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Rezensionen zu
Fräulein Wünsche und die Wunder ihrer Zeit

Juliane Michel

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€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Schicksal der Mütter von Besatzungskindern

Von: meine.literaturliebe

08.12.2022

Frankfurt 1950: Die junge Buchhändlerin Karin Wünsche verliebt sich in den afroamerikanischen GI. Doch dann muss er zurück in die USA. Nach seiner Abreise entdeckt sie, dass sie schwanger ist. Doch als ledige Mutter eines Besatzungskindes hat sie kaum Rechte und muss sich nun den gesellschaftlichen Zwängen entgegenstellen. In dem Roman greift die Autorin viele historische Episoden der 1950er Jahre auf. In den Themen wie Wiederaufbau, Wirtschaftsaufstiegt und vor allem dem Schicksal der "Brown Babies" spiegelt sie den Zeitgeist gekommt wider. Weiterer Schwerpunkt des Romans ist die Tätigkeit der Protagonistin als Buchhändlerin. Hier finden sich Informationen zur Literaturszene der 1950er Jahre, welche bekanntlich durch die Besatzungszonen stark beeinflusst war. Für mich waren es eher zwei Romane in einem. Einerseits ging es um den Kampf der jungen Mutter eines Besatzungskindes mit all den gesellschaftlichen Hindernissen. Andererseits war da noch die Buchhändlerin und die Trümmerliteratur als Epoche. Im Gesamtpaket hatte ich Schwierigkeiten es als eine Handlung wahrzunehmen und habe es für mich innerlich voneinander getrennt. Dennoch habe ich mit der Protagonistin sehr mitgelitten und es sehr genossen in die 50er Jahre einzutauchen. "Fräulein Wünsche" ist ein emotionaler, mitreißender Roman den ich sehr gerne gelesen habe. Sehr interessant fand ich auch die Hintergrundinformationen im Nachwort sowie die Buch- und Filmtipps der Autorin, die ich mir auch noch ansehen werde.

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Ein bewegender Roman über eine starke Frau, die niemals aufgibt.

Von: mamipower1985buecherlesen

20.11.2022

Ein fantastischer Roman über eine junge Frau, die trotz schwieriger Umstände niemals aufgibt und die für das Glück ihres Kindes und ihr eigenes kämpft. Protagonistin im Roman ist Karin. Karin ist eine starke junge Frau die im Krieg und den darauffolgenden Jahren viel mitmachen mußte und viel dramatisches durchlebt hat. Gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester Vera, flieht sie Anfangs der 50 - er Jahren von Leibzig in den Westen nach Frankfurt, um dort ein besseres Leben zu beginnen. Sie kommen bei einer wohlhabenden Tante unter und ihr Vater eröffnet eine Buchhandlung, in einem Kontainer. Karin beginnt eine Ausbildung in einer angesehenen Buchhandlung in Frankfurt. Doch der Neustart ist nicht immer leicht, denn die zugezogene Familie muss sich vielen Vorurteilen und Anfeindungen stellen. Besonders Karin fühlt sich in ihrer neuen Heimat noch nicht zu Hause. Da lernt sie den jungen amerikanischen Soldaten Billy kennen, die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen und erleben eine glückliche Zeit. Wegen eines Schicksalsschlag in der Familie, muss Billy zurück in die Staaten. Nach Billys Abreise stellt Karin fest, dass sie schwanger ist. Sie versucht Kontakt zu Billy herzustellen, dies gelingt ihr jedoch nicht. Nun beginnt eine schwere Zeit für Karin, denn für eine alleinerziehende Mutter mit einem Besatzer Kind ist es in den 50- er Jahren nicht einfach. Ein fazinierender und ergreifender Roman, der ganz viel Frauenpower versprüht und die Botschaft vermittelt, dass niemals aufzugeben genau der richtige Weg ist. Die Geschichte ist auf der einen Seite dramatisch und sehr bewegend, auf der anderen Seite hat sie eine positive Austrahlung voller Energie und Tatentrang. Zusätzlich erfährt man viele geschichtliche und geselschaftliche Hintergründe, der damaligen Zeit. Besonders gut gefallen haben mir die viele literarischen Informationen, zur damaligen Zeit. Ich fand es auch fantastisch wie detailiert die Liebe zu Büchern der Protagonistin geschildert wurde und wie sie ihre Kraft aus den Büchern gezogen hat. Insgesamt ein großartiger Roman, der absolut zu empfehlen ist 😍😍😍👍👍

