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Rezensionen zu
Das Grand Hotel - Die der Brandung trotzen

Caren Benedikt

Die Grand-Hotel-Saga (3)

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Handlung Rügen 1925 Bernadette von Plesow sorgt sich. Weniger um ihr Grand Hotel oder um ihre Tochter Josephine, die ihren Weg geht. Sondern um ihren einzigen, noch lebenden Sohn Constantin. Sie hat geträumt, dass er stirbt und nun sieht Bernadette darin vielleicht ein Zeichen für die Zukunft. Immerhin hat sich ihr Sohn mit der Unterwelt angelegt und wartet im Gefängnis auf seinen Prozess. Bernadette reist extra nach Berlin, um Constantin Beistand zu leisten und sie hat schnell einen Plan gefasst. Doch auch sie, die mit vielen Wassern gewaschen ist, muss sich in Acht nehmen. Um niemanden zu verärgern und sich damit selbst zur Feindin eines äußerst gefährlichen Mannes zu machen... Meinung Band eins und zwei der Saga haben mir mega gut gefallen. Sie stellen für mich grandiose Werke dar, die mich komplett abgeholt und für mich ein wahres Lesevergnügen dargestellt haben. Und genau aus diesem Grund habe ich mich riesig auf den dritten Teil gefreut, ich war einfach unglaublich gespannt darauf, wie die Geschichte weitergehen wird und bin deshalb sehr glücklich darüber gewesen, das Buch als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal zu erhalten. Vielen Dank dafür, es war mir ein Vergnügen, noch ein letztes Mal in das Grand Hotel zu reisen und die Personen wiederzusehen! Auf den ersten Seiten war es für mich schon wichtig, langsam und aufmerksam zu lesen, damit zum einen die Erinnerungen an die Vorgängerbände wiederkommen, und ich zum anderen auch das Gelesene in einen Zusammenhang bringen kann. Doch ich habe mich schnell wieder an die Situation und die Figuren gewöhnt, bin flüssig mit dem Lesen vorangekommen und es hat nicht lange gebraucht, bis mich die Geschichte wieder in ihren Bann ziehen konnte! Von der ersten Seite an gab es einen sehr angenehmen, gut lesbaren und lebendigen Sprachstil. Er führt den Leser gekonnt durch die Geschichte und gibt lebhafte Einblicke in das Leben der Figuren, in die verschiedenen Settings und gibt der Erzählung auch immer wieder einen spannenden Faktor. Auch dies war einer der Gründe, weshalb ich das Buch nur ungern aus der Hand gelegt habe, ich wollte permanent wissen, wie es weitergeht, was das Schicksal für die Protagonisten noch bereithält und wie sich offene Fragen im Folgenden wohl auflösen werden. Häufig werden die Szenen mit einem stimmungsvollen Unterton erweitert. In diesen Momenten lässt es sich besonders gut nachvollziehen, was die Personen gerade fühlen und welche Aura von einzelnen Figuren ausgeht. Das hat bestimmte Augenblicke noch besonderer gemacht und mir richtig gut gefallen. Trotz der Fülle des Romans gab es für mich keinen einzigen Augenblick, wo die Geschichte zu langatmig, langweilig oder üppig daherkam. Man wurde stets ausreichend über jegliche Angelegenheiten informiert, es gibt geschickte Auslassungen an gewissen Stellen, die die Spannung erhöhen und den Platz bieten, um der Fantasie freien Lauf zu lassen. Ich bin absolut zufrieden mit dem Fortgang der Handlung und finde, dass sie eine schöne Länge hat, die dafür sorgt, dass man zu den Figuren eine starke Bindung aufbauen kann! Im Verlauf der Geschichte folgt man verschiedenen Handlungssträngen, die immer irgendwie miteinander verbunden sind und insgesamt einen vielfältigen Eindruck bieten. Sie versprechen Abwechslung und einen Blick auf verschiedene Lebensweisen und Charaktere, es wird gewährleistet, die Personen durch verschiedene Augen zu betrachten und insgesamt bietet sich die Möglichkeit, von jeglichen Themen, Personen und Ereignissen ein detaillierteres Bild zu erhalten. Von den Figuren bin ich komplett überzeugt. Ich mag die Vielfalt, die sie darstellen, ihre lebendigen Charaktere und die Menschlichkeit, die sie ausstrahlen. Man kann sich als Leser ein Stück weit selbst wiedererkennen, sie sind greifbar gezeichnet und es wirkte an vielen Stellen gar nicht so, als liest man die Geschichte fiktiver Persönlichkeiten. Besonders das Ende konnte mich mit der Spannung, mit überraschenden Wendungen und der Stimmung überzeugen. Ich war auf den letzten vielleicht fünfzig Seiten sehr involviert in die Handlung und habe es geliebt, wie vielfältig und auch versöhnlich sich das Ende gestaltet hat. Erst dachte ich ja noch, dass es eventuell noch einen weiteren Band der Reihe geben könnte und insgeheim habe ich auch darauf gehofft. Aber als ich dann den Epilog gelesen habe, war ich doch vollkommen zufrieden mit dem Fortgang der Ereignisse und ich konnte das Buch guten Gewissens aus der Hand legen! Fazit Ich bin glücklich und traurig zugleich. Die Reihe hat ein tolles und stimmiges Ende erhalten und meine Erwartungen komplett erfüllt, ich empfinde auch den dritten Teil als unheimlich stark und empfehlenswert. Durchweg wurde ich gut unterhalten, ich bin von der Spannung, als auch von den geschickten Wendungen überrascht und sehr angetan und finde, dass ein rundum stimmiges, schönes Buch vorliegt, welches einen würdigen Abschluss der Saga bietet. Ich kann nur eine ganz große Empfehlung für die Reihe aussprechen, ich freue mich auf neue Projekte der Autorin!

