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Rezensionen zu
Fleckenverlauf

Terézia Mora

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Terézia Moras „Das Ungeheuer“ gehört zu den ganz, ganz wenigen Büchern, die ich zwei Mal gelesen habe – zuerst für sich stehend, kurz nachdem sie dafür den Deutschen Buchpreis erhalten hat, und einige Jahre später dann nochmal, zusammen mit den anderen beiden Teilen der großartigen Kopp-Trilogie. Das spricht vielleicht schon für sich. „Fleckenverlauf. Ein Tage- und Arbeitsbuch“ ist 2021 deshalb eines der Bücher gewesen, auf die ich mich am meisten gefreut habe. Sieben Jahre lang hat Mora ihre Gedanken und Beobachtungen, aber auch Gefühle in einem (nicht öffentlich einsehbaren) Blog veröffentlicht – von ihrem 43. bis zu ihrem 50. Geburtstag. Ein Teil davon wurde nun in „Fleckenverlauf“ veröffentlicht. Ideen und Notizen für spätere Werke spielen eine große Rolle in diesen Aufzeichnungen – somit war die Lektüre auch eine Reise zurück zu den Büchern, die ich von Mora bereits gelesen habe (und große Lust bekommen habe sie noch ein zweites bzw. drittes Mal zu lesen). So tiefe und interessante Einblicke in die Arbeit einer Autorin und Übersetzerin habe ich zudem bisher nicht erhalten. Mora erzählt in „Fleckenverlauf“ – zum ersten Mal – aber auch sehr persönlich von sich: von ihren Sorgen (v.a. gesundheitlichen), von ihrem Alltag, ihrer eigenen Lektüre und von den Glücksmomenten, die sie bewusst sucht und notiert. Und obwohl man gut mitfühlen kann, warum sie die sieben Jahre als „die härteste Zwischenzeit“ bezeichnet, hat „Fleckenverlauf“ eine ganz eigene, stille, zarte Freude, eine Art melancholisches Glücksgefühl in mir ausgelöst, das lange angehalten hat – wie auch schon bei ihren anderen Büchern. Terézia Mora zu lesen (und auch sprechen zu hören – ihre Lesungen sind für mich die allerbesten) fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause kommen.

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