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Juliane Michels neuster Roman rund um aus Leipzig geflohene Buchhändler-Familie beginnt 1950 in Frankfurt. Der Wiederaufbau ist in vollem Gange und eine Reihe von Geschäften werden in Bretterbuden zwischen den zerstörten Häuserzeilen in der Stadt aufgebaut. Im Mittelpunkt steht die Protagonistin Karin Wünsche, 20 Jahre jung und mit vollem Herzen Buchhändlerin. Sie verliebt sich in den afroamerikanischen GI Billy, doch als dieser zurück in die USA muss, verändert sich Karins Leben grundlegend. Die Autorin erzählt authentisch über die Nachkriegszeit, den Zwiespalt zwischen traditionellen und modernen Ansichten, dem beginnenden Wirtschaftwunder, sowie Hoffnung und Verzweiflung in der Gesellschaft und Familie. Mit ihrem gewohnt packenden Stil (hinter dem Pseudonym steht Ulrike Sosnitza) fühle ich mich mit jedem Kapitel hineinversetzt in die spannende Zeitgeschichte und kann so manche Entscheidung der Protagonistin nachvollziehen. Auch die anderen Personen sind glaubwürdig und machen die Geschichte rund. Juliane Michel zeigt die Vielfalt von Stimmungen, Meinungen, die ewig Gestrigen wie auch die modernen Neuen. Mir gefällt, daß nicht nur der Buchladen im Mittelpunkt steht, sondern Vera z.B. auch einen eigenen Anteil mit einer anderen Lebensführung bekommt. So bleibt der Roman wirklich bis zur letzten Seite interessant. Das Cover ist passend zur Nachkriegszeit gestaltet. Es erinnert in Farb- und Schriftgebung an so manches Kinoplakat oder eine Headline einer damaligen TV-Sendung. Allerdings hat mich der Titel irritiert, denn es besteht meines Erachtens Verwechslungsgefahr mit „Fräulein Wunder“ von Gisa Pauly, ebenfalls erschienen im Heyne Verlag. Den Roman selbst habe ich sehr gerne gelesen und er ist mir auch im Gedächtnis geblieben. Auch wenn die Geschichte abgeschlossen ist, ich wäre gerne noch ein wenig länger in der Buchhandlung Wünsche geblieben...

