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Rezensionen zu
Fairy Tale

Stephen King

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Hier zeigt Stephen King, dass er nicht der immer wieder sogenannte Horror-Schriftsteller ist, sondern auch in anderen Genres zuhause sein kann. Bei Fairy Tale lässt er sich sehr viel Zeit, um gekonnt die Vorgeschichte zu dem besonderen Anderland Empis mit seinen zwei Monden und die Rahmengeschichte um den Protagonisten Charles, seinen Vater, den Nachbarn Bowditch und die Hündin Radar zu erzählen. Und er hat ja schon öfter bewiesen, dass er auch gut abseits von Horror ein guter fesselnder Erzähler ist. Es macht Spaß, Charlie in der Story zu folgen, die er aus der Ich-Perspektive erzählt und er uns auch viel an seinen Gedanken teilhaben lässt. Es gibt wie schon so oft viele Anspielungen auf andere Romane von King, aber auch auf andere Autoren wie H.P. Lovecraft aus diesen und anderen Genres. Und auch die Bezüge zu vielen uns bekannten Märchen machen Spaß. Über den Inhalt selbst möchte hier nicht viel erzählen, denn das sollte man schon selbst erleben und mit Charlie und Radar in diese Welt mit ihren ganz eigenen Wundern und durchaus gefährlichen Wesen eintauchen. Für mich ein absolut gelungener im wahrsten Sinne des Wortes fantastischer King.

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Fairy Tale

Von: Manuela Hahn

03.10.2022

Charlie Reade ist 17, sein Leben verläuft nach einer unglücklichen Kindheit, in der er mit 7 Jahren (nicht mit drei. Wie es im Klappentext steht "Ich war sieben Jahre alt und fand das meine Mutter die schönsten roten Haare der Welt hatte.") seine Mutter durch einen Unfall und seinen Vater fast an den Alkohol verlor, in ruhigen Bahnen. Sein Vater ist trocken und Charlie kann sich auf seine Schule und seinen Sport konzentrieren. Ein Märchen wird uns hier vom Großmeister des Horrors erzählt, ein Märchen, das zunächst einmal nur das Herz erwärmt. Charlie ist die Art von Sohn, die sich jeder wünscht, aufopferungsvoll kümmert er sich um seinen alkoholkranken Vater, lernt fleißig und hat die berechtigte Hoffnung auf ein Sportstipendium, dazu sieht er gut aus und er hat einen Pakt mit Gott geschlossen, wenn dieser seinem Vater die Kraft gibt, seine Sucht zu überwinden wird er Gottes Güte irgendwie vergelten. Die Gelegenheit dazu erhält er eines Tages auf dem Heimweg, als er einen Hund jaulen hört und dessen Besitzer schwer verletzt vorfindet, statt nach dem Notruf seinen Weg fortzusetzen, kümmert er sich um den Hund und später um Mr. Bowditch, der Misanthrop lebt, allein in einem alten, dem Verfall preisgegeben Haus, niemand weiß so recht, womit er seinen Lebensunterhalt verdient, er meidet seine Nachbarn wie auch sie ihn meiden, einzig seinem Hund Radar und später auch Charlie, dem er mehr und mehr sein Vertrauen schenkt und ihm am Ende seines Lebens in ein unglaubliches Geheimnis einweiht, gilt seine Zuneigung. Dies alles erfahren wir auf vielen ersten Seiten, Stephen King lässt seinen Lesern viel Zeit seine Protagonisten, allen voran natürlich Charlie kennenzulernen. Das Märchen beginnt mit erst so richtig mit Charlies Abstieg in die Anderwelt, in das verborgene Reich Empis, dessen Bewohner mit einem Fluch belegt wurden und dahinsiechen. Einzig die Prinzessin des Reiches könnte das Land retten, doch dazu bedarf sie Charlies Hilfe. In Empis finden wir viele Anspielungen zu bekannten Märchen, die Frau, die in einem Schuh lebte, ist die erste, auf die wir gemeinsam mit Charlie treffen und lieben lernen, um dann auf der weiteren Reise die Gänsemagd kennenzulernen, wir treffen auf Riesen und Zwerge und auf eine magische Sonnenuhr, die Lebewesen verjüngt oder älter macht, je nachdem in welche Richtung sie sich dreht, "Das Böse kommt auf leisen Sohlen" von Ray Bradbury lieferte dem Meister hier die Grundidee. Und auf diese Sonnenuhr will Charlie die altersschwache Hündin Radar setzten, um ihr Leben zu retten und um Jahre zu verlängern, doch dieses Vorhaben ist gefährlich und wie sollte es anders sein, der Junge wird gefangen genommen und muss um sein Leben kämpfen. Doch King lässt es sich neben allem Märchenhaften nicht nehmen, auch auf aktuelle Probleme in unserer Welt hinzuweisen, auf das Klima, auf die Ausbeutung von Arbeitskräften und natürlich auch die Politik, das mag nicht jedem gefallen, mir schon. Ich mochte das Buch, wirklich, ich habe mich sehr darauf gefreut und doch habe ich den einen oder anderen Kritikpunkt. Charlie ist gelinde gesagt zu nett, zu gutaussehend, zu klug, zu eigentlich alles, daran ändern auch seine kleinen Geständnisse nichts, dass er gemeinsam mit einem Freund den einen oder anderen fiesen Streich spielte, denn natürlich war der besagte Freund der Anstifter, nicht Charlie, dabei kann auch dieses halbe Kind durchaus brutal und unbarmherzig sein, das passt nicht wirklich zu dem Bild des "All american boy" Der zweite Kritikpunkt, ich hatte so manches Mal das Gefühl, dass er sich wiederholt, ich habe doch schon beim ersten Mal begriffen, dass Charlie Angst hat, sein Vater würde wieder anfangen zu trinken und auch Radars schlechter Zustand hat sich mir schnell eingeprägt, mit Blick auf das englische Original frage ich mich, ob diese Wiederholungen wirklich Stephen King geschuldet sind, mehr als 200 Seiten weniger im Original lassen mich ein wenig daran zweifeln. Und trotzdem, auch wenn ich diesmal keine 5 Sterne auf den Plattformen vergeben kann, die diese verlangen, bleibt es dabei: Er schreibt. Ich lese.

