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Rezensionen zu
Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen

Paula Hawkins

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€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Paula Hawkins, bekannt durch die Besteller „ Girl on the Train“ und „Into the Water“, hat ein neues Buch veröffentlicht. Das ist der Psychothriller „Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen“. Auf einem Hausboot wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Auch wenn die Spuren zu drei Frauen führen, gerät als Erstes die psychisch labile Linda in Verdacht, den Mann getötet zu haben. Da es eine Zeugenaussage gibt, die Linda belastet und sie auch schon aktenkundig ist, steht für die Polizei die Sache fest. Linda ist die Täterin! Aber ist die Sache wirklich so einfach? Was haben die anderen Frauen mit diesem Fall zu tun? Und ist Linda vielleicht nur das perfekte Opfer in einem perfiden Spiel. Paula Hawkins hat mit diesem Buch einen gut durchdachten und intelligenten Spannungsroman geschrieben. Dieser Roman gibt einen tiefen Einblick in die Psyche der äußerst interessanten und vielschichtigen Charaktere. Sie haben alle eine verborgene und bittere Vergangenheit. Diese kommt im Laufe der Story immer mehr ans Tageslicht. Obwohl sich alle Frauen sehr unterscheiden, eins verbindet sie alle: Der Tote Mann, Daniel Sutherland. Ich konnte mit den Protagonisten zwar größtenteils mitfühlen, jedoch sympathisch war sie mir allesamt nicht. Das Buch ist an vielen Stellen etwas langatmig und auch beklemmend. Mir hat es trotzdem gut gefallen, weil es doch ein besonderes Buch ist. Paula Hawkins hat eine ganz eigenwillige Art, mich mit ihrer Schreibweise zu fesseln.

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Auf einem Hausboot auf einem Londoner Kanal wird die Leiche eines Mannes entdeckt. Bei den Ermittlungen tauchen immer wieder drei Frauen auf. Da ist zum einen Miriam, die beflissene Nachbarin, die die Leiche entdeckte. Außerdem lernen wir Carla kennen, die Tante des toten Mannes ist sowie Laura, die den Toten wohl als Letzte lebend gesehen hat, da die beiden die Nacht miteinander verbracht haben. Auf den ersten Blick scheinen die Frauen nichts miteinander gemein zu haben, außer dass alle drei in irgendeiner Beziehung zum Opfer standen. Doch nach und nach scheinen sich alle Stränge miteinder zu verknüpfen… Nach dem Erfolg von „Girl on the Train“ hatte ich ja schon sehnsüchtig auf das nächste Buch von Paula Hawkins gewartet. Damals war ich auch schon eher enttäuscht und leider hat sich diese Tendenz auch hier wieder fortgesetzt. Keine der Figuren hat es es geschafft mich zu fesseln. Ich brauche keine Sympathieträger oder dergleichen, es sind oft ganz unterschiedliche Dinge, die mich an Personen catchen. Aber hier ist so gar kein Funke übergesprungen, obwohl man eigentliche viele Personen zur Wahl gehabt hätte – im Buch wird nämlich sehr oft die Perspektive gewechselt. Dadurch dass niemand etwas wirklich prägnantes an sich hatte, habe ich mich Anfang auch schwer getan, die Charaktere auseinander zu halten. Die Story selbst war Okay. Manche Aspekte vielleicht etwas übertrieben, aber im Grunde solide. Ich habe mir leider etwas mehr erhofft, weil ich immer noch die Hoffnung hatte, dass die Autorin an ihr erstes Werk anknüpfen würde. „Girl on the Train“ hatte einfach diese besondere Sogwirkung und Raffinesse, die mir hier verborgen bleibt. Schade.

