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Rezensionen zu
Alle drei Tage

Laura Backes, Margherita Bettoni

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€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

𝒵𝓊𝓈𝒶𝓂𝓂𝑒𝓃𝒻𝒶𝓈𝓈𝓊𝓃𝑔 (TW❗️): Das Buch handelt von Femiziden, die in Protokollform geschildert werden. Dabei wird der Hintergrund, die Beziehung der Beteiligten, etc. erwähnt ℰ𝒾𝑔𝑒𝓃𝑒 ℳ𝑒𝒾𝓃𝓊𝓃𝑔: Leider muss ich gestehen, dass ich vor dem Buch noch nicht wirklich viel über Femizide (= Frauenmorde) wusste. Das Buch ist sehr informierend, jedoch nichts für schwache Nerven, weil die Fälle sehr detailliert beschrieben werden. Trotzdem bin ich froh, das Buch gelesen und neues dazugelernt zu haben. ℱ𝒶𝓏𝒾𝓉: Alles in allem ein aufklärendes, interessantes und zugleich erschreckendes Buch.

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„137. So viele Frauen starben 2017 jeden Tag durch einen Femizid irgendwo auf der Welt. Das sind sechs Frauen jede Stunde, eine Frau alle zehn Minuten“ (S. 165). Für die beiden Autorinnen ist der Inhalt des Buches kein neues Thema, während Laura Backes als stellvertretende Leiterin des Ressorts Kultur beim SPIEGEL in Hamburg arbeitet und dort regelmäßig über sexuelle Gewalt und Gewalt gegen Frauen berichtet, beschäftigt sich die Investigativjournalistin Margherita Bettoni schwerpunktmäßig mit organisierter Kriminalität und sexualisierter Gewalt. Mit dem Ziel ein Buch zu schreiben, welches eine umfassende Aufklärung über Femizide bietet, bedienen sich die beiden Autorinnen verschiedener Recherchemethoden. Innerhalb des Buches sollen Frauen im Mittelpunkt stehen. Neben sieben Kapiteln die zur Informationsgewinnung der Leserschaft dienen, berichten fünf Frauen in Form von Protokollen über Femzidversuche ihrer Ex-Partner. Die sieben Kapitel sind informativ und vielfältig gestaltet. Die Autorinnen gliedern sinnvoll, untermauern ihre Aussagen durch Quellen und stellen innerhalb des Buches wertvolle Forderung, unter anderem an Privatpersonen, den Rechtsapparat und Medienschaffende. Weniger einfach zu lesen waren die Protokolle der Frauen, welche Femizide durch ihre Ex-Partner überlebt haben. Dabei wird nicht nur auf den Zeitpunkt der Tat eingegangen, sondern auch auf die Phase des Kennenlernens und die Entwicklung der Beziehung bis zur Tat. Hierbei musste ich immer wieder pausieren und das Gelesene wirken lassen. Für mich war dieses Buch nicht einfach zu lesen und die Schilderungen haben mich sehr mitgenommen. Gerade als Einstieg in dieses Thema eignet sich das Buch sehr gut und das unabhängig vom eigenen Geschlecht. Die Sensibilisierung für Femizide und diese als solche zu benennen erachte ich für unsere Gesellschaft als unglaublich wichtig, damit sich ein Bewusstsein für Femizide bildet und diese nicht mehr als „Einzelfälle“ verharmlost werden.

