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Rezensionen zu
Als die Welt stehen blieb

Maja Lunde

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Eine private Maja Lunde

Von: Sindy

05.11.2020

Maja Lunde kenne und liebe ich von ihrem "Klima-Quartett". In "Als die Welt stehen blieb", beschreibt sie die ersten Wochen der Corona-Pandemie aus ihrer Sicht. Hier kann sich jeder reinversetzen, der ebenfalls sich mit Kindern ins Home-Office und für Home-Schooling zurückgezogen hat. Ihre Gefühle und Ängste konnte ich sehr gut nachvollziehen, weil ich ähnlich gefühlt habe (bzw. immer noch fühle). Für sehr viele Menschen (vor allem Mütter) hat sich ihr Alltag um 180 Grad gedreht und Maja Lunde konnte das sehr treffend beschreiben. Das Buch ist wie ein Tagebuch aufgebaut. Die einzelnen Tage sind dann nochmal in Abschnitte gegliedert. Dies hätte man etwas platzsparender darstellen können, um nicht unnötig viel Papier zu verschwenden. Der Schreibstil ist - wie von Maja Lunde gewohnt - sehr flüssig und kurzweilig. Ich hatte das Buch innerhalb von 2 Tagen durch und konnte dadurch selbst nochmal den Beginn der Pandemie für mich reflektieren.

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Corona Lockdown

Von: hollunde

05.11.2020

Maja Lunde hat ein sehr persönliches Buch ähnlich einem Tagenbuch geschrieben. Sie beschreibt eindringlich die Tage im März, als der erste Lockdown ausgerufen wurde. Der Leser wird sich selbst erinnern, was er damals empfunden hat, und wird feststellen, egal wo man sich in die Privatsphäre zurückziehen musste, die Probleme waren überall ähnlich. Was bleibt ist die Erkenntnis, man muss sich auf die kleinen Dinge im Leben konzentrieren und sich daran erfreuen. Das kann eine Spielstunde mit den Kindern sein oder ein einsamer Spaziergang . Maja Lunde hat Dystopien geschrieben, plötzlich befindet sie sich selbst in einer. Der Buch habe ich an einem Nachmittag ausgelesen, mit vielen Erinnerungen an die eigene Lockdown-Zeit.

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Ich habe "Als die Welt stehen blieb" von Maja Lunde gelesen, als gerade wieder die neuen Regelungen für den Lockdown im November beschlossen wurden. Das heißt, die Ängste, Unsicherheiten und das Gefühl, nicht zu wissen, wie es weitergeht waren zu diesem Zeitpunkt sehr präsent und die Erinnerungen an den März, April und Mai dieses Jahres waren wieder da. Von der ersten Seite an hatte ich Gänsehaut beim Lesen. Der Schreibstil ist hektisch, schnell und sprunghaft. Genau so, wie ich die Zeit damals (und auch heute wieder) in Erinnerung hatte. Von einem Tag auf den anderen, von Stunde zu Stunde, hat sich alles verändert. Immer wieder gab es neues. Neue Zahlen, neue Katastrophen, neue Regeln, neue unfassbare Bilder und Geschichten. Der Text ist in Form eines Tagebuchs geschrieben und ich bin der Meinung, man kann sehr gut mitfühlen, man kann die Verzweiflung und Unsicherheit spüren und miterleben. Man kann nachvollziehen, wie gierig alle Neuigkeiten und Mitteilungen eingesogen werden, wie darüber debatiert wird, wie genau man die Regeln befolgt oder ob man bei den Kindern nicht doch mal ein Auge zudrücken kann. Man kann die Frustration verstehen, die mit dem Eingesperrt- und Abgesondert sein einhergeht und man fiebert mit den Versuchen mit, ein bisschen Normalität in einem Alltag zu erreichen, der eben alles ist, aber nicht mehr normal. Eine schön geschriebene Erzählung, mit viel Herz, die einfach aus dem Leben gegriffen ist. Sehr emotional und lebendig, deshalb absolut eine Empfehlung!