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Zuerst einmal vielen Dank an das bloggerportal und den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar. Das Buch ist größtenteils in der Er/Sie Erzählerperspektive geschrieben, weswegen es mir etwas schwergefallen ist, in das Buch reinzufinden. Aber nach kurzer Zeit habe ich mich an den Schreibstil gewöhnt und hatte keine Probleme mehr. Mir kamen in dem Buch etwas die Ermittlungen zu kurz. Das Buch war so aufgebaut, dass durch Erzählungen aus der Vergangenheit, der Fall gelöst wurde. Mir gefällt so etwas nicht ganz so gut, aber deswegen ist das Buch nicht schlecht! Wer so etwas gerne mag, dem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen! Zum Ende hin wurde es dann auch wirklich spannend und die Seiten sind nur so dahin geflogen. An dieser Stelle möchte ich mich gerne auf einen Satz der New York Times beziehen, der für mich sehr passend das Buch beschreibt: „Nur ein Hellseher könnte das Ende dieses Buches vorhersehen.“ Da ist wirklich etwas wahres dran, denn das Ende hat mich sehr überrascht.

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Lost in the fire …

Von: Bookerista

24.10.2021

Ich hatte mich sehr auf das neue Buch von Paula Hawkins gefreut, aber leider bin ich ein wenig enttäuscht. „Wer das Feuer entfacht“ entpuppt sich als eine Geschichte über gescheiterte Existenzen und darüber wie eine Lüge das Leben von den darin verstrickten Personen zerstören kann. Getreu dem Motto: Wer mit dem Feuer spielt … Ein junger Mann wird tot auf seinem Hausboot gefunden. Zuvor starb bereits seine Mutter. Im Verdacht steht Laura, eine merkwürdig scheinende junge Frau. Und Miriam, eine mit der Einsamkeit und Verwahrlosung kämpfende und äußerste neugierige Nachbarin. Dann gibt es noch eine alte Frau, eine Bekannte von Laura und die Tante des Toten und deren Exmann. Alle sind irgendwie unnahbar, seltsam und schillernde Existenzen. Leider konnte ich zu keiner einzigen eine Verbindung aufbauen. Das Buch springt ständig zwischen den Personen, den Zeiten, in denen es spielt , hin und her. Und auch zwischen den Einzelschicksalen. Es verheddert sich dabei irgendwie. Es ist wie eine Kamera, die ständig neu fokussiert. Mir war das Ganze zu verworren und gegen Ende schlichtweg auch wieder zu viel Drama um ein jahrelang gehütetes Geheimnis. Durch den sperrigen Schreibstil, die unnahbaren Charaktere und die vielen Nebenhandlungen bin ich mit dem Buch nicht warm geworden. Es konnte leider kein Feuer entfachen… leider nur eine durchschnittliche Story, die mir nicht lang im Gedächtnis bleiben wird. Schade!

