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Rezensionen zu
Die Mädchenbibel

Martina Steinkühler

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Bibelgeschichten aus Frauen/Mädchen Perspektive

Von: nikos_buecherregal

05.10.2021

Als ich das Cover dieses Buches sah, war ich an das Buch sehr gespannt. Das Buch scheint sehr modern, das Mädchen auf dem Cover trägt Kopfhörer und eine mutige Frisur und rundherum sind Illustrationen, die an Bibel erinnern. Die Sprache im Buch erinnert auch sehr stark an Bibel. Die Geschichten sind unterteilt und man kann sie leicht verfolgen und verstehen. So könnten auch jüngeren Mädchen das Buch lesen. Ich würde aber empfehlen, dass eine Erwachsene Person dabei ist, damit die Geschichten besprochen werden können. Die Frauen wie Saras Magd Miw denken nicht nach, sondern man nimmt die Dinge so wie sie sind. Nicht einmal Sara denkt lange nach. Sie glaubt fest daran, dass "keine Frau ist eine gute Frau ohne Kind" und sie spricht im plural "ja, das wollen wir". Genau so habe ich mir die Frauen im Bibel auch vorgestellt, sie selber halten nicht viel von ihnen, sie selber haben wenig Meinung, sie teilen die Meinung anderer. Kein Wunder, dass sie sehr oft nicht mit Name erwähnt wurden und dass im Bibel Helden sind nur die Männer. Manchmal kommen Charaktere vor, die hilflos wirken und einfach erzählen, was rundherum passiert. Manchmal kommen aber Charaktere vor, die viele infrage stellen. ZB Hagar fragt warum Gott nur einer ist oder warum ist er ER? Beides sollte man mit den LeserInnen besprechen, weil keine Extreme gut sind und philosophische Ideen sind wertvoll nur wenn sie diskutiert sind. Mir haben auch die Kästchen gefallen, wo einige Begriffe erklärt sind. So erfährt man zB warum "Magd" anstatt Sklaven verwendet wird, was ein(e) RichterIn ist, oder wann laut Bibel eine Frau "unrein" ist usw. . Ich habe das Buch sehr interessant gefunden. Als Leser kann ich mir Kinder/Jugendliche, sowohl Mädchen als auch Buben, ab ca. 10 Jahre, am besten zusammen mit einem Erwachsenen vorstellen, damit das Gelesene auch besprochen werden kann. Und warum nicht?!, vielleicht kann das Buch auch im Religionsunterricht verwendet werden.

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Interessantes Thema, schwierige Sprache

Von: gabiletta

02.10.2021

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. Was für eine gute Idee, den Mädchen die Bibel näherzubringen, indem man die Geschichten der Mädchen und Frauen in der Bibel nacherzählt. Das hätte es längst geben sollen. Wie gerne hätte ich solch ein Buch in meiner Kindheit gelesen. Das Buch hat einen schönen, fröhlichen Einband, das abgebildete Mädchen hat Kopfhörer auf und vermittelt den Eindruck, dass es sich um ein Buch für Teenager handelt. Man merkt aber dann schnell, dass es kein Buch für Teenager ist. Die Geschichten um Freundschaft und Liebe hätten so viel spannender und deutlicher erzählt werden können. Die Sprache empfinde ich als trocken und unverständlich und leider auch für kleinere Mädchen so gar nicht ansprechend, viel zu kompliziert. Was ich mir vorstellen kann, ist, dass jungen Mädchen die Geschichten vorgelesen werden, so dass die Vorleser*Innen den Mädchen zusätzliche mit eigenen Worten erklären können, worum es geht. Womöglich hat die Autorin es sich selbst so vorgestellt und deshalb die Geschichten in entsprechend kurze Abschnitte gegliedert.

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Das Cover ist ein Hingucker und hat mich definitiv angesprochen, dabei habe ich zuerst den Begriff "Bibel" nicht wörtlich genommen. Der Klappentext verrät allerdings dann, dass hier keine wichtigen Inhalte für Mädchen verraten werden, sondern dass biblische Geschichten aus ungewohnter Perspektive im Zentrum stehen. Und so fängt man an, Erzählungen aus dem Alten Testament aus der Sicht vielfach unbedeutender Dienerinnen, Ammen oder Mägden zu lesen, die man allesamt kennt und die auf diese Weise doch so fremd scheinen. Etwa zwei Drittel des Buches behandeln das Alte, der Rest das Neue Testament. Bei diesem Teil bin ich mit den zahlreichen Marias etwas durcheinander gekommen, sodass mir der Teil des Alten Testaments wider Erwarten mehr zugesagt hat. Während der Lektüre habe ich mich immer wieder gefragt, warum mir diese männerlastige Erzählweise der Bibel bislang nicht aufgefallen ist. Weil auch die Institution der christlichen Kirche so maskulin erscheint? Weil man es von Kindesbeinen an nicht anders kennt? Auf alle Fälle fand ich diesen Perspektivenwechsel, aber auch den Erzählstil ungemein erfrischend und gut zu lesen. Das Thema passt auch voll in unsere Zeit und benötigt dafür kein einziges Gendersternchen;-) Dafür gibt es fünf Sterne für das Lesevergnügen.

