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Rezensionen zu
Das Gotteshaus

C.J. Tudor

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€ 15,00 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Spannung ja, aber...

Von: Mario Menger

30.06.2022

Worum geht es? Die Pfarrerin Jack Brooks wird mit ihrer pubertierenden Tochter aufs Land versetzt. Eine historische Begebenheit wirft ihre Schatten auf reichlich mysteriöse Vorgänge und die Dorfbewohner sind ihr alles andere als wohlgesonnen. Gewohnt flüssig erzählt C. J. Tudor in ihrem neuen Roman eine spannende Geschichte in vielen kurzen Kapiteln, die zum Weiterlesen anregen. Es geht um verschwundene Mädchen in der Vergangenheit, Pädophile Geistliche und Vertuschung und Vergebung. Am Ende konnte mich das Buch doch noch überraschen, aber vieles blieb bruchstückhaft und meiner Meinung nach, hat die Autorin es mit Zufällen und Nebenhandlungen übertrieben. Dennoch lässt sich das Buch gut lesen und ist Unterhaltung pur, auch wenn es keinen dauerhaften Eindruck hinterlassen wird.

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Jacqueline (Jack) Brooks - verwitwet, alleinerziehend, Pfarrerin - wird zwangsversetzt von der Großstadt Nottingham in das Bauerndorf Chapel Croft. Alles wirkt heruntergekommen, der Empfang der Bewohner ist verhalten. Jack erfährt, dass ihr Vorgänger sich in der Kirche aufgehängt hat und erhält von einer Anwohnerin den Hinweis, dass das sicher kein Selbstmord war. Sie will der Sache auf den Grund gehen und stößt dabei auf eine alte, das Dorf prägende Geschichte über Ketzertum und Märtyrer, auf brennende Mägdelein (Strohpuppen) und auf einen Vermisstenfall von vor 30 Jahren, als zwei Mädchen spurlos verschwunden sind. Zudem haben sie und ihre Tochter Flo auch noch Visionen von brennenden Mädchen und erhalten Drohbotschaften. Was ist nur los mit diesem Dorf? Also ich muss sagen: ich habe diesen 560 Seiten-Wälzer innerhalb von wenigen Stunden weggesuchtet! Schreibstil, Thema, Aufbau – genau mein Ding! Ich mochte die Charaktere sehr und diese immer ein bisschen düstere, bedrohliche Atmosphäre, genau so wie das Setting des englischen Hinterlandes mit den verschrobenen, misstrauischen Einwohnern. Das Cover passt perfekt zum Inhalt und gefällt mir daher ausgesprochen gut. Hauptfigur Jack ist super! Sie steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden, wuppt ihr nicht gerade einfaches Leben als alleinerziehende Mutter in einem typischen Männerberuf und hat trotz aller Schicksalsschläge, die das Leben ihr seit jüngster Kindheit geboten hat, ihren Humor nicht verloren. Forsch und selbstbewusst geht sie die neue Situation an. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge, hat aber dennoch auch dunkle Geheimnisse, die sie sogar vor ihrer Tochter verbirgt. Alles beginnt mit einem Prolog, der es in sich hat und die Spur auf kirchlichen Exorzismus lenkt. Direkt gefolgt von einem Zeitungsartikel über das Verschwinden der beiden Mädchen aus dem Jahr 1990. Dann geht die Geschichte mit Jack und ihrem Einzug in Chapel Croft los – derartig fesselnd geschrieben, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Teilweise wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Jack erzählt, dann gibt es Kapitel, die sich um deren Tochter Flo drehen und die in der dritten Person erzählt werden. Dann wiederum gibt es Szenen, die sich um einen Mann drehen, der im Gefängnis war und auf der Suche nach jemandem ist und schließlich auch noch die Szenen, die aus dem Leben der beiden verschwundenen Mädchen Merry und Joy erzählen. Ganz schön viel auf einmal, doch lasst euch gesagt sein: das ist grandios aufgebaut und kommt im Laufe des Buches natürlich alles irgendwie zusammen. Für mich ein absolut gelungener Thriller, der fesselnd und spannend ist, der einige Gruselelemente enthält, aber auch seine humorvollen Bestandteile hat. Ich wurde überrascht von diversen Wendungen und gekonnt auf falsche Fährten gelockt. Mit seiner faszinierenden Sogwirkung ein echter Lesegenuss und absoluter Pageturner! 5/5 Sterne. Ich habe 2018 den Debutroman von C. J. Tudor gelesen – „Der Kreidemann“ – und fand dieses Buch schon irre gut. Inzwischen sind noch zwei weitere Bücher erschienen („Lieblingskind“ und „Schneewittchen schläft“) – und ich glaube, ich komme nicht drumherum, mir diese auch zu kaufen. Ich mag Tudors Schreibstil einfach sehr!

