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Rezensionen zu
Böses Blut

Robert Galbraith

Die Cormoran-Strike-Reihe (5)

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Tolle Krimi-Serie

Von: Doris67

02.02.2021

Ich habe vorher keines der Bücher um Cormoran Strike gelesen. Aufgrund des angenehmen Schreibstils findet man sich schnell ein. Spannende fast 1000 Seiten, die mit kürzer vorkamen!

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Dieses Buch - mit stolzen 1200 Seiten - ist mein erstes tausendseitiges im Jahr 2021. Und es ist wirklich gelungen! Ein spannender Roman über einen Fall, der vor 40 Jahren passiert ist. In vielen Fällen bin ich kein Fan von solchen "cold cases", aber in diesem Fall ist es der Autorin wirklich gut gelungen, die Geschichte spannend wieder aufzurollen und nebenher noch eine Menge Inhalte einfließen zu lassen, die mein Schottlandherz höher schlagen lassen. Außerdem zeichnet die Autorin ihre Charaktere gelungen (weiter): besonders Comoran wandelt und entwickelt sich von einer zur anderen Klappe des Hardcover-Umschlags. Doch da gibt es noch eine Sache: Hinter dem Pseudonym Robert Galbraith steckt die Potter-Autorin Joanne K. Rowling. Rowling hat im vergangenen Jahr einen Skandal rundum eine transphobische Äußerung hinter sich bringen müssen und in diesem Zusammenhang ist auch ihr Pseudonym echt … skandalös: Robert Galbraith Heath war ein Psychiater, der in den 1950 eine Konversationstherapie entwickelt hat. Fraglich, warum man sich von einer solchen Person den Namen leiht.

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11. Oktober 1974: Margot Bamborough, eine erfolgreiche Ärztin, junge Mutter und Ehefrau, verschwand auf dem Weg zu einem Treffen mit ihrer Freundin spurlos. Der ermittelnde Inspector Bill Talbot versuchte einen Zusammenhang zu den brutalen Morden des damaligen Serienkillers Dennis Creed, dem s.g. „Essex Butcher“, herzustellen, verstrickte sich in seinen manischen Wahnvorstellungen zunehmend in abstrusen, astrologischen Theorien. Doch auch der nachfolgende Ermittler war eher darauf bedacht, diesen verzwickten Fall dem Serienkiller zuzuschreiben und so möglichst schnell „ad acta“ zu legen, als den widersprüchlichen Zeugenaussagen nachzugehen. 40 Jahre später bittet Margots Tochter das erfolgreiche Ermittler-Duo Cormoran Strike und Robin Ellacott das Verschwinden ihrer Mutter zu untersuchen. Sie gibt ihnen für die Nachforschung in diesem Cold Case ein Jahr Zeit, in der Hoffnung, dass die beiden Detektive ihr dann die langersehnten Antworten auf so viele Fragen liefern können. Doch in diesem einen Jahr kann so vieles passieren…! Joanne K. Rowlings Erzählstil würde ich durchaus als „episch“ bezeichnen: Kleine Erzählungen mit einer überschaubaren Seitenzahl scheinen nicht ihr Ding zu sein. Wie schon zuvor bei der erfolgreichen Harry Potter-Serie kreiert sie auch als Robert Galbraith eine eigene, sehr detailreiche Welt rund um den hünenhaften Privat-Ermittler Cormoran Strike und seinem Team. Vielen Leserinnen und Lesern geht dies zu weit. Doch mir gefällt’s…!!! Denn gerade dieser Detailreichtum sorgt bei mir für einen Wiedererkennungswert: Es scheint mir beinah, als träfe ich alte Bekannte, die mir wieder einen Blick in ihr Leben und Arbeiten gewähren. Dies schafft Anknüpfungspunkte an die handelnden Personen, beleuchtet die Hintergründe ihres Tuns und weckt sowohl Verständnis wie auch Unverständnis gegenüber ihrer Taten. Realistisch skizziert die Autorin den oftmals wenig glamourösen Arbeitsalltag der Privat-Detektive: das Wühlen in der Privatsphäre anderer Menschen, stundelange Observationen ohne nennenswerte Erkenntnisse, den Einfluss der Ermittlungsergebnisse auf das weitere Leben der Klienten…! Und auch die Arbeit an diesem Cold Case ist geprägt durch eine zeitintensive und zermürbende Recherche, dem Studium alter Fallakten und dem Aufspüren und Befragen früherer Zeugen, deren Wahrnehmung sich im Laufe der Jahre durchaus verändert haben könnte. Dabei erlaubt Rowling ihren Held*innen an einander und am jeweiligen Fall zu wachsen und gibt ihnen somit die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung: Strike und Ellacott offenbaren sich gegenseitig vorsichtig ihre Gefühle zueinander und spüren gleichzeitig eine Angst, dass ihr fragiles Beziehungs-Konstrukt aus Freundschaft, geschäftlicher Partnerschaft und Zuneigung zerbrechen könnte. Aber auch die Nebenfiguren erhalten genügend Raum zur Profilierung. Und so entfaltet sich vor den Augen der Leser*innen ein buntes Kaleidoskop aus vielschichtigen Typen und ihren Schicksalen, das uns in die Tiefen menschlicher Obsessionen führt. Auch in diesem Fall offenbart Rowling uns recht schnell die scheinbar unzähligen Teile dieses Puzzles: Alle Komponenten scheinen vorhanden, nur die Zusammenhänge liegen im Verborgenem, werden erst durch die akribische Arbeitet der Ermittler aufgedeckt und peu à peu miteinander verbunden. Am Ende fügen sich alle Puzzle-Teile, alle Details (und schienen sie noch so unwichtig) zu einem großen und überraschenden Ganzen zusammen. Joanne K. Rowling (alias Robert Galbraith) bleibt sich und ihrem Erzähl-Stil treu und präsentiert ihre Geschichten weiterhin auf sehr hohem Niveau!