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Nach einem blauen und rotem Cover folgt nun ein grünes. Man blickt wieder auf das herrschaftliches Anwesen direkt am Strand. Nur die Perspektive hat sich etwas geändert. Der Strandhafer weht im Wind und lässt mich an einen schönen Urlaub in Binz denken. Das Grand Hotel – Die der Brandung trotzen von Caren Benedikt ist der Abschluss der Trilogie um die Familie von Plesow. Als Erzähler treten mehrere Personen auf, diese werden jeweils zu Beginn des Kapitels mit einem Zitat genannt. So erkenne ich als Leser sofort mit wem es weitergeht. Im Fokus stehen hier Bernadette von Plesow und ihre zwei Kinder Josephine und Constantin. Neben ihnen treten noch weitere Figuren auf, die mir aus den ersten zwei Bänden sehr vertraut sind. Ich empfehle die Bücher chronologisch zu lesen, da die Bücher mit ihren Erzählungen ineinander übergehen. Nur wer die ersten beiden Bücher kennt, kann der Geschichte im dritten Buch vollumfänglich folgen. Während ich von Das Grand Hotel – Die nach den Sternen greifen total begeistert war, fehlte mir bei dem zweiten Buch: Das Grand Hotel – Die mit dem Feuer spielen das gewisse etwas. Das dritte Buch hat mich wieder voll und ganz gefangen genommen. Und somit ist es für mich ein gelungener Abschluss der Trilogie. Selbst mein geliebter Akkordeon Spieler wird zu einem Erzähler im dritten Band und ich durfte mich mit ihm auf ein neues Leben freuen. Wie es sich für einen guten Abschluss gehört, werden alle Erzählstränge um die Familie von Plesow zum Ende hin verwoben und gelöst. So zieht sich durch alle drei Bände ein roter Faden, der die einzelnen Bücher miteinander verbindet. Ein paar Nebenhandlungen bleiben wage und so kann ich als Leser mir das ein oder andere Ende selbst überlegen. Mein absolutes Highlight ist der Epilog des Buches. Auf das habe ich seit dem ersten Buch gewartet und freue mich total, dass es jetzt eintreten durfte. Möchtest du auch wissen, was im Epilog steht, dann lese bitte erst das ganze Buch und nehme dir nicht die Freude vorweg. Hast du die ersten beiden Bücher von der „Das Grand Hotel Saga“ schon gelesen? Dann empfehle ich dir für den krönenden Abschluss das dritte Buch. Es ist wieder eine schöne Mischung zwischen dem beschaulichen Leben in Binz und dem eher kriminellen Leben in Berlin. Hast du die ersten beiden Bücher noch nicht gelesen, dann beginne bitte mit dem ersten Buch, denn ohne Vorwissen wirst du vermutlich nicht so ein schönes Lesevergnügen haben, wie ich es hatte, weil einfach Zusammenhänge fehlen.

