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Rezensionen zu
Provenzalischer Sturm

Sophie Bonnet

Die Pierre-Durand-Krimis (8)

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€ 16,00 [D] inkl. MwSt. | € 16,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis)

Im letzten Band gewann der Chef de Police municipale seinen Posten im verschlafenen, fiktiven Dorf nahe Gordes zurück. In vorliegenden Krimi geht es zwar auch beschaulich zu, aber der Krimi-Anteil wirkt deutlich erhöht. So sehr, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag: Amüsant & spannend zugleich Pierre Durand ist dafür bekannt, das Leben zu lieben und Morde aufzuklären. Letzteres gehört eindeutig nicht zu seinen Aufgaben, aber er tut es trotzdem und legt sich dabei nicht nur mit dem Bürgermeister an. Seine bessere Hälfte leitet eine Art Bistro und kocht sehr gerne á là provencale. In diesem Fall lädt Pierre Charlotte zu einem Wellness-Wochenende ein. Das es völlig anders ablaufen wird, als geplant, kann man sich schon denken. Zwei Väter mischen mit und auch drei Morde. Dabei kommt auch Charlotte nicht ungeschoren davon und es wird tatsächlich richtig kriminalistisch. Denn die Police nationale denkt an Unfälle, während Pierre deutlich ahnt, das mehr hinter allem steckt. Sophie Bonnet bleibt ihrem Stil treu und lässt ihren Ermittler tun, was er am besten kann: ohne Auftrag und Zuständigkeit seine Stärken ausspielen. Dazu gehört, dass er sich nicht nur festbeißt sondern sich auch unterstützen lässt. Dieses Mal von zwei zunächst schrullig wirkenden Verwandten. Das er dabei auch über die Stränge schlägt, geschenkt. Auch die Nebenschauplätze und das Geplänkel mit verschiedenen anderen Figuren mischen wie immer mit: sie lockern den Krimi auf und sind hervorragend platziert. Bei den Mordfällen kann man wunderbar miträtseln und wird auf manche kalte Spur gelockt. Das Ende kam für mich unerwartet und sehr schlüssig. Der gesamte Roman schwächelt an keiner einzigen Stelle. Ein wunderbarer Schmöker!

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Was habe ich mich gefreut, dass Pierre Durand endlich wieder da ist. Und dann auch noch mit dem für mich bislang besten Band, weil er die perfekte Symbiose aus Essen und Wein bietet. Diesmal wird nämlich in der Fernsehköche-Szene ermittelt und zwar in der schönen Weinregion Châteauneuf-du-Pape. Dorthin reisen Pierre und Charlotte in „Provenzalischer Sturm“ (Sophie Bonnet, blanvalet Verlag) zu einem Kurzurlaub, der eigentlich für einen Heiratsantrag dienen soll. Doch dann besteht die Zukünftige darauf, dies zur Familienzusammenführung zu nutzen, was Pierres Pläne schnell zunichte macht. Erst lässt sich sein Vater, ein selbstverliebter Lebemann nicht aus dem romantischen Szenario vertreiben, dann wird Charlotte spontan als Ersatzfrau für eine Kochsendung eingeplant. Während Pierre sich noch über diese Umstände ärgert, ereignet sich in der Küche ein folgenschwerer Unfall und von einem Heiratsantrag ist erst einmal nicht mehr die Rede. Diesmal treten Charlotte, Luc und alle anderen in deutlich kleineren Rollen auf, denn es dreht sich im Wesentlichen um den chef de police und die beiden Väter, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine selbstbewusst, einnehmend, charmant und rücksichtslos, der andere still, zurückhaltend, korrekt und verkrampft. Dass es hier zur ein oder anderen Auseinandersetzung kommt, ist vorprogrammiert. Dadurch, dass wir uns in einer der bekanntesten Weinregionen befinden und die Aufzeichnung eines Kochwettbewerbs im Mittelpunkt steht, kommen natürlich der Wein, die Weingüter, die Tradition und der Genuss nicht zu kurz. Für mich sehr spannend, die ganze Thematik der traditionellen Weingüter vs. Modernisierung und Investoren-Verkäufe. Gut recherchiert, höchst interessant und für alle, die sich für Wein interessieren sehr unterhaltsam zu lesen. Ich habe das Buch an zwei Abenden wirklich gefressen und bin extrem angefixt – bitte liebe Sophie Bonnet, lass uns nicht zu lange warten!

