viel von der Handlung. Dabei hat das Buch diesen Aufhänger gar nicht nötig. Es ist unglaublich nervenaufreibend, wie immer hervorragend recherchiert und durchweg spannend. Als Kind der 90er konnte ich wieder viel über die damaligen Themen lernen. Dabei fühlt es sich nie belehrend an, weil immer noch die Schicksale der Schwestern im Vordergrund stehen. Diese sind weiterhin so verschieden wie Tag und Nacht. Emma ist stur und kann die ganzen Unruhen nicht verstehen, während sie einen Schicksalsschlag verarbeitet und den kleinen Jungen Luca im Waisenhaus kennenlernt. Alice hingegen ist als Journalistin hautnah bei den Studentenprotesten dabei und stolpert plötzlich in eine Gruppe von Fluchthelfern. Meiner Meinung nach war Alice in diesem Band ein wenig präsenter und pfiffiger, aber Emma hat sich dennoch weiter in mein Herz geschlichen. Einige Kapitel sind auch anderen Perspektiven geschrieben, deshalb bekommt man als Leser*in einen sehr guten Überblick- bleibt aber dennoch sehr lange im Dunkeln über die Zusammenhänge der einzelnen Handlungsstränge. Man kann das Buch sehr gut ohne den Vorband "Kinder der Freiheit" lesen, allerdings macht es mit dem Vorwissen deutlich mehr Spaß und die Charaktere bekommen mehr Ecken und Kanten. Ich bin ein riesiger Fan der Autorin und kann die Bücher jedem empfehlen, der etwas mehr lernen möchte als das, was im Schulbuch steht und wer außerdem noch in das Leben zweier starker, emanzipierter Frauen eintauchen möchte.

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