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Rezensionen zu
Nachttod

Johanna Mo

Die Hanna Duncker-Serie (1)

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Spannender Krimi

Von: Sandra C.

31.07.2021

Es geht um Hanna Duncker, die wieder in ihre Heimat nach Öland zurückkehrt. Sie verließ vor 16 Jahren Öland, da ihr Vater Lars Duncker einen Mord dort beging. Inzwischen ist Hanna Polizistin geworden und hat auch gleich einen haarsträubenden Fall zu lösen. Es handelt sich hierbei um einen erstochenen Teenager, der an einem beliebten Ausflugsziel gefunden wurde und Hanna war die beste Freundin seiner Mutter. Für Hanna werden die Ermittlungen zu einer Abrechnung mit ihrer eigenen Jugend. Außerdem werden bei ihr alte Wunden aufgerissen, als sie beginnt weitere Nachforschungen im Fall ihres Vaters zu tätigen. Dabei wird Hanna klar, dass nicht alle froh darüber sind, die Tochter eines Mörders unter sich zu wissen. Das Cover finde ich etwas merkwürdig, da ich direkt auf das dick gedruckte „MO“ automatisch schauen muss. Der Titel geht somit komplett unter und das finde ich sehr schade. Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn der Titel dick auf dem Cover gedruckt gewesen wäre. Die Handlung mit den unterschiedlichen Erzählperspektiven finde ich sehr spannend und unterhaltsam. Dadurch, dass man aus verschiedenen Ansichten die Geschichte vermittelt bekommt, wird es einem überhaupt nicht langweilig. Auch die Charaktere finde ich sehr authentisch und gut ausgearbeitet. Am besten gefiel mir Hanna Duncker, weil sie wirklich einen kühlen Kopf die ganze Zeit über behält und sich nicht unterkriegen lässt. Für diesen spannenden Krimi vergebe ich volle 5 Sterne.

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Hannah Rückkehr auf die Insel Öland ist nicht ganz einfach. Sie ist nicht nur hier aufgewachsen, auch ihr Vater wurde hier zum Mörder. Er wurde gefasst, verurteilt und starb letztlich in der Haft, so dass die Geschichte im Bewusstsein der Bevölkerung zu verblassen begann. Hannahs für viele unerwartete Rückkehr lässt so manches wieder hochkochen, was sich auch in anonymen Drohungen ihr gegenüber äußert. Joel Ihr erster Fall hat es dann auch noch gewisse persönliche Bezüge zu Hannah, denn das Opfer ist Joel, der Sohn von Rebekka, die einst zu ihren engsten Freunden gehörte. Das macht die Gesamtlage nicht wirklich einfacher, denn Hannah sitzt zwischen allen Stühlen. Sie möchte der ehemaligen Freundin natürlich auch vermitteln, dass sie immer noch ihre Freundin ist, was die Ermittlungen nicht einfacher macht. Aber Rebekka schließt in ihrer Trauer ohnehin einfach alle Menschen um sich herum aus. Ausgrenzungen Neben den Kapiteln mit Ermittlungen und Befragungen gibt es auch immer wieder Kapitel aus Joels Sicht, die mir nach und nach Einblick in Joels letzte Tage gewähren. Seine Angst und seine Unsicherheit sind so eindringlich geschildert, dass ich mühelos mit ihm fühlen kann. Sich in so einer kleinen Gemeinschaft nicht angenommen zu fühlen und außerhalb derselben zu stehen muss sehr schmerzhaft sein. Irgendwie kollidieren diese Ausgrenzungen die Joel erlebt mit meinem Bild eines sehr toleranten Schweden - aber ich kenne Schweden auch eher aus Fernsehberichten und nicht als Einwohnersicht. Perspektivwechsel Die Perspektiven in dieser Geschichte wechseln immer mal wieder und dadurch lerne ich z. B. auch Hannas Kollegen Erik besser kennen. Er versucht für Hannah da zu sein, da er ihre Problematik kennt und versteht - aber Hannah ist viel zu reizbar um das wahrzunehmen. Mir tat das manchmal schon fast ein bisschen leid für den armen Kerl. Aber neben dem sehr aufreibenden aktuellen Fall versucht Hannah auch immer noch ihre Vergangenheit und alles das, was damals passiert ist, aufzuarbeiten. Ungewöhnlich Insgesamt ist Nachttod eine sehr zurückhaltende, aber trotzdem sehr spannende, Geschichte über menschliche Schicksale.Das Opfer Joel wird als junger Mann auf der Suche nach seiner Identität dargestellt und alles befasst sich mehr mit dem Verlust den sein Tod darstellt, als mit dem reinen Verbrechen. Die Autorin hat es geschafft, alle vorkommenden Charaktere sehr präzise und voller unterschiedlicher Facetten zu beschreiben so dass ich immer weiter in die Geschichte hineingezogen fühlte. Mein Fazit: Nachttod von Johanna Mo ist sicher kein üblicher Krimi, aber trotzdem fand ich ihn außergewöhnlich fesselnd. Ich mochte die zurückhaltende Schreibweise und die Tatsache, dass es mehr um das Opfer als um den oder die Täter ging. Ich bin gespannt, wie diese Reihe weitergeht.

