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Rezensionen zu
Inmitten der Nacht

Rumaan Alam

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€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis)

Klappentext Amanda und Clay wollen mit ihren beiden Kindern eine unbeschwerte Ferienwoche auf Long Island verbringen. Doch mitten in der Nacht steht dort plötzlich ein älteres, schwarzes Ehepaar vor der Tür. Die beiden behaupten, das Haus gehöre ihnen. Sie berichten, dass ganz New York im Dunkeln liege, das Leben an der Ostküste komplett lahmgelegt sei. Hier draußen jedoch, an diesem abgeschiedenen Ort, ohne Internet, Handy oder Fernsehempfang, wissen Amanda und Clay nicht, was sie davon halten sollen. Können sie den beiden trauen? Ist dieses Ferienhaus noch ein sicherer Ort für sie und ihre Kinder? Was ist in New York, was ist in der Welt da draußen wirklich los? Cover Das Cover ist ziemlich dunkel, aber auch sehr ansprechend. Schreibstil Der Schreibstil ist angenehm und fesselnd. Inhalt/Rezension Amanda und Clay wollen mit ihren Kindern ganz entspannt Urlaub machen, doch als gleich zu Beginn George und Ruth vor ihrer Tür stehen, wird ihre entspannte Zeit unterbrochen. Das Ehepaar behauptet Sachen, die die Familie nicht nachvollziehen kann, da ihre elektronischen Geräte nicht funktionieren. Für den Leser beginnt so ein spannendes Leseerlebnis, da man sich zusammen mit Amanda und Clay immer wieder fragt, wie man sich verhalten und was man tun soll. Ich habe mir während des Lesen immer wieder unseren aktuellen Lebensstil ins Gedächtnis gerufen. Wir sind so fixiert auf unsere elektronischen Hilfsmittel, was wäre wenn wir sie nicht mehr hätten? Könnten wir uns überhaupt noch auf unser Bauchgefühl, unser Wissen und auf unseren Instinkt verlassen? Ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen und habe bis zum Schluss mitgefiebert. Fazit Ein spannender und aufregender Roman, der mich gefesselt und mitgerissen hat. Zum Buch Autor: Rumaan Alam Verlag: btb Preis: 22 Euro Buchlänge: 318 Seiten

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Auf dieses Buch bin ich durch Zufall aufmerksam geworden. Das Cover gefiel mir auf Anhieb und auch der Klappentext klang richtig gut. Ich war super gespannt was mich hier erwarten würde. Ich hatte mich für das Hörbuch entschieden und das war die perfekte Wahl. Benito Bause als Sprecher kannte ich bisher noch nicht aber seine Stimme gefiel mir auf Anhieb. Er brachte die Emotionen gekonnt rüber und es gelang ihm mühelos mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Amanda und Clay wollen mit ihren Kindern eine entspannte Ferienwoche in einem gemieteten Haus verbringen. Anfangs läuft alles super. Doch dann klingelt es inmitten der Nacht an der Tür .... Alle Charaktere wurden authentisch und greifbar gezeichnet. Wobei man aber keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbaut. Besonders Amanda und Clay sind zwei Charaktere die mir einfach nicht symphatisch waren. Sie waren voller Vorurteile und Arroganz. Aber das war okay denn sie müssen nicht sympathisch sein. Während des Lesens spürt man eine düstere und beklemmende Atmosphäre. Man spürt das etwas in der Luft liegt. Man spürt das etwas passieren wird. Was als Gesellschaftskritischer Roman entwickelt entpuppt sich in Wahrheit als dystopischer Roman der es in sich hat. Das Ganze warf viele Fragen auf die erst nach und nach beantwortet werden. Abgeschieden im Ferienhaus bekommen die Protagonisten nicht mit was in der Welt wirklich los ist. Das wird erst zum Ende hin genauer aufgeklärt. Das Ende kam leider viel zu schnell, ich hätte gerne noch weiter gehört. An sich passte das Ende aber mir fehlte noch der große Knall. Aber das ist nur meine Meinung. Nichtsdestotrotz ein sehr gelungener Roman der auf Grund seiner Thematik ganz klar zum Nachdenken anregt. Fazit: Mit "Inmitten der Nacht" gelingt Rumaan Alam ein faszinierender Roman mit einer wichtigen Thematik. Einige Fragen blieben zwar offen aber ehrlich gesagt störte mich das nicht.

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Spannend

Von: deathdealer

25.02.2022

Das Buch hat eine angenehme Länge und es ist auch durchgehend spannend.Der Schreibstil ist sehr angenehm. Jedoch waren mir einige Beschreibungen viel zu detailliert, die meiner Meinung nach einfach nicht sein mussten.Die Geschichte ist durchaus lesenswert aber nichts Besonderes. Ein Happy- End gibt es hier nicht, was ja nicht unbedingt sein muss, jedoch hat mich das Ende nicht zufriedengestellt.

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Ich muss gestehen, dass ich voll auf einen Psychothriller eingestellt war, also konzentriere ich mich darauf, ob die beiden Besucher wirklich das sind, was sie vorgeben, was ihre Absichten sein könnten und ob man ihnen wohl trauen kann. Gleichzeitig ermüde ich etwas bei der langsam dahinplätschernden Handlung – eigentlich beobachten wir die ungewöhnliche Zwangs-WG nur dabei, wie sie versucht, mit der Situation umzugehen. Doch dadurch entgeht mir zum einen fast die subtile Gesellschaftskritik zwischen den Zeilen und zum anderen verpasse ich Haarscharf den Moment, in dem sich der Roman in eine Dystopie á la „Der Schwarm“ verwandelt. Ohne großen Spannungsbogen entwickelt das Buch eine gewisse Sogwirkung. Die Geschichte lebt von der Dynamik, dass weder die Figuren noch wir erfahren, was außerhalb Long Islands passiert. Lediglich einige unscheinbar eingebaute Hinweise lassen uns das Ende erahnen: Mal wird auf ein Militärflugzeug Bezug genommen oder auf eine Frau, die ertrunken ist, auf jemanden, der im Fahrstuhl feststeckt oder dass man nicht mehr erfahren wird, ob es seinen Kindern gut geht. Doch eine echte Auflösung bleibt uns verwehrt. Wir erfahren nie, was wirklich passiert ist.