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Meine Meinung: Was für eine geniale Trilogie und was für ein nervenaufreibendes Finale. Ich habe nicht geglaubt, dass Caren Benedikt ihren Band Eins und Zwei noch übertrumpfen kann. Aber sie konnte. Ich war wieder von der ersten bis zur letzten Seite dermaßen gefangen, dass ich am liebsten das ganze Buch in einem Rutsch durchgelesen hätte. Die Autorin überraschte mich wieder mit unglaublichen Wendungen und zwischendurch habe ich wirklich aufgehört zu Atmen. Die Spannung wurde so groß, dass mich in dem Moment keiner hätte stören dürfen. Unglaublich, was Caren Benedikt ihren Lesern antun kann (natürlich im positiven Sinne). Aber genau das macht für mich ein 5-Sterne-Buch aus. 5 Sterne bedeuten für mich ein Buch, welches vor Spannung geladen ist, was einen unglaublichen Schreibstil hat und wo man das Gefühl hat, mit den Charakteren zu leiden, sich aber auch zu freuen. Bei einer Trilogie muss ich am Ende das Gefühl haben, mir wichtige Personen zu verlieren. Genau das zeichnet für mich eine gute Autorin oder einen guten Autor aus und Caren Benedikt hat all das geschafft. Ein wahrer Lesegenuss und egal was Caren Benedikt bzw. Ellin Carsta veröffentlicht, ich lass mir kein Buch von ihr entgehen. Somit eine klare Leseempfehlung für diese Trilogie.

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Nachdem ich die beiden ersten Teile dieser Trilogie gelesen habe, wollte ich natürlich auch das Ende der Familiensaga erfahren. Beschreibung des Buches: „Das Grand Hotel – Die der Brandung trotzen“ ist 2022 bei Blanvalet in der Verlagsgruppe Random House als Taschenbuch mit 412 Seiten erschienen. Auf dem Cover zeigt sich das Hotel in Binz mit einem grün leuchtenden Himmel. Kurze Zusammenfassung: Die Familiensaga um die Familie von Bernadette von Plesow endet hier mit dem Spätsommer 1925. Constantin wird des Mordes angeklagt. Bernadette reist von Binz nach Berlin, um ihrem Sohn beizustehen, während sich Tochter Josephine um das Grand Hotel auf Binz kümmert. Mein Leseeindruck: Die Schauplätze als auch der Blick auf die Protagonisten wechseln von Kapitel zu Kapitel. Erlebt man hautnah die Gerichtsverhandlung mit, so ist man im nächsten Kapitel wieder an der Ostsee und hat einen Blick auf Josephines Leben. Während sich Josephine um die Zwillinge ihrer Schwägerin und Witwe ihres Bruders Alexander kümmert, hat diese, Margrit, doch so ganz andere Zukunftspläne geschmiedet als ein Familienleben. Bei jedem weiteren Kapitel kann man gespannt sein, wie sich die einzelnen Familienmitglieder weiter entwickeln – bis hin zum spektakulären Ende. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, die Schauplätze sehr gut beschrieben, so dass man sich gut in die Szenen hineinversetzen kann. Das Leben in den 1920er Jahren in Berlin und auf Rügen kann man hier recht gut nachvollziehen, sei es anhand der Kleidung der Protagonisten als auch aufgrund der guten Beschreibungen der Örtlichkeiten. Obwohl Bernadette die Hauptperson in dieser Trilogie ist, bekommen doch ziemlich viele weitere Protagonisten ihren Auftritt und ihr ganz persönliches Kapitel. Es ist eben eine Familiensage, die natürlicherweise auch Liebe, Intrigen und Familienzwist zum als Themen hat. Fazit: Ein spektakuläres Finale dieser Familiensaga, die kurzweilig als auch spannend ist - besonders für Rügen-Urlauber eine schöne Urlaubslektüre.

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Meine Meinung Hierbei handelt es sich ja um den 3. und finalen Teil der Trilogie. Meine Empfehlung ist daher, die Bände der Reihe nach zu lesen oder zu hören. Ich habe die Trilogie ja von Anfang an verfolgt und die beiden ersten Teile direkt nach Erscheinen gelesen und gehört und habe mich daher sehr auf das Finale gefreut. Der Einstieg ist mir auch direkt wieder sehr leicht gefallen. Man kehrt noch ein letztes Mal zurück zur Familie von Plesow mit ihren Hotels in Binz und Berlin. Bernadette träumt davon, auch ihren 3. Sohn durch Tod zu verlieren. Constantin wartet hingegen auf seinen Gerichtsprozess … In diesem letzten Teil passiert wieder Einiges, darauf möchte ich jetzt aber nicht weiter eingehen. Mich konnte auch dieser letzte Teil wieder fesseln und begeistern von Anfang bis Ende. Zum Ende hin war es zwar etwas vorhersehbar, aber das hat mich nicht gestört. Alles in allem kann ich für diesen finalen Teil, aber auch für die komplette Trilogie, eine absolute Lese- und Hörempfehlung mit 4,5 Sternen aussprechen. Hoffentlich gibt es bald Nachschub von der Autorin. 4,5 von 5 Sternen Cover, Buchdetails und Klappentext: ©Blanvalet Verlag Infos zur Autorin: ©Blanvalet Verlag Rezension: ©lenisveasbücherwelt Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt