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Buchinhalt: Aus der Sicht der weiblichen (Neben-)Figuren erzählt Autorin Steinkühler hier zahlreiche biblische Geschichten des Alten und Neuen Testaments neu – und aus Frauensicht. Wer waren die Mütter, Schwestern, Ehefrauen und Mägde der biblischen Helden? Was dachten sie und welchen Einfluss hatten sie auf Abraham, Isaak, Jakob, Moses, Johannes den Täufer und schließlich Jesus selbst? Ein spannender Einblick in die Welt der Bibel! Persönlicher Eindruck: Es ist ein interessanter Ansatz, den die Autorin hier verwirklicht: aus der Sicht der Frauen, die untrennbar zu den biblischen Männerfiguren gehörten, aber nur spärlich oder gar nicht genannt wurden, erzählt sie bekannte und unbekanntere Bibelgeschichten nach, mit ganz eigenen Schwerpunkten und Überlegungen. Wer waren die Frauen und Mädchen, die Mütter, Schwestern, Mägde und Gefährtinnen von Abraham, Moses & Co? Wie erlebten sie die Ereignisse, von denen Altes und Neues Testament erzählen? Spannend und tiefgängig erzählen teils fiktive Frauengestalten von den Anfängen des Volkes Israel, von Abrahams Aufbruch in das Land der Verheißung, von Moses‘ Auszug aus der Knechtschaft Ägyptens aber auch von eher unbekannteren Geschichten rund um Simson, dessen Stärke in seinem Haar gelegen war, von der Richterzeit oder den Tagen von Midian. Der Schwerpunkt der einzelnen Geschichten liegt hier eindeutig auf dem Alten Testament, das Neue Testament kam in meinen Augen leider etwas zu kurz. Die Geschichte Jesu ist nur eine Momentaufnahme, das gefiel mir jetzt nicht so gut. Auch hatte ich etwas Probleme mit der Vorstellung, dass Jesus in dieser Nacherzählung mehrere Schwestern gehabt haben soll – vieles ist trotz großem und recht genauem Bibelbezug dann eben doch schriftstellerische Freiheit und Fiktion der Autorin. Andererseits: gerade die weitergehenden Gedanken, wie man als Frau das Ganze in der damaligen Zeit wohl sah, macht das Buch zu einem spannenden und interessanten Werk, das man nur schwer wieder aus der Hand legen kann, hat man einmal mit dem Lesen begonnen. Die Beschreibung der Lebensverhältnisse der biblischen Zeit wurde authentisch und tiefgängig vermittelt, das tägliche Leben der Menschen und die Stellung der Frau deutlich und anschaulich. Textverweise zu den zugrunde liegenden Bibelstellen wurden an vielen Stellen vorgenommen, im Glossar des Anhangs sind alle Bibelbezüge zum Nachlesen genannt. Schön fand ich die wenigen aber sehr ansprechenden Illustrationen und die moderne Textgestaltung, die die einzelnen Kapitel mit Hilfe von fettgedruckten zentralen Sätzen der Botschaft nochmal in kleinere Abschnitte gliedert. So eignet sich das Buch prima zum selber lesen, für Lesekreise und Jugendarbeit – wobei ich eindeutig betone, dass es (obwohl für eine Zielgruppe ab 12 Jahren geschrieben) sich auch wunderbar für den erwachsenen Leser eignet und nie langweilig wird. Mein Fazit: eine spannende und interessante Nacherzählung bekannter Bibelstellen, angereichert mit fiktionalen Bestandteilen aus der Feder der Autorin – mit viel Stoff für anschließende Gespräche, zum Reflektieren und als Anstoß, das Buch der Bücher mal wieder ausführlicher zur Hand zu nehmen. Eine Leseempfehlung für alle Altersgruppen!

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ganz ok

Von: Vl

27.09.2021

Nur wenige Mädchen und Frauen kommen in der Bibel namentlich vor, oft sind sie nur die "Tochter von", "Frau von", "Magd von" ohne eigenen Namen. Aber sie hatten alle Namen - nur die Bibel schweigt davon. Die meisten Mädchen aber kommen gar nicht erst in den Blick, weder zu Wort noch zur Erwähnung. Und doch müssen sie dagewesen und dabei gewesen sein, immer und überall und mittendrin. Sie haben die Jungen und die Männer gekannt, von denen die Bibel erzählt. Sie haben sie geliebt und bewundert, gefürchtet und gehasst. Sie haben sich ihren Teil gedacht. Sie haben mitgemacht, beraten, getröstet, gestärkt. Recht und Unrecht getan, Recht und Unrecht verhindert. Schaden angerichtet und Schaden wiedergutgemacht. Herz und Seele gegeben, gezweifelt, geglaubt. An Götter, an das Gute, an Gott. Es wird Zeit, die Bibel aus ihrer Sicht zu erzählen. Es werden die vertrauten Erzählungen sein, und doch anders. Mehr privat als öffentlich – so wie es der Rolle der Mädchen entsprach in biblischer Zeit; und immer wird es um Beziehungen gehen, zwischen den Menschen und zwischen Gott und Mensch. Denn so entspricht es uns, Mädchen und Frauen zu aller Zeit.

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Gender Bibel

Von: Zaenna

21.09.2021

Das Buch passt ins gender Zeitalter. Ein Buch, das junge (und ältere) Mädels einen neuen Blick auf die biblischen Geschichten ermöglicht.

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