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Eine Kelle Spannung gewürzt mit einer Prise Kulinarik und einem Schuss Lokalkolorit – mit diesem bewährten Rezept zieht auch der neue Provence-Krimi um Ermittler Pierre Durand sofort in seinen Bann. Wieder einmal schafft es die Hamburger Autorin Sophie Bonnet perfekt, südfranzösisches Flair mit einem spannenden Mordfall – diesmal sogar eine Mordserie – zu verbinden. In „Provenzalischer Sturm“ will Pierre Durand eigentlich ein romantisches Wochenende mit seiner Charlotte in der bekannten Weinregion Châteauneuf-du-Pape verbringen. Doch daraus wird nichts, als Charlotte erst die beiden gegensätzlichen Väter der beiden dazu einlädt und dann noch ein Anschlag auf Charlotte verübt wird. Während sie im Krankenhaus liegt, sieht sich Pierre mit einer seltsamen Häufung von Unfällen konfrontiert. Er beginnt zu ermitteln und stößt auf allerlei Geheimnisse und Intrigen. Für Provence- und Krimifans ein absolutes Muss. Auch wer die Reihe noch nicht kennt, findet sofort einen Einstieg. Wunderbare Lektüre zum Wegträumen – und natürlich wieder mit ein paar Rezepten und Hintergrundinformationen am Ende.

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Meine Meinung: Es gibt Serien, die lese ich leider etwas lückenhaft, aber hier kann ich behaupten, dass ich Pierre Durand seit der ersten Folge begleite und freue mich nun, ihn auch ein achtes Mal begleiten zu können. Mir gefällt es ja immer wieder, dass ich nicht nur dabei bin, wenn ermittelt wird, sondern auch viel vom Privatleben mitbekomme. Diesmal hat Pierre etwas ganz besonderes geplant, er möchte mit Charlotte in ein schönes Hotel fahren und ihr dort einen Heiratsantrag machen. Aber es kommt immer etwas dazwischen, Pierres Vater taucht eher auf, als geplant und dann passiert etwas sehr dramatisches und auch ein Mord verhindert den Antrag. Es ist wirklich verflixt. Zumal Pierre ja nicht an seinem Dienstsitz ist und eigentlich gar nicht ermitteln darf. Aber es gibt einen guten Grund, weshalb er sich nicht davon abhalten lassen will. Irgendwann kann er sogar den Antrag machen, upps, mehr verrate ich aber nicht dazu. Die Autorin hat es ein weiteres Mal geschafft, sie hat mich in die Provence entführt. Sie hat mir sehr viel vermittelt, womit die Winzer dort fertig werden müssen und natürlich gab es reichlich Spannung und Aufgaben zum Miträtseln. Ich durfte die beiden Väter von Charlotte und Pierre kennen lernen und damit ihre Eigenarten, was ich sehr interessant fand. Also Fazit: Essen und Trinken spielte eine wichtige Rolle, Vergangenheitsbewältigung war ebenfalls ein Thema und nicht zu vergessen, die Liebe und neue wichtige Erkenntnisse, die einige bekamen. Mich konnte diese Folgen begeistern und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

