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Rezensionen zu
Mutterherz

Tess Gerritsen

Rizzoli-&-Isles-Serie (13)

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€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis)

2001 veröffentlichte die ehemalige Internistin Tess Gerritsen nach einigen Medizin-Thrillern mit „The Surgeon“ den ersten Band ihrer bis heute erfolgreichen Thriller-Serie um Detective Jane Rizzoli vom Boston Police Department und ihrer Freundin, Pathologin Maura Isles, der ein Jahr später unter dem Titel „Die Chirurgin“ auch hierzulande gleich als Hardcover bei Limes erschien. 20 Jahre später präsentiert die Bestseller-Autorin mit „Mutterherz“ den 13. Band ihrer mittlerweile auch erfolgreich als Fernsehserie adaptierten Thriller-Reihe, wobei vor allem Jane Rizzolis Mutter Angela im Mittelpunkt steht. Angela Rizzoli lebt mit ihrem Lebensgefährtin, dem pensionierten Polizisten Vince, im Norden von Boston im beschaulichen Revere, wo bescheidene Einfamilienhäuser wie auf einer Perlenkette aufgereiht die Straßen säumen. Zu ihren Nachbarn unterhält Angela einen guten Draht. Zwar hat sich ihre zuvor beste Freundin Agnes von ihr abgewandt, seit Angelas Mann sich eine Jüngere angelacht hat und sie selbst eine Beziehung mit Vince eingegangen ist, aber mit Larry und Lorelei Leopold spielt sie jeden Donnerstagabend Scrabble. Mittlerweile gehört auch der 62-jährige Junggeselle und Ex-Navy SEAL Jonas mit zur Runde. Als das ein Jahr leer stehende Haus des verstorbenen Glen Druckmeyer von einem jüngeren Paar bezogen wird, ist Angelas Neugier schnell geweckt, denn der Umzugswagen der Greens wird erst in der Nacht entladen, die Fenster des Hauses sind den ganzen Tag verschlossen, und als Angela zufällig mitbekommt, dass der Mann eine verdeckte Waffe trägt, ist sie in höchster Alarmbereitschaft. Natürlich informiert sie ihre Tochter über ihre Beobachtungen, auch über das Verschwinden der 16-jährigen Tricia Talley, doch Jane hat gerade ganz andere Sorgen. Zusammen mit ihrem Partner Frost ermittelt sie nämlich im Mordfall Sofia Suarez. Die Intensiv-Krankenschwester wurde auf dem Heimweg mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen, doch ein Motiv können die Detectives zunächst nicht ausmachen. Auf der Beerdigung der Krankenschwester wird Amy Antrim, die Tochter von Dr. Antrim, zu dessen Team die Tote gehört hatte, von einem fremden Mann angesprochen, der das Teenager-Mädchen auch danach zu stalken scheint. Interessanterweise wurde Amy vor zwei Monaten nach einem Unfall mit Fahrerflucht besonders herzlich von Sofia Suarez betreut. Die Begegnung mit dem Mann auf dem Friedhof lässt bei Amy unschöne Erinnerungen an ihre Kindheit hochkommen… „… warum konnte sie sich nicht an sein Gesicht erinnern? Wo war diese Erinnerung geblieben? Das Einzige, woran sie sich erinnerte, war seine Stimme, sein Gebrüll in der Küche, wenn er schwor, dass er sie nie gehen lassen würde, dass er sie nie aufgeben würde. Ganz egal, wie weit und wie schnell sie davonliefen, er würde sie immer finden. Ist es möglich? Hat er uns jetzt tatsächlich eingeholt?“ (S. 146f.) Tess Gerritsen drückt in „Mutterherz“ ordentlich aufs Tempo. Neben dem schwierig zu lösenden Mordfall der Krankenschwester spielt sich der Großteil des Geschehens in Revere und der Nachbarschaft von Jane Rizzolis Mutter Angela ab, die in ihrer zentralen Funktion als Ich-Erzählerin fungiert. Sie geht nicht nur der vermissten Teenagerin nach, die als Ausreißerin bekannt ist, aber auch unter der problematischen Ehe ihrer Eltern zu leiden hat, sondern muss sich auch der Avancen ihres Nachbarn Jonas erwehren, während sich ihr Lebensgefährte gerade um seine Schwester kümmert. Und dann sind da natürlich die neuen Nachbarn Green, die sich in ihrem neuen Heim total verschanzen, und der verdächtige Lieferwagen, der nun häufiger in der Straße zu sehen ist. Maura übt derweil am Klavier für das Konzert mit ihrem Krankenhaus-Orchester, in dem auch Dr. Antrim mitwirkt, wobei Jane per Zufall von dem Konzert ihrer Freundin erfährt, und zwar nicht von Maura selbst. So wechselt Gerritsen immer wieder die Perspektive zwischen Jane, Angela, Amy und Maura, wobei Mutter-Tochter-Beziehungen zwar im Fokus stehen, aber nie so recht in die Tiefe gegangen wird. Stattdessen springt die Autorin mit ihrem äußerst gefälligen und lebendigen, aber wenig anspruchsvollen Schreibstil von einer Handlung zur nächsten, bis im letzten Viertel die verschiedenen Fäden geschickt zusammengeführt werden. Das ist durchaus spannend, aber auch sehr durchkonstruiert, so dass „Mutterherz“ fast wie ein James-Patterson-Roman wirkt, denn im Vergleich zu früheren Rizzoli-&-Isles-Bänden ist die Charakterisierung der Figuren diesmal durchgängig sehr dünn ausgefallen.