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Charlie Reade ist ein siebzehnjähriger Junge, der es alles andere als leicht hat. Nachdem seine Mutter bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, muss er sich um seinen Vater kümmern, der diesen Verlust im Alkohol ertränkt. Um ihn bei den anonymen Alkoholikern unterzubringen, schließt Charlie einen Pakt ab. Gleichzeitig geht es auch um seinen Nachbarn Mister Bowdtich, der zusammen mit seinem Hund in einem alten Haus lebt. Nachdem sich Mister Bowditch ein Bein gebrochen hat, hilft Charlie ihm und seinem Hund. Allerdings macht er einen Bogen um die Scheune, die ihn immer wieder ängstigt. Kurz bevor Mister Bowditch verstirbt, weiht dieser Charlie in das Geheimnis der Scheune ein. Dabei lernt Charlie eine Welt kennen, in der er als Retter angesehen wird. Doch ist er dieser Rolle überhaupt gewachsen? Kritik: Der US-amerikanische Erfolgsautor Stephen King hat in seiner beispiellosen Karriere schon viele Genres bedient. Er hat klassische Horrorromane verfasst, im dunklen Turm dem Fantasy-Genre gefrönt, hat Thriller ebenso wie zeitgenössische Literatur geschrieben oder all diese Genres in einem Roman munter vermischt. In seinem aktuellen Werk „Fairy Tale“ überrascht er seine Leser nun mit etwas, was man als Märchen für Erwachsene titulieren kann. Wie bei dem Schriftsteller üblich, nimmt er sich die Zeit, um seinen Protagonisten einzuführen. Der Ich-Erzähler Charlie ist dabei ein hilfsbereiter und pflichtbewusster junger Mann, dessen Verhalten für den Leser von Beginn an nachvollziehbar ist. Beinah aufopferungsvoll kümmert er sich um die Hündin Radar, was für den weiteren Verlauf der Geschichte von elementarer Bedeutung ist. Dadurch gelingt es dem Autor, den Leser an seine Hauptfigur zu binden. Und da „Fairy Tale“ knapp neunhundert Seiten hat, kann er sich auch die Zeit dafür nehmen. Mit Beginn der märchenhaften Handlung beginnt dann das für Stephen King typische Feuerwerk aus Spannung und Figuren, die allesamt so einzigartig sind, dass man den Wälzer kaum aus der Hand legen kann. Dabei gibt es unzählige Allusionen auf Werke der Gebrüder Grimm, Mark Twain oder H.P. Lovecraft. Doch auch auf eigene Romane wie „Später“ oder „Dead Zone“ spielt er an. Hinzu kommen die für ihn spezifischen aktuellen Anspielungen auf Waffengesetze oder soziale Missstände, die er wie kaum ein anderer Autor in eine fiktive Geschichte einbetten kann. Nicht wenige Kritiker und Leser behaupten, dass Stephen King in den letzten Jahren ein wahrlich großer Literat geworden ist. Mit „Fairy Tale“ stellt er einmal mehr unter Beweis, dass in dieser Aussage sehr viel Wahrheit steckt. Und so erlebt man mit, wie Charlie sich gegen finstere Wesen erwehren muss. Dabei ist seine Sprache so bildhaft, fast poetisch wie lange nicht mehr. Seine Kunst, einen Protagonisten in einen Abgrund zu stürzen, wird dabei wieder einmal so perfekt ausgespielt, dass es sowohl inhaltlich, als auch sprachlich ein Genuss ist. In einem Interview verriet der King of Horror, dass er diesen Roman als Experiment angesehen hat. Ein Experiment, welches auf ganzer Linie funktioniert hat. Mein Fazit: Wieder ist ein Jahr vorbei und erneut legt Stephen King ein epochales Werk vor. „Fairy Tale“ ist sicher anders als viele andere Romane zuvor, doch wenn es einem Schriftsteller nach fast fünfzig Jahren gelingt, seine Leserinnen und Leser zu überraschen, dann kann man nur den Hut ziehen. Ein tolles Buch, dass seine Fans sowieso begeistern wird und zeigt, wie vielseitig dieser Autor im Herbst seiner Karriere geworden ist.

