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Rezensionen zu
David Zinn. Street Art

David Zinn

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Faszination vergänglicher Straßenkunst aus Kreide

Von: @lesenmitausblick

02.05.2022

Mögt ihr Street Art"? Und Kunst generell, seid ihr da interessiert? Ich finde Kunst jeglicher Art spannend, manches spricht mich mehr an, manches weniger. Aber die Street Art von David Zinn ist ganz nach meinem Geschmack. Sein Buch haben wir mit viel Freude durchgeblättert und auch meine Kinder waren ganz begeistert. Ich habe David Zinns Buch dann meiner geschätzten Kollegin Susann Ruschke übergeben und war ganz gespannt, wie sie als Kunstlehrerin das Buch einschätzt. Lest selbst: "Im Prestel -Verlag wurde im Februar 2022 „Street Art“ von David Zinn mit 160 Seiten veröffentlicht. Der Einband ist einladend gestaltet, griffig und die Papierqualität insgesamt sehr angenehm. In David Zinns Einführung erfährt man auf 8 spannenden und gut in Absätzen gegliederten Seiten, wie er zu dieser ungewöhnlichen Form des künstlerischen Ausdrucks gekommen ist, die seit 1987 Fußwege und Bordsteine in Michigan ziert. Der ehemals selbstständige, gut durchorganisierte Werbegrafiker wurde mit seiner Street Art zunehmend spontaner, so dass er ohne große Vorplanung ans Werk geht, wie es das Buch auf fast 150 Seiten mit Fotos erahnen lässt. Seine witterungsbedingt vergängliche Kreidekunst im öffentlichen Raum kann nur durch Fotos bewahrt werden und so das „Überleben“ seiner Figuren sichern. David Zinn bezieht die im Straßenverlauf vorhandenen Gegebenheiten direkt, teilweise nach Jahren erneut, ein, um sehr niedliche, auch inspirierende und durchaus kindgerechte Street Art-Bilder zu schaffen. Beeindruckend sind die 3-D-Effekte, die für dieses Buch aus verschiedenen Perspektiven fotografiert wurden. Aus meiner Sicht als Kunstlehrerin ist „Street Art“ sehr empfehlenswert, weil es jedermann ab Kindesalter bestärkt, mit offenen Augen durch die Straßen zu laufen und seiner Fantasie, vielleicht sogar der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Es regt dazu an, sich mit einfachsten Mitteln wie Straßenkreide auszuprobieren und sich für neue überraschende Kunstformen zu öffnen. Vielleicht macht es dem Betrachter genau wie mir auch Lust darauf, weitere Bücher zu seinen Figuren und seiner Maltechnik zu erkunden." Ich bin mir sicher, dass dieses Buch auch in der Leseecke meiner Schule super ankommt und gern zur Hand genommen wird. Mich fasziniert die Vergänglichkeit der Werke.

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David Zinn schafft als sidewalk artist (Straßenmaler) vergängliche tolle Bilder in dem er vorhandenes in seine Zeichnungen aufnimmt. Gar sind die vorhandenen Strukturen erst der Anlass für ihn hier etwas zu kreieren. Vergänglich sind die tollen Zeichnungen, denn sie sind mit Kreide gemalt und somit nicht für die Ewigkeit vorhanden. Anders als bei Künstlern wie Bansky. David Zinn ist auch davon überzeugt, dass seine Originale maximal ein Dutzend Personen sehen. Umso toller, dass es nun diesen kompakten Bildband gibt wo viele seiner Werke zu sehen sind. Großartiger Mix an kleinen und großen Kreaturen, die einen zum Lachen und zum Weinen bringen. Eine Welt zu den eigenen Füßen. Eine Belohnung für alle die achtsam ihre Umgebung wahrnehmen und scheinbar ein großer alltäglicher Spaß für David Zinn. Es sind richtige Geschichten entstanden, die hier im Buch durch Text ergänzt wurden. Eine herrlich kurzzeilige Komposition. Er beschreibt im Eingangstext wunderbar wie er zu dem wurde was er ist und was er macht. Vom doodle battle (Krizelwettbewerb) in der Familie bis zur gefundenen Hausaufgabe zu Studentenzeiten. Oft sind Texte in Kunstbänden und Bücher über Künstler eher lahm, aber dies hier von David Zinn selbst geschrieben, liest sich nett und lädt der eigenen Kreativität zu folgen. Ach und aus meiner Sicht ein Buch, dass auch Kinder super toll finden können. Zum einen ist es wie ein Bilderbuch und regt an auch mal was anderes mit der Malkreide auf den Boden zu bringen. Ein Buch von und über einen sidewalk artist für alle die Kunst mögen, aber auch für alle die sonst weniger damit anfangen könnten. Ein Buch für alle Altersklassen! Wirklich gelungen. Fazit: Also, wenn dieses Jahr nur ein Kunstbuch in euren Haushalt einzieht, dann dieses hier!

