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Rezensionen zu
1984

George Orwell

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Für mich war dies ein Re-Read, denn als Jugendliche habe ich das Buch bereits einmal gelesen. Das war damals die Ausgabe von 1976 in der Übersetzung von Kurt Wagenbeil. Leider habe ich das Buch damals verliehen und nie zurück bekommen, sonst hätte ich nun gut vergleichen können. Jetzt, 45 Jahre später, liegt mir eine neue Übersetzung von Jan Strümpel vor. Aber es ist erstaunlich, wie lange das nun her ist und wie präsent mir die Geschichte doch noch war. Die Dystopie um einen totalitären Staat mit dem Protagonisten Winston Smith hat mich damals bereits gefesselt, und ich muss sagen, auch heute ist die Attraktivität ungebrochen. Die Geschichte selbst ist vermutlich allseits bekannt. Was mich daran so fasziniert, ist der Umstand, dass George Orwell diese Dystopie bereits in den Jahren 1946 bis 1948 geschrieben hat. Damals, so kurz nach dem Krieg, flossen vermutlich viele Eindrücke aus dem 3. Reich mit in diese Geschichte ein, so in dem Sinn, was wäre passiert, wenn sich das damalige Regime länger hätte halten können bzw. womöglich den Krieg gewonnen hätte. 1976 lag für mich als junger Mensch das Jahr 1984 noch in weiter Ferne, denn damals waren acht Jahre für mich eine kleine Ewigkeit, in der viel passieren konnte. Ich habe mir damals schon Gedanken gemacht, inwieweit die dystopischen Gedanken womöglich irgendwann real werden könnten. Heute, da wir das Jahr 1984 lange hinter uns gelassen haben, erschreckt mich die Brisanz der Geschichte. Vieles, was damals der Phantasie des Autors entsprungen ist, sieht man heute in einem ganz anderen Licht. So manches ist erschreckend real. Ich kann mich zwar noch an die Handlung erinnern, aber nicht mehr allzu gut an den Schreibstil der mir damals vorliegenden Übersetzung. Als ich nun die neue Ausgabe gelesen habe, kam mir der Stil moderner und sachlicher vor. Ich kann nicht sagen, ob die Übersetzung wirklich so anders ist, denn mit den Jahren ändert sich ja oft der Lesegeschmack, und man betrachtet vieles mit anderen Augen. Es ist keine einfache Lektüre, und die Atmosphäre im ganzen Buch hat für mich etwas Erschreckendes. Da werden Menschen zu einer Nummer, und Privatleben, Gefühle oder persönliche Gedanken sind quasi Fremdwörter. Vieles darf nicht mehr ausgesprochen werden, und die einzelnen Personen kommen mir nicht wirklich nahe, denn in dem Umfeld, in dem sie leben, haben sie ihre persönlichen Regungen weitgehend abgelegt. Aber auch nach all den Jahren kann ich nur sagen, es ist ein gutes und brisantes Buch, denn es zeigt ein Leben und Situationen auf, die wir alle so nicht haben wollen. In manchen Punkten ist das für unsere heutige Gesellschaft eine Gratwanderung, denn nur allzu schnell kann eine Linie in der falschen Richtung überschritten werden. Bücher wie dieses sind bedeutsam, denn 1984 zeigt uns die Macht der Gedanken und Gefühle und was passieren kann, wenn man das kritische Denken einfach aufgibt. Die optische Gestaltung dieser neuen Ausgabe gefällt mir übrigens richtig gut. Die eher strenge grafische Gestaltung des Umschlags passt perfekt zur Geschichte. Der Anaconda Verlag hat wirklich ein gutes Händchen, Klassiker gekonnt in Szene zu setzen.