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Oh, wie schade, nun ist sie zu Ende, die Trilogie um Bernadette von Plesow und ihre Familie in Binz auf Rügen und in Berlin. Wie immer bilden die beiden Schauplätze Gegensätze, die krasser kaum sein könnten. Während das Energiebündel Josephine von Plesow an ihren Plänen für ein neues Hotel D’Art in Binz feilt, hat Bernadettes Sohn Konstantin ganz andere Sorgen. Er muss beweisen, dass er den Mord, wegen dem er vor Gericht steht, nicht begangen hat. Seine Mutter reist zu seiner Unterstützung nach Berlin und trifft dort auch auf Margret, die Frau ihres verstorbenen Sohns Alexander, die sich auf braunen Pfaden zu bewegen scheint … Schnell war ich wieder drin in dieser wunderbaren Geschichte und es war mir eine Freude, alte Bekannte wie Hauptmann Winkler, Major Götz Wilhelm, Herrn Nolte und viele mehr, wieder zu treffen. Anne Moll verzaubert mit ihrer Stimme und schafft somit eine Atmosphäre, als wäre man als Hörer live dabei. Das Ende verschaffte mir Gänsehaut und trieb mir ein paar Tränen in die Augen. Das Büro Make-Up musste direkt nochmal neu aufgetragen werden. Von mir gibt es mit fünf Sternen natürlich die volle Punktzahl und eine absolute Empfehlung, die Reihenfolge sollte jedoch unbedingt eingehalten werden!

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Dies ist nun der spannende – leider letzte Teil – einer großartigen Familiensaga, in der uns die Autorin Caren Benedikt (hinter diesem Pseudonym steckt die Autorin Petra Mattfeldt) in das elegante Grand Hotel an der Ostsee entführt. Natürlich machen wir auch dieses Mal einen Abstecher nach Berlin. Der Inhalt: Bernadette von Plesow, Inhaberin des feudalen Grand Hotel in Binz auf Rügen, hatte einen Traum: Sie sah ihren Sohn Constantin vor sich, der vor ihren Augen stirbt. Sie weiß, es war nur ein Traum, aber sie macht sich große Sorgen. Constantin hat sich mit der Unterwelt angelegt und befindet sich zurzeit im Gefängnis, wo er auf seinen Prozess wartet. Sogar die Todesstrafe könnte ihn erwarten. Natürlich muss Bernadette etwas tun, sonst wäre sie nicht die Frau, die sie ist. Während ihre Tochter Josephine das Grand führt, versucht Bernadette alles, um ihren Sohn einen Freispruch zu garantieren. Dabei kommt sie der Unterwelt gefährlich nah und verärgert einen äußerst gefährlichen Mann. Wow! Was für ein grandioser Abschluss, in meinen Augen ein Meisterwerk. Während des Lesens stand ich ständig unter Strom und auch jetzt nach Beendigung des Buches habe ich feuchte Augen, so berührt hat mich das Ende dieses Buches. Der Schreibstil der Autorin ist einfach gigantisch. Durch sie erwacht die Geschichte vor meinem inneren Auge zum Leben. Die von Plesows sind mir im Laufe der Zeit schon bestens vertraut und habe mit der außergewöhnlichen Familie schon viele Höhen und Tiefen, sowie so manchen tragischen Schicksalsschlag erlebt. Josephine hat sich zu einer bemerkenswerten jungen Frau entwickelt, die nun genau weiß was sie will. Ihr Palais, das sie in Binz renoviert, soll etwas ganz besonderes werden. Was mich besonders freut, dass von ihrer Mutter unterstützt wird. Doch nun kämpft Bernadette um ihren Sohn Constantin und fährt nach Berlin um ihren Sohn vor dem Gefängnis zu retten. Hier tauchen wir in das nostalgische Berlin der 30er Jahre ein. Und hier wächst Bernadette, die mir im Laufe der Zeit ans Herz gewachsen ist, über sich selbst hinaus und dass, obwohl sie von dem wahren Leben und den Geheimnisses ihres Sohnes keine Ahnung hatte. Durch ihre Aktivitäten begibt sich aber dadurch in große Gefahr. Doch Gott sei Dank bekommt sie Unterstützung von guten Freunden, doch im Umfeld des verruchten Varietes geht man über Leichen. Noch jetzt habe ich Gänsehautfeeling, wenn ich mir gewisse Szenen vor Augen führe. Ich stand beim Lesen dieser herausragenden Lektüre ständig unter Strom und wurde immer wieder von zahlreichen Emotionen übermannt. Eine fantastische Lektüre – ein absolutes Lesehighlight, das ich regelrecht verschlungen habe. Für mich war und ist Bernadette einfach der Fels in der Brandung. Auch das Cover ist ein echter Hingucker. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre gerne 5 Sterne.