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Jack Brooks ist Pfarrerin in einem Problembezirk der englischen Stadt Nottingham und alleinerziehende Mutter. Durch verschiedene Umstände und eigentlich gegen ihren Willen versetzt die Kirche sie in das kleine Dorf Chapel Croft. Damit wird auch ihre Tochter Flo, grundsätzlich eigentlich ein recht bodenständiges und unkompliziertes Mädchen, trotzdem ein erfrischend typischer Teenager, komplett aus ihrer Umgebung und ihrem Freundeskreis gerissen. Die ersten Probleme, die der Umzug mit sich bringt (ein schiefes, renovierungsbedürftiges Cottage als Unterkunft, kein Handy- und Fernsehempfang, etc.), erweisen sich jedoch bald als Kleinigkeiten, denn nach und nach müssen die beiden realisieren, dass ihnen von Seiten der Dorfgemeinschaft größtenteils Ablehnung entgegenschlägt und sich viele Einwohner seltsam und geheimnisvoll verhalten. Was haben sie, was hat das Dorf zu verbergen? Was hat es mit den „brennenden Mägdelein“ auf sich? Schlägt hier nur die teils historisch bekannte, teils nur hinter vorgehaltener Hand weitergegebene Vergangenheit ihre Wellen bis in die Gegenwart oder spielen auch aktuelle Ereignisse eine Rolle? Warum zum Beispiel hat sich der vorherige Pfarrer wirklich erhängt? Nach und nach verkomplizieren sich die Dinge, Jack und Flo sehen sich Drohungen und sogar Angriffen ausgesetzt. Sie haben nur zwei Alternativen: Flucht zurück oder Licht ins Dunkel bringen. Doch auch Jack selbst wird dabei immer häufiger von ihrer Vergangenheit eingeholt. Die Geschichte beginnt locker, flüssig, hält jedoch schon bald die ersten kleinen Überraschungen bereit. Langsam baut sich eine spannende, düstere Stimmung auf, und oft genug erweisen sich vermeintliche Gedankengänge beim Lesen als in die Irre führend und sich in eine ganz andere Richtung entwickelnd. Fast unmerklich verknüpfen sich Schicksale, Handlungen und deren Folgen von früher und jetzt - mit immer neuen Erkenntnissen und Hinweisen steuern alle Beteiligten unaufhaltsam auf das spannende und einmal mehr überraschende Finale hin. C.J. Tudor zeichnet die Charaktere interessant, aber realistisch, arbeitet mit vielen Szenenwechseln und tollen Cliffhangern an den Kapitel-Enden, so dass man immer weiter lesen möchte. Mit gekonnter Leichtigkeit spricht die Autorin wie nebenbei aber auch schwierige gesellschaftspolitische und typisch menschliche Probleme an, ebenso die Sorgen und Probleme einer Teenagerin auf der einen und ihrer Mutter auf der einen Seite. „Das Gotteshaus“ ist eine spannende, intelligent gestrickte Geschickte, die viele Überraschungen bereithält. Gut zu lesen enthält es neben der vordergründig erzählten Story auch eine ganze Menge Melancholie über die Endlichkeit, das menschliche Böse, unser Streben nach Liebe und Geliebt werden sowie die Willkür des Lebens. Und endet schließlich mit einer letzten atemberaubenden Erkenntnis für den Leser …

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Ein göttlicher Thriller

Von: Jessica O.