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1949 hat Georg Orwell seinen Roman „1984“ geschrieben und im Jahr 2021 ist das Werk Allgemeingut geworden, so dass in einer Vielzahl an Verlagen eine Neuübersetzung erschienen ist. Die vorliegende Version stammt aus dem Anaconda Verlag und ist 400 Seiten dick. Der Inhalt sollte inzwischen hinlänglich bekannt sein. Die Frage ist daher vor allem, ob die Geschichte über den im Staatsdienst stehenden Winston Smith auch nach über 70 Jahren noch immer aktuell ist? Und diese Frage kann eindeutig mit Ja beantwortet werden! Denn heutzutage muss nur ein Blick in die Weltpolitik geworfen werden, um zu erkennen, dass „1984“ nichts von seiner Aktualität verloren hat, schließlich gibt es inzwischen tatsächlich technologiebasierte Staatsüberwachungssysteme und die Anzahl der autokratisch geführten Staaten scheinen gefühlt zuzunehmen. Insbesondere aufgrund der fortschreitenden Technologieentwicklung scheint der Roman momentan so aktuell wie noch nie zuvor zu sein. So gibt es eine eindeutige Empfehlung diesen Roman zu lesen. Die Neuübersetzung ist gelungen und liest sich flüssig. Und die Geschichte hat in all den Jahren nichts von seiner beklemmenden Wirkung verloren. Wer das Buch bisher noch nicht gelesen hat, sollte nicht weiter zögern es zu lesen. Es bildet und hilft zu verstehen. Ein Werk, das Jahrzehnte überstanden hat und vermutlich noch Jahrhunderte überstehen wird.

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1984 - George Orwell Lange hatte ich dieses Buch schon auf dem Sub. Zwar in einer anderen Ausgabe, aber es war da und lange wollte ich es lesen. Warum auch immer hat es mich dennoch immer etwas abgeschreckt. Ich war bis vor kurzem niemand der gerne Klassiker gelesen hat. Hauptgrund war ehrlicherweise die Sprache. Ich dachte immer es sei zu anstrengend. Zu altbacken. Hatte Angst es womöglich nicht mal wirklich zu verstehen. Warum ich das auch bei 1984 dachte ist mir im Nachhinein schleierhaft, ist es doch erst 1949 geschrieben worden. Jedenfalls möchte ich alle beruhigen. Die Sprache ist absolut eingängig und flüssig zu lesen. Die Neuübersetzung eher modern gehalten ohne meiner Meinung nach dem Original eingebüßt zu haben. Hierfür habe ich lediglich die erste Seite verglichen. Deswegen ist dieser Eindruck natürlich nicht vollständig. Ich persönlich mochte die Geschichte sehr, wenngleich sie doch eine unfassbar beklemmende Atmosphäre schafft, die auch nicht nachlässt. Das muss man mögen. Gerade in der aktuellen Situation. Fröhlichkeit kommt hier bestimmt nicht auf. Schlussendlich habe ich hier bekommen was ich auch erwartet habe. Eine klassische Dystopie die erschreckende Parallelen zur heutigen Zeit aufweist, die nachdenklich macht. Ebenfalls eine unfassbar große Rolle spielt auch die Sprache. Und was für einen Einfluss sie auf die Gesellschaft und ihre Denkweise hat. Das hat mir besonders gefallen. Wer allerdings zart beseitet ist, dem sei gesagt, dass es streckenweise auch sehr grausame Textstellen gibt, wo ich wirklich mehrfach schlucken musste. Ein wichtiges Buch! Und eine grandiose Umsetzung durch Herrn Orwell, der leider kurz nach der Veröffentlichung 1950 verstarb.

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London, 1984: Die Partei herrscht über den Superstaat Ozeanien. Ihre Grundsätze lauten: Krieg ist Frieden Freiheit ist Sklaverei Unkenntnis ist Stärke Winston Smith, der als Geschichtsfälscher im Ministerium für Wahrheit arbeitet, erscheinen die Grundsätze der Partei widersprüchlich, doch sie nur anzuzweifeln wäre schon ein Gedankenverbrechen. Dennoch will er nach Antworten suchen und sich dem Widerstand anschließen - ein gefährliches Unterfangen. Der Roman ist in drei Teile untergliedert: In Teil 1 wird dem/der LeserIn Orwells erschaffene Welt vorgestellt - die Organisation des Staates wird dabei sehr ausführlich beschrieben. Teil 2 widmet sich hauptsächlich einer Liebesbeziehung, während Teil 3 den Höhepunkt der Geschichte darstellt und die Macht des Staates unterstreicht. Die ausführlichen Beschreibungen ermöglichen einerseits eine genaue Vorstellung der dystopischen Welt - dieses Bild ist sehr erschreckend, beängstigend und (auch heute noch) erstaunlich aktuell. Andererseits sind die detaillierten Schilderungen teils mühselig zu lesen, weil sie äußerst langwierig sind. Die eingebaute Liebesgeschichte sorgt für etwas mehr Spannung, welche sonst nicht stark ausgeprägt ist. Während die Handlung in Teil 1 nur schleppend vorangeht, passiert in Teil 2 und 3 deutlich mehr. Aber in diesem Buch sind die Geschehnisse selbst gar nicht so zentral - es geht in erster Linie um den totalitären Staat und dessen Macht. Winston ist als Protagonist gut gewählt und vor allem nahbar. Durch seine Gedanken und Erfahrungen wird den LeserInnen eine sehr wichtige Perspektive eröffnet. Insgesamt handelt es sich bei diesem Roman um ein beeindruckendes und erschütterndes Werk, welches nicht an Aktualität verliert - jedoch sollte man sich viel Zeit dafür nehmen, da es keine einfache Lektüre ist.