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Klappentext: Hanna Duncker ist zurück auf Öland. Hier in ihrer Heimat kennt man sie nur als die Tochter von Lars Duncker, dem Mann, der vor sechzehn Jahren einen grausamen Mord beging. Inzwischen ist Hanna diejenige, die Verbrecher jagt. Ihr erster Fall auf Öland: Ein toter Teenager, mitten in der Nacht erstochen an einem beliebten Ausflugsziel. Und niemand kennt seine Mutter besser als Hanna. Die Ermittlungen werden für Hanna zu einer Abrechnung mit ihrer eigenen Jugend, und Nachforschungen im Fall ihres Vaters reißen alte Wunden auf. Nicht alle sind froh darüber, dass die Tochter von Lars Duncker zurückgekehrt ist. Von Stockholm zurück in die Heimat nach Öland, kein leichter Schritt für Hanna. Vor sechzehn Jahren ist sie einfach verschwunden, hat sich nicht mal von ihrer besten Freundin verabschiedet. Dabei war Rebecka damals nahezu die Einzige, die noch zur ihr gehalten hat. Und nun muss Hanna Rebecka gleich an ihrem ersten Tag bei der Polizei von Öland die Nachricht überbringen, dass ihr fünfzehnjähriger Sohn Joel tot aufgefunden wurde. Anscheinend wurde er erstochen und an einem beliebten Rastplatz abgelegt. Keine leichte Aufgabe, denn das Wiedersehen mit der früheren Freundin konfrontiert Hanna auch mit ihrer eigenen Vergangenheit. Gut, dass auf dem Cover nicht "Thriller" steht, denn das würde falsche Erwartungen wecken. "Kriminalroman" trifft es schon besser, vielleicht aber noch eher "Psychologischer Spannungsroman". Wobei für mich die Spannung in weiten Teilen auf der Strecke bleibt und alles oft ein wenig zäh ist. Ich muss sagen, mit Hanna wurde ich nicht warm. Sicher ist es hart, wenn der eigene Vater als Mörder verurteilt wird, aber wenn ich dann dorthin zurückkehre, wo alles passiert ist, muss ich doch damit rechnen, dass die Leute mich nicht alle mit offenen Armen empfangen. Natürlich hat Hanna selbst mit dem Mord nichts zu tun, aber als gute Polizistin, als die sie ja dargestellt wird, sollte sie mehr Menschenkenntnis haben und im neuen Job anders auftreten, mit mehr Selbstbewusstsein. Das ist mir besonders im Verhalten gegenüber Erik aufgefallen. Wieso sagt sie ihm nicht direkt am Anfang klar ihre Meinung? Auch Rebecka war mir nicht wirklich sympathisch. Natürlich tat sie mir leid, weil sie ihren Sohn verloren hat. Aber ihr Verhalten gegenüber Petri, der sich ja wirklich bemüht und ein guter Ehemann zu sein scheint, konnte ich nicht nachvollziehen. Am besten gefallen haben mir Erik und Joel. Und Hannas Nachbarin Ingrid. Insgesamt vergebe ich drei von fünf Rosen. Zeitweise zieht sich die Handlung doch in die Länge und viele Grübeleien von Hanna oder Rebecka wiederholen sich. Gefallen hat mir dagegen die Rückblende aus Sicht von Joel, wo dann nach und nach herauskommt, was an seinem letzten Tag passiert ist. Der Schreibstil an sich ist auch angenehm zu lesen, die Kapitel sind nicht zu lang. "Nachttod" ist der erste Teil der Krimireihe und ich finde, es ist noch viel Luft nach oben. Mal sehen, ob ich weiterlese. Interessieren würde mich auf jeden Fall, ob Hanna bei ihren Nachforschungen im Fall ihres Vaters eine neue Spur findet.

