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Rezensionen zu
Die Schneeflockenmelodie

Anna Liebig

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€ 10,00 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Darum geht's: Nina hat ihr Leben dem klassischen Ballett gewidmet und sie hat alles drangesetzt, eines Tages genauso eine berühmte Primaballerina zu werden wie ihre Großmutter Maria. Doch ihre Karriere steht auf der Kippe und auch Marias voranschreitende Demenz stellt sie vor eine große Herausforderung. Sie verzweifelt an der Situation und weiß nicht, wie alles weitergehen soll. Als eine Nachbarin ihre Hilfe benötigt, kommt ihr die Ablenkung gerade recht. Durch eine alte Spieluhr und einem geheimnisvollen Notizbuch, das sie in einer Schatulle findet, erfährt sie von einer ungewöhnlichen Liebe zwischen einer Ballerina und einem Spieluhrenmacher, die sie tief berührt und auch mit ihrer eigenen Geschichte verwoben ist. So fand ich's: Die letzte Seite ist umgeblättert. Und doch habe ich immer noch die zarten Töne von „Leise rieselt der Schnee“ der Spieluhr im Ohr, die in dieser Geschichte eine große Rolle spielt. Es ist jedenfalls ein schönes und wohliges Gefühl, mit dem ich das Buch beiseitelegen kann – natürlich mit ein wenig Wehmut, dass ich liebgewonnene Figuren zwischen den Buchdeckeln zurücklassen muss. So geht es mir fast immer, wenn ein Buch mich richtig berührt. Im Nachwort (das übrigens keine Spoiler enthält) erzählt Anna Liebig, dass sie schon als Mädchen vom klassischen Ballett fasziniert war. Und das spürt man meiner Meinung nach auch auf jeder Seite dieses Buches. So zart die Tänzerinnen auf die Zuschauer wirken, umso härter müssen sie im Hintergrund arbeiten. Und das beschreibt die Autorin hier auf sehr eindrückliche und einfühlsame Weise. Dennoch verliert das klassische Ballett hier nichts von dem Zauber, der auf der Bühne entsteht. Ganz im Gegenteil! Der Autorin ist es meiner Meinung nach sehr gut gelungen aufzuzeigen, wie eine Ballerina in zwei Welten lebt: im Theater und „draußen“ im normalen Alltag und in der Familie. Auf dieser Basis erzählt sie einerseits eine Liebesgeschichte zwischen einer Ballerina und einem Spieluhrenmacher, der so gar nicht in die Welt einer Tänzerin zu passen scheint. Andererseits ist es auch eine Geschichte über Selbstfindung und über das, was im Leben wirklich zählt. Durch das Setting in der Adventszeit und der entsprechenden Winterromantik, ist „Die Schneeflockenmelodie“ ein richtiger Weihnachtsroman. Die Geschichte wird in 24 Kapiteln erzählt. Man könnte also theoretisch das Buch als Adventskalender lesen. Aber ich hätte das niemals geschafft, jeweils erst am anderen Tag weiterzulesen. Ich war da viel zu tief versunken und berührt von Ninas und Marias Geschichte. Von mir gibt es ohne Zögern eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne romantische Geschichten mit einem Hauch Melancholie lesen.

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Der letztjährige Roman "Das Winterkarussell" hat mir dermassen gefallen, dass ich sofort wusste: den neuen 2021-Roman von Anna Liebig muss ich unbedingt lesen. Anstatt des Karussell steht nun eine alte Spieluhr im Mittelpunkt. Nina ist fasziniert von der Spieluhr ihrer Grossmutter - kein Wunder, denn beide haben dieselbe Leidenschaft, das Ballett, und haben ihre Leidenschaft zu ihrem Beruf gemacht. Maria (im Vergangenheitsstrang) und Nina (in der Gegenwart) sind beide an einem Zeitpunkt in ihrem Leben, an dem sie über ihre Zukunft nachdenken. Sie haben das Reisen satt, welches ihr Beruf als Ballerina mitbringt und wollen ein Zuhause, einen Zufluchtsort für sich selbst finden. Deshalb möchte Maria nicht nach New York gehen, sondern in Wiesbaden bleiben, genau wie Nina aktuell. Junge Männer treten in ihr Leben - und zeigen den beiden Frauen, dass es ausser Ballett auch anderes Schönes gibt. Anna Liebig erzählt beide Geschichten, die von Maria und die von Nina, erzählt von der Wichtigkeit dieser Wohnung, die Nina wohl behalten, aber ihre Mutter Gabi sofort verkaufen will, weil Maria sie ja nicht mehr brauchen wird. Diese Geschichten erzählt die Autorin absolut fesselnd und als Leserin leidet und hofft man mit den Akteuren mit, die in den Konventionen ihrer Zeit und ihrer Berufe gefangen sind. Neben diesen sehr interessanten Lebensgeschichten lässt die Autorin auch hinter die Bühnenvorhänge blicken, zeigt ein Leben, das geprägt ist von Konkurrenzkampf und stark strukturierten Tagesabläufen, die keine Räume bieten für Freizeitspass oder gar Desserts. Mir haben beide Erzählstränge gleich gut gefallen, und auch die weiteren Figuren fand ich ganz toll gezeichnet, etwa Ninas Nachbarn oder der Spieluhrenmacher, der bei Maria eine wichtige Rolle inne hat. Sie alle machen den Roman zu einem berührenden Leseereignis. Anna Liebig hat erneut den richtigen Mix, bestehend aus einem tollen Plot und viel vorweihnachtlicher und winterlich verschneiter Atmosphäre, zwischen die Seiten gebracht, weswegen ich "Die Schneeflockenmelodie" ausnahmslos empfehlen kann. Fazit: Eine wunder- und hoffnungsvolle Geschichte in zwei Zeitebenen, die mitreisst und einfach begeistert.

