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Rezensionen zu
1984

George Orwell

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1984 war für mich streckenweise wirklich sehr erschreckend und bedrückend zu lesen! Wenn man bedenkt, wie alt diese Geschichte schon ist und doch auch wieder so verdammt aktuell. London 1984 die Partei herrscht über den Superstaat Ozeanien und der Begriff Überwachungsstaat bekommt eine neue Bedeutung! Der Geschichtsfälscher Wilson Smith arbeitet im Ministerium für Wahrheit. Als er die schöne Julia kennen lernt, beginnt er die Grundsätze der Partie zu hinterfragen und anzuzweifeln, was ein Gedankenverbrechen gleich kommt. Das Buch ist in 3 Teile gesplittet. Im ersten Teil führt uns Orwell in eine neue Welt, der zweite Teil dreht sich um Wilson und Julia und der dritte Teil ist das Highlight!! Mich hat der zweite Teil etwas gelangweilt und hat etwas Durchhaltevermögen verlangt, aber nichts desto trotz ist es ein toller klassischer Roman, den jede Leseratte gelesen haben sollte!! Von mir gibt's also eine Leseempfehlung und 4,5/⭐⭐⭐⭐⭐!!

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Wer gerne liest, sollte zu diesem Buch greifen. Wer nicht gerne liest, sollte sich zumindest "Farm der Tiere" ansehen, das ähnliche Themen adressiert, aber nur etwa halb so dick ist. Nun aber back to 1984: ⁉️Welches Buch hat euch zuletzt richtig gefordert? Eure Hirnzellen angeregt und euch zum intensiven Nachdenken gebracht? Bei mir war das dieser Klassiker, der mich recht verwirrt und sprachlos zurücklässt. Das Bild des totalitären Überwachungsstaates ist gruselig und so so greifbar. Vielleicht ist die Geschichte für uns nur gruselig, weil sich so viel aus Orwells 1948 fertiggestelltem dystopischen Roman bereits bewahrheitet hat. Abgesehen davon fühlt er gesellschaftlichen Strukturen auf den Zahn. Er durchschaut und erklärt Machtverhältnisse und komplexe gesellschaftliche Themen wie Krieg, Politik und Manipulation der Massen wie kein anderer. Besonders angetan haben mir in diesem Buch seine Erläuterungen zu Überwachung, Krieg, Individualität (=Freiheit) vs Gemeinschaft (=Sicherheit) und „Neusprech“, einer Sprache, die aus politischen Gründen künstlich modifiziert wurde. Sie minimiert den Wortschatz, um aufrührerische Gedanken zu verhindern. Denn wenn es keine Worte für Rebellion gibt, können sie auch nicht gedacht werden. Er beweist damit die unschlagbare Kraft von Wörtern. Leider mochte ich den Protagonisten Winston überhaupt nicht. Von Anfang an war mir klar, dass es mit ihm kein besonders gutes Ende nehmen könnte und es war mir egal. Ich sah ihn beim Lesen nur als Tool, das mir die Kernaussagen des Buches näherbringen sollte. Ähnlich verhielt es sich mit seiner Bekannten, Julia. Ich bin mir sicher, dass Orwell genau diesen Eindruck beim Leser erwecken wollte, mir ist nur schleierhaft, weshalb. Vielleicht, um die unausweichbare Situation zu schildern, derer kein Einzelner etwas entgegenzusetzen vermag, egal, wie sehr er rebelliert. Ja, eine gewisse Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung liegt seinen Texten zugrunde, die wegen seines sehr nüchternen Schreibstils aber lange nicht klar zu Geltung kommt. Stellenweise war mir das Buch ein wenig zu langatmig, weshalb ich eher zu seinem zuvor erschienenen „Farm der Tiere“ raten würde, das viele der in „1984“ behandelten Themen bereits aufgriff. Trotzdem wundere ich mich nach wie vor, warum Orwell nicht im deutschen Lehrplan zu finden ist. Seine Werke bieten so viel Raum für Diskussion! 4 Sterne, aber trotzdem eine klare Leseempfehlung!

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Nach 73 Jahren noch immer brandaktuell!