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Nachttod

Von: Manuela Hahn

26.07.2021

Der erste Fall, mit dem Hanna Duncker nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat konfrontiert wird, ist besonders tragisch, das Opfer ist Joel Forslund, der Sohn ihrer ehemals besten Freundin, zu der sie den Kontakt nach ihrem Weggang vollkommen verlor. Kontakte in ihr Heimatdorf hat Hanna aber auch zu niemandem sonst aufrechterhalten, so wie es ihr jetzt auch schwerfällt mit ihren neuen Kollegen auf eine normale Art umzugehen, die Ereignisse, die zu ihrem Weggang führten, lasten zu schwer auf der jungen Frau. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Erik ermittelt Hanna in Joels näherem Umfeld und kommt dabei einem Geheimnis des Jungen auf die Spur, das wohl ein Motiv sein könnte, doch an Motiven mangelt es nicht und so rätseln nicht nur Hanna und Erik, auch als Leser folgt man so manch falscher Spur. Nachttod ist der erste Teil einer neuen Reihe der Autorin Johanna Mo und so ist es verständlich, dass die Charaktere die auch in den weiteren Teilen eine große Rolle spielen werden ausführlich vorgestellt werden. Was bei Erik auch gut gelingt, der erfahrene, etwas redselige Ermittler, macht einen sehr sympathischen Eindruck, er bemüht sich sehr ein freundschaftliches Verhältnis zu Hanna aufzubauen, was der gemeinsamen Arbeit nur zugutekommen könnte. Ganz im Gegensatz zu Hanna, die so gut wie alles abblockt, was mit ihrer Vergangenheit zu tun hat, auf Fragen nach ihrer Familie reagiert sie distanziert, um nicht zu sagen, äußerst unfreundlich und stößt damit auch Menschen, die ihr wohlgesonnen sind vor den Kopf. Als die erfahrene Ermittlerin, als die sie uns vorgestellt wurde, sollte sie es besser wissen und sie sollte ihre Gefühle etwas besser im Griff haben. Ich musste während des Lesens ausblenden, dass ich Hanna eigentlich nicht mag, zum Glück ändert sich das noch während des Lesens, um mich komplett auf den Mord und dessen Aufklärung konzentrieren zu können. Und diese Auflösung ist wirklich gut gelungen, absolut unerwartet und schlüssig, versöhnt sie mit ein paar kleinen Längen. Alles in allem ist Nachttod wirklich lesenswert.

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Guter Start der neuen Krimireihe!

