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Rezensionen zu
Unzertrennlich

Irvin D. Yalom, Marilyn Yalom

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Nachdem ich „Die Unschuld der Opfer“ von Marilyn Yalom erst kürzlich gelesen und sehr gemocht habe, habe ich mich auch sehr auf ihr letztes Buch gefreut - „Unzertrennlich. Über den Tod und das Leben“, geschrieben zusammen mit ihrem Mann Irvin. Als Marilyn die Diagnose für eine Krankheit die zum Tode führen wird bekommt, beschließen sie und Irv noch ein Buch über ihre Beziehung und ihr Leben zu schreiben. Nach 65-jähriger Ehe stirbt Marilyn im Alter von 87 Jahren noch vor Beendigung des Buches, sodass Irv es alleine zu Ende schreibt. Beide führten eine sehr harmonische und intellektuelle Beziehung. Irv ist ein angesehener Psychotherapeut, emeritierter Professor für Psychiatrie an der Universität Stanford und hat etliche Sachbücher und Romane veröffentlicht. Auch Marilyn hat eine akademische Karriere eingeschlagen. Sie war eine renommierte Kultur- und Literaturwissenschaftlerin, sowie Feministin und Autorin. Das Paar war schon seit Teenagerjahren liiert. In diesem Buch berichten die beiden nun abwechselnd, von ihrer letzten gemeinsamen Zeit nach der Diagnose. Sie erhalten viel Unterstützung von ihren Kindern und Enkelkindern und reden viel über den Tod. Marilyn denkt über aktive Sterbehilfe nach, da dies in Kalifornien erlaubt ist. Für Irv ist dieser Gedanke unvorstellbar, er erwähnt oft wie gerne er Marylin ihre Leiden abnehmen würde, wenn er könnte. Als Therapeut hat er oft Gespräche über (die Angst vor dem) Tod und Trauer geführt und vielen Menschen so geholfen. Als er nun aber selbst mit einer solchen Situation konfrontiert wird, weiß er anfangs trotzdem nicht wie er mit der Trauer und dieser Lebensveränderung umgehen soll. Dieses Buch ist sehr ehrlich, reflektiert und emotional (Taschentücher griffbereit halten!). Mir gefiel die Erzählart sehr gut, daher gibt es eine klare Leseempfehlung. Ein abschließendes Zitat aus dem Buch: „Es ist sehr ermutigend, wenn man weiß, dass selbst, wenn man etwas falsch macht (das heißt menschlich ist), es möglich ist, dies durch Authentizität und Freundlichkeit wieder zurechtzurücken“ (S. 68)

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Liebe bis ans Ende des Lebens. Geliebt werden, selber lieben und zwar bis zum letzten Atemzug. Danach suchen viele und haben auch schon immer danach gesucht. Aber was ist eigentlich, wenn man mal weiter denkt. Selten sterben Partner gemeinsam. Ein Teil des Ganzen bleibt überig, steht in der Welt und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Irvin D. Yalom steht alleine in der Welt. Allerdings kann er sich zusammen mit seiner Frau darauf vorbereiten und man kann auch nicht wirklich sagen, dass er alleine ist. Trotzdem sind Freunde und Kinder kein Ersatz für die Ehefrau, das war ihm schon klar. Wie schmerzhaft sein Verlust ist, darüber schreibt er in seinem neuen Buch. Noch ein paar Worte zum Hintergrund, Irvin und Marilyn waren ein sehr bekanntes Ehepaar. Irvin ist einer der berühmtesten Psychologen und er hat mit seinen Werken viel verändert. Marilyn konnte nicht ganz so gut in den Blick der Öffentlichkeit gelangen, sie war als Kulturwissenschaftlerin und begabte Autorin nur für einen Fachkreis bekannt. Aber das wichtigste ist, die beiden waren 65 Jahre verheiratet. Sie haben sich kennen gelernt, als sie Teenager waren und seitdem nicht ohne einander gelebt. Sie waren nicht immer auch räumlich verbunden, aber trotzdem ständig in Kontakt. Und dann plötzlich, gibt es nur noch Irvin Yalom. Als klar wird, dass Marilyns Krankheit zum Tod führen wird, möchte sie ein letztes Buch schreiben. Sie möchte ein Buch über ihren Alltag als Paar schreiben, über ihr Leben und vor allem über ihr Sterben. Irvin ist wenig begeistert, trotzdem macht er mit. So können wir die beiden begleiten, in den guten Tagen und in den schlechten, genauso wie in den sehr schlechten. Und schon nach viel zu wenig Kapiteln stirbt Marilyn. Ich habe mit Irvin und seiner Familie gehofft, dass doch noch das Wunder kommt, obwohl ich ja schon wusste, dass es nicht kommen wird. Irvin bricht zusammen. Man kann nicht sagen, dass er vom ersten Tag an für ein neues Leben gekämpft hat, aber er hat weiter gemacht. Plötzlich erscheint sein Vernunftsglaube, dass nach dem Tod gar nichts kommt, so abwegig wie noch nie. Sie müssen sich doch wiedersehen. So geht es doch nicht. Oder vielleicht doch? Die Texte in dem Buch sind sehr persönlich, man ist überall fast live dabei. Die Arztgespräche, die Spaziergänge, immer steht man als Leser daneben. Ob das Schreiben wirklich hilfreich war, oder manchmal auch nur extrem schmerzhaft, darüber kann ich nicht urteilen. Fest steht, dass Irvin und Marilyn Yalom es gewagt haben, die großen Liebesromane zu durchbrechen und weiter zu schreiben. Weiter bis zum Tod und darüber hinaus. Es ist das erste Buch dieser Art, das ich lese und ich bin auch jetzt noch sehr beeindruckt, gerührt und trauere nicht unbedingt um diese Frau, aber vor allem um die Liebe der beiden. Weil man eben doch nicht unzertrennlich ist.

