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Rezensionen zu
Wenn du mir gehörst

Michael Robotham

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€ 16,00 [D] inkl. MwSt. | € 16,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis)

Philomena McCarthy ist eine junge, ehrgeizige Polizistin bei der Metropolitan Police in London. Als sie zu zu einem Fall häuslicher Gewalt gerufen wird und sich der Täter als heldenhafter Detective entpuppt, der seine Geliebte misshandelt, möchte sie dem Oper Tempe Brown helfen, die aus Angst versucht, den Täter zu schützen. Phil stößt dabei auf den Widerstand ihrer Polizeikollegen, die den Fall vertuschen möchten und recherchiert auf eigene Faust weiter. Sie trifft auf die Ehefrau des Detectives, die wie Tempe ein Opfer häuslich Gewalt ist, sich dem Einfluss ihres Ehemannes jedoch nicht entziehen kann. Während ihrer Recherchen freundet sie sich mit Tempe an, die dabei immer tiefer in Phils Leben eindringt und Phil mit ihrer Freundschaft regelrecht erdrückt. Phil bringt sich durch ihr eigenmächtiges Vorgehen in immer größere Schwierigkeiten, wird suspendiert und ist plötzlich von ihrem Vater abhängig, einem undurchsichtigen Gangsterboss, zu dem sie seit zehn Jahren keinen Kontakt mehr hatte. "Wenn du mir gehörst" ist ein Psychothriller, der gemächlich beginnt, jedoch zunehmend packender wird und gegen Ende immer weiter an Fahrt aufnimmt. Phil ist eine junge Frau, deren Berufung es ist, Polizistin zu sein. Mit großem Engagement erledigt sie ihre Arbeit und geht dabei, auch in dem Bewusstsein, sich selbst in Gefahr zu bringen, weiter als sie eigentlich müsste. Sie hat den Drang sich zu beweisen, um sich von ihrer kriminellen, mafiösen Familie zu lösen. In den Fällen häuslicher Gewalt ist es ihr Anliegen, die Frauen zu schützen, aber auch gegen die Ungerechtigkeit vorzugehen, die einen geschätzten Polizisten vor Ermittlungen schützt. Blauäugig und wie von einem Helfersyndrom besessen, reagiert Phil emotional und überschreitet Grenzen, die nicht nur disziplinarrechtliche Auswirkungen haben. Als ihr Leben auf dem Kopf steht, ihr guter Ruf verloren ist und sich selbst ihr Verlobter von ihr abwendet, erkennt sie erst, welchen Einfluss Tempe inzwischen auf ihr Leben hat. Phil sieht sich in einem Netz aus Lügen, Korruption und Gewaltverbrechen und einem aussichtslosen Kampf um Gerechtigkeit verstrickt, während die Eigenschaften von Opfer und Täter zunehmend verschwimmen. Der Roman ist eine gelungene Mischung aus Kriminalroman und Psychothriller, der zu Beginn etwas zu ausschweifend erzählt wird, aber durch zahlreiche Wendungen und die Undurchsichtigkeit der Charaktere, bei der man sich nicht immer sicher sein kann, wer Held und wer Verbrecher ist, die Spannung zunehmend steigern kann. Er handelt von Gewalt, Ungerechtigkeit und Korruption, aber auch von Lügen, Intrigen, Machtspielen und toxischen Beziehungen. Die Geschichte ist authentisch und kommt ohne Effekthascherei und einen übertriebenen Showdown aus, was mir sehr gut gefallen hat. Zudem ist sie emotional packend, denn unweigerlich möchte man selbst in das Geschehen eingreifen und Phil davor bewahren, sich immer tiefer selbst in den Schlamassel zu ziehen.