Von: Jasmin (fluesterndewelt)

25.01.2022

Wow. Das ist das erste Wort, dass mir zu diesem Klassiker einfällt. JedeR von uns wird schon von George Orwells Dystopie gehört haben & auch das Gerücht wie aktuell das Buch noch heute sei, obwohl es bereits 1949 erstmalig erschien. Davon wollte ich mich endlich selbst einmal überzeugen. "Big Brother is watching you." Die Geschichte um Winston Smith wird in 3 Teilen erzählt. Im 1. Teil lernen wir den Protagonisten und das Regime kennen, im 2. Teil geht es um eine Verbotene Liebe & der 3. Teil zeigt die unvorstellbare Macht des Staates. Zunächst war ich skeptisch inwiefern ich mich in der Geschichte zurecht finden könnte. Diese Skepsis war allerdings völlig unnötig! Die neue Übersetzung war sehr flüssig zu lesen, dennoch kam ich nicht umhin ein paar Mal inne zu halten um mich etwas mehr in Winston hineinzuversetzen. Währenddessen hinterfragte ich auch immer und immer wieder die Vorgehensweise des Staates. "ᴋʀɪᴇɢ ɪꜱᴛ ꜰʀɪᴇᴅᴇɴ ꜰʀᴇɪʜᴇɪᴛ ɪꜱᴛ ꜱᴋʟᴀᴠᴇʀᴇɪ ᴜɴᴡɪꜱꜱᴇɴʜᴇɪᴛ ɪꜱᴛ ꜱᴛÄʀᴋᴇ" Da ich sehr interessiert an Geschichte bin fielen mir auch sehr schnell Parallelen zur Vergangenheit auf. Dies ist vor Allem im 1. Teil passiert. Unweigerlich fühlte ich mich an Hitler, Stalin oder Mussolini erinnert. Als Beispiel: während früher Nachbarn ihre jüdischen Mitmenschen bei der Gestapo anprangerten - fürchten sich in"1984" die Eltern vor ihren Kindern, welche unter der Gehirnwäsche des großen Bruders aufwachsen. Die Kinder werden zu Kinderhelden, da sie dem Regime treu dienen. Auch ist hier der Krieg allgegenwärtig, wie in der Vergangenheit. Erst im weiteren Verlauf wird die Aktualität des Werkes sichtbar: - Technik ist Fluch und Segen - Sprachlicher Euphemismus - Die wachsende Lücke zwischen Arm und Reich - Fake News Und dies sind nur ein paar Beispiele. "1984" wirkt auch nach dem Beenden des Buches selbst noch deutlich nach. Und ich verstehe nun warum es zu einem nahezu zeitlosen Klassiker in der Sparte der Dystopien wurde. Als George Orwell diesen Roman schrieb, war er sich wohl selbst nicht bewusst darüber wie brandaktuell seine Worte auch im Jahre 2022 noch sein würden! Sollte sich also jemand vornehmen dieses Jahr noch einen Klassiker lesen zu wollen: 1984 ist die beste Wahl hierfür!

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Was für ein Buch!! Eine Dystopie, krass, sehr bedrückend, viele Gedanken anstoßend, konsequent, anspruchsvoll. Geschrieben 1949 - unglaublich, wie Orwell bereits damals einige Entwicklungen und entstehende Problematiken voraussah! Zum Glück ist die beschriebene totalitäre Gesellschaftsordnung nicht Realität. Aber da man doch immer wieder Punkte entdeckt, die einen stutzen machen, regt es sehr zum Nachdenken an. Der Protagonist Winston Smith ist Mitglied der äußeren Partei in Ozeanien und arbeitet als Geschichtsfälscher im Ministerium für Wahrheit. Die Partei und ihr Oberhaupt, der große Bruder, kontrollieren das Leben, die Mimik und möglichst die Gedanken Tag und Nacht. Was ich u.a. mitnehme: die große Bedeutung der Sprache (Neusprech, die Sprache Ozeaniens, wird systematisch so weit reduziert, dass viele Gedankengänge gar nicht mehr möglich sind), die Produktvernichtung durch Kriege (Krieg als Mittel, die Produktivität bei gleichbleibender Armut der Bevölkerung zu steigern, das Produzierte vernichtet der Krieg), die Gedanken sind frei (welchen Widerständen zum Trotz sich die Gedanken nicht unterdrücken lassen, auch wenn in der Geschichte...), jedoch auch, wie manipulierbar der Großteil der Menschen doch ist und wie schnell eine Minderheit als fehlgeleitet betrachtet wird. Spannende, gut zu lesende, jedoch sehr bedrückende Lektüre! Sehr empfehlenswerter Klassiker!