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TRIGGER-WARNUNG: Das Buch beinhaltet reale, detaillierte Erfahrungsberichte über körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt, Mord und Verlust! Inhalt: Alle drei Tage wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet! Jeden Tag versucht ein Mann, seine Frau umzubringen. Laura Backes und Margherita Bettoni berichten in ihrem Buch mit eindrücklichen Erfahrungsberichten von Überlebenden, Rekonstruktionen von Taten und Einschätzungen durch Experten über Femizide. Dabei zeigen sie auf, warum es sich um ein gesellschaftliches Problem handelt, das uns alle etwas angeht, und warum wir jetzt handeln müssen. Unbezahlte Werbung Autorinnen: Laura Backes, Margherita Bettoni Genre: True-Crime Sachbuch / Politik & Gesellschaft Seitenzahl: 197 Verläge: Deutsche Verlags-Anstalt in der Penguin Random House Verlagsgruppe und Spiegel-Verlag Kommentar: Das Buch ist schockierend, ergreifend, macht fassungslos. Zugleich klärt es über ein Thema auf, das in der Gesellschaft viel zu wenig thematisiert wird: Femizide - der Mord an Frauen durch ihren Partner oder Ex-Partner. In dem Buch schildern fünf Frauen, die einen Mordversuch durch ihren damaligen Partner oder Ex-Partner überlebt haben detailliert ihre Erfahrung. Dabei erfahren wir etwas über ihre Lebenssituation, die Motive des Täters und die letztendliche Tat und deren Folgen. Die Schicksale der Frauen wurden ohne Beschönigung dargestellt, was absolut richtig und wichtig ist, um das Ausmaß der Tat zu begreifen. Deswegen war es für mich zeitweise wirklich schwer, weiterzulesen. Mehrere Femizide wurden rekonstruiert, dabei wurden Täter, Opfer und Hinterbliebene in den Fokus genommen. Die Verbrechen sind ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die Autorinnen beleuchten anschaulich, in welcher Weise Femizide in Deutschland und auch in anderen Ländern verharmlost durch die Medien dargestellt werden. Daten und Fakten sprechen jedoch für sich und zeigen, wie wichtig es ist, das Thema populärer zu machen, und neue Handlungsansätze zu finden. Ich persönlich hätte die Zahl der (versuchten) Femizide beispielsweise niemals für so hoch gehalten. Im Vergleich mit anderen Ländern zeigen die Autorinnen auf, welche Maßnahmen in Deutschland bereits bestehen, verdeutlichen jedoch ebenso den Handlungsbedarf und beleuchten mögliche Lösungsstrategien. Das Buch ist also gleichermaßen aufklärend und appelierend. Außerdem ist es durch den Aufau spannend gestaltet, da sich sachliche Beiträge über das Strafmaß, Motive der Täter und die mediale Darstellung des Themas mit den persönlichen Erfahrungen von betroffenen Frauen abwechseln. Insgesamt halte ich es für ein sehr wichtiges Buch, das über ein Thema aufklärt, das leider zu oft in Vergessenheit gerät. Den Autorinnen ist durch die Gestaltung des Buches perfekt gelungen, auf das Thema aufmerksam zu machen. Ich kann euch nur raten, das Buch zu lesen! Es ist so wichtig! Auch wenn es stellenweise schwer ist, es lohnt sich! Vielen Dank an das Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplares! Ich vergebe ⭐⭐⭐⭐⭐ 5 von 5 Sternen.

