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Rezensionen zu
Die Köchin - Lebe deinen Traum

Petra Durst-Benning

Die Köchinnen-Reihe (1)

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Der historische Roman "Die Köchin - Lebe deinen Traum" ist der Auftakt der Köchinnen-Trilogie von Petra Durst-Benning aus dem Blanvalet Verlag. Südfrankreich, 1880: Monsieur Durant ist Schleusenwärter, seine 16-jährige Tochter Fabienne hilft ihrer Mutter im Schleusenwärterhaus für die vorbeikommenden Schiffer zu kochen und ihnen eine schmackhafte Mahlzeit zu servieren. Die Liebe zum Kochen ist für Fabienne ein Lebenglück, doch als ihre Mutter unerwartet stirbt und ihr Vater eine neue Frau nimmt, brennt Fabienne mit ihrem Freund Eric durch. Doch schon bald ist Fabienne auf sich allein gestellt und findet Arbeit auf einem Weingut als Küchenhilfe. Die verwöhnte Tochter des Hauses, Stéphanie Morel, freundet sich mit Fabienne an. Aber von ihrem großen Traum eines eigenen Restaurants ist Fabienne noch weit entfernt. Fabienne lebt in einem kleinen Städtchen nahe Carcassonne am Canal du Midi. Sie ist stolz darauf, dass ihre Mutter so hervorragend kocht und lernt von ihr die Grundlagen des Kochens und der Küchenarbeit. Nach dem Tod ihrer Mutter zieht eine neue Frau ein, sie macht Fabienne das Leben schwer und so sucht Fabienne das Weite. Ihren Traum von einem eigenen Restaurant immer vor Augen, nimmt sie alle Mühe auf sich, hadert zwar mal mit ihrem Schicksal, aber gibt nie auf, sondern kämpft um dieses Ziel. Petra Durst-Benning ist geübt im Schreiben historischer Romane und sie hat ein Händchen dafür, ihren Figuren reichlich Leben einzuhauchen und ihre Story mit etwas Liebe, der nötigen Portion Drama und kleinen Intrigen spannend und unterhaltsam zu gestalten, sodaß man einfach nur weiterlesen möchte. Geübte Histo-Romanleser:innen werden vielleicht die Wirrungen vorhersehen, doch das Entscheidende ist am Ende, auf welche Weise sich die Lebenswege entwickeln. Da darf man sich auf eine fiktive Geschichte mit geschichtlichem Hintergrund freuen. In diesem Roman lässt sie noch andere entscheidende Facetten einfließen, die der Geschichte einen besonderen Anstrich verleihen. Interessant sind die eingefügten historischen Fakten über die Bedeutung des Canal du Midi und besonders stimmungsvoll wirkt die bildhafte Ausgestaltung der Schauplätze im Süden Frankreichs und der kulinarischen Hauptstadt Lyons. Beim Lesen fühlte ich mich direkt dorthin versetzt. Und dann geht es in der Story um Genuss, Kochen und die Küche Frankreichs. Denn es war der Autorin ein Herzenswunsch, die Frauen zu ehren, die sich als Köchin in der Männerdomäne einen Namen gemacht haben, rankt sich ihr Buch um die historisch verbrieften "Mütter Lyons", die als erste Frauen ihre eigenen Restaurants eröffneten. Die Kochszenen habe ich genossen und dabei wurde schnell deutlich, wie sehr die Autorin die französische Küche liebt. Ein unterhaltsamer und genussvoller Romanauftakt, der eine junge Frau auf dem Weg zu ihrem Traum begleitet, die für ihre Leidenschaft des Kochen brennt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