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Robin und Strike ermitteln wieder. Mittlerweile hat die Detektei sich vergrößert – nicht nur das, auch die Warteliste mit Klienten ist größer geworden. Neben einer neuen Sekretärin, gibt es noch einen zusätzlichen Ermittler. Robin geht in ihrem Beruf als Detektivin voll auf – vor allem, seit sie Strikes Partnerin in der Detektei ist und sie zuhause nicht mehr von Matthew deswegen schräg angeschaut wird. Dieses Mal werden die beiden zum ersten Mal mit einem Cold Case Fall betraut. Eine Frau beauftragt die beiden, das Verschwinden ihrer Mutter vor 40 Jahren aufzuklären. Nach so einer langen Zeit verwertbare Spuren zu finden, ist nicht leicht. Und noch schwieriger gestaltet sich das Auffinden und Befragen von (Zeit-)Zeugen. Doch wir kennen Cormoran ja schon recht gut. Er kann kein Rätsel ungelöst lassen. „Er konnte nicht anders. Er musste mehr in Erfahrung bringen.“ Böses Blut – Blanvalet Verlag Also beginnen Robin und Strike neben Observierungen, die bei ihren anderen Fällen anstehen, Nachforschungen anzustellen. Über Kontakte bei der Polizei erhalten sie Zugang zu den damaligen Ermittlungsakten, doch leider stellt sich schnell heraus, dass der erste Ermittler verrückt gewesen zu sein scheint. Einer der damaligen Hauptverdächtigen ist ein Serienmörder, der unzählige Frauen entführt, gequält, vergewaltigt und ermordet hat. Das ruft vor allem bei Robin böse Erinnerungen hervor: „So locker und leichthin konnte nur Menschen reden, die nie blinde Angst empfunden hatten, die nie wehrlos Angst empfunden hatten, die nie wehrlos brutaler Aggression und eisigem Stahl ausgeliefert gewesen waren, die nie ein nach Schwein klingendes Grunzen an ihrem Ohr gehört oder in kalte, starre Augen hinter einer Maske geblickt oder ihr eigenes Fleisch reißen gespürt und gleichzeitig kaum Schmerz empfunden hatten, weil der Tod ihnen so nahe war, dass sie seinen Atem schon riechen konnten.“ Böses Blut – Blanvalet Verlag Doch nicht nur Robins Gefühlswelt wird auf den Kopf gestellt, auch Strike hat mit allem Möglichen zu kämpfen: „Dann schloss er die Augen und fragte sich wie Millionen Menschen, warum Probleme nicht schön der Reihe nach, sondern immer wie eine Lawine über einen hereinbrachen, sodass man keine Zeit hatte, sich von einem Schlag zu erholen, bevor einen auch schon der nächste traf.“ Böses Blut – Blanvalet Verlag