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Spannung pur

Von: Larika

22.02.2022

Das Buchcover sowie der Titel des Buches haben mich sofort angesprochen.40 Kapitel die einfach perfekt sind. Der Schreibweise ist spannend und fesselnd. Ich konnte es selten aus der Hand legen, weil ich wissen musste, wie es weitergeht und was als noch alles passiert.

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Eine weiße vierköpfige Familie bucht sich für ihren Urlaub über Airbnb ein luxuriöses Haus auf Long Island, in dem es kaum mobiles Netz gibt. Wenige Tage nach ihrer Anreise klingelt ein schwarzes Paar an der Tür und bittet um Einlass. Die beiden erzählen von einem großen Stromausfall in New York und behaupten, sie seien die Besitzer des Hauses. Kann die Familie den beiden trauen? Schon bis hierhin fand ich das Buch sehr gut zu lesen und empfand die Behandlung von Themen wie Rassismus und Klassismus sehr wichtig. Doch nun beginnt Schritt für Schritt ein Gefühl der Bedrohung über allem zu hängen: Nach dem Misstrauen gegenüber den Fremden stellt sich die Frage, was es mit dem Stromausfall auf sich hat. Hält man als Leser die Spekulationen der Protagonisten erst noch für völlig übertrieben - Terrorismus, Krieg - so verdichten sich bald durch den allwissenden Erzähler die Hinweise, dass doch mehr dahinter stecken könnte… Ich möchte nicht zu viel verraten; jedenfalls bin ich mit angehaltenem Atem durch #InmittenDerNacht von #RumaanAlam gerast und wollte wissen, was hinter all dem, das passiert, steckt. Und plötzlich passiert so einiges, was einen sehr guten Kontrast zum Anfang darstellt, wo recht ausführlich der fröhliche Familienurlaub beschrieben wird. Dass zusätzlich zu diesem dystopischen Element dann noch die oben erwähnten sozialen Themen verarbeitet werden, macht es zu einem hochmodernen, relevanten Roman, den ich - auch wenn ich schon einige weniger begeisterte Stimmen gehört habe - definitiv weiterempfehlen kann; man muss aber schon einiges aushalten können. Netflix hat sich übrigens schon die Rechte gesichert!

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Was für ein Buch. Verstörend - das ist das erste Wort, das mir zu diesem Buch von Rumaan Alam, Finalist des National Book Award 2020 und exzellent übersetzt von Eva Bonné, einfällt. Unglaublich, wie es der Autor schafft ohne Effekthascherei und überfrachtendes Erzählen in einer schlichten, scheinbar einfachen Sprache eine dermaßen spannende und düstere Atmosphäre zu schaffen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann, und ich mich noch Stunden nach der Lektüre in diesem Szenario gefangen fühle. Das Setting klingt zunächst nach einem Psychothriller: Amanda und Clay haben sich mit ihren beiden Teenagern Archie und Rose ein luxuriöses Ferienhaus auf Long Island gemietet. Mitten in der Nacht wird die weiße Familie vom Klopfen eines älteren schwarzen Paares gestört, das behauptet, das Haus gehöre ihnen. Doch nach und nach entwickelt sich die Geschichte zu einer Dystopie. Der allwissende Erzähler gibt immer wieder Einzelheiten einer nicht explizit beschriebenen Katastrophe preis und im Mikrokosmos des abgelegenen Ferienhauses durchläuft der Leser die Phase der erschreckenden Erkenntnis aus den Perspektiven aller Mitglieder dieser neuen und unfreiwilligen Hausgemeinschaft. Ich bin immer noch geflasht von der Geschichte vor allem aber von der unfassbar großartigen Erzählweise. Ich behaupte jetzt einfach mal, obwohl es erst Februar ist, es ist das Lesehighlight meines Lesejahres 2022. Unfassbar - lest dieses Buch! Das Buch wird seinen Platz unter den Klassikern finden. Alle Rechte bei Verlag und Autor.

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Alles andere als vorhersehbar…

Von: Zeitzumlesen

09.02.2022

• Inmitten der Nacht von Rumaan Alam (übersetzt von Eva Bonné) • Selten habe ich ein Buch gelesen, dass mich so begeistert und fasziniert hat, obwohl mir leider (fast) alle Charaktere relativ unsympathisch waren… „Inmitten der Nacht“ habe ich absolut inhaliert. Und jetzt sitze ich hier und denke darüber nach… Auch das Ende war für mich richtig perfekt (ich geb’s zu, ein wenig Bedenken hatte ich schon davor…). Die letzten Sätze aber fassen für mich die Kernaussage absolut treffend zusammen. Und ich gehe „versöhnt“ aus dieser düsteren Dystopie hervor. Ein wenig surreal, beängstigend, bedrohlich, nachdenklich stimmend…! Wozu auch sicherlich der allwissende Erzähler beiträgt, der uns zwischenzeitlich immer wieder kleine Häppchen zuwirft, die für Gänsehaut sorgen. Und deren Ausmaß mich haben erschauern lassen. Für mich war es ein packendes Leseerlebnis!

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