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Ich war sehr gespannt auf den 1. Band der neuen Trilogie von „Petra Durst-Benning“ und nun, nachdem ich das Buch beendet habe, kann ich nur sagen, es war einfach grandios und sehr, sehr lesenswert. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und hier in dieser Geschichte hat sie die Schauplätze in Frankreich und auch die Protagonisten wieder mal so richtig herrlich beschrieben. Während des Lesens kam es mir vor, als hätte ich alles selbst hautnah miterlebt. Die Geschichte beginnt in Südfrankreich im Jahr 1880. Ich habe Fabienne Durant kennengelernt, sie ist 16 Jahre alt und ihr Vater Guy ist der Schleusenwärter am Canal du Midi. Fast alle Schiffer, die durch die Schleuse müssen, gönnen sich ein leckeres Essen auf der Terrasse des Schleusenwärterhauses, denn dort gibt es das beste Essen weit und breit. Fabiennes Mutter Violaine kochte all die Gerichte zwar mit ganz einfachen Zutaten, jedoch mit großer Liebe und Leidenschaft. Fabienne half ihrer Mutter täglich in der Küche und ihre Maman konnte immer auf sie zählen und sie wurde auch vor keiner Arbeit verschont. Für Fabienne gab es nichts Schöneres, als von der Mutter das Kochen zu lernen und wenn sie die vielen Gäste bewirten konnte, war sie total glücklich. All ihre Geschwister waren von zu Hause weggegangen, nur Fabienne war noch in der Schleusenstation. Doch als dann eines Tages ihre Mutter plötzlich und unerwartet stirbt, bricht für Fabienne eine Welt zusammen. Sie schafft die viele Arbeit nun ganz alleine nie und nimmer und als der Vater sich kurze Zeit später dann auch noch eine neue Frau ins Haus holt, hält Fabienne es dort nicht einen Tag länger aus. Sie ist zwar noch minderjährig, aber kurzentschlossen flieht sie mit ihrem Geliebten Eric und träumt von der großen weiten Welt… Doch ob Fabienne sich auf Eric wirklich verlassen kann und ob er ihr den nötigen Halt gibt, den sie in dieser für sie schwierigen Zeit braucht, dazu möchte in hier an dieser Stelle nicht mehr verraten, denn das alles muss man unbedingt selbst gelesen haben und ich möchte natürlich niemandem etwas vorwegnehmen. Ich kann nur sagen, es wird total spannend und Fabienne muss so einiges Leid ertragen, doch sie ist eine wirklich starke Protagonistin, die an ihren Träumen festhält, nämlich daran, eines Tages ein Restaurant zu besitzen und die Chefköchin zu sein. Sie würde ihre Träume niemals begraben und sie will fortan für sich selbst verantwortlich sein. Nie mehr in ihrem Leben möchte sie ihr Glück von anderen Menschen abhängig machen. Eine Geschichte, die sehr inspiriert, die Mut macht und die mir gezeigt hat, stets an die eigenen Träume fest zu glauben. Im Anhang findet man übrigens noch wundervolle Rezepte. Ich warte nun sehnsüchtig auf den nächsten Band und bin sehr gespannt, wie die Geschichte mit Fabienne und all den anderen Charakteren weitergeht. Vielen Dank an die Autorin, die mir mit dieser großartigen Geschichte wunderschöne Lesestunden beschert hat und auch ein Dankeschön ans Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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Mit „Die Köchin“ beginnt die beliebte Autorin Durst-Benning eine neue Trilogie um die Protagonistin Fabienne, deren größter Traum es ist, einmal selbst ein Restaurant zu eröffnen. Doch der Weg dorthin ist steinig. Frauen gelten im ausgehenden 19. Jahrhundert noch nicht viel und so ist Fabienne froh, als sie in Lyon auf die „Mères Lyonaises“ (Mütter von Lyon) trifft. Jene Frauen, die es schon geschafft haben, ihren Traum zu verwirklichen. Durst-Bennings neuer Roman hat mich wieder sehr gefesselt. Von der ersten Seite an habe ich mit Fabienne mitgefiebert. Vom einfachen Leben in der Schleusenwärterfamilie, über die Flucht und ihr Leben bei Stephanie – die Autorin schafft es, die Zeit lebendig werden zu lassen, so dass man sich mitten in der Handlung fühlt. Zusätzliche Brisanz bringt das Verschwinden ihres Sohnes Victor mit sich, den sie schmerzlich vermisst und den sie unbedingt wieder finden möchte. Ganz nebenbei vermittelt Durst-Benning auch wieder geschichtliche Fakten. Da sie diese aber wie nebenbei einflicht wirken diese eher unterstützend denn langweilig. Ihre Charaktere wirken lebendig und authentisch und auch die Schilderungen der Umgebung konnten mich begeistern. Man bekommt gleich Lust auf einen Urlaub in der Gegend. Mit Fabienne wurde ich gleich warm, Stephanie mochte ich anfangs auch – als Gegenpol zur etwas ruhigen Fabie. Allerdings hat sich Stephanie im Laufe des Buches sehr gewandelt und somit letztendlich meine Abneigung errungen. Fazit: ich freue mich bereits jetzt auf den zweiten Band der Reihe und mehr von Fabienne, Stephanie und den anderen Charakteren zu lesen.