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David Zinn erklärt auf den ersten 19 Seiten dieses Buchs erst einmal, warum er die Kunst macht, die er macht. Wie es dazu kam (das fing schon in der Kindheit an), welche Umwege er dann nahm, um letztlich seine Bestimmung in der Straßenkunst zu finden. Er bringt die Vorteile seiner gewählten Kunstart deutlich auf den Punkt: Achtsamkeit, Kreativität, Vergänglichkeit, Spontanität, Kunst für alle. „In Ermangelung einer Vergangenheit und einer Zukunft können sich meine Zeichnungen und ich uns ganz auf unsere kurze gemeinsame Gegenwart konzentrieren“ (Seite 18). „Im Idealfall stolpert jemand über eine meine Bürgersteigkreationen, staunt und freut sich darüber, was er sieht. Auch wenn ich die meisten von ihnen nie kennengelernt habe, sind wir alle Mitglieder eines ebenso exklusiven wie zufälligen Clubs, der spätestens ab dem Moment, wenn das Kunstwerk im Regen verschwindet, nicht mehr größer werden kann.“ (Seite 19) Die restlichen Seiten sind gefüllt mit den witzigsten, liebenswertesten, verblüffendsten, herzallerliebsten Fotos von David Zinns Werken (184 farbige Abbildungen). Teilweise wird gezeigt, wie der Straßenbelag vorher aussah, so dass man erkennen kann, was der Künstler sieht, bevor er sich ans Werk macht. Hier werden Risse im Asphalt genauso in ein Bild verwandelt wie Unkraut, dass durch die Straßendecke bricht, Abflussrohre, Blumentöpfe, Kaugummiflecken, verlorene Handschuhe und vieles mehr. Der Künstler beherrscht sein Metier dabei perfekt, so dass man bei jedem Bild das Gefühl hat, es wäre lebendig (3D-Effekt). Unter jedem Foto steht, wo und wann das Kreidewerk gemalt wurde und welchen Titel es hat. Die Bilder allein sind ja schon grandios, zusammen mit dem Titel werden sie aber erst zu einem echten Knaller! Ein Buch zum immer wieder Anschauen, zum Lachen und Schmunzeln, zum Staunen und Begeistert sein. Zum allein durchblättern oder gemeinsam mit mehreren ansehen – es sorgt für Lacher und für Gesprächsstoff und hat in meiner Familie schon Begeisterungsstürme ausgelöst. Für mich ein Highlight und daher natürlich 5/5 mit Zusatzstern!