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Philomena McCarthy wird zu einem Einsatz körperlicher Gewalt gerufen. Dabei handelt es sich um einen hoch angesehen Detective, der seine Geliebte körperlich misshandelt hat. Sie nimmt ihn fest und stösst dabei auf Widerstand innerhalb der eigenen Reihen. Bei ihren Nachforschungen erfährt Phil weitere Fälle des Missbrauchs und erhält keine Hilfe. Im Gegenteil, sie wird suspendiert. Sie freundet sich mit Tempe, der Geliebten des Detectives an und diese drängt sich immer mehr ins Leben von Phil. Dabei setzt sich ein Geschehen in Lauf, das so nicht absehbar ist. Dies ist der neue Roman von Michael Robotham. Was für ein großartiges Buch. Ich habe fast alle Bücher von ihm gelesen und auch dieses hat mich außerordentlich begeistert. Sein Schreibstil ist klasse. Es wird aus Sicht von Phil geschildert und beginnt ganz leise. Nach und nach erfährt man näheres von der Familie von Phil, die keine Unschuldslämmer sind. Seit zehn Jahren hat sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater und kommt ihm aber jetzt wieder näher. Dann wird die Beziehung zu Tempe beleuchtet. Sie drängt sich immer mehr in Phils Leben und sie merkt es anfangs nicht. Aber so langsam fallen ihr Ungereimtheiten auf. Phil handelt nachvollziehbar und war mir sofort sympathisch. Auch was ihre Vergangenheit betrifft, hat sie sie doch zu einem geradlinigen Menschen entwickelt. Aber auch alle Charaktere tragen dazu bei, dass die Geschichte stimmig ist. Sie sind glaubhaft und authentisch dargestellt. Langsam steigt die Spannung an und es gelingt dem Autor mich derart in Bann zu ziehen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und haben mich sprachlos zurück gelassen. Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet. Fazit: Ein Roman, der leise beginnt und mich von Anfang an sehr gut unterhalten hat. Er nimmt Wendungen und endet absolut unerwartet. Mich hat das Buch gefesselt, gepackt und es war mir nie langweilig. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Michael Robotham setzt sich in seinem neuen, psychotisch klug inszenierten Psychothriller „Wenn du mir gehörst“ mit Themen wie häuslicher Gewalt, Stalking und Kumpanei bei den Polizeibehörden auseinander. Dabei lässt er seine Ich-Erzählerin, die Polizistin Phil McCarthy durch die Hölle gehen. Obwohl sie immer nur das Beste will, um ihre Freundin Tempe und auch die Ehefrau des übergriffigen Polizisten Goddard zu retten, verliert sie viel mehr als nur ihre Reputation. Diese Geschichte baut Robotham peu à peu auf, lässt immer neue kleine Wendungen einfließen und steuert schließlich auf ein gut inszeniertes Finale zu, das sich – so viel sei verraten – noch einmal zu einem noch größerem steigert. So ist “Wenn du mir gehörst” von Michael Robotham wieder hohe und feine Psychothriller-Kunst, gespickt mit aktuellen und brisanten Themen.