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Es war einmal…ein siebenjähriger Junge namens Charlie, der des Nachts durch einen tödlichen Unfall seine Mutter verliert. Der Vater ertränkt den Schmerz und die Trauer um den Verlust im Alkohol, während Charlie darum bemüht ist, dem häuslichen Leben zumindest den Anschein von Normalität zu geben, eine Aufgabe, die ihn zunehmend überfordert. Er betet zu Gott, bietet ihm einen Handel an. Die Abstinenz des Vaters gegen seinen Einsatz, wenn er erforderlich ist. Sein Bitten wird erhört, der Vater kommt vom Alkohol los. Zehn Jahre später ist die Zeit gekommen, in der er sein Versprechen einlösen muss. Mr Bowditch, der miesepetrige Nachbar, ist von der Leiter gefallen, benötigt Hilfe, und obwohl Charlie höllische Angst vor dessen furchterregender Schäferhündin hat, betritt er das Grundstück und rettet den alten Mann. Sie kommen sich näher und der Teenager kümmert sich ab diesem Zeitpunkt um ihn und seinen Hund. Aber da ist auch noch das Geheimnis, das Mr Bowditch hütet und das Charlie erst nach dessen Tod, getrieben von der Sorge um das Leben der alten, kranken Schäferhündin, lüften wird. Doch dazu muss er durch den im Schuppen versteckten Zugang in das magische Königreich Empis gelangen, in eine Anderwelt, die Rettung für die Hündin verspricht. Aber natürlich muss er dort zahlreiche Abenteuer bestehen, bis er seine Mission erfüllt hat. Kennen wir ja aus unseren Märchen. „Fairy Tale“, Märchen, der Titel ist Programm. Und der Roman ist durchaus unterhaltsam, vor allem dann, wenn man Fantastisches dem King’schen Horror vorzieht. Aber auch wenn es zahlreiche Verneigungen vor den Märchen gibt, mit denen wir aufgewachsen sind, finden sich Motive wieder, die man nicht nur aus den Werken des Meisters kennt. Der kindliche Protagonist, der Teenager mit reinem Herzen an der Schwelle zum Erwachsenwerden, der im Kampf gegen böse Mächte Verantwortung übernimmt, getrieben von dem Wunsch nach Erlösung. Die unheimliche Atmosphäre, das Böse, das sich wie eine Dunstglocke über das Land legt. Dazu gibt es jede Menge Anspielungen auf die Werke bekannter Horror- und Fantasyautoren. Am deutlichsten treten diese in den Szenen zutage, in denen Charlie in der Arena in Gladiatorenmanier um sein Leben kämpfen muss, was frappierend an „Die Tribute von Panem“ erinnert. Aber so märchenhaft dieser Roman auch daherkommt, King wäre nicht der Autor, der er ist, wenn er sich seine Befürchtungen und Kommentare zum Zustand der Vereinigten Staaten verkneifen würde, wobei er Empis unter dem Einfluss des Grauens mit den manipulativen und täuschenden Tendenzen verknüpft, die der ehemalige skrupellose Präsident (und seine Anhänger) in Gang gesetzt hat. Obwohl „Fairy Tale“ erst kürzlich erschienen und solide, aber nicht der beste Roman aus der Feder des Autors ist, sind die Filmrechte bereits verkauft. Paul Greengrass, der britischen Regisseur dreier Bourne-Filme, hat sie sich gesichert.