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Er malt mit Kreide und Kohle und macht damit die Welt ein bisschen bunter, zumindest bis zum nächsten Regenschauer. David Zinn erschafft liebenswerte kleine Kunstwerke und wer sie entdeckt, wird sich ein Lächeln nicht verkneifen können. . Bereits seit 1987 bemalt David Zinn die Straßen seiner Heimatstadt Ann Arbor in Michigan. Seine phantasievollen Figuren tauchten aber auch schon in Manhattan, in schwedischen Dörfern und an Straßenecken in Taiwan auf. Da seine Kreidekunstwerke schnell vergänglich sind, fotografiert David Zinn seine gemalten Freunde und postet sie auf Instagram und Facebook. Durch diese Fotos wurde der Straßenkünstler auf der ganzen Welt bekannt. . Eines seiner Markenzeichen ist, dass er gefundene Objekte in seine Kreidezeichnungen miteinbezieht. Das sind gerne Risse im Asphalt, Gullideckel, Unkrautbüschel, verlorene Handschuhe, Baumstümpfe, Löcher in Mauern, Verkehrskegel und vieles mehr. Findet man seine Zeichnungen auf der Straße, kommt es stets auf den richtigen Blickwinkel an. David malt in einer besonderen 3D-Technik, welche seinen Figuren erst so richtig Leben einhaucht. . In seinem Buch „Street Art“ erzählt der Künstler wie er zur Straßenmalerei gekommen ist und was das alles mit einem Stück zerknülltem Papier zu tun hat. Er schreibt so sympathisch über sich selbst, dass es einen nicht mehr wundert, woher die Ideen zu so niedlichen und warmherzigen Figuren kommen. Alle seine Bilder untertitelt der Künstler mit witzigen, aber hintersinnigen Kommentaren. Es macht einfach Spaß und gute Laune durch sein neues Buch mit bisher unveröffentlichten Bildern zu blättern. . Es gibt Figuren, die tauchen immer wieder in seinen Bildern auf. Da ist zum Beispiel die kleine Maus Nadine, stets mit blauem Kleidchen. Oder Philomena, dass etwas phlegmatische Pigasus-Mädchen. Und mein absoluter Favorit Sluggo, ein grünes Monsterchen mit wackelnden Froschaugen. Für einen kurzen Augenblick kann man durch Bild und Wort am Alltagsleben der kleinen Helden teilnehmen. Und ich bin jedes Mal fasziniert darüber, wie es jemand schafft, mit solch einfachen Mitteln, eine berührende kleine Minigeschichte zu erzählen.

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David Zinn verschönert die Welt mit seinen zauberhaften kleinen Kreidefiguren. Nicht viele Menschen bekommen sie zu Gesicht, nur wer das Glück hat zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und den Boden im Blick hat wird sie entdecken können. Umso schöner, dass diese zwar niedlichen, aber nie kitschigen kleinen Kunstwerke den Weg in dieses Buch gefunden haben. Auslöser für diese Verschönerungsaktionen gibt es mehrere. Zum einen David und sein Bruder, die laut und wild waren und von ihrem Dad im Restaurant mittels Kuli und ausgerissenem Notizzettel mit Zeichnen „ruhiggehalten“ wurden und dann ein verknittertes Stück Bastelkarton mit der Aussage: „It’s a wonderful squirrel“, das David nahe seines Studentenwohnheims auf der Straße fand, dann die „Doodlebattles“ (Klasse Idee, die zum Nachmachen verlockt), die in seiner Familie gespielt wurden. Jedenfalls ist es gut, dass es diese Kunst irgendwo da draußen gibt. Momente und Anlässe innezuhalten, zu staunen und zu schmunzeln – und wer es gerne intellektueller mag, kann auch einen Diskurs beginnen und die Frage Ist es Kunst oder kann es weg? stellen und ausführlich erörtern. Vergänglichkeit ist sowieso gegeben durch die Wahl des Materials. Und genau das ist, was mir daran so gefällt, ähnlich wie bei Goldsworthy erinnern David Zinns bunte Kunstwerke an das Leben, seine Schönheit, die Trauer um die Vergänglichkeit, sind Entropie. Mich haben sie jedenfalls sehr berührt, gerade das kindliche, freundlich Lustige, das aus ihnen spricht. Wem also das Bild auf dem Cover gefällt, der darf sich über die sinnigen, witzigen, kurzen Begleittexte zu den vergänglichen kleinen Lichtblicken in „Street Art“ freuen. Eine von vielen wertvollen Möglichkeiten, etwas mehr Sonne in sein Leben zu lassen.

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