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#Rezension #Wenndumirgehörst #MichaelRobotham #unbezahltewerbung Hach, Leseratten. Dieses Buch hat mich ziemlich aufgewühlt zurückgelassen. Ich weiß gar nicht genau, wann das passiert ist, aber auf einmal steckte ich so tief in der Geschichte, dass ich ständig an die Figuren und den Fortgang der Story denken musste. „Wenn du mir gehörst“ wird dabei komplett aus der Sicht von Philomena, kurz Phil, McCarthy erzählt und es fiel mir aufgrund des klaren und flüssigen Schreibstils des Autors leicht, mich in ihre Gedanken und Lage zu versetzen. Und darum geht's: „Der jungen Londoner Polizistin Phil McCarthy steht eine große Karriere bevor. Bis sie zu einem Fall häuslicher Gewalt gerufen wird. Denn der Täter ist ein hochdekorierter Detective, der seine Geliebte Tempe schwer misshandelt hat. Als Phil diese zu schützen versucht, wird sie suspendiert. Zumindest Tempe zeigt sich dankbar: Die beiden Frauen werden enge Freundinnen, sind bald unzertrennlich. Doch allmählich wird Phil misstrauisch: Etwas an der Geschichte der jungen Frau scheint nicht zu stimmen. Ist Tempe wirklich ein unschuldiges Opfer? Spätestens, als eine erste Leiche in Phils Umfeld auftaucht, weiß sie nicht mehr, wem sie trauen kann ...“ Es ist toll zu sehen, wie es doch auch ohne Perspektivwechsel und andere stilistische Mittel möglich ist, einen spannenden und mitreißenden Thriller zu schreiben. Phil ist noch recht jung, hochmotiviert und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der ihr zum Verhängnis werden soll, als sie auf Tempe trifft. Ich konnte Phil total gut verstehen. Wie kann es sein, dass jemand, nur weil er im Polizeidienst ist, rechtlich nicht verfolgt wird, wenn er seine Geliebte schlägt? Entgegen anderer Anweisung verfolgt Phil den Fall also weiter und verstrickt sich dadurch immer tiefer in Probleme. Tempe wiederum ist sehr dankbar für Phils Hilfe und wird ihr eine enge und gute Freundin, die ihr sogar bei den Hochzeitsvorbereitungen hilft. Nach und nach häufen sich jedoch seltsame Vorfälle um Tempe und man weiß als Leser schnell nicht mehr, ob Phil ihr wirklich trauen kann. Michael Robotham verwebt hier in seinem Roman toll mehrere (gesellschafts-)kritische Themen: Im Mittelpunkt stehen besonders Clan-Kriminalität, häusliche Gewalt, toxische Beziehungen und Korruption. Das klingt jetzt allerdings dramatischer als es ist. Alle Themen werden angesprochen, das Buch wirkt aber keinesfalls daran überladen. Besonders spannend zu lesen fand ich, wie sich das Verhältnis zwischen Tempe und Phil (aber auch zwischen Phil und ihrem Vater) während des Buchs weiterentwickelt hat. Hier schlug Robotham nämlich eine ganz andere Richtung ein, als ich vermutete. Langsam und bedächtig erhöht der Autor hier die Spannung und Dinge, die zuvor unwichtig erschienen, bekommen nach und nach immer mehr Bedeutung bis sie sich zu einer Bedrohung für die Protagonistin entwickelt haben. Die Atmosphäre gefiel mir während des kompletten Buchs richtig gut. Mich hat die Story unterhalten und gegen Ende auch wirklich gefesselt. Ich musste wissen, was tatsächlich passiert war. Ich musste wissen, ob Phil ihre Zukunft retten kann. Ich musste wissen, was Tempe getan hat. Und als ich es dann erfahren habe, war ich schockiert und irgendwie zerrissen. 😰 Ach, ich könnte noch so viel schreiben, mehr möchte ich aber gar nicht verraten. Mich hat das Buch, emotional gepackt, berührt; nachdenklich, traurig und wütend gemacht UND genau das machte es für mich aus. Ich muss einfach mehr Robotham lesen und ihr auch! 😅💪❤📚 Von mir bekommt ihr eine klare Leseempfehlung. Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Falsche Freunde und mächtige Feinde Philomena McCarthy, genannt Phil, arbeitet als Polizistin in London. Sie musste sich diesen Job hart erkämpfen, denn ihr als Tochter eines einflussreichen Mannes, der in zahlreiche Verbrechen verwickelt ist, hat sie keinen leichten Stand. Trotzdem winkt ihr eine aussichtsreiche Karriere. Ihr Aufstieg endet abrupt, als sie zu einem Fall häuslicher Gewalt gerufen wird. Sie schützt eine junge Frau namens Tempe vor ihrem Liebhaber Darren Goodall – der zufälligerweise ebenfalls Polizist und ein hochdekorierter Held ist. Damit macht sich Phil mächtige Feinde, die von nun an ihre Karriere systematisch bombardieren. Und auch die Freundschaft zu Tempe, die sich nach diesem Vorfall entwickelt, zeigt nach und nach Schattenseiten. Tempes Geschichte scheint nicht ganz stimmig zu sein, immer häufiger erwischt Phil sie bei kleinen Lügen. Dann geschieht ein Mord, der mit Phils eigenmächtigen Ermittlungen zu Goodalls Gewalttätigkeit zusammenhängt – und Phil gerät in die Schusslinie der eigenen Kollegen … Erfrischende Thematik klasse umgesetzt Hach, das war mal wieder ein klasse Thriller. Vor allem die Thematik fand ich erfrischend: Es geht nicht wie so oft um einen Serienkiller oder bizarre Morde (nicht, dass ich das nicht auch mögen würde). Vielmehr stehen häusliche Gewalt und eine toxische Freundschaft im Vordergrund. Okay, es wird auch Tote geben, so viel sei verraten. Aber der Schwerpunkt liegt auf gefährlichen zwischenmenschlichen Beziehungen. Phil als Protagonistin macht viele Fehler, die ihr als ausgebildete Polizistin eigentlich nicht passieren dürften. Das war manchmal ein bisschen unlogisch, hat aber auch die Handlung vorangetrieben und für spannende Verwicklungen gesorgt. Und ihr Handeln war im Grunde immer nachvollziehbar, selbst wenn sie sich damit noch mehr in Schwierigkeiten gebracht hat. Auch die schleichende Toxizität in ihrer Beziehung zu Tempe wird klasse dargestellt. Es dauert seine Zeit, bis der Thriller Fahrt aufnimmt, aber dafür entschädigen das klasse konstruierte Ende und Robothams klasse Schreibstil. Wie immer punktet er mit seinem trockenen Humor und der tollen englischen Atmosphäre. Und das, obwohl Robotham Australier ist. Dieses Talent hat er auch schon beispielsweise in „Adrenalin“ bewiesen. Ein wie immer lesenswerter Robotham-Thriller Eine erfrischende Thematik, eine sympathische Protagonistin und ein Plot, der in der zweiten Hälfte richtig an Fahrt aufnimmt und spannend bis zum Schluss ist: Michael Robotham kennt das Geheimrezept für knackige, lesenswerte Thriller, die sich quasi in einem Rutsch durchsuchten lassen. Fans des Autors müssen bei „Wenn du mir gehörst“ einfach zugreifen! 8/10 beste Freundinnen