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Charlie Read verlor mit 3 Jahren seine Mutter bei einem Unfall, sein Vater wurde daraufhin Alkoholiker. Er leistet, falls sein Vater den Alkoholismus besiegt, ein Versprechen, das sein Leben verändern wird. Denn als er 17 Jahre alt ist, findet er durch das Jaulen des Hundes Radar des mysteriösen Nachbarn Mr. Bowditch, diesen mit gebrochenem Bein in seinem Garten. Von nun an kümmert er sich um den alten Mann und seinen alten Hund. Auf dem Sterbebett verrät Mr. Bowditch Charlie das Geheimnis eines geheimen Ganges in eine fremde Welt. Charlie begibt sich mit Radar hinunter in die unterirdische Welt. Er erlebt Abenteuer, begegnet Riesen und Kreaturen, die er sich nicht hätte träumen lassen können und wird für die Bewohner der Retter aus einem bösen Fluch. Doch kann er seine Mission erfüllen? "Fairy Tale" ist einfach unbeschreiblich toll. Stephen King beweist hier eindrucksvoll, wie vielseitig sein Talent ist. Ein Märchen für Erwachsene - und es hat funktioniert! Man begegnet hier Riesinnen, Meerjungfrauen, Adligen und natürlich auch King-typischen Monstern. Und ja - es gibt auch Szenen, die brutal sind. Wie in jedem Märchen. Das Buch beginnt mit der Vorgeschichte von Charlie. Diese nimmt schon einige Seiten in Anspruch, ist aber für die spätere Geschichte wichtig und überhaupt nicht langatmig, sondern einfach schön und spannend zu lesen. Man lernt Charlie dadurch genau kennen und kann seine Handlungsweise verstehen. Er ist ein völlig normaler Junge, der mit seinem besten Freund Mist baut und trotzdem sympathisch ist. Ich fand seine Sorgen um seinen Vater, Mr. Bowditch und Radar sehr rührend. King hat hier Charaktere geschaffen, die ich allesamt mochte. Auch in der Märchenwelt wimmelt es von sympathischen Charakteren, die ihr Bündel zu tragen haben. Man fühlt mit ihnen richtig mit und würde sie gern selbst vor den Monstern beschützen und helfen, den Fluch zu brechen. Stephen King schreibt auch in diesem Buch in seiner typischen Art. Er schafft es, allein durch seine Sprache eine Welt auferstehen zu lassen, die fremdartig und sehr lebendig ist. Man sieht alles detailliert vor sich und spürt Freude und Wohlbefinden ebenso wie Angst und Schmerz. Mit "Fairy Tale" knüpft Stephen King meiner Meinung nach an seine alten Erfolge an - und ist eines meiner Lieblingsbücher von ihm!