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"Trauern ist der Preis, den wir zahlen, wenn wir den Mut haben, andere zu lieben." Wie würdest du dich fühlen, wenn die Person die du liebst unheilbar krank ist und der einzige Ausweg es ist, zu sterben? Nachdem feststand, dass die Krankheit von Marilyn zum Tod führen wird, haben Sie sich dazu entschlossen gemeinsam ein Buch über ihre Lebensgeschichte zu schreiben. Irv ist einer der angesehensten Psychotherapeuten Amerikas und Marilyn ist eine renommierte Kulturwissenschaftlerin und Autorin. Durch die gemeinsame Liebe zu Büchern haben Sie sich kennen und lieben gelernt. Marilyn und Irvin sind seit 65 Jahren verheiratet und gehen zusammen durch dick und dünn, selbst in schweren Zeiten, wie der Krankheit von Marilyn, sind sie für einander da und geben sich gegenseitig halt. Leider konnte Marilyn nicht geheilt werden und der einzige ausweg war es zu sterben. Nach all dem Schmerz und Kummer war es das Buch welches Irv praktisch am Leben gehalten hat. Als hätte Marilyn gewusst wie schwer es Irv fallen würde Sie gehen zu lassen.. Das Buch hat mich auf eine Abendteuerreise der Gefühle mitgenommen. Ich konnte sehr gut nachempfinden wie Irvin und Marilyn sich fühlen. Leider kannte ich bisher noch kein Buch der beiden, trotzdem habe ich das Gefühl als würde ich die beiden persönlich kennen und wäre ein Teil von ihrem schweren Weg gewesen. Was mich am meisten beeidruckt hat, ist der zusammenhalt der beiden die nach 65 gemeinsamen Jahren noch immer wie ein eingespieltes Team agieren und sich so unwiederruflich lieben. Ich danke Irv, dass er nach dem Tod seiner geliebten Frau weiter geschrieben hat und anderen Menschen dadurch Kraft schenkt, indem er weiter macht auch wenn es schwer ist. Unzertrennlich wie der Buchtitel schon sagt passt perfekt auf Irvin und Marilyn. Eine liebe die unendlich ist.