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Darum geht's: Die Streifenpolizistin Phil McCarthy verhaftet einen Mann, der seine Freundin Tempe geschlagen hat. Damit handelt sich Phil Probleme ein, denn er ist ein hochdekorierter Polizist, eine kleine Berühmtheit wegen einer Heldentat in seiner Vergangenheit, und die Gemeinschaft der Polizisten hält schützend ihre Hand über ihn. Dass Phil aus einer Familie von zwielichten Gestalten mit mafiaähnlichen Strukturen stammt, macht sie auch nicht gerade zur Vorzeigepolizistin. Doch auch wenn sie alleine dasteht, setzt sie sich weiter für die verprügelte Tempe ein und bringt sich damit in immer größere Schwierigkeiten. So fand ich's: Phil ist alles andere als eine Durchschnittspolizistin. Sie hat als Kind einen Terroranschlag überlebt und danach beschlossen, Polizistin zu werden. Ihr Vater und ihre Onkels haben sich aus ärmlichen Verhältnissen zu großem Vermögen gearbeitet, doch ihre Mittel waren und sind nicht immer legal. Im Grunde stehen sie und ihre Familie auf verschiedenen Seiten des Gesetzes. Phil ist stur und folgt ihren Grundsätzen, auch wenn sie sich dadurch Probleme macht. So war das erste Drittel des Buches nicht unbedingt von actionreicher Spannung geprägt, sondern davon, zu beobachten, wie Phil sich schützend vor Tempe stellt und bald auch noch vor die ebenfalls misshandelte Ehefrau ihres Geliebten. Sie bringt ihre Chefs gegen sich auf, natürlich den schlägernden Polizeihelden und auch alle KollegInnen distanzieren sich von ihr. Wobei das nicht viel Mühe macht, denn eine gut vernetzte Teamplayerin scheint sie sowieso nicht zu sein. Einzig ein Journalist interessiert sich für den Täter, doch das bezahlt er mit seinem Leben. Zusätzlich gibt es einen weiteren Handlungsstrang, der gefühlt unabhängig davon stattfindet. Denn Phil und Tempe werden Freundinnen, was Phil zuerst gut gefällt. Doch je länger sie mit Tempe zu tun hat, desto mehr Merkwürdigkeiten fallen ihr an ihrer neuen Freundin auf. Dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen, denn man kann gut nachvollziehen, wie sich schleichend Dinge verändern, die Phil lange nicht auffallen. Jedes für sich ist harmlos und wird auch erklärt, doch in der Summe bleibt ein ungutes, aber nicht wirklich greifbares, Gefühl des Unbehagens. Besonders das erste Drittel des Buches war für meinen Geschmack etwas zu gemächlich und ich hatte das Bedürfnis, die Handlung anzuschieben. Es gibt eine langsame Steigerung und irgendwann hat mich doch der Lesesog gepackt. Doch es blieb im Hinterkopf die Frage, worauf die Geschicht eigentlich hinaus will. Denn die beiden Handlungsstränge mit zusätzlichen Nebenhandlungen liefen teilweise parallel mit den selben Personen ab, verbanden sich aber ab und zu auch mal und trennten sich wieder, was mich ein wenig irritierte. Eine deutlichere Konzentration auf die Kernthemen Stalking und häusliche Gewalt hätten mir besser gefallen - und am allerbesten hätte mir gefallen, wenn nur eines der beiden Themen aufgegriffen worden wäre, das aber dann mit der Tiefe, die es für so ein Thema braucht. Wer sich die Zeit nimmt, sich von der gemächlichen Steigerung der Spannung einfangen zu lassen und nicht auf einen actionreichen Thriller hofft, der wird mit Psycho-Intrigen, Manipulationen und Täuschungen, und Einblicken in die Machenschaften von Menschenfängern belohnt, die durchaus ihren Reiz haben und mich gut unterhalten haben.