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Bernadette von Plesow lässt die Verhaftung ihres Sohnes keine Ruhe. Constantin, der den Berliner Ringverein leitet, soll einen Kontrahenten umgebracht haben und jetzt dafür evtl. zum Tode verurteilt werden. Also fährt sie nach Berlin, um dem Prozess beizuwohnen und seinem Anwalt auf die Finger zu schauen. Bei der Gelegenheit sucht sie auch nach Margrit, der Witwe ihres Sohnes Alexander. Die hat ihre kleinen Zwillingssöhne in Binz zurückgelassen, um sich für die NSDAP zu engagieren und der in ihren Augen übermächtigen Bernadett zu entkommen. „Sie würde aus dem Schatten ihrer Schwiegermutter heraustreten, wie sie es längst hätte tun sollen, und in Berlin ihren eigenen Weg einschlagen.“ (S. 79) Auch Maria, Constantins heimliche Geliebte und die Hausdame seines Hotels, sorgt sich um ihn. Als er kurz vor dem Prozess spurlos verschwindet, bekommt sie es mit der Angst zu tun – wurde Constantin „nur“ entführt oder von einem Kontrahenten ermordet? Bernadettes Tochter Josephine bleibt derweil in Binz, um sich um Margrits Söhne zu kümmern und die Renovierung des Palais voranzutreiben, das Bernadette von ihrem verstorbenen Geliebten geerbt hat. Josephine will es in eine Künstlerhotel umwandeln und bekommt dabei unerwartet Hilfe von ihrem alten Freund Friedrich. Der letzte Band der Reihe dreht sich vorwiegend um Constantin. Im Geschäft wirkt er genauso hart und unnachgiebig wie seine Mutter und eigentlich sollte man ihn als Leser wahrscheinlich unsympathisch finden und für seine Taten verachten, aber durch seine Liebe zu Marie und den Umgang mit seinen Untergebenen bleibt er trotz allem menschlich. Bernadette hat keine Illusionen, wohin er sich entwickelt hat und womit er sein Geld verdient. „Ihr Sohn war ein skrupelloser Gangster geworden, dem jedes Mittel recht war, um seine Ziele zu erreichen.“ (S. 14) Aber sie liebt ihn trotzdem. Um ihn freizubekommen, ist ihr jedes Mittel recht – auch ein unsauberer Deal. „Sie erledigen die schmutzigen Geschäfte und ich die sauberen. Am Ende bekommt jeder seinen Anteil und alle sind glücklich.“ (S. 238) Bernadett läuft zur Hochform auf und beweist, dass sie nicht umsonst seit Jahren die uneingeschränkte Chefin des Grand Hotels ist. Auch der Erzählstrang um Margrit hat mir sehr gut gefallen. Sie glaubt fest an die Ziele und Zukunft der NSDAP. Ihr nächster Ehemann soll unbedingt aus deren Führungsriege kommen – dafür hat sie einen Großteil ihres Erbes investiert. Geschickt laviert sie um alle Hindernisse, bis Bernadette bei ihr auftaucht … „Die der Brandung trotzen“ ist der würdige Abschluss der Grand-Hotel-Saga, in dem Caren Benedikt noch einmal alle Akteure auftreten lässt, lose Fäden verknüpft und offene Handlungsstränge beendet. Wie schon in den ersten beiden Bänden schreibt sie extrem spannend und mitreißend. Einmal angefangen, kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Ich bin schon sehr gespannt, wohin uns die Autorin als nächstes entführt.

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