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Seit der Eröffnung seiner Detektei hat sich Comorane Strike erfolgreich auf die Lösung von aktuellen Fällen konzentriert. Nun aber, nach einem Besuch bei seiner todkranken Tante in Cornwell, beginnt er in einem Cold Case zu ermitteln, bei dem es um das Verschwinden einer jungen Ärztin geht. Margot Bamborough ist 40 Jahre zuvor nach einem Praxistag nicht nach Hause zurückgekehrt und niemand weiß, was mit ihr geschehen ist. Ein Fall, der sich als äußerst schwierig erweist. Denn zum einen leben viele Zeugen nicht mehr oder sind sehr schwer aufzufinden. Zum anderen war damals ein Serienkiller in der Gegend aktiv, der viele Frauen gefangen gehalten und grausam ermordet hat. Warum nicht auch Margot, von der es seit dem kein Lebenszeichen mehr gab? „Böses Blut“ ist der fünfte Band der Reihe um den Armeeveteran Cormoran Strike, der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten, einen Namen als zuverlässiger Detektiv gemacht hat. Mit seiner Mitarbeiterin Robin Ellacort und weiteren Angestellten geht er eine ganze Reihe an Fällen nach, die am Rande eine Rolle spielen. Doch hauptsächlich beschäftigen sie sich mit der verschwundenen Ärztin, deren Tochter endlich wissen will, was mit ihrer Mutter geschehen ist. Dazu werden umfangreiche Befragungen und Recherchen angestellt, Vermutungen erhoben und alte Unterlagen gewälzt. Wie das Notizbuch eines Polizeibeamten, von dem einige Seiten abgedruckt worden sind und das interessante Informationen enthält. Neben den akribisch geschilderten Ermittlungen nehmen auch die Figuren, die in dem verhängnisvollen Geschehen eine Rolle spielen und ihr Privatleben viel Platz im Buch ein. Angefangen mit Cormoran selbst, dessen geliebte Tante im Sterben liegt, über Robin, die mit einer hässlichen Scheidung zu kämpfen hat bis hin zu Anna, die als Tochter der verschwundenen Ärztin den Verlust ihrer Mutter noch immer nicht verwunden hat. Durch sie taucht der Leser tief in das Geschehen ein, überlegt und ermittelt mit, nimmt Anteil an schicksalhaften Begebenheiten und hofft, dass es am Ende eine plausible Klärung für das Verschwinden von Margot Bamborough gibt. Bis allerdings der Schuldige enttarnt werden kann, ist einiges an Geduld gefragt. Denn der Cold Case erweist sich als ordentlich verzwickt, weil die Zeugen oftmals nicht ehrlich sind und einfach viel zu viel Zeit seit dem tragischen Vorfall vergangen ist. Fazit und Bewertung: Ein vielschichtiger und fesselnder fünfter Fall, der mit viel zwischenmenschlichen Konflikten, einer ordentlichen Portion spannender Ermittlungsarbeit und einer überraschenden Auflösung bestens unterhält.