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Freundinnen wider Willen

Von: mimitatis_buecherkiste

03.01.2022

Philomena, kurz Phil genannt, ist Polizistin und das obwohl sie dem berüchtigten McCarthy-Clan entstammt, oder vielleicht auch gerade deswegen. Sie hat ihren Vater seit zehn Jahren nicht gesprochen, weil dessen Machenschaften sich nicht mit einer Karriere bei der Polizei vertragen. Als sie zu einem häuslichen Streit geschickt wird, entpuppt sich der Täter als ein verdienter Detective. Dennoch überwältigt und nimmt Phil ihn fest, als dieser sie daran hindern will, das Opfer mitzunehmen. Die junge Frau, die sich als Tempe vorstellt, lässt sich von Phil helfen und ist aus deren Leben bald kaum wegzudenken. Als Phil anfängt, im Leben des Polizisten rumzustochern, um Tempe zu helfen, die weiter von dem Mann belästigt wird, sticht sie unbewusst in ein Wespennest. Da ist es nicht hilfreich, dass Tempe sich mehr und mehr in das Leben von Phil drängt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Phil erzählt, sodass ich nach und nach einen guten Einblick in deren Familiengeschichte hatte. Ihre Entscheidung, ihrem Vater den Rücken zu kehren, macht Sinn, aber wir wissen alle, dass es nicht so einfach ist, seine Familie hinter sich zu lassen. Diese Zerrissenheit hat der Autor gut erklärt und sehr geschickt eingebunden. Die Story rund um Tempe hat sich anders entwickelt, als ich erwartet habe. Fast war ich genauso überrascht wie Phil, als ich gemerkt habe, in welche Richtung es geht. Langsam und bedächtig wird der Spannungsbogen erhöht, werden anfangs unwichtige Dinge zur Bedrohung. Stellenweise empfand ich das Buch mehr als Psychothriller, die Atmosphäre beängstigend und angespannt. Es gab zwar einige Längen, aber das Buch war nie langatmig oder abschweifend. Genau so geht spannende Unterhaltung. Von mir gibt es viereinhalb Sterne und eine Leseempfehlung.

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Bester Thriller seit Wochen. Eine echte Steilvorlage für den nächsten Blockbuster. Die Opferbeziehung zum Ermittler ein wahres Feuerwerk. Wie weit kann ich gehen, ohne zu weit zu gehen... Ich möchte hier nicht spoilern, aber ein echter Tipp für alle Thriller Fans, welche die echte, authentische Psychonote brauchen. Ich freue mich auf weitere Bücher.

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