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Über das Leben, den Tod, wahre Liebe und Trauer

Von: _meetmybooks_

27.05.2021

In diesem Buch habe ich 2 neue Menschen kennengelernt, die nach außen, wie ganz berühmte Autoren wirken, aber nein: In diesem Buch schütten sie ihre Seele zwischen den Zeilen aus. Sie erzählen über ihr Leben. Sie scheuen sich nicht davor intime Dinge zu erzählen. Und durch diese Ehrlichkeit und durch das Vertrauen, welches sie ihren Lesern damit vermitteln, haben Irv und Marylin, mich ihnen nahe fühlen lassen. Ihr Schmerz wurde mein Schmerz. Ihre Trauer wurde zu meinen Tränen. Und ihre Liebe wurde zu der meinen. Ich bin ganz ehrlich. Ich möchte solch eine wahre Liebe, wie die von Irv und Marylin finden. Ich möchte geschätzt und geliebt werden, bis zu meinem letzten Atemzug. Ich bewundere die beiden. Ich bewundere ihre Arbeit, ihren Erfolg, ihr soziales Umfeld und vor allem ihre Beziehung. Mich hat es sehr geschmerzt, von der anfangs so optimistischen Marylin Yalom Abschied nehmen zu müssen. Das Buch hat mich fühlen lassen, dass ich sie schon ewig kenne. Umso mehr hat mich ihr Tod niedergeschlagen. Und umso mehr hat mich auch Irvs Leben danach berührt. Zu wissen, dass er bald 90 wird und immer noch mit dem Verlust eines geliebten Menschen zu kämpfen hat, tut mir weh. Seine Trauer ist auch meine Trauer. Diese Liebe war echt. Und letztendlich hatten sie all das, was ich mir auch wünsche. Ich habe auch Angst vor dem Tod und vor dem, was dieser mit meinen Angehörigen anstellt. Dennoch setze ich mich jetzt schon damit auseinander, um besser darauf vorbereitet zu sein. Irv und Marylin sind herzensgute, aufrichtige, inspirierende Menschen. Ich bin ihnen dankbar für ihre Weisheiten. Und vor allem bin ich dankbar für dieses bedeutungsvolle Buch. Ich werde es für immer lieben und schätzen.

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Dieses Buch zu lesen war nicht nur sehr bewegend sondern auch zum Nachdenken anregend. Irvin & Marilyn haben die Kapitel abwechselnd aus ihrer Sicht geschrieben. Beide haben so einen sehr intimen und intensiven Einblick in ihre Gefühls- & Gedankenwelt gegeben. Er hat über seine Sorgen, das Älterwerden, das Loslassen, die Ängste um Marilyn und das alleinige Zurückbleiben sowie seinen schrittweisenden Rückzug seiner Arbeit als Psychotherapeut geschrieben. Marilyn hat über den Verlauf ihrer Erkrankung, die Wirkung und den daraus resultierenden Folgen der Behandlungsmaßnahmen geschrieben. Ebenso über den Wunsch, sich ein selbstbestimmtes Ende zu setzen. Weitere Einblicke sind u.a.: - die Gestaltung des Zusammenlebens in den letzten gemeinsamen Monaten - die Anteilnahme durch Angehörige und zahlreichen Freunden - Rückblicke ihrer Beziehungsgeschichte - die Beschreibung und Reflexion des Alltagslebens von Irvin in den ersten Monaten als Witwer Zwischen all diesen Einblicken spürt man regelrecht die Liebe, Achtung und den gegenseitigen Respekt zueinander. Fazit: Die Geschichte einer großen Liebe die über den Tod hinausgeht. Berührend, bewegend und zum Nachdenken anregend. Eine absolute Leseempfehlung!

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Unzertrennlich

Von: Sina L.

20.05.2021

Dieses Buch ist eins der besten, die ich jemals gelesen habe und gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights. Es geht hier um den Psychotherapeut Irvin und seine wundervolle Frau Marilyn, die Beiden sind seit Ihrem 15 Lebensjahr ein Paar, heute sind sie 88 und 87 und immer noch sehr glücklich miteinander. Allerdings wissen sie, dass ihr Leben sich langsam aber sicher dem Ende zuneigt. Sie beschäftigen sich sehr ausführlich mit dem Tod und erinnern sich gerne an Ihre vergangene Zeit zurück, da sie ein sehr glückliches Leben führten, sie haben vier Kinder und acht Enkelkinder, tolle Karrieren und einen wundervollen Freundeskreis. Spoiler Warnung: Da Marilyn an einem unheilbarem Krebs erkrankt und starke Schmerzen hat, denkt sie oft über Sterbehilfe nach und was danach mit Ihrem geliebten Ehemann passiert. Der Schreibstil dieses Buches ist unglaublich gut, es ist so emotional und echt geschrieben. Es wird über Themen debattiert, die sonst eher vermieden werden und man merkt das Leiden von Marilyn und später von Irvin. Es ist ein so tolles Buch was ich immer wieder gerne zur Hand nehmen werde. Vorallem die psychologischen und poetischen Einflüsse machen es zu etwas ganz besonderem. Eine ganz große Leseemphelung meinerseits.

