Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Rezensionen zu
Der Rabbi und der Kommissar: Du sollst nicht begehren

Michel Bergmann

Die Rabbi-und-Kommissar-Reihe (2)

(1)
(3)
(1)
(0)
(0)
€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Er kann es nicht lassen: Rabbiner Henry Silberbaum aus Frankfurt wirft als Hobbydetektiv einmal mehr Einblicke in die Abgründe seiner Gemeinde. Diesmal geht es um Galina Gurewitz, die spurlos verschwunden ist. Ihr 30 Jahre älterer Ehemann Semjon, der als "Biznesmen" auf etwas undurchsichtige Weise zu Reichtum gekommen ist, hat allerdings keine Vermisstenanzeige erstattet und gibt sich auf Nachfragen eher schroff. Galinas Mutter scheint nach ersten Sorgen ebenfalls seltsam gleichgültig und macht keinen Druck mehr, die Verschwundene zu suchen. Doch da hat sie die Rechnung ohne Rabbi Silberbaum gemacht! Zusammen mit seinem Freund Kommissar Berking von der Frankfurter Polizei kann er es nicht lassen, auch im zweiten Band von Michel Bergmanns Reihe "Der Rabbi und der Kommissar" zu ermitteln. Diesmal heißt es:"Du sollst nicht begehren" - und wenn Bergmann sich an den zehn Geboten orientiert, dürfte es für die Beiden noch einiges zu tun geben. Motive für ein nicht ganz freiwilliges Verschwinden Galinas gibt es reichlich - da ist zunächst einmal die Ex-Frau Semjons, die es nicht gerade toll fand, durch ein Zweitmodell im Alter ihres ältesten Sohnes ersetzt zu werden. Und Galina selbst? Ihr wird nicht nur ein Verhältnis mit einem anderen Gemeindemitglied nachgesagt, auch Erpressung soll ihr nicht fremd sein. Erpresst wird aber auch Semjon. Ein undurchsichtige Rolle spielt zudem ein russischer Diplomat des Frankfurter Generalkonsulats, der sich um die Ex-Landsleute kümmert, die einst als jüdische Kontingentsflüchtlinge nach Deutschland auswanderten. Nicht nur aus uneigennützigen, denn dem Mann wird eine Geheimdienstverbindung nachgesagt. Oder hat er obendrein Verbindungen in die Welt des Organisierten Verbrechens? Schließlich ist nicht unbekannt, dass seinerzeit keineswegs nur richtige Juden nach Deutschland kamen, sondern auch der eine oder andere Dieb im Gesetz die Chance nutzte und sich durch Bestechung oder Einschüchterung die angebliche jüdische Identität verschaffte, die ihm ein Leben in Deutschland garantierte.... Nimmt es daWunder, dass der Gemeindevorsteher argwöhnt, der Rabbiner könnte seine Pflichten zugunsten der Detektivarbeit vernachlässigen? Schließlich ist zwischen dem Religionsunterricht in der Schule, den Gottesdiensten und den Besuchen bei den Bewohnern des Altenzentrums so einiges zu erledigen. Silberbaum lässt seinem Kumpel Berking nicht nur talmudische Weisheiten, sondern auch kulinarische Erziehung zuteil werden, der Nordhesse hat sich schließlich bisher kaum über die Imbisswurst hinausentwickelt. Und auch das Privaltleben ist fordernd - hier Mama Silberbaum, da Fernbeziehung Zoe in New York, mit der Silberbaum zunehmend weniger eine Zukunft sieht. Und dann ist da noch die attraktive Leiterin des Altenzentrums, die bei Silberbaum Unterricht für ihre Konvertierung nimmt.Zwar hat sie angeblich einen Freund in Israel, aber irgendwie ist die Luft zwischen ihr und dem Rabbi ziemlich flirrend. Unterhaltsam, humorvoll, spannend und mit Einblicken ins jüdische Gemeindeleben, das auch in Frankfurt stark von russischer Zuwanderung geprägt ist, machen in "Du sollst nicht begehren" vor allem die Besonderheiten und mitunter exzentrischen Eigenarten der Protagonisten den Charme des Buches aus. Augenzwinkernd und liebenswert ist dieser Cozy-Krimi mit zahlreichen jiddischen Einsprengseln, die am Ende des Buches in einem Glossar auch für gojim verständlich erklärt werden. Da freue ich mich doch schon auf das nächste Abenteuer des Rabbis und des Kommissars.