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Fairy Tale von Stephen King ist definitiv kein typischer King. Wobei man sich immer die Frage stellen sollte, was denn eigentlich wirklich typisch King ist. Denn King ist vor allem vielschichtiger, als ihm viele immer wieder unterstellen wollen. Einige gruselige Stellen finden sich natürlich auch in diesem Werk, und auch, dass der Protagonist erneut ein Teenager an der Schwelle zum Erwachsenenalter ist, das ist nichts neues. Und doch ist dieses Buch anders: Es ist ein Geschenk an uns Leser. An Menschen, die mit Geschichten aufgewachsen sind, an Menschen, die nie den Zauber von Märchen vergessen haben. Fairy Tale strotzt nur so vor Easter Eggs, seien sie aus Kings eigenem Universum, ausgeliehen aus diversen Märchenbüchern, oder mit dem Duft klassischer Literatur versehen. Besonders schön empfand ich die Kapitelüberschriften, die in klassischstem Sinne den Inhalt kurz wiedergeben ohne zu viel zu verraten. Auch Charlies Reise in Empis, dem Land, im dem Märchen scheinbar wahrgeworden sind, wirkt erst einmal ziemlich klassisch. Der Junge, der auszog, um … Ja, eigentlich um seinen Hund vor dem Sterben zu bewahren. Denn in Empis gibt es eine Sonnenuhr, die, in die richtige Richtung gedreht, die Lebenszeit zurücksetzen kann. Dass Charlie sich plötzlich einer ermordeten Königsfamilie gegenübersieht, einem Land, dass unter der Knute des neuen Herrschers leidet und langsam stirbt, und dass Charlie eventuell der verheißene Prinz sein könnte, der alle rettet – damit konnte er ja nun wirklich nicht rechnen. Auf 880 Seiten kann es natürlich auch schonmal zu der ein oder anderen Länge kommen, denn auch in Empis sind die Tage länger, als wir sie hier kennen. Und auch wenn sich zuweilen die Ereignisse überschlagen und Kings Fantasie mächtig in alle Richtungen ausschlägt, so gibt es auch die Zeiten, in denen Charlie und seine Mitstreiter in Dunkelheit versinken und zum Nichtstun verdammt sind. Was wir Leser durchaus auch merken. Fazit Fairy Tale ist ein Märchen für Erwachsene, das mit altbekannten Stoffen spielt, sie neu verwebt und dabei auch nicht Halt davor macht, groteske Züge einzubauen. Stephen King wirft in diesen bunten Topf alles an Fantasie, was sich anbietet, übertreibt es vielleicht hier und da ein wenig, hat vielleicht auch schon glaubhaftere Gestalten erschaffen, schafft aber mit diesem Buch trotzdem etwas besonderes: Ein Geschenk an seine Leser. Denn genau so hat es sich für mich angefühlt.