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Auf die Autorin Paula Hawkins wurde ich durch ihre Romane „Girl on the train“ sowie „Into the water“ aufmerksam. Es ging teilweise so ein Hype um ihre Bücher rum, sodass ich mich als großer Thriller-Fan selbst von der Autorin überzeugen musste. Deswegen wollte ich mir direkt ihren neuen Roman anschauen. In ihrem neuen Buch geht es um einen Mord an einem Mann namens Daniel. Seine Leiche wird auf einem Hausboot zufällig gefunden. Direkt geraten drei Frauen in den Fokus der Mordermittlungen: Laura, die vorherige Nacht eine Nacht mit ihm verbracht hat; Carla, die Tante von Daniel, welche seit paar Wochen sich in einer tiefen Trauer befindet; und Miriam, die Nachbarin, welche als Erste auf die Leiche von Daniel stieß. Es sind drei Frauen mit einer unterschiedlichen Geschichte sowie jeweils einer anderen Beziehung zu Daniel. Drei Frauen, die jeweils auch ein Motiv haben. Man weiß ja, dass wenn es um Rache geht, sind selbst gute Menschen zu grausamen Taten fähig. Also wer war es? Kurz und knapp vorab gesagt: Das Buch war für mich ein totaler Flop! Dabei muss man aber sagen, dass ich mit enorm hohen Erwartungen an das Buch rangegangen bin. In diesen Roman bin ich mit enormen Schwierigkeiten eingestiegen. Ich fand die Perspektivwechsel von Anfang an sehr schwierig gestaltet. Auch wenn mir klar war, welche Figur welche Rolle einnimmt, musste ich sehr oft im Buch in den Kapiteln zurückblättern, um mir noch einmal den Kontext zu erschließen, da oft neuer informativer Input kam. Außerdem empfand ich, dass die Figuren durch die Autorin sehr monoton entworfen worden sind. Mir fiel es enorm schwer, mich irgendwie in die Figuren hineinzuversetzen – ihre Gefühle und Handlungszüge zu verstehen. Auch wenn jede der Figuren ein trauriges Schicksal aufwies, besonders das von Laura, wirkte es für mich zu sehr konstruiert und nicht authentisch genug. So konnte mich auch die Story irgendwie in keiner Weise fesseln, da ich den Handlungsverlauf unspektakulär und zum Ende hin sehr vorhersehbar empfand. Es war für mich als Thriller-Leser einfach zu ruhig. Teilweise war es mir eigentlich egal, wie das Buch ausgegangen ist. Zudem empfand ich, dass das Buch keine Sogwirkung aufwies, sodass ich des Öfteren nicht die Lust hatte, zu diesem Buch zu greifen. Es war für mich persönlich eher eine Lesequal als eine Lesefreude. Fazit: Für mich persönlich war dieses Buch leider der Flop des Jahres. Meine Erwartungen an das Buch wurde leider nicht erfüllt, da ich die Figuren nicht mochte und nicht gut entworfen fand. Außerdem fand ich die Geschichte recht monoton gestaltet, da ich mir mehr Wendungen und viel mehr (Erzähl-)Tempo gewünscht hätte. So bewerte ich dieses Buch mit 1.5 Sternen, Tendenz nach oben. Schade! Dennoch denke ich, dass Leser*innen, die ruhige Spannungsromane mögen, mit diesem Buch was anfangen können.

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Ich war damals von Paula Hawkins Bestsellerroman „Girl on the train“ schwer beeindruckt und freute mich sehr über ihr neuestes Werk. In dieser Story wird eine Leiche eines brutal hingerichteten jungen Mannes auf dem Nachbarhausboot von Miriam gefunden. Sie entdeckte den Toten und scheint wohl etwas vor den Ermittlern zu verbergen. Weiterhin geraten noch Daniels letzter One-Night-Stand Laura sowie seine Tante Carla, die nur Wochen zuvor schon eine Angehörige verlor. Alle drei Frauen sind aus verschiedenen Gründen zutiefst verbittert und suchen auf unterschiedliche Weise Vergeltung für das ihnen angetane Unrecht, aber ist wirklich eine von Ihnen fähig einen Mord zu begehen? Im Gegensatz zum damaligen Buch fiel mir der Einstieg hier nicht so leicht. Ich tat mir sehr schwer mit der Schreibweise und fand das Lesen zu Beginn auch irgendwie anstrengend. Die Sätze sind sehr lang und man muss sehr konzentriert bei der Sache sein, da trotz der Erzählperspektive auch Gedanken eingefügt werden. Die Protagonisten sind sehr unnahbar dargestellt und ich hatte zu keiner der Damen wirklich eine Sympathie aufbauen können. Je weiter die Ermittlungen allerdings voranschritten, desto spannender wurde die Story und ich fand es nach der Hälfte dann auch fesselnder. Vielleicht hatte ich aber nur einfach an den Schreibstil gewohnt…. Jedenfalls war ich am Ende doch überrascht wie schlüssig die Tat und das Motiv aufgeklärt wurden. Mein Fazit: Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch wurde aber dennoch mit Enttäuschung zurück gelassen. Auch die Covergestaltung ist nicht sehr anziehend