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!Triggerwarnung! In diesem Buch geht es um Gewalt an Frauen. Und die Erfahrungen werden teilweise bildlich von den Opfern beschrieben. Wer dies nicht lesen kann oder möchte, sollte diese Rezension nicht lesen! Ich muss gestehen, ich wusste bis zu diesem Buch rein garnichts über Femizide. Meine Autokorrektur kennt den Begriff anscheinend auch nicht, weil diese ihn durchgehend in Genozide umändern möchte. Aber vielleicht kommen wir erst mal dazu was Femizide überhaupt sind. Femizid bedeutet, dass Männer ihre Frauen/Freundinnen/Ex Freundinnen töten. Dies wird in Deutschland täglich versucht und alle drei Tage „gelingt“ dies. Daher auch der Titel „Alle Drei Tage“. Dazu kommen aber noch die Morde an Frauen durch unbekannte Täter. Die beiden Autorinnen möchten in dem Buch sich nur auf die Opfer fokussieren, also nur auf die Frauen im Gegensatz zu anderen Büchern, die dies thematisieren und sich nur auf die Täter fokussieren. Und das rechne ich ihnen sehr hoch an.  Ein Teil des Buches sind Protokolle von Opfern, die teilweise sehr detailliert beschreiben, was ihnen angetan wurde. Sie beschreiben also wie die Relationen zum Täter war, wie es zu der Situation gekommen ist und wie die Tat abgelaufen ist, sowie auch was im Nachhinein passiert ist. Dabei muss man im Hinterkopf behalten, sie sind die Opfer überlebt haben.  Sie sind die Opfer, bei welchen es die Männer versucht haben, aber daran gescheitert sind.  In den Kapiteln gehen die beiden Autorinnen in darauf ein, wie es dazu kommt dass der Täter so handelt, was eher nebensächlich dargestellt wird, und wie (wenn die Frau wirklich gestorben ist) die Familie damit umgeht.  Wie geht man damit um, wenn beispielsweise die Mutter oder Schwester getötet wurde und man weiß der Täter, der jetzt gerade noch in Haft sitzt, irgendwann wieder auf freiem Fuß kommt? Auch wieder so eine Frage, die ich mir selbst nicht stellen möchte, aber im Buch gestellt wird, indem genau so ein Fall erläutert wird. Ich war über das ganze Buch hinweg so dermaßen schockiert, dass ich es immer noch nicht so ganz in Worte fassen kann. Wie kann man den Skrupel aufbringen einen Menschen zu töten, der einem so nahe steht? Für mich wird das so eine Frage sein, die ich mir wahrscheinlich nie beantworten kann. Alles was erläutert wird, ist so gut beschrieben und wiedergegeben, aber auch begründet, dass alles so bildlich erscheint. Und das ist auch gut so.  Das Thema des Buches ist keine Fiktion. Es ist etwas, das wirklich geschieht und worauf sehr viel mehr aufmerksam gemacht werden sollte. Vor allem sollte die Regierung Femizide endlich in das Strafgesetzbuch aufnehmen. Und ich hoffe das geschieht auch bald. Weil länger kann das glaube ich nicht so weitergehen. Jeder Fall wird anders beurteilt. Entweder Mord oder Todschlag. Nicht selten genug wird auch noch für den Täter sympathisiert und manche kommen nach sage und schreibe fünf Jahren wieder frei. Das geht so nicht! Es ist mir egal, ob jemand getötet hat als Ehrenwort, oder aus Eifersucht. Es ist jemand tot! Mord ist Mord! Der „Grund“ ändert nichts daran. Ich könnte mich noch Stunden Tage hierüber aufregen, aber letztendlich bringt es wenig.  Nur wenn sich eine Person (hoffentlich nicht nur ich) darüber aufregt wird sich erst mal nichts daran ändern. Und das ist sehr schade. Ich kann euch nur dazu aufrufen: Lest das Buch. Regt euch mit mir auf. Seid genauso sprachlos wie ich. Hofft mit darauf dass sich in nächster Zeit irgendwas ändert.

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"Alle drei Tage - Warum Männer Frauen töten und was wir dagegen tun können" behandelt ein wirklich wichtiges Thema, über das noch viel zu wenig gesprochen wird. Jedes Kapitel behandelt ein anderes Thema, wie zum Beispiel welchem Muster die Taten folgen, welche Männer zu Tätern werden, wie eine neue Rechtsprechung aussehen könnte oder wie über Femizide berichtet wird. Zwischendrin gibt es mehrere Protokolle, in der Betroffene ihre Geschichte erzählen. Diese waren Teils unglaublich heftig zu lesen, haben das Problem aber auch sehr plastisch gemacht. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, weil es einen großen Überblick bietet und sich sprachlich locker lesen lässt. Ich persönlich hätte mir aber bei manchen Kapiteln mehr Tiefgang gewünscht. Das Kapitel zur Berichterstattung über Femizide ist gerade mal 8 Seiten lang, ich finde da hätte man - auch weil das Buch insgesamt nicht einmal ganz 200 Seiten umfasst - ruhig noch etwas mehr zu schreiben können. Trotzdem bin ich sehr froh, dass ich es gelesen habe und werde es auch bestimmt noch öfter zu dem Thema empfehlen.