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Dieses Buch habe ich auf der Zugfahrt zur Frankfurter Buchmesse begonnen, abends im Hotel weitergelesen und auf der Heimfahrt beendet – ich hätte mir für diesen Anlass keine passendere Lektüre wünschen können! Die Geschichte handelt von der aus Leipzig stammenden Familie Wünsche, die dort eine alteingesessene Buchhandlung besessen hat. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg, als Leipzig der sowjetischen Zone zugeschlagen wird, flieht die Familie nach Frankfurt am Main, wo sie bei einer Tante unterkommt und Anfang 1950 einen neuen Buchladen eröffnet – zunächst einen einfachen Bretterverschlag, ein Provisorium mehr schlecht als recht. Doch mit viel Beharrlichkeit und Einsatz und nicht zuletzt auch dank des beginnenden Wirtschaftswunders gelingt es der Familie, die Buchhandlung nach und nach zu vergrößern und zu einem Erfolg zu machen. Soweit die Rahmenhandlung. Hauptfigur des Romans ist die ältere Tochter Karin. Die verliebt sich in einen afroamerikanischen Soldaten, was an sich schon problematisch ist, denn Liebesbeziehungen zwischen der weiblichen Bevölkerung und den männlichen Besatzern werden meist nicht gern gesehen, erst recht nicht, wenn es sich bei dem GI um einen Mann von dunkler Hautfarbe handelt. Deshalb verschweigt Karin die Beziehung auch ihren Eltern. Doch dann wird sie schwanger und Billy muss zurück in die USA, auf Briefe reagiert er nicht. Nun ist Karin die ledige Mutter eines dunkelhäutigen Kindes – ein Skandal in der damaligen Gesellschaft. Schon bald steht das Jugendamt auf der Matte und Karin muss um ihr Kind kämpfen. In der Familie Wünsche habe ich mich sofort wohlgefühlt. Trotz aller Schwierigkeiten halten die Familienmitglieder zusammen und auch wenn sie es meist nicht so offen aussprechen können, sind sie sich doch in aufrichtiger Liebe zugetan. Das hilft ihnen auch, Probleme gemeinsam zu meistern und Anfeindungen abzuwehren. Die Geschichte zeichnet ein sehr deutliches und leider auch sehr erschreckendes Bild von den damaligen Moralvorstellungen, vom Alltagsrassismus, aber auch von der Stellung der Frau in der Gesellschaft – mir war zum Beispiel vollkommen neu, dass damals selbst eine verheiratete Frau keinerlei Rechte an ihrem eigenen Kind hatte, die waren dem Vater vorbehalten oder einem anderen männlichen Vormund. Wie furchtbar ist das denn, bitte? So habe ich beim Lesen nicht nur viel gelernt, sondern auch mit Karin und ihrer Familie mitgelitten, mitgebangt und mitgehofft. Die Geschichte erstreckt sich im Wesentlichen über die 1950er Jahre, mit einem Prolog, der im Jahr 1946 angesiedelt ist. Neben der Familiengeschichte bekommt man auch einen schönen Einblick in den Buchhandel der damaligen Zeit und in die Wiederanfänge der Frankfurter Buchmesse, die nach dem Krieg 1949 zunächst in der Paulskirche, später dann im zerbombten Römer abgehalten wurde, bevor sie in die Messehallen umzog, in denen auch ich mich bei meinem Besuch aufgehalten habe. Ein sehr spannender, bewegender Roman mit viel Frankfurter Lokalkolorit und einer sehr gut eingefangenen Atmosphäre der 1950er Jahre. Übrigens: Juliane Michel ist das Pseudonym der Autorin Ulrike Sosnitza, von der ich schon etliche Romane mit großer Begeisterung gelesen habe.

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Dieser historische Roman spielt im Jahr 1950 und das Cover spiegelt das Gefühl dieser Zeit wider. Ich fand recht schnell in die Geschichte hinein. Im Fokus steht die 20jährige Karin Wünsche, die mir recht gutgläubig und naiv erschien. Die Autorin hat das Leben dieser Zeit in den 60er Jahren detailliert beschrieben und auch die Probleme, die Karin mit einem "Besatzerkind" hat. Der Schreibstil war flüssig, lebendig und bildhaft und die 31 Kapitel waren recht kurz gehalten. Dieser historische Roman hat mich gut unterhalten, konnte mich aber nicht vollständig berühren, obwohl ich es interessant gefunden habe und keine Langeweile aufkam. Fazit: Ich vergebe 3,5/5⭐ hierfür.