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Für mich war dies ein Re-Read, denn als Jugendliche habe ich das Buch bereits einmal gelesen. Das war damals die Ausgabe von 1976 in der Übersetzung von Kurt Wagenbeil. Leider habe ich das Buch damals verliehen und nie zurück bekommen, sonst hätte ich nun gut vergleichen können. Jetzt, 45 Jahre später, liegt mir eine neue Übersetzung von Jan Strümpel vor. Aber es ist erstaunlich, wie lange das nun her ist und wie präsent mir die Geschichte doch noch war. Die Dystopie um einen totalitären Staat mit dem Protagonisten Winston Smith hat mich damals bereits gefesselt, und ich muss sagen, auch heute ist die Attraktivität ungebrochen. Die Geschichte selbst ist vermutlich allseits bekannt. Was mich daran so fasziniert, ist der Umstand, dass George Orwell diese Dystopie bereits in den Jahren 1946 bis 1948 geschrieben hat. Damals, so kurz nach dem Krieg, flossen vermutlich viele Eindrücke aus dem 3. Reich mit in diese Geschichte ein, so in dem Sinn, was wäre passiert, wenn sich das damalige Regime länger hätte halten können bzw. womöglich den Krieg gewonnen hätte. 1976 lag für mich als junger Mensch das Jahr 1984 noch in weiter Ferne, denn damals waren acht Jahre für mich eine kleine Ewigkeit, in der viel passieren konnte. Ich habe mir damals schon Gedanken gemacht, inwieweit die dystopischen Gedanken womöglich irgendwann real werden könnten. Heute, da wir das Jahr 1984 lange hinter uns gelassen haben, erschreckt mich die Brisanz der Geschichte. Vieles, was damals der Phantasie des Autors entsprungen ist, sieht man heute in einem ganz anderen Licht. So manches ist erschreckend real. Ich kann mich zwar noch an die Handlung erinnern, aber nicht mehr allzu gut an den Schreibstil der mir damals vorliegenden Übersetzung. Als ich nun die neue Ausgabe gelesen habe, kam mir der Stil moderner und sachlicher vor. Ich kann nicht sagen, ob die Übersetzung wirklich so anders ist, denn mit den Jahren ändert sich ja oft der Lesegeschmack, und man betrachtet vieles mit anderen Augen. Es ist keine einfache Lektüre, und die Atmosphäre im ganzen Buch hat für mich etwas Erschreckendes. Da werden Menschen zu einer Nummer, und Privatleben, Gefühle oder persönliche Gedanken sind quasi Fremdwörter. Vieles darf nicht mehr ausgesprochen werden, und die einzelnen Personen kommen mir nicht wirklich nahe, denn in dem Umfeld, in dem sie leben, haben sie ihre persönlichen Regungen weitgehend abgelegt. Aber auch nach all den Jahren kann ich nur sagen, es ist ein gutes und brisantes Buch, denn es zeigt ein Leben und Situationen auf, die wir alle so nicht haben wollen. In manchen Punkten ist das für unsere heutige Gesellschaft eine Gratwanderung, denn nur allzu schnell kann eine Linie in der falschen Richtung überschritten werden. Bücher wie dieses sind bedeutsam, denn 1984 zeigt uns die Macht der Gedanken und Gefühle und was passieren kann, wenn man das kritische Denken einfach aufgibt. Die optische Gestaltung dieser neuen Ausgabe gefällt mir übrigens richtig gut. Die eher strenge grafische Gestaltung des Umschlags passt perfekt zur Geschichte. Der Anaconda Verlag hat wirklich ein gutes Händchen, Klassiker gekonnt in Szene zu setzen.

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1949 hat Georg Orwell seinen Roman „1984“ geschrieben und im Jahr 2021 ist das Werk Allgemeingut geworden, so dass in einer Vielzahl an Verlagen eine Neuübersetzung erschienen ist. Die vorliegende Version stammt aus dem Anaconda Verlag und ist 400 Seiten dick. Der Inhalt sollte inzwischen hinlänglich bekannt sein. Die Frage ist daher vor allem, ob die Geschichte über den im Staatsdienst stehenden Winston Smith auch nach über 70 Jahren noch immer aktuell ist? Und diese Frage kann eindeutig mit Ja beantwortet werden! Denn heutzutage muss nur ein Blick in die Weltpolitik geworfen werden, um zu erkennen, dass „1984“ nichts von seiner Aktualität verloren hat, schließlich gibt es inzwischen tatsächlich technologiebasierte Staatsüberwachungssysteme und die Anzahl der autokratisch geführten Staaten scheinen gefühlt zuzunehmen. Insbesondere aufgrund der fortschreitenden Technologieentwicklung scheint der Roman momentan so aktuell wie noch nie zuvor zu sein. So gibt es eine eindeutige Empfehlung diesen Roman zu lesen. Die Neuübersetzung ist gelungen und liest sich flüssig. Und die Geschichte hat in all den Jahren nichts von seiner beklemmenden Wirkung verloren. Wer das Buch bisher noch nicht gelesen hat, sollte nicht weiter zögern es zu lesen. Es bildet und hilft zu verstehen. Ein Werk, das Jahrzehnte überstanden hat und vermutlich noch Jahrhunderte überstehen wird.