Von: Günter Müller

21.07.2021

Die Tochter von Lars Duncker kommt zurück in ihre ehemalige Heimat. Ihr erster Fall ist ein ermordeter Teenager, der an einem Ausflugsziel erstochen aufgefunden wird. Hanna Duncker taucht ein in die Erinnerungen an ihre Jugend. Zusätzlich vermischt sich ihre Ermittlung mit Nachforschungen zu dem Mordfall ihres Vaters vor sechzehn Jahren. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, zum einen die Ereignisse, die der ermordete Joel in seinen letzten Stunden erlebt hat und die verschiedenen Phasen der Ermittlungen von Hanna Duncker. Im ersten Drittel kommt der Leser etwas schwierig in die Geschichte hinein, doch dann ist man schnell mittendrin im Geschehen der Ermittlungen. In vielen Phasen bleibt die Hauptfigur Hanna Duncker etwas blass. An dem Profil der Ermittlerin sollte in den folgenden Bänden noch etwas gearbeitet werden. Mit Nachttod ist der Autorin ein guter Krimi gelungen, den man nach dem ersten Drittel kaum aus der Hand legen kann.

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• NACHTTOD • Ein toller Auftakt rund um die Ermittlerin Hanna Duncker! Ich bin ein kleiner Fan von Schwedenkrimis bzw. Thrillern. Die Autorin Johanna Mo schafft einen vielschichtigen, spannenden Krimi, der auf der schwedischen Insel Öland spielt. Hanna Duncker ist zurück in ihrer alten Heimat, um dort ihre neue Stelle als Ermittlerin anzutreten. Kaum ist sie da, befindet sie sich unmittelbar in einem neuen Fall, bei dem sie auf alte Bekannte tritt: ein lebloser Jugendlicher wird an einem beliebten Ausflugsort gefunden. Mit dem Fall holt Hanna Duncker auch ihre Vergangenheit ein, denn sie bekommt Drohungen zu spüren, da sie als Tochter des Mörders Lars Duncker zurück gekehrt ist. Vorweg: der Kriminalroman rund um die Ermittlerin Hanna Duncker hat mich sehr gut unterhalten. Die außergewöhnliche Perspektive, dass Hanna nach Öland zurück kehrt, obwohl ihr Vater als Verurteilter Mörder gilt, fand ich sehr spannend. Man bemerkt, dass Hanna oftmals mit den alten Geistern zu kämpfen hat und gar nicht so recht weiß, wie man sich in einer solchen Situation professionell verhalten soll. Ich mag die Charakterzeichnung sehr gerne, da Hanna sowohl ruhig als auch professionell auftritt. Ihre Gedanken und Gefühle waren für mich immer gut nachvollziehbar. Die Handlung ist spannend und nicht allzu blutig, stattdessen geht es wirklich um die Auflösung des Falles. Dabei wird intensiv ermittelt. Man wird nicht mit Charakteren und Schauplätzen überfordert. Da dies der Auftakt der Reihe ist, haben alle Charaktere noch deutlich Potential nach oben, was ich sehr spannend finde.Die Handlung wird mithilfe zweier Ebenen und Dreier Perspektiven erzählt. Der Spannungsbogen ist gut. 📖 Für mich ist “Nachttod” der Auftakt einer spannenden schwedischen Kriminalroman-Reihe. Die Ermittlerin Hanna Duncker ist sympathisch und vielschichtig. Ich freue mich sehr auf die beiden Fortsetzungen! [4/5] REZENSIONSEXEMPLAR

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Der erste Fall von Hanna Duncker

Von: whitecat1

15.07.2021

Zum Inhalt: Als Hannas Vater wegen Mord verurteilt wurde, reifte in ihr der Entschluß, Polizistin zu werden. Sie begann ihre Ausbildung und kehrte nach 16 Jahren in ihre Heimat Öland zurück. Sogleich wird sie mit dem Todesfall, eines 15jährigen Jungen, der Sohn ihrer besten Freundin, zur Aufklärung herangezogen. Mit ihrem Kollegen Erik Lindgren beginnt nun die Ermittlungsarbeit... Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar. Der Leser erfährt einiges über die Ermittlungsarbeit. Die Protagonisten mit ihren Charakteren wirken authentisch. Auch der Spannungsbogen wird aufgebaut und aus der Sicht des Ermordeten seine letzten Tage beschrieben. Auch das schöne Cover, welches die Landschaft Ölands darstellt, hat mir gut gefallen. Meine Meinung: Ein spannender Krimi mit klarer Leseempfehlung, den ich gerne mit 4* bewerte.