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Als Maria mit 6 Jahren ihr erstes Weihnachtsballett sieht, weiß sie sofort: „So wie die Ballerina wollte sie sein. Eine zierliche Frau in einem weißen Kostüm mit funkelnder Krone auf dem Kopf, die wie eine Zauberfee über die Bühne schwebte und alles und jeden um sich herum in ihren Bann zog.“ (S. 9) 1956 ist sie Primaballerina und feiert überall auf der Welt große Erfolge. Als ihre Lehrmeisterin plötzlich stirbt, bricht Marias Welt zusammen. Nur von ihr fühlte sie sich verstanden, nur sie war immer ehrlich zu ihr. Auch ihr Verlobter George kann kaum noch zu ihr durchdringen, sie braucht dringend eine Pause – vom Ballett und von ihm. In ihren ersten Ferien seit Jahren entdeckt sie das vorweihnachtliche Wiesbaden für sich und dass das Leben noch so viel mehr als nur den Tanz für sie bereithält – vielleicht sogar eine neue Liebe? 55 Jahre später geht es ihrer Enkelin Nina ähnlich. Sie wurde von klein auf von ihr trainiert und ist ebenfalls Primaballerina. Doch jetzt ist Maria dement und muss ins Heim, Nina kann sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen. „Ihre Anerkennung war es gewesen, nach der Nina jahrelang wie eine Ertrinkende lechzte. Ihre Leitsätze waren es, die sie auch heute noch antrieben und sie zu der Primaballerina gemacht hatten, die sie war.“ (S. 15/16) Gleichzeitig wird sie in die zweite Reihe degradiert und von einer Jüngeren ersetzt. Da findet sie in einer Holzschatulle ihrer Großmutter eine Spieluhr aus Porzellan, einen Brief und ein Notizbuch, in dem Maria ihre Geschichte erzählt. „Schwanensee“ und „Der Nussknacker“ sind weltberühmte Ballettstücke, die oft an Weihnachten aufgeführt werden. Anna Liebig lässt uns an deren Zauber teilhaben, zeigt aber auch die harte Arbeit der Tänzer, die hinter den perfekten Aufführungen steht. Maria und Nina liegt das Ballett liegt im Blut, ist ihre Lebenseinstellung, die auf Willensstärke, Durchhaltevermögen, Verzicht und Kontrolle fußt, und der sich alles unterordnet, auch ihr Privatleben. Sie finden sich nie gut genug, streben stets nach Perfektion und trainieren bis zum Umfallen. Und im Abstand von über 50 Jahren ereilt sie ein ähnliches Schicksal, sie verlieren ihre Trainerinnen und damit engste Vertraute und müssen ihr weiteres Leben neu überdenken. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Spieluhr mit der Ballerina, die Nina Marias größtes Geheimnis enthüllt. Anna Liebig erzählt Marias und Ninas Erlebnisse auf 2 Zeitebenen, lässt die Leser immer tiefer in die Vergangenheit eindringen. Aber auch das Weihnachtsgefühl kommt nicht zu kurz: Man kann den Schnee vor dem Fenster förmlich fallen hören und die Kälte spüren, hat den Geschmack von heißer Schokolade, Maronen und Zuckerwatte auf der Zunge und träumt sich auf den nächsten Weihnachtsmarkt oder ins Ballett. „Die Schneeflockenmelodie“ ist eine sehr bewegende Geschichte, ein zauberhafter Weihnachtsroman voller Tanz, Magie und Liebe mit einem überraschenden und herzerwärmenden Happy End, das sich zu keiner Zeit erahnen ließ.

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Ich liebe die Weihnachtsromane der Autorin. Letztes Jahr hat mich "Das Winterkarussell" bereits begeistert. Das Cover ist im ähnlich weihnachtlichen Stil mit Glitzerschneeflocken. Es handelt sich um ein modernes Wintermärchen und handelt in zwei Zeitebenen. Einmal angefangen, konnte ich den Roman kaum aus der Hand legen. Die beiden Hauptfiguren Maria und Nina waren mir beide sehr sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr romantisch. Natürlich spielt die Liebe eine zentrale Rolle und es war ergreifend, was Nina über das Leben ihrer Großmutter Maria erfährt. Fazit: Die Geschichte ist perfekt zum Träumen in der kalten Jahreszeit. Ich vergebe 4/5⭐

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