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1984 - George Orwell Lange hatte ich dieses Buch schon auf dem Sub. Zwar in einer anderen Ausgabe, aber es war da und lange wollte ich es lesen. Warum auch immer hat es mich dennoch immer etwas abgeschreckt. Ich war bis vor kurzem niemand der gerne Klassiker gelesen hat. Hauptgrund war ehrlicherweise die Sprache. Ich dachte immer es sei zu anstrengend. Zu altbacken. Hatte Angst es womöglich nicht mal wirklich zu verstehen. Warum ich das auch bei 1984 dachte ist mir im Nachhinein schleierhaft, ist es doch erst 1949 geschrieben worden. Jedenfalls möchte ich alle beruhigen. Die Sprache ist absolut eingängig und flüssig zu lesen. Die Neuübersetzung eher modern gehalten ohne meiner Meinung nach dem Original eingebüßt zu haben. Hierfür habe ich lediglich die erste Seite verglichen. Deswegen ist dieser Eindruck natürlich nicht vollständig. Ich persönlich mochte die Geschichte sehr, wenngleich sie doch eine unfassbar beklemmende Atmosphäre schafft, die auch nicht nachlässt. Das muss man mögen. Gerade in der aktuellen Situation. Fröhlichkeit kommt hier bestimmt nicht auf. Schlussendlich habe ich hier bekommen was ich auch erwartet habe. Eine klassische Dystopie die erschreckende Parallelen zur heutigen Zeit aufweist, die nachdenklich macht. Ebenfalls eine unfassbar große Rolle spielt auch die Sprache. Und was für einen Einfluss sie auf die Gesellschaft und ihre Denkweise hat. Das hat mir besonders gefallen. Wer allerdings zart beseitet ist, dem sei gesagt, dass es streckenweise auch sehr grausame Textstellen gibt, wo ich wirklich mehrfach schlucken musste. Ein wichtiges Buch! Und eine grandiose Umsetzung durch Herrn Orwell, der leider kurz nach der Veröffentlichung 1950 verstarb.

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London, 1984: Die Partei herrscht über den Superstaat Ozeanien. Ihre Grundsätze lauten: Krieg ist Frieden Freiheit ist Sklaverei Unkenntnis ist Stärke Winston Smith, der als Geschichtsfälscher im Ministerium für Wahrheit arbeitet, erscheinen die Grundsätze der Partei widersprüchlich, doch sie nur anzuzweifeln wäre schon ein Gedankenverbrechen. Dennoch will er nach Antworten suchen und sich dem Widerstand anschließen - ein gefährliches Unterfangen. Der Roman ist in drei Teile untergliedert: In Teil 1 wird dem/der LeserIn Orwells erschaffene Welt vorgestellt - die Organisation des Staates wird dabei sehr ausführlich beschrieben. Teil 2 widmet sich hauptsächlich einer Liebesbeziehung, während Teil 3 den Höhepunkt der Geschichte darstellt und die Macht des Staates unterstreicht. Die ausführlichen Beschreibungen ermöglichen einerseits eine genaue Vorstellung der dystopischen Welt - dieses Bild ist sehr erschreckend, beängstigend und (auch heute noch) erstaunlich aktuell. Andererseits sind die detaillierten Schilderungen teils mühselig zu lesen, weil sie äußerst langwierig sind. Die eingebaute Liebesgeschichte sorgt für etwas mehr Spannung, welche sonst nicht stark ausgeprägt ist. Während die Handlung in Teil 1 nur schleppend vorangeht, passiert in Teil 2 und 3 deutlich mehr. Aber in diesem Buch sind die Geschehnisse selbst gar nicht so zentral - es geht in erster Linie um den totalitären Staat und dessen Macht. Winston ist als Protagonist gut gewählt und vor allem nahbar. Durch seine Gedanken und Erfahrungen wird den LeserInnen eine sehr wichtige Perspektive eröffnet. Insgesamt handelt es sich bei diesem Roman um ein beeindruckendes und erschütterndes Werk, welches nicht an Aktualität verliert - jedoch sollte man sich viel Zeit dafür nehmen, da es keine einfache Lektüre ist.

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