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Krise Gefühle Hoffnung

Von: Ute

03.11.2020

Es gibt viele Ereignisse in unserem Leben und alle prägen uns auf unterschiedliche Weise. Die Autorin schreibt, wie in einem Tagebuch sehr eindrucksvoll und authentisch über den Lockdown im März 2020. Der Leser wird dabei zurückgeholt in die erste große Krise der Pandemie. Mit all den Gefühlen und Ängsten tauchen wir in den Alltag der Autorin ein. Für mich ein sehr emotionales Buch, bei dem am Ende viele Fragen bleiben und die wir alle sicher erst später beantworten können. Aber es bleibt die Hoffnung, dass die Welt sich weiter dreht.

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Mal ein anderes Buch von Maja Lunde

Von: Lesemaus

03.11.2020

Die meisten Leser kennen mindestens ein Buch von Maja Lunde. Dieses Buch ist ein anderes. Es ist sehr persönlich. Sie erzählt von all den Problemen, die jeder von uns auch mitbekommen hat. Der Ausnahmezustand Mitte März erzeugt durch Corona. Viele von uns haben mit den gleichen Sorgen und Ängsten zu kämpfen gehabt und nicht gewusst, wie sie das alles schaffen sollen. Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen und fühlte mich sehr verstanden. Genauso ging es mir auch.

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Ein Buch am Puls der Zeit und doch eins für die Ewigkeit

Von: Hans Fritz Günther

02.11.2020

Was meine Neugierde auf dieses Buch weckte, war die Frage: Wie geht eine Autorin dystopischer Romane damit um, wenn eine Dystopie plötzlich Wirklichkeit wird? Oft hatten Wissenschaftler vor einer Pandemie gewarnt. Dann verbreitete sich explosionsartig Covid-19 in der Welt. Und Maja Lunde war, wie wir alle mittendrin. Ich habe ihr Buch verschlungen. Es ist weit mehr als nur die persönliche Erzählung ihrer Erlebnisse während des Lockdowns. Im Homeoffice zu arbeiten war Maja Lunde als Autorin ja gewöhnt. Aber Homeoffice plus Homeschooling der drei Kinder? Eher nicht. Tröstlich zu erfahren, dass auch sie keine besseren Rezepte für den Umgang damit hatte. Im Gegenteil: Der Einbruch der Pandemie in die eigene, vermeintlich heile Welt ließ die Autorin sogar verstummen! Sie konnte an ihrem Roman nicht wie geplant weiterschreiben. Stattdessen entstand dieses persönliche Tagebuch, bei dem ich mich während des Lesens oft dabei ertappte, wie ich zustimmend mit dem Kopf nickte und dachte. „Ja, genau so war es.“ Maja Lunde schildert sehr präzise und gefühlvoll ihre emotionalen Reaktionen auf die Ereignisse. Besonders gefallen hat mir, dass sie auch die unangenehmen Seiten, ihre Selbstzweifel, ihre Selbstkritik und den Ärger über ihre Schreibblockade nicht aussparte, um sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Dinge, die man dem eigenen Tagebuch anvertraut, die aber niemals jemand lesen soll, weil sie gefühlt viel zu peinlich wären. Maja Lunde teilt sie mit uns. Und beim Lesen wurde mir bewusst, dass uns gerade das menschlich macht. Offen gesteht sie, dass ihr der Kontrollverlust zu schaffen machte: „Ich hatte meine eigene Geschichte unter Kontrolle… Jetzt bestimmen andere. Das Einzige, was ich noch unter Kontrolle habe, sind einige wenige Details, hier, in meinen eigenen vier Wänden… Ich will meine Fiktion zurück.“ Trost findet sie bei ihrem Mann, der ihr sagt, dass es nicht gleich die Apokalypse sein müsse „wie in deinen Büchern.“ „Als die Welt stehen blieb“, ist aber nicht nur eine Chronik des Frühlings im Pandemiejahr 2020, sondern auch die Geschichte einer Autorin, die, nachdem die wirklichkeitsgewordene Dystopie sie vorübergehend verstummen ließ, ihre Stimme wiederfand. Von ihrem Buch geht eine kathartische Wirkung aus. Ihr Buch ist History in the making. Für mich eine klare Leseempfehlung!