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Die ersten Sätze des Klappentextes lauten: „Der siebzehnjährige Charlie Reade hat kein leichtes Leben. Seine Mutter starb, als er drei war, und sein Vater ist dem Alkohol verfallen.“ Das umschreibt zirka die ersten 20% des Buchs. Beim nächsten Satz, der da lautet: „Eines Tages offenbart ihm der von allen gemiedene mysteriöse Nachbar auf dem Sterbebett ein Geheimnis, das Charlie schließlich auf eine abenteuerliche Reise in eine andere, fremde Welt führt.“, ist der Leser schon bei 40% des Buchs angelangt. Erstaunlich wäre es, wenn der Autor nicht Stephen King hieße. „Fairy Tale“ heißt sein neuester Roman und der Name ist hier Programm (Fairy Tale heißt übersetzt Märchen). Wie immer verarbeitet Stephen King in seinen Büchern seine eigene Vergangenheit. Das sind bekanntlich der Alkoholismus, der zweite Weltkrieg und die Rolle der Deutschen aber auch bekanntere Ereignisse wie der gesellschaftliche Wandel in den USA. Auch finden sich immer wieder Bezüge zu anderen Büchern, die Stephen King sehr geschickt in seine Geschichten einwebt. Wie meine Einleitung vermuten lässt, ist das Buch geprägt von Stephen Kings Erzählkunst, mit der er gerne viel und umfassend von den Welten erzählt, die der Leser in diesem Buch kennenlernen wird. In manchen Büchern übertreibt es King in meinen Augen derart, dass er vor lauter „Rundherum“-Erzählen den Hauptplot vergisst. Dies ist in diesem Buch überhaupt nicht der Fall. Auch wenn es recht lange dauert, bis unsere Hauptfigur die fremde Welt betritt, so ist Charlie doch dem Leser sehr vertraut und kann vielleicht bei dem ein oder anderen Sympathien erwecken. Was ich von den einleitenden Stichpunkten zu Beginn eines jeden Kapitels halten soll, weiß ich noch nicht so recht. Einerseits spoilern diese den Inhalt des Kapitels, andererseits erhöhen sie die Spannung, weil ich wissen möchte, wie die jeweiligen Ereignisse dargestellt werden. Stephen King kann durchaus sehr brutal und blutig einige Details beschreiben, weshalb dieses Buch in meinen Augen nicht für minderjährige oder zart besaitete Leser geeignet ist. Es steht zwar Märchen drauf und es ist auch ein Märchen drinnen, aber eben eines für Erwachsene. Fazit Mir hat Stephen Kings Ausflug in die Märchenwelt gefallen. Dieses Buch besticht mit der Erzählkunst des Autors, der es wieder geschafft hat, eine schöne Welt zu erschaffen. In diesem Buch sind zusätzlich sehr viele Bezüge zu anderen Büchern und Märchen enthalten, die sehr gut ins Gesamtbild passen und irgendwie auf ihre ganz eigene Art das Buch prägen. Zumindest für mich, der die Werke kennt.

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Stephen King ist mein absoluter Lieblingsautor und so war klar, dass ich Fairy Tale auf jeden Fall lesen muss: Charlie Reade hat kein leichtes Leben: Seine Mutter starb, als er drei war, und sein Vater ist dem Alkohol verfallen. Eines Tages offenbart ihm der von allen gemiedene mysteriöse Nachbar auf dem Sterbebett ein Geheimnis, das Charlie schließlich auf eine abenteuerliche Reise in eine andere, fremde Welt führt. Dort regieren mächtige Kreaturen und die unterdrückten Einwohner sehen in Charlie ihren Retter. Aber dazu muss er erst die Prinzessin, die rechtmäßige Gebieterin des Märchenreichs, von ihrem Leiden befreien... King schafft es, mit Fairy Tale eine Coming of Age Geschichte mit einem düsteren Märchen zu kombinieren. Allerdings hat mir die erste Hälfte des Buches deutlich besser gefallen hat als der Teil in der Anderswelt. Diese ist großartig aufgebaut und kann mit einigen Überraschungen aufwarten. Dennoch mochte ich das Zusammenspiel zwischen Charlie und seinem Nachbarn so sehr, dass mir das ein wenig gefehlt in der Anderswelt. Die Charaktere fand ich allesamt gut ausgearbeitet, besonders Charlie hat es mir angetan. Seine Entwicklung vom Jungen hin zum Mann hat mir sehr gut gefallen und man muss anerkennen, dass Stephen King ein Händchen für jugendliche Charaktere hat. Toll fand ich auch die Bindung zwischen Charlie und der Hündin Radar, die ihm nicht von der Seite weicht und auf seinem Abenteuer begleitet. Düster und spannend entführt uns King in eine Geschichte, die eine Liebeserklärung an Ray Bradbury, die Gebrüder Grimm und H.P Lovecraft darstellt. Insgesamt hat mir Fairy Tale gut gefallen. King hat eine tolle Welt erschaffen, die Fantasy und Horror miteinander verbindet sowie einzigartigen Charakteren, die man nicht so schnell vergisst. Von mir gibt es eine Leseempfehlung. 4 von 5 Sternen

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