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#Werbung #Frankfurt #Leipzig #Neuanfang #Widerstände #Glück #Trümmer #Flucht #Wiederaufbau #Welt #Träume #USA #GI #Baby #Besatzungskind #Bloggerportal #Heyne #JulianeMichel #DianeJordan Fräulein Wünsche und die Wunder ihrer Zeit Diane Jordan Bücherliebe … Das Cover meines neusten Romans „Fräulein Wünsche und die Wunder ihrer Zeit“ von Juliane Michel wirkt wie aus einer anderen Zeit. Auf dem Buchumschlag sieht man teilendsättigt und coloriert beeindruckende Gebäude, davor in einem erdbeerroten Kleid mit Tupfen, eine junge blonde Frau. Diese trägt keck ein modisches Hütchen, feuerrote Pumps und in der linken Hand ein blau-goldenes Buch. Der Titel ist in einer altmodischen Schrift in blau mit goldenem Schatten, so wie es in den 50ziger Jahren modern war. Der Klappentext ist spannend und verführt mich zum sofortigen Lesen. Die Protagonisten Karin Wünsche sowie deren Familie sind fein erdacht und gut beschrieben. Sie könnten so tatsächlich irgendwo gelebt und das alles erlebt haben. Der Roman startet mit einem packenden Prolog im Juni 1946. Dann folgt ein Zeitsprung nach Silvester 1949. Der Plot hat einige Stärken, aber auch Schwächen. Der Neuanfang, die Widerstände, der Neuaufbau sowie die Entbehrungen werden glaubhaft dargestellt. Die „Träume von der weiten Welt“ finde ich auch noch nachvollziehbar. Allerdings ist mir Karin irgendwie zu impulsiv und leicht entflammbar. Sie scheint mir etwas unreif für ihr Alter, manche spontanen Entscheidungen hätten besser zu einer etwas jüngeren Frau gepasst, wie ich finde. Auch die Liebelei mit dem afroamerikanischen GI Billy beginnt mir zu stürmisch. Was mir allerdings sehr gut gefällt, ist das die Liebe zu Büchern und das Lesen Grenzen überwindet. Seien es Sprachbarrieren, Standesunterschiede, sozialer Status, Nationalität oder auch Einheimische und Besatzer. Man lernt dabei, wird kreativ und es beflügelt gleichzeitig die Phantasie. Mir geht es genauso. Mein Kopfkino springt an und ich male mir die gelesen Szenen in den passenden Farben, wie bei einem Bild. Stück für Stück wird so nach und nach ein Gesamtes daraus, so auch hier. Als Leser darf man Kapitel um Kapitel erfahren, wie es Karin und ihrem Billy ergeht. Den „Zauber vom Anfang“, über die Träume der jungen Leute bis hin zum „Besatzungs-Baby“ Caroline. Einige Tabus werden durch diese Geschichte in den Fokus gerückt. Verhaltensweisen die uns heute „normal“ erscheinen, waren es zur damaligen Zeit noch lange nicht. Das Schicksal der Mütter und Besatzer-Kinder oder auch deren Väter wurde stillschweigend von allen toleriert. Diskriminierung war damals noch schlimmer als heute und kam sogar in Büchern wie „10 kleine Negerlein“ vor, was heute so bestimmt kein Verlag mehr drucken würde. Benachteiligung von dunkelhäutigen Personen wurde nicht gemaßregelt. Das Frauenbild in den 50ziger Jahren war klassisch. Sie dürfen weder über sich selbst bestimmen, siehe Kündigung des Lehrvertrages ohne Unterschrift des Vaters, noch andere wichtige Entscheidungen alleine und verantwortlich treffen. Das Karin und ihre Schwester von einer besseren Zeit oder Welt träumen ist da mehr als verständlich. Und das die Geschichte am Ende (fast) ein Happy End hat, passt für mich ebenfalls. Aber lest bitte selber, es lohnt sich! Inhalt: Ein Land wagt den Neuanfang und eine junge Frau kämpft gegen alle Widerstände um ihr Glück Frankfurt, 1950: Zwischen den Trümmern ist der Wiederaufbau der Stadt in vollem Gange. Nach der Flucht aus Leipzig will sich auch Karin Wünsches Familie hier eine neue Existenz aufbauen. Die 20-jährige liebt Bücher und Geschichten und träumt von der großen weiten Welt. Als sie sich in den afroamerikanischen GI Billy verliebt, schwebt sie im siebten Himmel. Doch dann muss Billy zurück in die USA, und Karin macht eine Entdeckung, die ihr Leben auf einen Schlag verändert: Sie ist schwanger! Und sie ahnt, dass das Leben für die Mutter eines Besatzerkindes nicht leicht sein wird. Aber sie will kämpfen. Für sich und ihr Kind. Die Autorin: Bücher begleiten Juliane Michel schon ihr Leben lang. Sie wurde in Darmstadt geboren und studierte in Frankfurt am Main Bibliothekswissenschaften. Seit Jahren schreibt sie bereits erfolgreich Romane. Heute lebt sie mit ihrem Mann in der Nähe von Würzburg, ist aber in ihrem Herzen immer noch eine Hessin. Für die Geschichte von Fräulein Wünsche recherchierte sie akribisch über das Frankfurt der Nachkriegsjahre und sprach mit Menschen, deren Schicksal eng mit den amerikanischen Besatzern verbunden ist. Fazit: **** „Fräulein Wünsche und die Wunder ihrer Zeit“ von Juliane Michel ist im Heyne Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 432 Seiten, die eine „unmögliche“ Liebe und deren Folgen in den Nachkriegsjahren thematisieren und sensibel für Diskriminierung und Anfeindungen machen.

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