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März 2020, der Beginn der Corona-Pandemie verändert weltweit den Alltag, auch in Norwegen wird der Lockdown eingesetzt. Die Autorin Maja Lunde erzählt, wie sie die ersten Wochen der angeordneten Ausgangssperre mit ihrer Familie empfindet. Ihren geplanten Roman kann sie nicht schreiben, zu sehr kreisen die Gedanken um die aktuellen Ereignisse, außerdem hat sich das erdachte Thema der Dystopie auf erschreckende Weise in der Realität überholt. "Als die Welt stehen blieb" ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, den Schreibstil habe ich als angenehm empfunden, das Büchlein ließ sich dadurch flüssig lesen. Wir alle sind von den Pandemie bedingten Einschränkungen betroffen gewesen, so wird sich beinahe Jeder in der einen oder anderen Textpassage wieder finden können. Homeoffice, Homeschooling, die Sorge um Familienmitglieder und Freunde stellt Maja Lunde auf sehr persönliche Weise in einer Art Tagebuch dar. Ob der Zeitpunkt der Veröffentlichung passend gewählt war, darüber scheiden sich die Geister, mich hat das Thema genau jetzt interessiert. Dennoch habe ich lange gebraucht, mich für eine Sternebewertung zu entscheiden, nach den Kritiken von Maja Lundes bisherigen Büchern hatte ich mehr erwartet. Einerseits setzt sich die Autorin sehr intensiv mit ihren Gedanken und Gefühlen auseinander - der Vergleich der Situation in ihrer Heimat Norwegen mit dem Nachbarland Schweden, der Gedankengang, dass doch jedes Volk seiner Regierung bereitwillig vertraut und den eingeschlagenen Weg zumindest eine Zeitlang als den einzig richtigen betrachtet, das Alles hat mich beeindruck und selbst zum Nachdenken angeregt. Doch mich hat auch beschäftigt, welche Informationen dieses Buch für nachfolgende Generationen transportiert, kann jemand, der den Corona-Lockdown nicht selbst erlebt hat aus Maja Lundes Tagebuch ein Bild der Ereignisse gewinnen? Oder ist es doch eher eine ganz private Aufzeichnung, die vor Allem innerhalb ihrer eigenen Familie von Interesse ist und weniger für die Öffentlichkeit? Am Ende habe ich mich für drei Sterne entschieden, so ganz schlecht war die Erzählung nicht, ein Buch dass man lesen kann, aber nicht muss. Fazit: ich bin hin und her gerissen, einerseits hat mich die offenen Darstellung der Ängste und Gedanken der Autorin beeindruckt, andererseits habe ich mich nach Ende des Buches gefragt, was sie mir mit dieser Lektüre jetzt eigentlich sagen wollte.

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Ein Tagebuch in Corona-Zeiten

Von: anku

01.11.2020

Ein bemerkenswertes Tagebuch - Maja Lunde beschreibt auf eindringliche Weise ihre Gedanken, Gefühle, Empfindungen, als das Corona-Virus zu den "einschneidendsten und härtesten Maßnahmen, die je in Friedenszeiten in Norwegen getroffen wurden", führt. Das Tagebuch umfasst den Zeitraum vom 11. bis 29. März 2020 und spiegelt damit die Anfangszeit des Lockdowns wider: Einschränkungen im öffentlichen Leben, Vermeidung sozialer Kontakte, Verlust der Kontrolle über das eigene Leben, Homeoffice und Homeschooling. Und genau diese Veränderungen des Alltagslebens - der Eindruck, mit Mann und drei Kindern auf einer Insel zu leben ohne "physischen Zugang" zu etwas anderem - lösen bei Maja Lunde vielfältige Reaktionen aus. Mit schonungsloser Offenheit drückt sie ihre Gefühle aus - Gefühle der Angst, der Verzweiflung, der Unsicherheit, der Wut und Aggression, der Trauer. Sie fühlt einen "unersättlichen Informationsbedarf", die Herausforderung "Homeschooling" scheint sie an ihre Grenzen zu bringen, der berührungslose Kontakt mit den Angehörigen wirkt wie ein Albtraum, wenn "die Berührung eines anderen Menschen gleichbedeutend damit geworden ist, ihn zu kontaminieren". Für mich ist das Buch eine absolute Leseempfehlung, es ist hochaktuell, und sicherlich waren viele Leser genau wie ich wegen der Corona-Pandemie mit den gleichen oder ähnlichen Gedanken und Gefühlen konfrontiert.

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