Lesen Sie weiter

Schon vom ersten Teil der Serie war ich angetan – ein etwas anderes Krimi Buch. Auch dieser Teil hat mich von Beginn an gefesselt. Auch wenn es ab und zu in diesem Teil verwirrend ist, muss ich sagen humorvoll und fesselnd ist die Handlung auf alle Fälle. Ein Fall, der in der Gegenwart spielt, der in sich abgeschlossen ist.

Lesen Sie weiter

Der Rabbiner Henry Silberbaum macht sich Sorgen um die Weltklasseschwimmerin Galina Gurewitz. Sie ist seit Wochen verschwunden. Ihr Ehemann ein russischer Geschäftsmann scheint sich keine Sorgen zu machen und auch Galina's Mutter unternimmt nicht allzu viel um ihre Tochter zu suchen. So unterstützt er seinen Freund und Kommissar Berking und gemeinsam machen sich die zwei auf Suche. Der Schreibstil ist leicht und zügig zu lesen. Die Protagonisten passen gut in das Geschehen hinein und die Spannung steigert sich zwar langsam aber bleibt dann doch auf einer gewissen Höhe stehen. Fazit:Die Handlung in diesem Regionalkrimi spielt sich in Frankfurt ab. Insgesamt umfasst die Story 19 Kapitel. Ich bin sehr gut in das Buch hineingekommen obwohl ich das Vorgängerbuch nicht kenne. Mir fiel zudem auf dass es nur zwei kleinere Rückblenden gab. Der Autor hat die Story in der Gegenwart geschrieben und dies war für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Auch der Schreibstil war für mich wie abgehackt. Henry Silberbaum ist meiner Meinung nach immer unterwegs, immer in Aktion und ständig auf Achse zudem kennt er alle seine "Schäfchen" in seiner jüdischen Gemeinde. Der Kommissar hält sich meiner Ansicht nach im Hintergrund und spielte für mich eine längere Zeit keine Hauptrolle in diesem Krimi. Die Atmosphäre wirkte auf mich kühl obwohl öfters etwas Humor aufblitzt. Ich bekam einen recht guten Eindruck in das Leben der jüdischen Gemeinde Frankfurts. Es geht hierbei um Erpressung und Mord aber trotzdem hat mich dieses Buch nicht ganz so überzeugen können. Im Glossar werden jüdische,hebräische und englische Wörter und Sätze übersetzt. Diese ist der zweite Band einer bisher zweiteiligen Reihe. Er ist in sich abgeschlossen. Ich vergebe für diesen Regionalkrimi drei Sterne.

Lesen Sie weiter

Galina Gurewitz, die man im ersten Band als Schwimmlehrerin kennenlernte, ist spurlos verschwunden. Dass weder ihr Ehemann noch ihre Mutter Anstalten machen zur Polizei zu gehen und sie als vermisst zu melden, kommt Rabbi Henry Silberbaum nicht koscher vor. Auch sein Nachfragen bei den Erwähnten macht ihn nur noch skeptischer und ihr Verschwinden lässt ihm keine Ruhe. Kommissar Berking sind aber die Hände gebunden, so lange keine Vermisstenanzeige vorliegt. Silberbaum macht sich also selbst auf die Suche. Sein Amt als Rabbi eignet sich perfekt um mit den unterschiedlichsten Menschen nicht nur seiner Gemeinde ins Gespräch zu kommen und dies nutzt Henry aus. Seniorenresidenz-Leiterin Esther Simon, Buchhändler Jossi Singer, Henrys Sekretärin und auch seine Schüler trifft man wieder. Besonders seine Schullektionen benutzt Henry hier aktiv um seine Gedanken zum Fall zu überprüfen, während seine Telefonate nach Amerika immer kürzer werden. Von Seite zu Seite kommt Henry nicht nur dem Verschwinden von Galina auf die Spur, sondern deckt am Ende auch ein grosses Geheimnis aka Verbrechen auf. Der Weg dahin ist, wie bereits im ersten Band, äusserst lustvoll zu lesen. Ich mag Silberbaums Humor und seine Zusammenarbeit mit Kommissar Bering. Bering lernt immer mehr über das Judentum, und auch Leser*innen dürften das eine oder andere dazu lernen. Fazit: Kurzweiliger und amüsanter Krimi, der in einer liberalen jüdischen Gemeinde angesiedelt ist. 4 Punkte.