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Femizide

Von: Elena_liest

10.04.2021

Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Frau umzubringen. Alle drei Tage sind diese Mordversuche von (Ex-)Partnern erfolgreich. Die Morde von fremden Männern an Frauen sind in diesen Zahlen nicht inkludiert. Laura Backes und Margherita Bettoni widmen sich in ihrem Buch "Alle drei Tage: Warum Männer Frauen töten und was wir dagegen tun müssen" genau diesem Thema: den Femiziden. Diese Bezeichnung der Morde an Frauen ist in Deutschland noch lange nicht etabliert, das Wort ist sogar erst seit 2020 im Duden zu finden. Warum das so problematisch ist und wie Femizide in Deutschland von Polizei, Justiz und Medien behandelt werden, wird in diesem Sachbuch von den Autorinnen besprochen. Zudem geben sie einen kurzen Einblick in die Lage anderer Länder bezüglich der Femizide und finden einige Anregungen, wie man Präventionsarbeit leisten kann. Laura Backes und Margherita Bettoni machen zu Beginn des Buches auch klar, dass nicht nur Frauen von Femiziden betroffen sind, sondern beziehen auch Transfrauen und Non-binäre in ihr Buch mit ein. Zwischen den verschiedenen Themen finden sich immer wieder Protokolle von Frauen, die einen Femizid überlebt haben und ihre Geschichte erzählen. Diese Protokolle waren zwar sehr hart zu lesen, gerade deshalb denke ich aber, dass es besonders wichtig war, sie in dieses Buch aufzunehmen. Theoretisch über Femizide zu lesen ist zwar nicht leicht, man kann aber trotzdem noch mit einem gewissen inneren Abstand davon das Buch zur Hand nehmen. Durch die Erzählungen der Frauen werden die Lesenden aber viel mehr involviert, es fällt schwer, da noch wegzuschauen oder das Problem als Einzelfall abzutun. Was ich besonders gut fand, war das Kapitel der Autorinnen über die Berichterstattung in den Medien. Wir kennen sie alle, diese Überschriften: "Beziehungstat" - "Eifersuchtsdrama" - "Familientragödie" und, und, und. Sie alle haben gemeinsam, dass sie den Mord verharmlosen und sogar ein gewisses Verständnis für den Täter schaffen. Dieses Narrativ zieht sich dann bis vor Gericht durch. Deshalb ist es so wichtig, unsere Sprache hinsichtlich der Frauenmorde zu ändern und endlich den in anderen Ländern bereits etablierten Begriff "Femizide" dafür zu verwenden. In Frankreich, Argentinien, Spanien oder Mexiko sind die Menschen aufgrund der Femizide und Gewalt gegen Frauen längst auf die Straße gegangen, sie sind laut geworden und protestieren. In Deutschland geschieht bisher wenig bis nichts dergleichen. Das finden die Autorinnen problematisch - und ich auch. Wir müssen dieses gesellschaftliche und strukturelle Problem endlich offen besprechen und angehen. Auch wenn das Buch mir an vielen Stellen nicht tief genug greift (ich hätte mir in den thematischen Kapiteln ein paar Seiten mehr gewünscht), finde ich, dass es einen sehr guten Einstieg in das Thema Femizide bietet und ein Grundbewusstsein schafft, das dringend notwendig ist. Ich spreche daher eine Leseempfehlung mit Triggerwarnung aus. Darüber hinaus kann ich euch empfehlen, den Podcast "Vergessen: Die Frauenmorde von Juárez" anzuhören. Im Buch werden die Femizide in Mexiko auch kurz thematisiert, im Podcast werden sie vertieft und eindrücklich besprochen.