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Das Leben auf einem Hausboot stellen sich viele Menschen romantisch und idyllisch vor – für Daniel Sutherland bedeutet es jedoch den Tod. Eines Morgens wird der junge Mann in seinem schwimmenden Zuhause am Londoner Regent’s Canal von seiner Bootsnachbarin tot aufgefunden und seine durchtrennte Kehle lässt keinen Zweifel daran, dass das Opfer brutal ermordet wurde. Die Täterin scheint schnell identifiziert, denn kurz zuvor wurde die 25-jährige Laura Kilbride dabei beobachtet, wie sie Daniels Kanalboot überstürzt und in aufgewühltem Zustand verlassen hat – als Folge eines Streits nach einem ausgearteten One-Night-Stand, wie die Verdächtige bei der Polizei angibt. Allerdings verstrickt sich die junge Frau bei ihrer Aussage immer wieder in Widersprüche und wirkt immer noch sehr wütend und aufgebracht, sodass ihr wenig Glaubwürdigkeit zugestanden wird. Doch Laura ist bei weitem nicht die einzige, die eine schwierige Beziehung zum Getöteten hatte… Mord auf einem Londoner Hausboot „Ich halte beim Spazierengehen oft nach guten Verstecken für eine Leiche Ausschau, und dabei fiel mir auf, […] dass man auf so einem Boot hervorragend eine Leiche ablegen könnte, die tage- oder sogar wochenlang unentdeckt bliebe …“. Dieser Satz stammt nicht etwa aus dem Mund eines Serienmörders, sondern von Bestsellerautorin Paula Hawkins, die im Jahr 2015 mit „Girl on the train“ einen internationalen Sensationserfolg feierte und selbst unweit des Regent’s Canals lebt, wo ihr dritter Thriller „Wer das Feuer entfacht – Keine Tat ist je vergessen“ spielt. Nun wird die Leiche des ermordeten Daniel Sutherland in der Geschichte zwar kurz nach der Tat schon in seinem Boot entdeckt und spricht somit vielleicht nicht unbedingt für das Hausboot an sich als Leichenversteck, trotzdem ist der Schauplatz dieses Buches nicht schlecht gewählt und bringt einen interessanten Menschenschlag als Hauptfiguren mit sich. Ein toter Mann, viele verdächtige Frauen Dabei ist das Personal allerdings sehr überschaubar, denn abgesehen vom Opfer – das in diesem Buch streng genommen die geringste Aufmerksamkeit erhält – beschränkt sich die Story auf gerade einmal eine Handvoll an Charakteren. Vorneweg geht die bereits erwähnte Laura Kilbride, eine rebellische und laute, aber zugleich auch sehr verletzliche und unsichere junge Frau, die bereits einige Schicksalsschläge überstehen musste und sich nun erneut in einer verzweifelten Lage wiederfindet. Unterstützung erhält sie dabei von der 80-jährigen Irene, einer unscheinbaren, aber sehr aufgeweckten Seniorin – eigentlich eine Zufallsbekanntschaft Lauras, die aber über Umwege ebenfalls mit dem Opfer bekannt war. Zudem ergänzen zwei weitere Frauen den überschaubaren Kreis der Verdächtigen: Miriam Lewis war die leicht schrullige und etwas zu neugierige Nachbarin von Daniel Sutherland und hat den Toten entdeckt, allerdings weckt die Hausbootbesitzerin mit ihrer verbitterten Art ebenfalls das Interesse der Ermittler – ebenso wie die arrogante Carla, die wohlhabende Tante des Opfers, welche zu ihrem Neffen und dem Rest ihrer Familie auch nicht unbedingt das beste Verhältnis hatte. Die Figurenzeichnung ist Paula Hawkins dabei insgesamt recht gut gelungen, auch wenn die meisten Charakteren kaum große Sympathien wecken und diese wenn dann auch überwiegend eher auf ein gewisses Mitleid mit ihren persönlichen Geschichten zurückzuführen sind. Allerdings ist es nicht immer ganz einfach, in dem komplexen und mitunter auch komplizierten Figurengeflecht den Überblick zu behalten. Ein Roman auf Sparflamme Was die Geschichte selbst betrifft, so kommt das Urteil wohl zu großen Teilen darauf an, mit welchen Erwartungen man an „Wer das Feuer entfacht“ herangeht. Während Aufmachung, Marketing und auch der Mord als Ausgangssituation recht deutlich einen Thriller suggerieren, fällt das Spannungsniveau insgesamt überraschend überschaubar aus. Stattdessen stehen vorrangig die Schicksale und Tragödien der einzelnen Beteiligten im Vordergrund und abgesehen von den eher am Rande ermittelnden Polizist:innen scheint es kaum jemanden so richtig zu interessieren, wer denn nun den Mann auf dem Hausboot ermordet hat – und so richtig betrübt ist über dessen Tod auch niemand. So ist dieser Roman dann letzten Endes nichts Halbes und nichts Ganzes: für einen Spannungsroman fehlt die Spannung, für ein mitreißendes Drama fehlt die emotionale Bindung zu den eher schroffen Charakteren. Auch die literarischen Experimente, welche die Autorin gelegentlich mit einer Art „Roman im Roman“ einbaut, zünden nicht so richtig und wirken eher störend statt die Neugier zu wecken. Die Geschichte plätschert dann meist vor sich hin, einerseits irgendwie ganz gefällig aber andererseits ohne dass beim Lesen wirklich viel hängenbleibt. In dieses Gesamtbild passt dann auch die Auflösung, die zwar schlüssig konstruiert ist aber am Ende ebenfalls kaum mehr als ein beiläufiges Schulterzucken hervorruft. Somit ist „Wer das Feuer entfacht“ wie es der englische Originaltitel „A slow fire burning“ passend beschreibt eher ein Roman auf Sparflamme und bisher leider das schwächste Buch von Paula Hawkins, die auch mit ihrem dritten Werk nicht an das Niveau ihres aufsehenerregenden Debüts anknüpfen kann.

