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Rezensionen zu
Wie das Christentum entstand

Klaus Wengst

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€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,50* (* empf. VK-Preis)

Als gläubige Christin war ich gespannt und neugierig auf dieses Buch. Obwohl sehr viele Fachausdrücke und doch auch einiges genaues Vorwissen notwendig war, bzw mehrmaliges Nachschlagen in verschiedenen Büchern, um dem Inhalt des Buches zu folgen, las es sich spannend und informativ. Es kam mir so vor, als wäre ich bei einer Vorlesung auf der Uni.... bei einem guten Professor...lehrreich ...gespickt mit einigen fiktiven Beispielerzählungen, die zum besseren Verständnis beitrugen. Die Disposition am Anfang des Buches schafft einen klaren Überblick über die Themen. Die Entstehung des Christentums wird sowohl von historischer Seite ( römisches Reich und Konflikte mit dem Königreich Israel) als auch von der Seite des rabbinischen Judentums und der Gemeinschaft der ersten Christen ausführlich dargestellt. Beeindruckend für mich war, wie sehr das Christentum mit dem Judentum verflochten ist. Leider haben falsche Übersetzungen und falsche Auslegungen späterer Kirchenlehrer zu einem einem falschen Verhältnis zwischen Judentum und Christentum geführt. Das Buch zeigt, wie sehr sich die ersten Messiasgläubigen als Juden verstanden und aus diesem Glauben heraus handelten. Dem Autor gelingt es gut das Gemeinsame der beiden Weltreligionen darzustellen. Das Christentum würde es ohne das Judentum nicht geben. Jedem Christ sei die Lektüre dieses Buches ans Herz gelegt, damit endlich alle Vorurteile gegenüber dem Judentum überdacht und ausgeräumt werden.

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Dieses Buch eröffnet neue und interessante Perspektiven auf den Ursprung des Christentums. Der Leser erfährt im ersten Teil, wie tief verankert Jesus im Judentum war und das viele Dinge, die wir als klare Abgrenzung vom Judentum ansehen (wie zum Beispiel Jesu Haltung zum Sabbat), schon damals von kleineren jüdischen Gruppen so gesehen und praktiziert wurden. Doch das Buch bleibt nicht bei Jesus stehen sondern zeigt weiter auf, dass auch die ersten Menschen, die heute als Christen wahrgenommen werden, wie zum Beispiel "der erste christliche Märtyrer" Stephanus aber auch der Apostel Paulus noch Juden waren. Danach setzt sich das Buch im zweiten Teil ausführlich mit den Bruchstellen zwischen Judentum und Christentum, die im jüdisch-römischen Krieg entstanden, auseinander, um dann im dritten Teil einen Ausblick auf die Zeit nach dem Bruch zu geben und die Identitätsbildung der christlichen Gemeinden zu erklären. Der Schreibstil des Buches ist leicht verständlich und das obwohl es inhaltlich schon anspruchsvoll ist und sich wissenschaftlich mit diesem Thema auseinandersetzt. Ich persönlich fand es sehr spannend, mich mit den Ursprüngen des Christentums zu beschäftigen. Besonders im Bezug auf die antisemitischen Strömungen, die es in Deutschland und Europa lange gab. In der dortigen Propaganda wird das Judentum sehr scharf vom Christentum abgegrenzt. In diesem Buch erfährt man durch den historisch-wissenschaftlichen Hintergrund, wie falsch diese Propaganda ist. Nicht nur waren Jesus und alle seine Jünger Juden; auch noch lange Zeit nach Jesu Tod haben sich die Gemeinden als jüdische Gemeinden empfunden. Das einzige, das mich an diesem Buch etwas gestört hat, ist, dass man an einigen Stellen merkt, dass der Autor einen evangelischen Hintergrund hat. Zum Beispiel, wenn er über das letzte Abendmahl schreibt. Da hätte ich mir persönlich etwas mehr Neutralität gewünscht. Insgesamt würde ich dieses Buch auf alle Fälle weiterempfehlen. Es eignet sich für jeden, der ein geschichtliches Interesse am Juden- und Christentum hat. Aber es ist auch eine gute Lektüre für einfache Christen, die sich etwas mehr mit den Wurzeln ihres Glaubens beschäftigen wollen.

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Wie das Christentum entstand

Von: Zauberflöte

01.05.2021

Bei diesem Buch handelt es sich um eine sehr ausführliche Darlegung, wie und weshalb sich das Christentum aus dem Judentum heraus entwickelt hat. Das führt dazu, dass die Argumentationsgänge sehr ausschweifen und für Laien, die sich nur begrenzt mit dem Neuen Testament und auch den historischen Gegebenheiten zu der Zeit auskennen, nur mühsam nachzuvollziehen sind. Mit einem Gewissen Maß an Vorkenntnissen oder aber einer gehörigen Portion an Interesse ist das Buch jedoch meiner Meinung nach absolut empfehlenswert.