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"Von hier aus konnte man das gesamte Tal überblicken. Die Rhône-Ebene auf der einen Seite und auf der anderen sanft geschwungene Hügel, die von einzelnen Häusern überzogen waren, mit typischen rostroten Dächern." (Seite 292) Im fiktiven Sainte-Valérie feiert Pierre seinen 45. Geburtstag und plant, Charlotte am Wochenende darauf einen Heiratsantrag zu machen. Hierfür hat er nicht nur einen Ring besorgt, sondern auch ein Zimmer im Château des Vignes in der Nähe von Châteauneuf-du-Pape gebucht. Im Château laufen gerade die Dreharbeiten für eine Kochshow, so dass das Wochenende weniger geruhsam als gedacht zu werden scheint. Zudem erfährt Pierre, dass ein lokaler Winzer kürzlich bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. Dann stirbt ein weiterer Mann, und als Charlotte schließlich für eine Weinexpertin bei der Kochshow einspringt, gerät sie selbst in große Gefahr. Ich lese nicht allzu oft Krimis, aber es gibt ein paar Regionalkrimis, von denen ich jeden Band lese, und Sophie Bonnets Pierre-Durand-Reihe gehört dazu. Ich liebe Südfrankreich, und ich habe gerade (bzw. eigentlich immer) große Sehnsucht nach dem Luberon, nach einem Spaziergang durch die Gässchen Lacostes, nach Lavendelfeldern und der besonderen Lebensart - und mit dem achten Band der Pierre-Durand-Reihe war ich zumindest in Gedanken in der Provence. ‚Provenzalischer Sturm‘ ist genauso stimmungsvoll wie die sieben Vorgängerbände. Beim Lesen kommt aufgrund des Lokalkolorits nicht nur Provence-Feeling auf, sondern auch der Kriminalfall ist spannend und komplex, und die Entwicklungen im privaten Umfeld der Figuren sind unterhaltsam. Schön fand ich auch, dass Bonnet mit ihrem Krimi auch Wissen vermittelt, denn hier erfährt man mehr über die Folgen des Klimawandels für den Weinanbau und die Weinherstellung sowie über das Aufkaufen von Châteaus durch chinesische Investoren. Sophie Bonnet: Provenzalischer Sturm. Ein Fall für Pierre Durand. Die Pierre-Durand-Krimis, Band 8. Blanvalet, 2021, 368 Seiten; 16 Euro.

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In Band 8 möchte Pierre seiner Charlotte einen Heiratsantrag machen. Doch sämtliche seiner Pläne werden durchkreuzt. Immer wieder. Erst ist es Charlotte selbst, dann ihre beiden Väter, danach ein im Hotel drehendes Filmteam. Die provenzalische Idylle täuscht und so schön es auch in Sainte-Valérie und in Châteuaneuf-du-Pape sein mag, in Pierre brodelt es - wie ein Sturm. Und wie ein Sturm durchzieht ein weiteres Mal ein Anschlag seine Pläne. Diese Pläne lässt Pierre erstmal fallen, denn ein Sturm in Gestalt eines Mörders tobt auch durch die schöne Gegend. Nach dem erwähnten Anschlag auf dem Schloss ist klar: die geschilderten Unfälle einiger Einheimischer davor gehen auf dessen Konto. Doch wer wollte den Opfern schaden? Und alles nur um den Verkauf eines Weinguts zu unterbinden? Pierre ermittelt halbprivat und bekommt Hilfe von unerwarteter Stelle. Die Autorin lässt die Leser einen grossen Einblick in die aktuelle Problematik des Weinanbaus gewähren. Es geht um Klimawandel, unbeliebte Investoren aus China und einiges mehr. Wie immer schafft sie es spielend, diese wichtigen Themen in ihre Krimis einzubauen, mit allen negativen und positiven Argumenten dafür oder dagegen. Und dies ohne dass der Krimi an Handlung einbüsst, eher sogar an Stärke gewinnt. Sophie Bonnet sorgt in ihren "Pierre Durand"-Krimis stetig für Abwechslung. Kein Fall ähnelt dem anderen, immer gestaltet sie neue und interessante Plots, die es dem Leser einfach machen, die Reihe zu mögen. Ich fand es sehr schön, einmal Alain und Richard, die Väter von Pierre und Charlotte, kennen zu lernen. Dadurch versteht man Pierre und Charlotte mit ihren Eigenheiten, Vorlieben und Abneigungen gleich viel besser. Von den Bewohnern Sainte-Valérie bekommt man dieses Mal nicht so viel mit - ausser von Luc, der seine Beziehung mit Florence zu viel wird. So lange und oft war er noch mit keiner Frau zusammen, weswegen er nun seine Männerrunden umso mehr vermisst. Ausserdem macht Luc eine wichtige Entdeckung, die den neuen Bürgermeister und dessen Wunsch nach einem anderen Chef de police municipale betreffen - die nächsten Bände könnten diesbezüglich interessant werden und ein grösserer "Provenzalischer Sturm" auch bald in Saint-Valérie wehen. Fazit: Geplante Heiratsanträge, prämierte Weine, spezielle Väter und spontane TV-Dreharbeiten - auch der achte Fall hat es in sich und bietet spannende Unterhaltung. 5 Punkte.

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