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Das Liebes- und Ehepaar YALOM verabschiedet sich. Von einander, von einem großen Freundes- und Bekanntenkreis, von der internationalen Fachwelt, von Millionen treuer Leser und Anhänger. Anlass für diesen Abschied ist eine tödliche Krankheit von Marilyn, deren Verlauf und Folgen zunächst von beiden, nach dem Tod dann von Irving alleine beschrieben und reflektiert werden. (Ich benutze im Text die Vornamen, weil es zu der extrem persönlichen Grundfärbung des Buches passt). Der Name Irvin YALOM ist nicht nur in psychotherapeutischen Fachkreisen international bekannt; er hat eine Reihe von Romanen geschrieben, in denen er einem breiten Publikum grundsätzliche Erkenntnisse und Anregungen zu einem erfüllten Leben vermittelt hat. Marilyn hat als feministisch-orientierte Literaturwissenschaftlerin ebenfalls seit Jahrzehnten eine öffentliche Präsenz. Das Paar setzt mit diesem Buch in erster Linie der Beziehung selbst ein Denkmal. Hier haben sich zwei kreative und intellektuelle Persönlichkeiten schon im Jugendalter kennen- und lieben gelernt und es geschafft, sich bis ins hohe Alter auf eine Art zu begleiten, zu fördern, zu inspirieren, die für viele Menschen - sowohl im Umfeld als auch in weiten fachlichen und literarischen Kreisen - zu einem Modell einer Idealbeziehung geworden ist. Das Buch setzt sich aus zahlreichen Facetten zusammen. Es beinhaltet: - eine Art medizinisches Tagebuch über den Verlauf der Erkrankung, die Wirkung und Folgen der Behandlungsmaßnahmen, - einen Einblick in die Gestaltung des Zusammenlebens in den letzten gemeinsamen Monaten, - die Schilderung der Begleitung und Anteilnahme durch die Angehörigen und ein geradezu riesiges soziales Netzwerk, - Rückblicke auf die Beziehungsgeschichte und Stationen eines extrem erfüllten gemeinsamen Lebens, - die Darstellung der inneren Ambivalenz Marilyns zwischen dem Kampf um das Weiterleben (zuletzt mehr für Irving als für sich selbst) und ihrer wachsenden Bereitschaft, dem leidvollen und aussichtslosen Krankheitsprozess ein selbstbestimmtes Ende zu setzen, - eher allgemeine Reflexionen (schwerpunktmäßig von Irvin) über das Alter, die Angst vor dem Tod, die Furcht vor der Einsamkeit des Zurückbleibenden) wobei der Autor zunehmend auch auf eigene frühere Werke zurückgreift), - den schrittweisen Abschied von Irvin von seiner Berufung als Psychotherapeut (als Teil eines deutlich spürbaren Altersabbaus), - die Beschreibung (und Reflexion) des Alltagslebens von Iriving in den ersten Monaten als Witwer). Alle diese Themen sind durchzogen von immer wieder neuen Bekundungen des gegenseitigen Respekts, der gegenseitigen Bewunderung und der geradezu unendlichen gegenseitigen Liebe. Was ließe sich Kritisches sagen zu einem Buch mit solch berührenden, existenziell-bedeutsamen Inhalten? Müsste man nicht einfach nur ergriffen und begeistert sein, weil man an den (Selbst-)Erkenntnissen von solch besonderen Menschen teilhaben darf? Nun, außerhalb des echten Fan-Kreises (der sich ja stärker um Irvin gebildet hat) könnte man schon zu dem Eindruck kommen, dass es vielleicht doch von allem etwas zu viel ist. Einfach eine Schicht zu dick aufgetragen. So wird aus gelungener Liebe ein einzigartiges Monument, aus einer klugen, fürsorglichen und inspirierenden Frau fast eine Heilige, aus guten Sozialbeziehungen geradezu ein Meer von innigen Freundschaften. Es gibt Stellen in diesem Buch, die so persönlich und detailliert sind (Medikamente, einzelne Freundschaftsbeziehungen), dass sie doch eher für ein persönliches Umfeld als für die breite Öffentlichkeit eignen. Die Passagen, in denen Irvin beschreibt, wie hilfreich für ihn das Lesen seiner eigenen literarischen Werke ist, wirkt auch ein wenig selbstverliebt ("wie klug ich doch schon früher war"). Zusammengefasst: Wer YALOM schon lange für sich als Quelle von tiefen Erkenntnissen oder fachlichen Anregungen entdeckt hat oder Interesse an dieser so fruchtbaren Ausnahmebeziehung hat, wird dieses Buch mit großem Genuss und tief bewegt lesen. Auch für diejenigen, die sich mit der partnerschaftlichen Gestaltung des Lebensendes auseinandersetzen, bietet das Buch bedeutsame Anregungen (wenn man sich nicht dadurch irritieren lässt, dass alle Rahmenbedingungen bei den YALOMs so unfassbar optimal sind). Für weniger "betroffene" Leser/innen könnte sicher auch der Eindruck entstehen, dass hier etwas eigentlich sehr Privates sehr öffentlich zelebriert wird. Über das Ende ein (weitgehend) gemeinsames Buch zu schreiben, passt auf diese Personen und diese Beziehung sicher perfekt. Diese Möglichkeit, eigene Ängste und die eigene Verzweiflung in einer solchen Form - geradezu als Selbsttherapie - zu verarbeiten, steht sicherlich nur wenigen Menschen offen.