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1984 ist schockierend, angsteinflößend, gleichzeitig ist es aber auch spannend und regt zum Denken an. George Orwell kreiert einen totalitären Staat, in dem man niemanden trauen kann. Nichts ist wie es scheint. 1984 stand schon länger auf meiner Leseliste, da es, wie ich finde, zu den Klassikern gehört, die man einfach gelesen haben muss. Denn die Thematik des Buches ist aktueller denn je: Was ist Vergangenheit? Wie war die Vergangenheit? Und was ist wirklich passiert? In einer Welt in der Digitalisierung schneller denn je voranschreitet, in der Fake News von diversen Präsidenten als Wahrheit deklariert werden und in der Diktatoren leben und ihre Macht ausüben, ohne Angst, dass sie gestürzt werden können. So ist die heutige Welt – und leider teilweise vergleichbar mit 1984.Orwell schrieb 1984 bereits im Jahr 1949. In seinem Buch beschreibt er, wie er sich die Welt im Jahr 1984 vorstellt. Und tatsächlich gibt es leider einige Parallelen zu heute. Erschreckend, angsteinflößend und doch ein wahres Meisterwerk! Trotz einiger Längen eine absolute Leseempfehlung von mir!

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1984 von George Orwell London, 1984: Winston Smith ist als Geschichtsfälscher im Staatsdienst angestellt. Tag für Tag versieht er seinen Dienst, so, wie die Partei es für ihn vorgesehen hat. Nur keine Abweichungen und keine Handlung, die den Ansichten „der Partei“ entgegensteht. Ganz der brave Funktionär. Durch Zufall entdeckt er eines Tages in einem kleinen Antikladen ein wunderschönes Tagebuch, und er beginnt, seine eigenen und „bösen“ Gedanken in dem Buch zu notieren. Immer in dem Wissen, dass bei Fund dieser Aufzeichnungen sein Leben in Gefahr ist. Denn Denken und Kritik sind verboten. Eines Tages verliebt er sich in die schöne und geheimnisvolle Julia. Julia, nach außen hin perfektes Mitglied der Partei, Organisatorin von Funktionslagern und stets parteikonform, entpuppt sich als Rebellin im Geiste. Gemeinsam beginnen sie, die totalitäre Welt infrage zu stellen, als Teil derer sie bisher funktioniert haben. Doch bereits ihre Gedanken sind Verbrechen, und der Große Bruder richtet seinen stets wachsamen Blick auf jeden potenziellen Dissidenten. George Orwells Vision eines totalitären Staats, in dem Cyberüberwachung, Geschichtsrevisionismus und Gedankenpolizei den Alltag gläserner Bürger bestimmen, hat wie keine andere Dystopie bis heute nur an Brisanz gewonnen. Neben Orwells Farm der Tiere ist „1984“ eines der meist gelesenen Bücher. Nicht zuletzt, weil gerade in der heutigen Zeit immer wieder Parallelen zu unserem heutigen Leben gezogen werden und in Teilen erschreckend real geworden sind. Ein Leben voller Überwachung in einer totalitären Gesellschaft, immer beobachtet von Staatseinrichtungen und der faktischen Einschränkung der freien Meinungsäußerung und der Ordnung der eigenen Gedanken. Ich habe das Buch vor Jahren in der Schule gelesen und konnte damals wenig anfangen. Beim erneuten Lesen als Erwachsene begriff ich, wie gefährdet unsere Freiheit tatsächlich ist. Dieses Buch ist erstmals am 08. Juni 1984 erschienen und hat bis heute nichts von seiner Brisanz verloren. Immer wieder ist es Mittelpunkt von Zitaten und in der aktuellen Pandemie und der Einschränkungen der Grundrechte ganz besonders als mahnendes Beispiel zu betrachten. Ein erschreckendes Buch und absolut faszinierend. Ein Klassiker der Weltliteratur, was wirklich jeder Mensch gelesen haben muss.