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Erschreckende Fakten, Erzählungen, Ereignisse und fehlende Aufklärung, Verfolgung und Bestrafungen von Femiziden finden hier in diesem Buch Raum und Platz. Dies ist kein leichtes Buch und mag auch nicht unbedingt als Einschlaflektüre dienen, jedoch ist es so wichtig und sollte von vielen Menschen gelesen werden. Dieses Thema der Femizide erlangt (wie derzeit in Großbritannien) meist leider nur für kurze Zeit Aufmerksamkeit, obwohl diese Straftaten tagtäglich passieren und jede Frau treffen könnten. Es gilt nun endlich ein Umdenken zu schaffen und Frauen besser zu schützen und das natürlich auch mit u.a. mit der Politik und der Rechtssprechung. Aber nicht nur die Fakten und Erlebnisse werden aufgezählt bzw erzählt, sondern es werden auch Lösungsvorschläge gegeben und verdeutlicht. Fazit: Klar ist, es muss sich in unserer Gesellschaft etwas ändern und dieses Buch kann einen (vielleicht auch gerade Männer) darüber aufklären, dass es noch immer keine Gleichberechtigung von Mann und Frau gibt und wir im Jahre 2021 leider auch immer noch weit davon entfernt sind...

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Worum geht es? Ganz grob gesagt, handelt das Buch von Femiziden. Überwiegend von Femiziden in Deutschland (von denen jährlich etwa ?? verübt werden!!), aber auch in anderen Ländern. Wie wird mit Femiziden umgegangen, wie berichten die Medien über Femizide und wie werden Femizide vor Gericht verurteilt? Es geht um die Männer, die Täter werden. Um die hinterbliebenen Familien. Und allen voran: um die Frauen, die Opfer eines Femizids werden und um die Frauen, die einen Femizidversuch überlebt haben. Wie ist es? Dieses Buch ist alles andere als eine leichte Lektüre. Im Gegenteil: es ist verdammt schwere Kost, und darauf sollte mensch sich einstellen. Das Lesen jeder einzelnen Seite tut weh. Ich musste manchmal kurz stoppen, einen Moment innehalten und durchatmen, bevor ich weiterlesen konnte. Und trotzdem habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Dieses Buch von Backes und Bettoni ist in jeder Hinsicht unglaublich. Unglaublich erschütternd und aufwühlend. Unglaublich erschreckend und eindrucksvoll. Unglaublich schmerzhaft und heftig. Und vor allem: unglaublich wichtig und notwendig. Ich durfte durch dieses Buch wirklich sehr viel lernen, allen voran sehr viel Neues. Es umfasst verschiedene Bereiche, beleuchtet Femizide von allen Seiten und untersucht den Kontext der hinter einem Femizid (oder Femizidversuch) steht. Dabei ist das Buch sehr klar strukturiert und liefert jede Menge (grausame) Fakten und Statistiken. Doch das Buch ist keinesfalls theoretisch! Zwischendurch finden sich nämlich die persönlichen Geschichten von Frauen, die einen Mordversuch ihres (Ex-)Partners überlebt haben. Und diese sind besonders schmerzhaft und schwer zu lesen – und einfach unbegreiflich. Aber genau deshalb ist es so unendlich wichtig, sie zu lesen! Die Geschichten dieser Frauen sind real! Femizide gibt es hier und überall. Wir müssen sie benennen, über sie sprechen, sie mit allen Mitteln bekämpfen und verhindern! Femizide sind keine Einzelfälle, sondern ein strukturelles Problem!! Mein Fazit Lest dieses Buch (wenn ihr könnt und es für euch nicht (re-)traumatisierend ist!). Ich kann wirklich jeder Person dieses aufrüttelnde Buch empfehlen. Das Lesen wird wehtun. Aber ein Schweigen und Wegschauen tut immer mehr weh. Für mich war es wirklich ein Privileg dieses Buch lesen zu dürfen. Ich bin den beiden Autorinnen mehr als dankbar für dieses Buch – und auch den Frauen, die ihre Geschichten so mit der Öffentlichkeit teilen. Für mich ist „Alle drei Tage“ mit Abstand eines der besten und wichtigsten Bücher des Jahres!

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