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Fabienne wächst zusammen mit zwei Schwestern und ihren Eltern in einem kleinen Schleusenwärterhaus am Canal du Midi auf. Das Gehalt ihres Vater reicht für die Familie nicht, also bietet ihre Mutter mittags und abends warme Verpflegung für die „Gents a l´eau“, die Schiffer, an. Ihre kleine Wirtschaft floriert. Die Geschichte spielt im 18. Jahrhundert, die ersten Restaurants kamen langsam auf. Wirtshäuser gab es zwar schon lange, aber Restaurants mit feinerer Küche und feinerem Service entwickelten sich in Frankreich erst um 1800 herum. Bei der Hochzeit der ältesten Schwester stirbt die Mutter und der Vater holt sich eine neue Frau ins Haus. Fabienne wird vom Herd in die Waschküche verbannt. Und flieht eines Nachts zusammen mit ihrem Freund über den Schiffsweg. Nach einigen Umwegen landet sie in Carcassonne und baut in verschiedenen Küchen ihr Handwerk aus. Sie lernt unter anderem feinere Gesellschaft kennen. Und es verschlägt sie bis fast zum Schluss in die große Stadt Lyon. Zwischendrin bekommt sie ein uneheliches Kind, das auf höchst bemerkensweise in eine andere Familie gelangt, und eine weitere Hauptfigur tritt in die Geschichte ein. Ab Fabiennes Abreise nach Lyon entwickelt sich der Roman in zwei Handlungssträngen weiter. Wobei die zweite Dame höchst eigenwillig und etwas narzisstisch agiert. Fabienne hingegen, und ihre Art sich in die regionalen Gerichte einzuarbeiten, ist eine Wucht. Der Roman fängt ein wenig dröge an, steigert sich aber deutlich nach dem ersten Viertel. Es wird interessant, ich habe Einiges gelernt und das mag ich beim Lesen sehr. Gut verfasst und an einem halben Tag gut zu lesen. Denn der Verlag ließ das Buch fast an Großdruck anmutenden Lettern drucken, der Zeilenabstand ist weit und die Seiten relativ dick. Es wirkt nach außen wertig, aber die 500 Seiten lassen sich schnell lesen und man blättert viel.