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Einer der Literaturklassiker, dessen Elemente vielfach adaptiert wurden. Meine erste Begegnung mit "1984" hatte ich als Kind tatsächlich in Form einer Geschichte im Lustigen Taschenbuch Nr. 181 "Der Traum vom großen Onkel". Höchste Zeit also, den Klassiker auch mal in seiner ursprünglichen Form zu lesen. Die in der Reihe "Klassiker zum kleinen Preis" erschienene Neuübersetzung ist optisch bereits ein kleiner Bücherschatz: hochwertig gebunden mit Schutzumschlag und auch das Papier ist von sehr guter Qualität. Der Erzählstil ist zwar leicht verständlich, an die neu eingeführte Sprache "Neusprech", die die Alltagssprache "Altsprech" ersetzen soll, muss man sich allerding erst einmal gewöhnen. Das Gegenteil von gut ist ungut, die Steigerungen von gut sind plusgut bzw. doppelplusgut. Auch werden Wörter umgedeutet, was zeigt, wie sehr der Staat in das Leben und sogar in die Gedanken seiner Bürger eingreift. Die Atmosphäre ist düster und bedrückend. George Orwell zeichnet die erschreckende Vision eines totalitären Staats, in dem Gedankenpolizei, Überwachung und Angst vor der Obrigkeit allgegenwärtig sind und das karge Leben der Bürger bestimmen. Eine alternative Realität oder gar Zukunftsvision? Es ist eine erschreckende Welt in der die Arbeiterklasse mit Absicht dumm gehalten und jegliche Aktivität per Teleschirm oder Mikrophon überwacht wird. Privatsphäre gibt es nicht, denn der große Bruder sieht alles. Die Schilderungen und Denkweisen stimmen nicht nur kurzzeitig nachdenklich, sondern bleiben im Gedächtnis. "1984" wäre sogar eine Schullektüre, die ich beispielsweise in Politik/Sozialwissenschaften gerne gelesen hätte. Ein moderner Klassiker, dessen Züge erschreckend Parallelen zum Heute zeigen: Personenkult, Abhängigkeit, totale Überwachung, Gehirnwäsche, gläserne Bürger. Eine düstere und bedrückende Dystopie, die jeder gelesen haben sollte.

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"1984" ist fraglos ein Klassiker den man gelesen haben muss. Als eine der ersten Dystopien, hat dieses Buch für viele folgenden den Ton angegeben und sogar in unseren Alltag sind viele Begriffe daraus eingeflossen. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass der Anaconda Verlag nun eine so passend gestaltete Neuauflage herausgegeben hat. Zu der Geschichte muss ich denke ich nicht viel sagen, die kennt sicher jeder, mehr oder weniger. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, den will ich hier gleich vorwarnen: es ist auf jeden Fall keine angenehme oder spannende Lektüre. Was man hier vor allem findet sind tiefgründige politische Betrachtungen. Dafür sind diese umso lehrreicher und ich denke man kann vieles daraus als Warnung und Lehren für moderne politische Entwicklungen mitnehmen. Genau aus diesem Grund wird "1984" meiner Meinung nach auch nie an Aktualität verlieren. Leider hat diese Anaconda Klassiker Ausgabe keine Anmerkungen oder Erläuterungen des Übersetzers, obwohl dies meiner Meinung nach gerade hier angebracht gewesen wäre, da wie schon erwähnt so viele Begriffe daraus in den modernen Wortschatz übernommen wurden und besonders für die politischen Ausführungen Querverweise hilfreich gewesen wären.

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