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Der Autor Klaus Wengst war bis 2007 Professor für Neues Testament an der Universität Bochum. Anschließend studierte er Theologie. Sein Buch beinhaltet eine Zeitreise durch die Geschichte – durch die Jahrtausende – des Christentums. Mir war bisher nicht bekannt, dass Jesus kein Christ, sondern Jude war. Und das bis zu seinem Tod! Erst Jahre später im ersten Jahrhundert nach Christi Geburt entwickelte sich langsam das Christentum. Man erfährt verschiedene konfliktreiche Hintergründe der Frühen Kirche, die für nicht religiöse leider etwas schwer zu verstehen sind. Man sollte sich schon vorher etwas mit der Apostelgeschichte vertraut gemacht haben. Das der Autor unter anderem evangelische Theologie studiert hat, macht sich in diesem Buch sehr bemerkbar. Er zitiert sehr viel aus den Evangelien. Manchmal kam mir das Buch wie eine Interpretation der Bibel – mit Blick auf das damalige politische Geschehen - vor. Pfingsten wurde leider nur kurz angesprochen. Gerne hätte ich ausführlicher etwas über Pfingsten erfahren, da mir einige Geschichten aus meiner Schulzeit nicht mehr so geläufig sind. Auch hätte ich mir gewünscht, dass auf andere katholische Feiertage näher eingegangen wird. Fazit: Keine leichte Lektüre; einiges ist sehr kompliziert und etwas nüchtern geschrieben. Verschiedene Wörter musste ich googeln. Z.B. war mir das Wort „Chassiden“ nicht bekannt, welches aus dem Judentum stammt. Ich hätte mir gewünscht, dass etwas ausführlicher auf die Geschichte in der damaligen Zeit eingegangen würde. Meiner Meinung nach ist das Buch geeignet für kirchengeschichtlich Interessierte, die sich auch schon mit den Evangelien auseinandergesetzt haben. Es ist für den Einstieg in die Frühzeit des Christentums für Laien nur bedingt geeignet.

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Geballte Information, schwierig verpackt

Von: Yogagirl

28.04.2021

Ein hochinteressantes, ausführliches, jedoch extrem schwieriges Buch für Fachpublikum. Der erste Teil ist für Laien wie mich fast nicht lesbar, ich habe mich dann nach ungefähr der Hälfte mit der Zusammenfassung am Ende begnügt. Der zweite und dritte Teil sind leichtere Kost, jedoch nach wie vor sehr anspruchsvoll und wie Teil 1 mit reichlich Quellenangaben gespickt. Diese hemmen leider den Lesefluß ungemein, weshalb dieses Buch, obwohl ich mich sehr darauf gefreut hatte, kein wirkliches Vergnügen war. Ich durfte es im Rahmen der Testleser Aktion gratis vorab lesen und freue mich, tatsächlich Neues erfahren zu haben, selbst kaufen würde ich es mir aufgrund der genannten Punkte aber vermutlich nicht. Ich vergebe trotzdem vier Sterne, da der Verfasser großartige Arbeit geleistet hat und nichts dafür kann, wenn mir die Lektüre zu schwierig war. Einen Punkt Abzug gibt es allerdings für die vielen Quellenverweise, die wahrscheinlich auch den/die fachlich versierten LeserIn irritieren werden.

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Synagoga und Ecclesia

Von: Nadine van Wynendale

24.04.2021

Die wissenschaftliche Abhandlung "Wie das Christentum entstand - Eine Geschichte mit Brüchen im 1. und 2. Jahrhundert" von dem ehemaligen Professor für Neues Testament Klaus Wengst wurde erstmals im Jahr 2021 beim Gütersloher Verlagshaus in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH veröffentlicht. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind chronologisch strukturiert und lassen sich daher sehr gut verfolgen. Im ersten Teil des Buches wird die jüdische Gemeinde zur Zeit Jesu beschrieben. Der zweite Teil illustriert die ersten Bruchstellen nach der Sichtweise des Autors. Der Schlussteil beschäftigt sich mit der Herausbildung des Christentums und dessen Folgen. Die aufgestellten Thesen werden argumentativ betrachtet und ausgewertet. Als Forschungsgrundlagen dienen hauptsächlich verschiedene biblische und andere religiöse Texte, die in einem Quellenverzeichnis am Ende des Buches zusammengefasst werden. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und einer Forschungsarbeit angemessen. Das Buch ist äußerst empfehlenswert für Geschichts- und Religionsinteressierte. Es ist sehr spannend und objektiv geschrieben. Gefehlt hat mir eine breitere Auseinandersetzung mit weiteren Texten, die keinen religiösen Hintergrund haben. Insgesamt hätte ich weiterlesen wollen!

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