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Heute habe ich einen Roman für Euch 'Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen', geschrieben von Paula Hawkins und erschienen im Blanvalet Verlag. Ein schreckliches Verbrechen. Drei verdächtige Frauen. Ist eine von ihnen fähig zu töten? Der Nr.-1-Bestseller aus England und den USA von Paula Hawkins! Mit 'Wer das Feuer entfach' hat Paula Hawkins mal wieder meisterhaft bewiesen, dass sie es wie kaum eine andere schafft, mit den Sympathien ihrer Leser den ProtagonistenInnen gegenüber zu spielen und diese zu verwirren. Sie schafft es alleine durch Worte, einen Charakter in der Gunst der Leser steigen oder fallen zu lassen. Und nebenbei bringen ihre Worte Verwirrung, Faszination und lassen einen einfach nicht los. Man muss weiterlesen um zu wissen, was hinter allem steckt und was die Wahrheit ist. Auch die Erzählart ist interessant. Die Charaktere sind besonders gelungen. Laura, die nach einem Unfall in ihrer Kindheit ihre Gefühle nicht immer ganz im Griff hat und ab und zu Austicker hat. Es ist einfach genial, wie die Autorin dieses 'Krankheitsbild' umsetzt, wie real das alles wirkt. Dann haben wir noch den Autor Theo und seine Frau Carla, Onkel und Tante des Ermordeten. Auch sie sind gelungene Charaktere, ebenso wie die etwas seltsame Nachbarin Miriam, die selbst einen einschneidenden Vorfall in ihrer Jugendzeit erleben musste, der einen psychischen Knacks bei ihr hinterlassen hat. Sie ist mit eine der besten Charaktere neben Laura, da sie einfach so unglaublich krasse Psychosen hat. Und wir haben noch Irene, die beste Freundin und Nachbarin von der verstorbenen Mutter des Ermordeten. Sie mag ich besonders. Eine 80jährige, die nach außen hin nicht mehr ganz bei sich scheint, es aber faustdick hinter den Ohren hat. Die Geschichte selbst ist nicht blutig – aber das Buch ist auch ein Roman und kein Thriller. Dennoch ist von Anfang an eine unglaubliche Spannung da. Man muss unbedingt wissen, wer hinter allem steckt. Jeder hat ein Motiv und doch auch wieder nicht. Alle sind irgendwie durch die Vergangenheit, die Gegenwart oder durch familiäre Bande miteinander verbunden. Und die Art, wie die Autorin die Geschichte aufbaut ist mehr als gelungen. Bis zum Ende weiß man alles und doch nichts und ich habe dieses Buch wirklich verschlungen! Ich vergebe 5 von 5 Sternen!

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