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Klappentext Irvin D. Yalom, einer der angesehensten Psychotherapeuten Amerikas, wird am 13. Juni 2021 neunzig Jahre alt. Er gilt als Klassiker der existentiellen Psychotherapie, seine Lehrbücher und Romane erscheinen weltweit und erreichen Millionen. Seine Frau Marilyn Yalom, eine renommierte Kulturwissenschaftlerin und Autorin, starb im letzten Herbst nach 65jähriger Ehe. Als klar war, dass ihre Krankheit zum Tode führen würde, begannen beide ein Buch zu schreiben - das am Ende Irvin D. Yalom alleine fertigstellen musste. Es ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe und herausragenden intellektuellen Beziehung. Ein großes Alterswerk, das alle existentiellen Themen berührt, die uns angehen. Meine Meinung Das Cover des Buches gefällt mir wirklich gut. Auch die im Buch enthaltenen Fotos fand ich toll, da man so noch ein besseres Bild von Irvins und Marilyns Leben bekommen hat. Das Buch von Irvin und Marilyn Yalom zu lesen war sehr bewegend und bereichernd. Der Titel des Buches könnte nicht besser passen. Irvin und Marilyn sind wirklich unzertrennlich, auch über den Tod hinaus. Das Buch ist aus der Sicht von Marilyn und Irvin geschrieben, der Sicht der Sterbenden und des Angehörigen sowie letztendlich des Überlebenden. Es war sehr interessant zu lesen, wie zwei Menschen die selbe Situation auffassen, welche Ängste und Sorgen sich das Paar umeinander macht. Die Sicht beider war sehr gut nachvollziehbar – Irvin, der am Leben seiner Frau festhalten möchte und Marilyn, die von ihrem Leiden erlöst werden möchte. Mich haben die Schilderungen der beiden emotional sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Im Buch geht es um viele Themen, die uns alle irgendwann betreffen. Es geht nicht nur um das Sterben, sondern auch um das Älterwerden, das Aufgeben der Arbeit im Alter, das Loslassenmüssen und Sorgen, die man sich am Lebensende macht. Der Schreibstil des Ehepaars Yalom hat mir gut gefallen. Das Buch lässt sich sehr angenehm lesen. Zudem kann man wirklich gut mitfühlen, da beide ihren Gedanken und Gefühlen freien Lauf lassen. Fazit „Unzertrennlich: Über den Tod und das Leben“ ist das bewegende Buch eines unzertrennlichen Paars, das zum Nachdenken anregt. Leseempfehlung!

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