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Mutterherz von Tess Gerritsen erschienen bei Limes Zum Inhalt Der brutale Mord an einer Bostoner Krankenschwester hält Detective Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Maura Isles in Atem. Noch in ihrer Arbeitskleidung wurde der Frau bei der Heimkehr der Schädel eingeschlagen. Hat sie einen Dieb überrascht, oder hat jemand auf sie gewartet? Was Jane da gar nicht gebrauchen kann, ist eine Mutter, die sie permanent wegen einer vermeintlich entführten Nachbarstochter anruft – eine, die schon mehrmals weggelaufen ist. Zudem sind da noch diese unfreundlichen Neuen in der Straße, die kürzlich eingezogen sind. Mit denen ist etwas nicht koscher, glaubt Angela. Jane wischt die Warnungen ihrer Mutter beiseite. Doch Angelas Bauchgefühl trügt nicht und bringt sie in höchste Gefahr … (Quelle: Verlag) Zum Buch Da es sich bereits um den 13. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin! Die Cover der Rizzoli und Isles-Reihe sind seit Jahren alle im selben Stil verfasst, was mir gut gefällt. Hier kommt es wirklich auf den Inhalt und nicht auf ein reißerisches Cover an. Es ist mittlerweile Band 13 der Reihe, der letzte Fall erschien bereits vor gut fünf Jahren. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, entweder in der ersten oder dritten Person. Ich denke, ich muss zu den Protagonisten gar nicht mehr viel sagen. Die Fälle sind zwar in sich abgeschlossen, aber um ein Gefühl für die Figuren zu bekommen, sollte man die Bücher lieber der Reihe nach lesen. Wir treffen hier nicht nur auf Jane Rizzoli und Maura Isles, sondern auch wieder auf Janes Kollegen Barry Frost, ihre Mutter Angela und Mauras Freund Daniel Brophy. Wobei ich anmerken möchte, dass gerade das Familienleben von Jane als auch die Beziehung von Maura und Daniel eher eine Randnotiz sind. Ich persönlich hätte gerne mehr davon gelesen, aber das ist Nörgeln auf hohem Niveau ;) Dafür erhält Angela eine eigene Perspektive, was neu in der Reihe war. Wenn man ein Kind hat, entwickelt man ein feineres Gespür selbst für die leisesten Anzeichen von Gefahr; man merkt sofort, wenn irgendetwas nicht stimmt. Seite 133 Wie so oft, werden auch hier zwei verschiedene Fälle aufgebaut und wir sind mittendrin in der Ermittlungsarbeit der Polizei. Da Maura Rechtsmedizinerin ist, führt uns die Autorin auch gerne zu einer Obduktion. Diese ist aber nicht zu ausschweifend beschrieben und dazu noch mit Worten dargestellt, die auch ein Laie der Medizin mühelos versteht. Nachwirkungen der zurzeit immer noch in der Realität herrschenden Pandemie werden hier sowohl menschlich als auch medizinisch kurz angerissen, was mir gut gefiel. Ansonsten geht es um eine lückenlose Rekonstruktion der Ereignisse des Mordfalls, was die Autorin wieder einmal brillant zu Papier gebracht hat. Wir lesen hier eine Menge über Mütter-Töchter-Beziehungen und Nachbarschaft. Beide Themen wirkten auf mich haargenau wie aus dem Leben gegriffen – manchmal ziemlich erschreckend … Allzu oft vermieden es Menschen, offen zu sein, weil sie die Konsequenzen fürchteten, aber das hatte Jane noch nie daran gehindert, die Wahrheit auszusprechen, so schmerzhaft sie auch sein mochte. Seite 157 Tess Gerritsen hat mir mit ihrem neuesten Fall rund um das Duo Rizzoli und Isles wieder spannende Lesestunden beschert. Ein von ihr klassisch aufgebauter Thriller, der wieder einmal mehrere Baustellen beherbergte. Die Zusammenführung der einzelnen Fäden ist der Autorin auch dieses Mal