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Das Buch „Die Köchin – Lebe deinen Traum“ von Petra Durst-Benning ist der Auftakt zu einer Trilogie um die junge Fabienne, welche in Frankreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts dafür kämpft, als Köchin angesehen zu werden. Die 16jährige Fabienne wächst als jüngste Tochter eines Schleusenwärters am Canal du Midi in Südfrankreich auf. Ihre Mutter bewirtet dort, mit Fabiennes tatkräftigen Unterstützung, die Schiffer. Es gibt für Fabienne nichts Schöneres, als von ihrer Mutter in die Geheimnisse der Kochkunst eingewiesen zu werden, doch gleichzeitig spürt sie auch den Wunsch, mehr aus ihrem Leben zu machen und vor allem mehr von der Welt zu sehen. Als ihre Mutter völlig unerwartet stirbt und Fabienne von ihren Geschwistern hängen gelassen wird und zum größten Übel noch eine neue Frau bei ihrem Vater einzieht, fällt Fabienne eine folgenschwere Entscheidung: Zusammen mit ihrem Geliebten Eric brennt sie durch. Doch als Eric sie kurz darauf sitzen lässt, ist die junge Frau komplett auf sich alleine gestellt. Sie findet eine Anstellung als Küchenhilfe in einem Weingut. Mit Stéphanie, der Tochter des Hauses, verbindet sie schnell eine eigentümliche Freundschaft. Fabienne wagt einen positiven Blick in ihre Zukunft, doch es soll alles anders kommen, als sie es sich vorgestellt hat. Petra Durst-Benning und ihre einzigartigen Bücher begleiten mich mittlerweile schon seit über 13 Jahren und haben mich als Leserin sehr geprägt. Immer wieder schafft sie es, mich mit interessanten Themen, historischen Figuren/ Hintergründen und wunderbaren Schauplätzen zu begeistern und auf eine wundervolle Reise zwischen zwei Buchdeckeln zu entführen. Ich habe jeden ihrer Romane mit großer Begeisterung gelesen und freute mich schon sehr, als sie Anfang des Jahres 2022 ihr neues Buch „Die Köchin – Lebe deinen Traum“ ankündigte. Nicht nur die Handlung und das interessante Thema weckten mein Interesse, sondern auch der Handlungsort Canal du Midi – an diesem wundervollen und magischen Ort verbrachte ich als Kind und Jugendliche einige unvergessliche Urlaube. Dieses Buch musste ich mir einfach direkt am Erscheinungstag kaufen und lesen. Wie in in allen ihren Büchern, hat Petra Durst-Benning wieder sehr authentische, außergewöhnliche und unvergessliche Charaktere geschaffen. Die mitreißende Geschichte der jungen Fabienne steht dabei im Mittelpunkt des Romans. Fabienne ist ein herzensgutes Mädchen, welches zu Beginn mit ihren gerade einmal 16 Jahren noch etwas leichtgläubig daher kommt. Sie führt kein völlig unbeschwertes Leben, da sie viel und lange unentgeltlich im Betrieb ihrer Eltern arbeiten muss. Sie ist aber glücklich, wenn sie mit ihrer geschätzten Mutter zusammen schmackhafte Gerichte kochen kann. Doch ihre Mutter muss noch einige andere kräftezehrenden Arbeiten erledigen und als diese völlig überraschend und viel zu früh an Auszehrung verstirbt und der Vater schnell eine neue Frau an seiner Seite hat, sieht Fabienne keine Zukunft mehr in ihrem Elternhaus. Fabienne ist ein sehr ehrlicher Charakter, welche alles für die Erfüllung ihrer Träume und Wünsche gibt. Sie gibt sich selbst nicht auf und auch wenn sie tief fällt, steht sie wieder auf und geht weiter ihren Weg. Ich mochte ihre warmherzige, offene Art und auch ihre sehr glaubhafte Entwicklung von einem jungen Mädchen zu einer kämpferischen jungen Frau. „ »[…] Aber selbst wenn ich meinen Traum die Tür vor der Nase zusperren würde, wäre er deshalb noch lange nicht fort! Er würde sich viel eher irgendwo hinter einer Ecke verstecken. Und eines Tages, wenn ich nicht mehr an ihn denke und arglos die Tür öffne, würde er mich erneut anspringen und mich fragen, ob ich allen Ernstes geglaubt hätte, ihn einfach loswerden zu können.[…]«“ Seite 499, Zeilen 4 – 11 Neben Fabienne steht die äußerst rätselhafte Stéphanie im Zentrum der Geschichte. Diese undurchsichtige und an vielen Stellen auch sehr unsympathische Figur, machte es mir nicht immer leicht, sie zu mögen. Sie hat ihre Gründe, weshalb sie so ist, wie sie ist, allerdings konnte ich mich nicht immer in ihre äußerst egoistische Art hineinversetzen, welcher in einer unverzeihlichen Tat gipfelt, mit der sie bei mir sämtliche Sympathien verspielte. Aber auch solche unliebsamen Charaktere, bei denen man sich die Haare rauft und die einen entsetzen, muss es meiner Meinung nach in Büchern geben. Neben und um diese beiden Hauptfiguren spielen noch einige weitere Charaktere mit. Ich möchte nicht einzeln auf diese eingehen, da ich sonst einiges von der Handlung vorwegnehme. Aber wie in all ihren Büchern hat Petra Durst-Benning äußerst facettenreiche und lebendige Figuren geschaffen, welche mir mit ihren Ecken und Kanten sehr in Erinnerung bleiben werden und auf mich auch nie überzeichnet gewirkt haben. Sie alle bilden ein sehr lebhaftes und stimmiges der Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts ab. Die Ereignisse des Buches werden chronologisch erzählt. Zusammen mit dem wunderbar leichten und bildhaften Sprachstil der Autorin konnte mich die Geschichte ab der ersten Seite abholen und mich bis zum Ende festhalten. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit den Figuren und ihren Geschichten in den nächsten Teilen der Reihe weiter geht. Mit absoluter Leichtigkeit vermittelt Petra Durst-Benning historische Daten und Fakten über die Regionen Canal du Midi, Carcassonne und Lyon und über die Bewohner und deren Lebensweisen. Wunderbar und sehr genüsslich sind die vielen Szenen, in denen gekocht wird. Hier merkt man einfach, wie sehr Petra Durst-Benning für die gute französische Küche ‚brennt‘ und auch, wie leidenschaftlich und akribisch sie hier recherchiert hat. Das Buch ist ein haptisches Gesamt-Erlebnis: Es ist eine gebundene Ausgabe mit einem sehr stimmungsvollen Cover. Die unterhaltsame Geschichte wird von einem Nachwort der Autorin und einigen Rezepten, welche im Buch gekocht werden, perfekt abgerundet. Ein absoluter Buch-Schatz im Regal, den ich nie wieder hergeben möchte. Den geschichtlichen Hintergrund des Buches bildet das ausgehende 19. Jahrhundert in Frankreich. Frauen sind den Männern gesellschaftlich weit unterstellt. Während Frauen in Herrschaftshäusern als Köchinnen arbeiten, haben sie in Restaurantküchen keine Chance. Hier regieren, wie in vielen anderen Bereichen, die Männer. Einzig in Lyon gab es „Les mères lyonnaises – Die Mütter Lyons“. Dies waren Frauen, welche sich aus ihrer finanziellen Not mit der Eröffnung eines eigenen Restaurants befreit und sich gegenseitig unterstützt und geholfen haben. Ein weiterer geschichtlicher Hintergrund ist die Veränderung des Verkehrswesens zu dieser Zeit. Als mit dem Bau des Canal du Midi (‚Kanal des Südens‘) im 17. Jahrhundert begonnen wurde, verband er das Mittelmeer mit der Stadt Toulouse und sorgte dafür, dass frische und verderbliche Waren schneller ans Ziel kamen. Zu Beginn der Handlung des Buches hat der Canal du Midi vieles von seinem ehemaligen Reiz verloren. Die Waren werden nun häufig mit der Eisenbahn durchs Land geschickt. In der heutigen Zeit hat der Canal du Midi seine Funktion als Fremdenattraktion und fördert damit die Wirtschaft der Region. Er wird mit Sport- und Hausbooten befahren und seit 1996 gehört er zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ich kann aus persönlicher Sicht erzählen, dass dieser Kanal und die gesamte Umgebung etwas absolut magisches an sich hat. Viele Urlaube verbrachte ich dort und spazierte immer einige Stunden an dem Ufer des Kanals herum. Ein Urlaub dort lohnt sich auf jeden Fall. Petra Durst-Benning hat diese geschichtlichen Hintergründe wunderbar recherchiert und verwebt diese Fakten wunderbar mit den Lebensgeschichten ihrer fiktiven Charaktere. Danke liebe Petra Durst-Benning für diesen lesenswerten Reihen-Auftakt und die wunderbare (kulinarische) Urlaubsreise im Kopf. Fazit: Was für ein wunderbarer und vor allem genussvoller Start in eine neue Buchreihe: Eine Hauptfigur, die man einfach gerne haben muss, wunderbare Handlungsorte und ein richtig gutes Thema. Was möchte das Lese-Herz mehr?

