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Rezensionen zu
Wie das Christentum entstand

Klaus Wengst

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Kompliziert geschrieben

Von: Felicitas2019

14.05.2021

Ich habe mich sehr auf das Buch "Wie das Christentum entstand" gefreut. Leider ist der Schreibstil des Autors sehr gewöhnungsbedürftig. Die Sätze sind teilweise sehr lang und verschachtelt. Dadurch fällt es schwer, den Gedankengängen des Autors zu folgen. Ich hab das Buch aufgrund dessen auch vorzeitig abgebrochen und nicht zu Ende gelesen. Mir ist bewusst, dass es ein populär-wissenschaftliches Werk ist und ich daher nicht die gleichen Ansprüche daran stellen kann, wie an ein wissenschaftliches Werk, aber es fiel mir schwer, der Argumentation Glauben zu schenken, da mir Nachweise fehlten (in Form von Fußnoten o.ä.). Vielleicht steht mir hierbei auch mein Studium im Weg. Durch dieses bin ich es gewohnt, dass in Sachbücher Fußnoten zur Beweiskraft eingesetzt werden.

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Wie das Christentum entstand

Von: Ortwin Faust

11.05.2021

In der vorliegenden Ausgabe des Autors Prof. Klaus Wengst soll die Entstehung des Christentums herausgearbeitet werden. Seit der frühen Kirche wird Jesus als der erste Christ bezeichnet. Dass dies – auch in Kirchenkreisen - nicht immer so klar war wird in dieser Ausgabe ausführlich bearbeitet. Jesus war Jude und blieb es auch bis zu seinem Tod. Auch die ersten Anhänger der Jesusbewegung waren Juden und blieben es. Prof. Wengst befasst sich ausführlich mit der nach der Kreuzigung und Auferstehung Jesu beginnenden Jesusbewegung anfangs noch bestehend als reine Jüdische Bewegung. Im ersten Jahrhundert schließen sich dieser Bewegung Mitglieder der „Völker“ an, so dass die Bewegung immer mehr mit Juden und Nichtjuden durchmischt wird. Es entstehen nun auch Unterschiede in der Auffassung und den Gebräuchen der Gemeinschaft. Nach Paulus .z.B. ist es nicht erforderlich, dass sich die Gemeindemitglieder aus den „Völkern“ beschneiden lassen. So entstehen immer mehr Gegensätze zwischen Juden und Nichtjuden in der Bewegung. Am Ende stehen eigene Riten, anlog zu den jüdischen aber in einem ausschließenden Gegensatz zu Ihnen verstanden und praktiziert, ja jüdische Riten werden nicht nur abgelehnt sondern auch abgewertet. Ab dem 2. Jahrhundert hat sich dann ein Christentum das sich neben dem Judentum in eigenständiger Größe entwickelt. Damit wurde ein tiefer Bruch gegeben, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Das Buch ist ein wissenschaftlich wertvoller Beitrag zum geschichtlichen Verlauf der Messias Erzählung und dem Verlauf und Bedeutung der Jesusbewegung aus der sich zwei große Religionen entwickelt haben.

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Als gläubige Christin war ich gespannt und neugierig auf dieses Buch. Obwohl sehr viele Fachausdrücke und doch auch einiges genaues Vorwissen notwendig war, bzw mehrmaliges Nachschlagen in verschiedenen Büchern, um dem Inhalt des Buches zu folgen, las es sich spannend und informativ. Es kam mir so vor, als wäre ich bei einer Vorlesung auf der Uni.... bei einem guten Professor...lehrreich ...gespickt mit einigen fiktiven Beispielerzählungen, die zum besseren Verständnis beitrugen. Die Disposition am Anfang des Buches schafft einen klaren Überblick über die Themen. Die Entstehung des Christentums wird sowohl von historischer Seite ( römisches Reich und Konflikte mit dem Königreich Israel) als auch von der Seite des rabbinischen Judentums und der Gemeinschaft der ersten Christen ausführlich dargestellt. Beeindruckend für mich war, wie sehr das Christentum mit dem Judentum verflochten ist. Leider haben falsche Übersetzungen und falsche Auslegungen späterer Kirchenlehrer zu einem einem falschen Verhältnis zwischen Judentum und Christentum geführt. Das Buch zeigt, wie sehr sich die ersten Messiasgläubigen als Juden verstanden und aus diesem Glauben heraus handelten. Dem Autor gelingt es gut das Gemeinsame der beiden Weltreligionen darzustellen. Das Christentum würde es ohne das Judentum nicht geben. Jedem Christ sei die Lektüre dieses Buches ans Herz gelegt, damit endlich alle Vorurteile gegenüber dem Judentum überdacht und ausgeräumt werden.