wieder brillant gelungen. Die Ermittlungsarbeit war solide und nachvollziehbar, ebenso die lückenlose Aufklärung. Ein Wiedersehen mit den bekannten Figuren war mir nach fast fünf Jahren eine besondere Freude, auch wenn ich gerne noch mehr Privates von ihnen gehabt hätte. Tess Gerritsen versteht es, überall kleine Hinweise zu streuen, die ich zwar gesehen und registriert habe, aber beim Lesen noch in keine logische Verbindung bringen konnte. Ich bin begeistert und hoffe, dass nicht wieder so viele Jahre vergehen müssen, bis der nächste Rizzoli und Isles-Thriller in meinen Händen liegt. Es gab auf der Welt keine stärkere Kraft als die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Seite 366 Die Reihe Die Chirurgin Der Meister Todsünde Schwesternmord Scheintot Blutmale Grabkammer Totengrund Grabesstille Abendruh Der Schneeleopard Blutzeuge Mutterherz Zum Autor So gekonnt wie Tess Gerritsen vereint niemand erzählerische Raffinesse mit medizinischer Detailgenauigkeit und psychologischer Glaubwürdigkeit der Figuren. Bevor sie mit dem Schreiben begann, war die Autorin selbst erfolgreiche Ärztin. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit dem Thriller »Die Chirurgin«, in dem Detective Jane Rizzoli erstmals ermittelt. Seither sind Tess Gerritsens Thriller um das Bostoner Ermittlerduo Rizzoli & Isles von den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Maine. WERBUNG Nachfolgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: 384 Seiten übersetzt von Andreas Jäger ISBN 978-3-8090-2756-0 Preis: 22 Euro erschienen bei https://www.penguinrandomhouse.de/Verlag/Limes/23000.rhd Leseprobe https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Mutterherz/Tess-Gerritsen/Limes/e602382.rhd © Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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Hierbei handelt es sich um den 13.Fall der Rizzoli&Isles Reihe. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen. Der Einstieg war sehr spannend und mit gefällt es immer gut, wenn das Privatleben der Ermittler Raum bekommt. So konnte ich mich besser in sie hineinversetzen und besser kennenlernen. Der Schreibstil war leicht, bildhaft und spannend. Die Kapitel werden immer abwechselnd aus der Sicht einer anderen Person erzählt und ich rätselte mit viel Spannung mit. Die Figuren waren detailliert beschrieben. Ich habe bisher noch nicht viele Werke der Autorin gelesen, aber werde das in Zukunft nachholen. Fazit: Ich vergebe 4/5⭐für diesen gut konstruierten Thriller mit starken Figuren.

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super Kombination

Von: Bettina Schmitt-Bauer

22.06.2022

Eine gekonnte Mischung aus Thriller und "Familienkomödie". Wäre die Mutter (Angela) von Ermittlerin Rizzoli nicht im Spiel, das Buch wäre nur halb so schön. Sie rockt den ganzen Ort, in dem sie wohnt, indem sie alle Nachbarn im Blick hat und mit Anrufen bei ihrer Tochter und der örtlichen Polizei nicht spart um ihre Beobachtungen und Meinungen mitzuteilen. Der Thriller-Teil ist so spannend, wie Angela und ihre Gedanken unterhaltsam. Eine Krankenschwester wird brutal ermordet. Warum, kann sich niemand so richtig erklären, sie war beliebt, pflichtbewusst und das was man als "gut" bezeichnet. Die Recherchen von Rizzoli bringen unglaubliches zutage - aber erst ganz zum Schluss. Ich hatte zwar oft die richtige Vermutung, das hat dem spannenden Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan.

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