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Vor vielen Jahren hat Hanna Duncker das Dorf ihrer Heimat verlassen, noch immer kennt man sie dort vor allem als Tochter eines Mörders, der nach einer langen Haftstrafe gestorben ist. Nun kehrt sie beruflich nach Öland zurück, um selbst als Ermittlerin der Polizei einen Mordfall aufzuklären. Ausgerechnet der Sohn einer ehemaligen guten Freundin von Hanna wurde erstochen. Es fällt Hanna schwer, sich einzugliedern und einen Zugang zu den Menschen zu finden, sodass ihr Kollege Erik bald zu einer unschätzbaren Stütze wird… Auf drei Teile ist die Reihe um Hanna Duncker der schwedischen Autorin Johanna Mo ausgelegt, „Nachttod“ macht dabei den Anfang, sodass man hier natürlich zunächst einmal die Charaktere und ihre näheren Lebensumstände kennenlernt. Die Autorin hat dies glücklicherweise in die laufende Handlung integriert, sodass man Hanna, Erik und die Nebenfiguren des Falles langsam besser kennenlernt. Hanna ist dabei in meinen Augen die diverseste Figur, ruppig und abweisend, man merkt aber eben auch immer wieder die Verletzungen, die die toughe Ermittlerin durch das Verbrechen ihres Vaters und den anschließenden Umgang der Menschen mit ihr davongetragen hat. Es ist nicht leicht, einen Zugang zu ihr zu finden, aber gerade das gefällt mir hier so gut, da sie eben nicht nur kalt und emotionslos ist. Erik ist das genaue Gegenteil, ein Sunnyboy, der leicht ins Gespräch kommt und empathisch agiert, woraus sich nicht nur interessante Kontraste ergeben, sondern die Ermittlungen immer wieder vorantreibt. Die Stimmung ist dabei dicht, die schwedische Landschaft und das Gemüt der Menschen fließt gekonnt in die Handlung mit ein, auch wenn dies an manchen Stellen doch etwas zu ausführlich eingebaut wird und die Dynamik durch allzu lange Szenen gemindert wird. Im Grunde ist der Verlauf aber sehr spannend, insbesondere auch weil auf zwei Zeitebenen erzählt wird: Einerseits sind da natürlich Erik und vor allem Hanna bei ihren Ermittlungen, die immer mehr Zusammenhänge herausfinden. Andererseits wird auch aus der Sicht des Teenagers erzählt, was nicht nur die Spannung weiter erhöht, sondern auch einfühlsam und treffend auf ein aktuelles Thema aufmerksam macht. Der Spannungsbogen trägt, und auch wenn man den Täter schon einige Zeit im Voraus im Visier haben kann, bleiben noch viele Überraschungen übrig, um ein packendes Finale zu erzählen. Der eigentliche Fall wird dabei gekonnt abgeschlossen, die persönliche Geschichte um Hanna und ihren Vater bleibt aber offen, auch bei Erik deutet sich eine weitere Hintergrundgeschichte an, die man wohl in den kommenden Bänden weiter kennenlernen wird. „Nachttod“ überzeugt mit einer sperrigen Ermittlerin mit interessantem Hintergrund, der eine gelungene Facette in den Roman mit einbringt. Aber auch der hier fokussierte Fall ist spannend und vielseitig, erzeugt trotz (oder gerade wegen) fehlender Brutalität packend geraten. Das liest sich – mit kurzen Ausnahmen – flüssig und atmosphärisch, sodass die Lust auf die kommenden Romane geweckt wird. Auch wegen des starken Themas.

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