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Dieses Buch eröffnet neue und interessante Perspektiven auf den Ursprung des Christentums. Der Leser erfährt im ersten Teil, wie tief verankert Jesus im Judentum war und das viele Dinge, die wir als klare Abgrenzung vom Judentum ansehen (wie zum Beispiel Jesu Haltung zum Sabbat), schon damals von kleineren jüdischen Gruppen so gesehen und praktiziert wurden. Doch das Buch bleibt nicht bei Jesus stehen sondern zeigt weiter auf, dass auch die ersten Menschen, die heute als Christen wahrgenommen werden, wie zum Beispiel "der erste christliche Märtyrer" Stephanus aber auch der Apostel Paulus noch Juden waren. Danach setzt sich das Buch im zweiten Teil ausführlich mit den Bruchstellen zwischen Judentum und Christentum, die im jüdisch-römischen Krieg entstanden, auseinander, um dann im dritten Teil einen Ausblick auf die Zeit nach dem Bruch zu geben und die Identitätsbildung der christlichen Gemeinden zu erklären. Der Schreibstil des Buches ist leicht verständlich und das obwohl es inhaltlich schon anspruchsvoll ist und sich wissenschaftlich mit diesem Thema auseinandersetzt. Ich persönlich fand es sehr spannend, mich mit den Ursprüngen des Christentums zu beschäftigen. Besonders im Bezug auf die antisemitischen Strömungen, die es in Deutschland und Europa lange gab. In der dortigen Propaganda wird das Judentum sehr scharf vom Christentum abgegrenzt. In diesem Buch erfährt man durch den historisch-wissenschaftlichen Hintergrund, wie falsch diese Propaganda ist. Nicht nur waren Jesus und alle seine Jünger Juden; auch noch lange Zeit nach Jesu Tod haben sich die Gemeinden als jüdische Gemeinden empfunden. Das einzige, das mich an diesem Buch etwas gestört hat, ist, dass man an einigen Stellen merkt, dass der Autor einen evangelischen Hintergrund hat. Zum Beispiel, wenn er über das letzte Abendmahl schreibt. Da hätte ich mir persönlich etwas mehr Neutralität gewünscht. Insgesamt würde ich dieses Buch auf alle Fälle weiterempfehlen. Es eignet sich für jeden, der ein geschichtliches Interesse am Juden- und Christentum hat. Aber es ist auch eine gute Lektüre für einfache Christen, die sich etwas mehr mit den Wurzeln ihres Glaubens beschäftigen wollen.

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„Wie das Christentum entstand“ von Klaus Wengst ist eine sehr ausführliche Ausarbeitung zu diesem Thema. Grundlage dieses Buches sind sowohl biblische Quellen als auch weitere jüdische und nichtjüdische Autoren der Antike. Hierbei handelt es sich nicht um einen Gesamtbericht über die Geschichte der Kirche bis heute sondern vielmehr um die Zeit „vor der Kirche“. Anhand vieler Beispiele und Belege zeigt der Autor auf, dass Jesus sich selbst als Jude verstand und dass seine ersten Anhänger Menschen aus dem Judentum waren, die weiter ihre Traditionen lebten, in die Synagoge gingen, die aber Jesus als den Messias anerkannten. Wengst beschreibt weiter wie sich die Juden nach der Zerstörung Jerusalems neu strukturierten. „Christen“ ist zunächst keine Eigenbezeichnung, etabliert sich dann später aber, ganz besonders nachdem sich auch viele Menschen nichtjüdischer Herkunft diesem Glauben anschlossen. Sehr detailliert legt der Autor viele Bibelteile - besonders des Neuen Testaments - im Hinblick auf die historische Entstehung des Christentums aus. Auch zeigt der Autor auf Grundlage weiterer historischer Belege auf, wie es zum Bruch zwischen Judentum und Christentum kam. Wengst nimmt stets die neutrale Position eines Beobachters ein. Dieses Buch eignet sich vor Allem für den interessierten Laien, kann aber mit Sicherheit ebenfalls für Theologen nicht uninteressant sein. Es handelt sich bei diesem Buch um keine Erzählung und auch um keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern um ein Sachbuch. Dabei ist es aber sehr strukturiert aufgebaut und wirkt durch die vielen Beispiele und Belege sehr lebendig, was dem Ganzen hilft den Roten Faden nicht zu verlieren. Allen, die sich für dieses Thema interessieren, kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