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Die Köchin – Lebe deinen Traum (Band 1)

Von: Ramona aus Dresden

23.08.2022

Wer Petra Durst-Benning Bücher kennt, der weiß, was er mit diesem Buch bekommt. Ein wie immer leicht zu lesendes und in sich stimmiges Buch. Das Historische ist wunderbar mit der erfundenen Geschichte verknüpft. Man wird nicht von Fakten erschlagen, sondern erfährt diese ganz nebenbei. Fabienne ist die Tochter eines Schleusenwirtes und seiner Frau, die leider viel zu früh verstirbt. Die erst siebzehnjährige Fabienne folgt dem Ruf der Liebe und verlässt nach dem Tod der Mutter das Elternhaus. Nachdem sie jedoch von ihrer großen Liebe fallen gelassen wird, ist sie auf sich selbst gestellt. Sie trifft Stéphanie Morel, die ihr in einer schwierigen Situation zur Seite steht. Nach einem Schicksalsschlag ist jedoch nichts mehr wie es war und Fabienne verlässt das Chateaus der Familie Morel und begibt sich erneut auf eine Reise in eine ungewisse Zukunft. Petra Durst-Benning schafft es erneut, dass man von der ersten Seite an mitten in der Geschichte ist. Man fühlt sofort mit Fabienne. Das Buch handelt aber nicht nur von Fabienne, sondern man erfährt zum Beispiel auch, wie es ihrer „Freundin“ Stéphanie ergeht und einer anderen wichtigen Person in diesem Buch... Dabei ist jedoch alles so stimmig miteinander verknüpft, dass man zu keiner Zeit ins grübeln kommt, wo und bei wem man sich gerade befindet... es macht einfach Spaß, Seite für Seite zu lesen. Ich habe den ersten Teil der Trilogie wieder regelrecht verschlungen und kann es kaum erwarten, dass der 2. Teil erscheint.