26.06.2022

Mir hat "Das Gotteshaus" von C.J. Tudor sehr gut gefallen. Am Anfang war ich mir nicht sicher ob die religiöse Thematik das richtige für mich ist. Aber das Buch hat mich dann doch in seinen Bann gezogen und ich habe es an einem Tag verschlungen. Zum Inhalt: Jack Brooks wird die neues Pfarrerin einer kleinen Dorfgemeinde in Sussex, nachdem sie ihre alte Gemeinde überstürzt verlassen musste. Zusammen mit ihrer 15-jährigen Tochter bezieht sie das kleine Pfarrcottage. Die Dorfgemeinschaft misstraut der neuen Pfarrerin, irgendetwas ist "faul" in dieser Gemeinde, ua sind vor dreißig Jahren zwei Mädchen spurlos verschwunden. Doch nicht nur die Gemeinde hält Überraschungen bereit. Auch Jacks Vergangenheit bietet so einige Überraschungen. Dieser Thriller ist schön geschrieben und bietet die eine oder andere spannende Wendung. Für mich hielt die Spannung bis zur letzten Seite! Ein toller kurzatmiger Thriller für den Sommerurlaub!

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Spannend

Von: dreamcatcher993

26.06.2022

das Buch ist spannend, wenn auch teilweise voraussehbar. Lässt sich gut lesen, Schreibstil ist gut, ordentliche Kapitelunterteilung

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Spannender Sommerthriller

Von: Gabi Kinzius

26.06.2022

„Das Gooteshaus“ von C.J. Tudor ist ein spannender und sehr kurzweiliger Thriller mit doch überraschendem Ende und einigen unvorhersehbaren Wendungen. Die Sprache ist modern und umgangssprachlich und animiert absolut zum Weiterlesen. Auch die einzelnen Charaktere sind gut dargestellt, ebenso die ländliche Gemeinde, in die es Pfarrerin Jack Brooks und ihre pubertierende, 15-jährige Tochter Flo verschlagen hat. Das Misstrauen, das ihr von der Dorfgemeinschaft entgegenschlägt, nimmt man ihr sofort ab, fragt sich aber, was es mit ihrer eigenen Geschichte so auf sich hat. Mehrfacher Perspektivwechsel erhöht die Spannung und macht die Geschichte noch interessanter. Absolut lesenswert!

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Spannender Thriller

Von: Heli

25.06.2022

Zum Inhalt: Die Pfarrerin Jack Brooks und ihre Tochter Flo beginnen einen Neuanfang. Aus der Stadt ziehen sie in ein kleines Dorf namens Chapel Croft. Während einige Dorfbewohner scheinbar ein Problem mit der neuen Pfarrerin haben, begegnen ihnen andere mit großer Freundlichkeit. In diesem Dorf kursieren alte Geschichten von Märtyrer herum, welche sich heute noch auf das Dorfleben auswirken. Doch sind diese Geschichten wirklich so passiert oder ist vielleicht alles anders, als es zu sein scheint? Meine Meinung: Ich habe diese Buch von der ersten Seite an geliebt. Die Autorin schaffte mit ihrem genialen Schreibstil eine gruselige und düstere Atmosphäre. C.J. Tudor schaffte es von Anfang an Spannung aufzubauen und diese bis zum Schluss zu behalten. Auch sehr gut hat mir gefallen, dass man das Ende nicht vorhersehen konnte und man daher überrascht wurde… Abschließend kann man sagen, dass „Das Gotteshaus“ ein gelungener und spannender Thriller ist, den ich jedem nur ans Herz legen kann.

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solider Thriller

Von: Lucia

25.06.2022

Für mich gehören zu einem Thriller vor allem eine packende Story und im Nachhinein erklärbare und logisch nachvollziehbare Handlungsstränge. Beides ist meiner Meinung nach in diesem Buch gegeben und somit die Grundlage für einen spannenden Thriller gesetzt. Gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Autorin, die ein angenehmes Setting schaffen, in das man sich gut hineinversetzen kann. Der Spannungsbogen hält bis zu Ende durch, auch wenn ich das Buch insgesamt etwas langatmig fand. Die Wendungen während des Buches und auch zum Ende sind wirklich gut und kommen nicht vorhersehbar. Mein Kritikpunkt: Klar, dass die Handelnden umgangssprachlich miteinander sprechen, dennoch finde ich sollten Wörter wie "Spasti" nicht als Beleidigungen benutzt werden. Aber dies liegt womöglich an der Übersetzung und nicht am Schreibstil von C.J. Tudor. Insgesamt ein gelungenes Buch, das ich gerne weiterempfehle!

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