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Wie das Christentum entstand

Von: Zauberflöte

01.05.2021

Bei diesem Buch handelt es sich um eine sehr ausführliche Darlegung, wie und weshalb sich das Christentum aus dem Judentum heraus entwickelt hat. Das führt dazu, dass die Argumentationsgänge sehr ausschweifen und für Laien, die sich nur begrenzt mit dem Neuen Testament und auch den historischen Gegebenheiten zu der Zeit auskennen, nur mühsam nachzuvollziehen sind. Mit einem Gewissen Maß an Vorkenntnissen oder aber einer gehörigen Portion an Interesse ist das Buch jedoch meiner Meinung nach absolut empfehlenswert.

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Der Autor Klaus Wengst war bis 2007 Professor für Neues Testament an der Universität Bochum. Anschließend studierte er Theologie. Sein Buch beinhaltet eine Zeitreise durch die Geschichte – durch die Jahrtausende – des Christentums. Mir war bisher nicht bekannt, dass Jesus kein Christ, sondern Jude war. Und das bis zu seinem Tod! Erst Jahre später im ersten Jahrhundert nach Christi Geburt entwickelte sich langsam das Christentum. Man erfährt verschiedene konfliktreiche Hintergründe der Frühen Kirche, die für nicht religiöse leider etwas schwer zu verstehen sind. Man sollte sich schon vorher etwas mit der Apostelgeschichte vertraut gemacht haben. Das der Autor unter anderem evangelische Theologie studiert hat, macht sich in diesem Buch sehr bemerkbar. Er zitiert sehr viel aus den Evangelien. Manchmal kam mir das Buch wie eine Interpretation der Bibel – mit Blick auf das damalige politische Geschehen - vor. Pfingsten wurde leider nur kurz angesprochen. Gerne hätte ich ausführlicher etwas über Pfingsten erfahren, da mir einige Geschichten aus meiner Schulzeit nicht mehr so geläufig sind. Auch hätte ich mir gewünscht, dass auf andere katholische Feiertage näher eingegangen wird. Fazit: Keine leichte Lektüre; einiges ist sehr kompliziert und etwas nüchtern geschrieben. Verschiedene Wörter musste ich googeln. Z.B. war mir das Wort „Chassiden“ nicht bekannt, welches aus dem Judentum stammt. Ich hätte mir gewünscht, dass etwas ausführlicher auf die Geschichte in der damaligen Zeit eingegangen würde. Meiner Meinung nach ist das Buch geeignet für kirchengeschichtlich Interessierte, die sich auch schon mit den Evangelien auseinandergesetzt haben. Es ist für den Einstieg in die Frühzeit des Christentums für Laien nur bedingt geeignet.

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Geballte Information, schwierig verpackt

Von: Yogagirl

28.04.2021

Ein hochinteressantes, ausführliches, jedoch extrem schwieriges Buch für Fachpublikum. Der erste Teil ist für Laien wie mich fast nicht lesbar, ich habe mich dann nach ungefähr der Hälfte mit der Zusammenfassung am Ende begnügt. Der zweite und dritte Teil sind leichtere Kost, jedoch nach wie vor sehr anspruchsvoll und wie Teil 1 mit reichlich Quellenangaben gespickt. Diese hemmen leider den Lesefluß ungemein, weshalb dieses Buch, obwohl ich mich sehr darauf gefreut hatte, kein wirkliches Vergnügen war. Ich durfte es im Rahmen der Testleser Aktion gratis vorab lesen und freue mich, tatsächlich Neues erfahren zu haben, selbst kaufen würde ich es mir aufgrund der genannten Punkte aber vermutlich nicht. Ich vergebe trotzdem vier Sterne, da der Verfasser großartige Arbeit geleistet hat und nichts dafür kann, wenn mir die Lektüre zu schwierig war. Einen Punkt Abzug gibt es allerdings für die vielen Quellenverweise, die wahrscheinlich auch den/die fachlich versierten LeserIn irritieren werden.

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