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Für mich war „Böses Blut“ der erste Teil der Cormoran-Strike-Reihe, für das Ermittlerduo Cormoran Strike und Robin Ellacott jedoch bereits der fünfte Fall. Auch ohne Vorkenntnisse war es mir absolut möglich, das Buch zu lesen und zu verstehen. Ich habe einen Krimi erwartet und wurde von einem fesselnden und atemberaubenden Roman überrascht, welcher mir in seiner Fülle und in seinem Umfang wirklich sehr gefallen hat. Cormoran Strike und seine Detektei haben es mit einem ungeklärten und nicht gelösten Fall zu tun. Eigentlich nichts unbekanntes, jedoch ist dieser Fall bereits seit über vierzig Jahren ungeklärt. Der Cold Case verlangt dem Ermittlerteam alles ab und führt sie auch in Bereiche, mit welchen sie noch nie zu tun hatten. Doch nicht nur der Cold Case bringt die Agentur an ihre Grenzen, auch private Angelegenheiten und Probleme lassen Cormoran und Robin verzweifeln. Die Lage könnte nicht verzwickter sein und dem Leser wird zu den Ermittlungen des Cold Cases wirklich viel anderes geboten. Langeweile kommt während des Lesens absolut nicht auf. Die Handlung bietet so unglaublich viel Input, dass man als Leser manchmal das Gefühl bekommen könnte, gar nicht hinterher zu kommen. Zu den eigentlichen Ermittlungen des Cold Cases kommen nämlich erstaunlich viele Nebenhandlungen und Themen, welche den Umfang des Romans ins Unermessliche steigern. Trotz der Fülle hatte ich jedoch niemals das Gefühl, den Ermittlungen nicht folgen oder das Buch nicht verstehen zu können. Der Aufbau ist wundervoll konstruiert und bietet durch Verstrickungen und die Vermischungen diverser Fälle viel Spannung und Unterhaltung. Zu den Ermittlungen rund um die Detektei kommen die privaten Geschichten der zwei Hauptprotagonisten Cormoran und Robin. Strikes Angst um seine an Krebs erkrankte Tante Joan und die Problemem mit seiner Exfreundin halten ihn stets in Schach und fordern viel von ihm. Wir erhalten einen tollen Einblick in seine Gefühle und Gedanken und können uns so dem Chef der Detektei wirklich näher fühlen. 
Robin muss sich mit der Scheidung ihres Ehemannes befassen und hat als Partner von Comoran bei seiner Abwesenheit einiges mit der Detektei zu tun. Ihre Unsicherheit und ihre Rolle als Frau im Team stehen ihr manchmal im Weg und es ist sehr interessant ihre Entwicklung zu beobachten und zu erleben. Der Schreibstil ist sehr detailliert und umfangreich, lässt aber niemals Langeweile aufkommen. Jedes Detail hat seine Bedeutung und lässt den Leser regelrecht mitfiebern. Durch die vielen Handlungen passiert zu jeden Zeitpunkt etwas und man kann als Leser kaum Luft holen. Fesselnd und überraschend konnte ich mich dem Sog der Geschichte nicht entziehen und habe jede Seite genossen. Trotz aller wichtigen Details, hätte ich mir gerne etwas weniger Fülle gewünscht, denn egal wie toll Schreibstil und wie interessant die Handlungen waren, manchmal war es doch Zuviel für mich. Ein paar weniger Details, etwas weniger Privates und ein Nebenstrang weniger. Hätten mir genauso gefallen. Insgesamt konnte mich das Buch dennoch vom Anfang bis zum Ende überzeugen. Die Handlung war für mich sowohl überraschend komplex als auch überzeugend einfallsreich. Sowohl Handlung als auch Protagonisten konnten mich überzeugen, jedoch hätte ich mit tatsächlich etwas weniger Fülle gewünscht. Mit dem fünsten Band der Cormoran-Strike-Reihe haben wir einen komplexen, überraschenden und mitreißenden Krimi, welcher einen miträtseln und mitfiebern lässt. Ein wirklich klasse Krimi, welcher Lust auf mehr aus der Feder von JK Rowling macht. Ich kann mir gut vorstellen, einen der anderen Teile in der nächsten Zeit zu lesen.

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Band 05 einer Reihe – evtl. inhaltliche Spoiler zum Privatleben der Ermittler Während eines Besuchs seiner Familie wird Privatermittler Cormoran Strike von zwei Frauen des Ortes angesprochen. Eine von ihnen ist die Tochter einer Ärztin, die im Jahre 1974 spurlos verschwand. Ihren Fall wird einem Serienmörder zugeschoben, der zu dieser Zeit in der Gegend viele Frauen und Mädchen entführte und tötete. Doch ob auch die Ärztin Morgot Baborough zu ihnen gehörte, konnte nie richtig geklärt werden. Strike ist zunächst skeptisch, ob man nach so vielen Jahren noch etwas herausfinden kann, doch gemeinsam mit seiner Partnerin Robin Ellacott beginnt er zu ermitteln. Meine Meinung Zwar ist mit “Böses Blut” bereits der fünfte Band rund um die Ermittler Cormoran Strike und Robin Ellacott erschienen, aber ich habe ja ein spezielles Händchen dafür, immer mitten in einer Reihe einzusteigen und habe dann hier mit Band 5 begonnen. Im großen und ganzen hatte ich nur wenig inhaltliche Verständnisprobleme, zwar war mir bewusst, dass man bei einem Buch solchen Umfangs auch mit dem Privatleben der Ermittler konfrontiert wird, doch Robert Galbraith schafft es ganz geschickt, die Charaktere und deren Privatleben mit in ihrer Geschichte zu integrieren, so dass sich all das von ganz alleine fügt. Der Schreibstil ist sehr weit ausholend und intensives Kopfkino, was mir am Anfang auf den ersten 200 Seiten doch etwas schwer fiel, doch so nach und nach war ich von der gesamten Atmosphäre und den Ereignissen gefesselt und kann sagen, dass hier trotz des gigantischen Umfangs kein Wort zu viel war. Robert Galbraith nimmt sich Zeit für die Entwicklung sowohl bei dem Fall als auch bei dem Privatleben der im Vordergrund stehenden Strike und Ellacott. Dabei hatte ich aber nach einer Zeit eher das Gefühl, das Geschehen live mitzuerleben und konnte mir alles direkt vors innere Auge holen – also wirklich gelungenes Kopfkino. Auf diesen 1200 Seiten kam keine Langeweile auf und auch wenn ich immer wieder mit Vermutungen aufgestellt habe, hatte ich bis zum Ende überhaupt keine Idee, wer oder was hinter dem Verschwinden der Ärztin steckte. Viele gelungene Ansätze führten zu immer neuen und wirklich interessanten Ansätzen, so dass man sich selbst von dem Opfer, der Ärztin Margot Bamborough, ein gutes Bild machen konnte. Auch das Gefühl der siebziger Jahre, das hier immer mal wieder mit aufkam, wenn die Befragten erzählten, fand ich richtig gut gelungen und immer wieder überraschend, wie sehr sich doch unser Weltbild in dieser doch recht kurzen Zeit bis heute, geändert hat. Die Charaktere sind absolut tiefgehend gezeichnet und selbst die Nebencharaktere hinterlassen ein klares Bild in meiner Vorstellung. Cormoran Strike ist ein besonderer Charakter, sehr eigen und doch mochte ich ihn vom ersten Moment an. Ich glaube, wer die Bücher kennt, weiß an dieser Stelle, was ich meine. Robin Ellacott mochte ich ganz genauso gerne und auch wenn ich insgeheim hoffe, dass die beiden zueinander finden, kann ich bei beiden verstehen, was sie davon abhält. Mein Fazit Ein, nach kurzer Gewöhnungsphase, spannender Krimi mit einem spannenden Plot, der für den Leser viel Raum lässt, um mitzurätseln und doch immer wieder aufs Neue in die Irre führt. Ein detaillierter Schreibstil lässt das Kopfkino lebendig werden und die Charaktere sind lebendig und authentisch gezeichnet. Für mich zwar der erste Strike/Ellacott Krimi, aber definitiv nicht der letzte.