Lesen Sie weiter

Es ist wirklich schwer, sich zu entscheiden: mag man das Buch wegen des spannenden Krimis oder wegen des großartigen Humors? Oder – ja, das ist es – wegen der ganz wunderbaren Mischung aus beidem! Ein Buch, das gewissermaßen auf einem Schmunzel-Fundament steht. Schmunzeln wird man immer, oft lächeln, dann wieder lauthals lachen. Wer jetzt meint, dass deshalb die Stimmung für einen Krimi viel zu fröhlich ist …. irrt, denn es kommt doch immer nur auf die richtige Abstimmung an :-) Wie schon im ersten Rabbi Silberstein-Krimi beweist Michel Bergmann wirklich grandiosen Humor, die Dialoge, die er schreibt würden jeder Komödie auf Bühne, Leinwand oder Bildschirm die Krone aufsetzten, alles drehbuchreif, quasi (inklusive einiger Witze zum Weitererzählen). Moses kommt auf den Sinai und Gott sagt zu ihm: „Ich habe Gebote für Euch!“. Da fragt Moses: „Was sollen die kosten?“. Da sagt Gott: „Nichts“. „Gut“, sagt Moses, „dann nehme ich zehn!“ (Seite 45) Henry Silberstein, und jetzt geht es um seine Detektiv-Leidenschaft, sorgt sich um ein Mitglied seiner Gemeinde. Galina Gurewitz ist seit längerer Zeit verschwunden, als sich ihre Mutter endlich an den Rabbi wendet. Seltsam, dass ihr Ehemann oder jemand anderes aus ihrer Familie bisher nichts unternommen hat – keine Vermisstenanzeige, keine Suche nach ihr, niemand scheint sich Sorgen zu machen oder auch nur im geringsten beunruhigt zu sein. Den Ehemann findet der Rabbi von Anfang an nicht vertrauenserweckend – Semjon Gurewitz heißt der, Typ russischer Geschäftsmann mit Halbwelt-Connections und mehr als doppelt so alt wie Galina. Die Ehe scheint, das ist schnell klar, eine reine Zweckverbindung zu sein: er suchte für Repräsentationszwecke eine junge, hübsche Frau, als Olympiaschwimmerin dazu noch berühmt, und sie wurde von der Mutter gedrängt, in ein Leben ohne Geldsorgen zu heiraten. Semjon Gurewitz ist nicht nur nicht erfreut, als Henry Silberstein beginnt, nach dem Verbleib der Verschwundenen zu forschen – er bedroht den Rabbi sogar, sollte der nicht umgehend mit seinen Schnüffeleien aufhören. Keine Frage, dass Henry von so etwas nur noch mehr angespornt wird, unterstützt von seinem neuen Best-Buddy, dem Kriminalkommissar Berking. Es wird gefährlich für den Rabbi … Zur wirklich sehr kurzweiligen und unterhaltsamen Geschichte liest man auch sehr viel über jüdisches Leben, Festtage und wie sie begangen werden, den Talmud, dessen Struktur und Entstehung und darüber, wie man in der jüdischen Gemeinde miteinander umgeht und auf sich selbst (meist mit Augenzwinkern) blickt. Michel Bergmann schickt seinen Rabbi in eine TV-Diskussion (die von der teilweise in Israel lebenden Moderator Andreas Kiewel geleite wird. Das ist die Bühne für Henry Silberstein, über das historische und gegenwärtige Schicksal der Juden zu sprechen. Darunter eine, wie ich finde, ungemein gescheite und treffende Definition zum Thema Antisemitismus & Rassismus: Nun, die Quelle ist sicher die gleiche, nämlich Menschenhass, aber es gibt eine gravierende Unterscheidung: Antisemitismus bedeutet, Menschen für das zu hassen, was sie sind. Nämlich Juden. Rassismus bedeutet, Menschen für das zu hassen, was sie nicht sind. Nämlich weiß! (Seite 168) Alleine dieser Abschnitt ist es unbedingt wert, dieses Buch zu lesen. Macht alles zusammen also wirkliche viele unwiderstehliche Argumente dafür, diesen zweiten Teil der Reihe zu lesen. Die gute Nachricht zu Schluss: es geht weiter ….

Lesen Sie weiter

Wir stellen nicht sicher, dass Rezensent*innen, welche unsere Produkte auf dieser Website bewerten, unsere Produkte auch tatsächlich gekauft/gelesen haben.