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Eine sinnliche Reise!

Von: Curly aus Pfaffenhofen

16.08.2022

Mit dem 1. Teil der neuen Trilogie von Petra Durst-Benning tauchen wir ein in das 19. Jahrhundert in Südfrankreich und begleiten die junge Fabienne auf ihrem Weg in ein eigenständiges Leben. Als jüngstes Kind des Schleusenwärter Guy Durant und seiner Frau Violaine unterstützt sie von klein auf ihre Maman in der Küche. Von ihr lernt sie aus wenigen einfachen Zutaten ein schmackhaftes Essen zu bereiten welches den Schiffern des Canal du Midi auf der Terrasse des Schleusenwärterhäuschen serviert wird. Es ist ein hartes arbeitsreiches Leben. Fabienne träumt davon den Jungen Schiffersohn Eric zu heiraten. Violaine versucht ihr klar zu machen dass es dazu nicht kommen wird, da die Schiffer nur unter ihresgleichen heiraten. Als urplötzlich ihre Mutter stirbt und sich die Zustände in ihrem Elternhaus verschlechtern, brennt Fabienne mit Eric versteckt auf dem Schiff seines Vaters durch. Als sie entdeckt wird macht ihr Eric’s Vater klar dass die Hochzeit mit einem anderen Mädchen schon beschlossene Sache ist und sie muss das Schiff kurz darauf verlassen. Nach Hause zurück will Fabienne auf keinen Fall, also macht sie sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft. In Carcasonne versucht sie Fuß zu fassen und wird als ihre Zimmerwirtin, noch bevor Fabienne es sich eingestehen will, bemerkt dass diese schwanger ist, kurzerhand auf die Straße gesetzt. Eine Schwangerschaft als ledige Frau ist in diesen Zeiten natürlich ein Skandal. So lernt sie in ihrem schlimmsten Moment die junge Stèphanie, welche auf einem großen Weingut lebt, kennen und bekommt dort eine Anstellung als Küchenhilfe. Mit dem wunderbaren flüssigem Schreibstiel von Petra gelingt es mir wie bei all ihren Büchern sofort mitten im Geschehen zu sein. Die detailreichen Schilderungen der Gerichte die gekocht werden und die Eindrücke auf den Märkten ließen mir das eine oder andere mal sprichwörtlich das Wasser im Munde zusammen laufen. Ich litt mit Fabienne bei den Schicksalsschlägen die ihr widerfahren und bewunderte sie für ihren unerschütterlichen Mut auch in schweren und scheinbar ausweglosen Zeiten nicht den Mut zu verlieren und beharrlich Ihren Weg zu gehen. Ihr größter Wunsch ist es einmal eine Köchin zu sein und ein eigenes Restaurant zu besitzen.

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Urlaub für die Seele

Von: Resi A. aus Baden-Württemberg

14.08.2022

"Die Köchin" nimmt uns mit in das Südfrankreich der 1880er Jahre. Die Erlebnisse der Romanheldin sind sehr lebendig und mitreißend beschrieben. Wieder erfahren wir - wie in den meisten Büchern von Petra Durst-Benning – faszinierende Dinge über das Umfeld der Handlung: die Geschichte des Canal du Midi, die Anfänge der Restaurantkultur in Frankreich, die ersten Frauen als Küchen- und Restaurantchefinnen, das Leben der Menschen rund um den Canal du Midi, die Arbeitswelt von damals ... Für mich ist es eine Reise in eine neue Welt, mit der ich mich gerne beschäftige, in den historischen Hintergründen stöbere und Verbindungen zu eigenen Erlebnissen in Frankreich entdecke. An der Geschichte gefällt mir auch, dass man einiges über die Kochkunst lernt, und dass es am Ende des Buches die passenden Rezepte gibt, die man nachkochen oder einfach nur lesend genießen kann! Auf den nächsten Band freue ich mich schon – und das als Leserin, die nur zu gerne über die Flut der vielen "Sagas" spottet! Das Buch ist sehr liebevoll gestaltet und hat ein angenehmes Schriftbild; es liegt gut in der Hand. Daher finde ich es auch eine schöne Geschenkidee. In meinem "Kopfkino" sehe ich dieses Buch auf Deutsch und Französisch in den Souvenirshops von Carcassonne und Umgebung – es ist die schönste Werbung für diese Urlaubsregion! Und wenn man derzeit keine Gelegenheit zu einer Reise hat, ist dieses Buch ein Urlaub für die Seele!

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