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Zwei Jahre habe ich sehnlichst auf dieses Buch gewartet. 😍 „Böses Blut“ ist bereits der 5. Band der Detektiv-Reihe von Robert Galbraith alias J.K. Rowling. Diesmal sollen Cormoran Strike und seine Geschäftspartnerin Robin Ellacott ihren ersten Cold Case lösen. 1973 hat eine Ärztin abends die Praxis verlassen um sich im Pub mit ihrer besten Freundin zu treffen, dort ist sie aber nie angekommen und auch eine Leiche wurde nie gefunden. Die Tat wurde dem Sexualstraftäter Creed zugeschrienen, der diese aber nie gestanden hat. Die damals 1-jährige Tochter des Opfers möchte endlich wissen, was ihrer Mutter zugestoßen ist und engagiert Strike und Robin. Während das Team aus der Denmark Street ermittelt, geschieht natürlich auch wieder allerhand in dem Privatleben der beiden Ermittler und es wird zu einer echten Herausforderung Ermittlung und Privates unter einen Hut zu bringen. Mir persönlich gefällt diese Mischung aus Krimi und Privatem sehr. In „Weißer Tod“, dem 4. Band der Reihe, hatte ich das Gefühl, dass der Fall zur Nebenhandlung wurde, aber in „Böses Blut“ hat Rowling wieder einen richtig guten Mittelweg gefunden und es hat mich ein bisschen an den ersten Band „Der Ruf des Kuckucks“ erinnert. Ich hatte zwischendurch ein bisschen Probleme voranzukommen in der Geschichte, das hat sich aber zum Glück wieder gelegt und ich mochte das Buch immer nur ungern wieder aus der Hand legen. Allerdings ist es mit fast 1200 Seiten auch echt dick und (der 4. Band hatte bereits an die 900 Seiten) und man hätte das auch ein bisschen kürzen können, aber nichts desto trotz hat mich dieses Buch wieder absolut begeistert. Einen weiteren kleinen Kritikpunkt habe ich noch: Direkt am Anfang gibt es unglaublich viele Figuren. Das eine oder andere Mal habe ich den Überblick verloren und musste nochmal schnell überlegen, wer das jetzt war 🙈 Ich wäre dann jetzt auch bereit für Band 6 😇 „Böses Blut“ ist wieder ein spannender Detektiv-Krimi, den man auch alleinstehend lesen kann, ich würde aber empfehlen die Bücher der Reihe nach zu lesen - gerade weil das Privatleben der Ermittler auch ausführlich erzählt wird. Ich distanziere mich hiermit von J.K. Rowling’s Aussagen bzgl Trans-Frauen, kann aber nichts verwerfliches finden an der Figur „Creed“ (abgesehen davon, dass er ein Sexualstraftäter ist natürlich). Creed hat seine Opfer zum Teil in Frauenkleidern gekleidet entführt. Da gab es im Vorfeld bereits riesige Diskussionen, die ich aber nicht gerechtfertigt finde in Verbindung mit dem Charakter.

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