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Rezensionen zu
Der Schrecksenmeister

Walter Moers

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€ 26,00 [D] inkl. MwSt. | € 26,80 [A] | CHF 36,50* (* empf. VK-Preis)

Inhalt: Nach dem Tod seiner Besitzerin wohnt Echo, das Krätzchen, auf der Straße (Krätzchen sind wie Hauskatzen, die sprechen können und zwei Lebern besitzen). Als er kurz vor dem Verhungern steht, trifft er auf den städtischen Schrecksenmeister. Dieser bietet Echo einen Handel an: Echo dürfe bei ihm wohnen, schlemmen, was sein Herz begehre, und die Geheimnisse der Alchimie entdecken - allerdings nur einen Monat lang. Im Gegenzug verlangt der Schrecksenmeister das Fett des Krätzchens, das eine seltene alchimistische Zutat ist. Persönliche Meinung: "Der Schrecksenmeister" von Walter Moers ist der fünfte Roman des Zamonien-Zyklus. Erzählt wird die Handlung aus der Perspektive Echos. Wie bereits in anderen Romanen nutzt Moers hier das Stilmittel der Herausgeberfiktion. Demnach sei "Der Schrecksenmeister" ein zamonischer Märchenklassiker aus der Feder von Gofid Letterkerl, den der große Hildegunst von Mythenmetz nun neu erzählt habe. Moers ist wieder nur der "Übersetzer" aus dem Zamonischen. Interessant ist, dass "Der Schrecksenmeister" sich an die Novelle "Spiegel, das Kätzchen" von Gottfried Keller anlehnt ("Gofid Letterkerl" ist übrigens ein Anagramm von "Gottfried Keller"). So gleichen sich die Ausangslage (hungerndes K(r)ätzchen schließt Pakt mit einem Schrecksen-/Hexenmeister, der es auf das Fett des K(r)ätzchens abgesehen hat), die Protagonisten ähneln sich im Namen (z.B. "Spiegel" und "Echo"; sowohl ein Spiegel als auch ein Echo werfen etwas zurück), einzelne Figuren entsprechen sich und die Handlungsstruktur der Novelle findet sich im Kern bei Moers. Doch Moers mixt diese Zutaten anders. So erhält der Handlungsort "Sledwaya" (ein Veweis auf "Seldwyla") eine eigene Topographie und spezifische Merkmale. Alle Bewohner*innen sind dort krank und Apotheken prägen das Stadtbild. Auch der Schrecksenmeister erhält eine eigene Vorgeschichte, dadurch eine größere Tiefe und Ambivalenz, die er bei G. Keller nicht besitzt. Die Handlung selbst geht ebenfalls z.T. abweichende Wege und bestitzt andere Wendungen. Außerdem baut Moers immer wieder Querverweise innerhalb der Handlung ein, sodass sie keine einfache Blaupause der Novelle Kellers ist. Zusätzlich dazu treten bei Moers spezifisch zamonische Figuren und Wesen auf, die man z.T. schon aus anderen Romanen kennt. Eine weitere Zutat von Moers ist der Untertitel "[e]in kulinarisches Märchen", den er sehr ernst nimmt: Der Schrecksenmeister bereitet für Echo häufig und exzessiv die kreativsten und wahnwitzigsten Speisen zu, die auch mal zu Bewusstseinserweiterungen führen. Insgesamt ist "Der Schrecksenmeister" eine gelungene Neuinterpretation von "Spiegel, das Kätzchen", wobei die Grundstruktur der Novelle sichtbar bleibt, aber viele neue Zutaten hinzukommen, die ordentlich durchgemischt werden - ohne, dass die Handlung zu aufgebläht oder übersättigt wird.

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Moers-Niveau, aber nicht sein bestes Buch

Von: julinapril

03.04.2021

Der "Schrecksenmeister" hält das Moers-Niveau: Das Worldbuilding ist großartig, die Beschreibungen liebevoll und detailreich und jede Seite sprüht vor Fantasie. Persönlich hat mir das Setting allerdings nicht so gut gefallen wie in anderen Büchern von ihm. Ich würde das Buch empfehlen, allerdings erst nach seinen anderen.

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Im Juni letzten Jahres habe ich euch Walter Moers Käpt’n Blaubär vorgestellt. Heute habe ich eine neue fantastische Perle von Moers für euch: der Schrecksenmeister. Das großformatige Hardcover kommt wieder edel daher und das Buch ist gespickt mit schönen, fantasievollen Zeichnungen. Hauptfigur in Der Schrecksenmeister ist das Krätzchen Echo und Schauplatz, wie so oft bei Moers, Zarmonien. Ein Krätzchen ist eine art sehr intelligentes Kätzchen, das alle möglichen Sprachen spricht. Als Echo in eine Notlage gerät und droht den Hungertod zu sterben, macht ihm der gruselige Schrecksenmeister einen verhängnisvollen Vorschlag. Die Konsequenzen könnten für Echo tödlich sein, doch so schnell lässt sich das Krätzchen nicht unterkriegen. Gewohnt fantasievoll geht es zu in Moers Schrecksenmeister. Man fiebert mit Echo mit und wird hervorragend unterhalten. Große Empfehlung für alle Fans abgedrehter, märchenhafter Lektüre. Mein Dank geht an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

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Für mich ging es wieder einmal nach Zamonien und zwar in eine Ortschaft, welche ich bisher überhaupt noch nicht kannte. Die kleine Stadt Sledwaya dürfte dafür aber auch einen guten Grund haben, denn sie gilt als die krankste Stadt Zamoniens. Wo es in Buchhaim Unmengen an Antiquaren gab, reihten sich hier die Ärzte und Apotheker aneinander um die kranke Bevölkerung stets und ständig mit Medizin zu versorgen. Und hier soll eine schöne Geschichte schlummern? Oh ja! Auch wenn das Buch „Der Schrecksenmeister“ heißt, geht es eigentlich um Echo, welcher eine Kratze ist. Dieser lebte bei einer netten Frau, welche ihn bis zu ihrem Tod pflegte und fütterte. Doch nun endete diese Zeit und Echo musste einen Ausweg ausfinden. Hier kam dann schließlich der Schrecksenmeistr ins Spiel, welcher Echo in einen Vertrag zwang, welcher schließlich seinen Tod bedeuten würde. Dafür würde ihn der Schrecksenmeister nicht nur verköstigen, sondern auch ein Zuhause bieten. Nachdem dies geschehen war, konnte die Geschichte richtig starten. Dazu gehörte natürlich das man erfuhr, was eigentlich eine Kratze ist und was sie von einer Katze unterschied und natürlich welche Aufgabe der Schreckensenmeister überhaupt hatte. Hier möchte ich gleich erwähnen, das dieser Band wohl der düsterte aus Zamonien war. Denn auch wenn es sonst immer viele Gefahren gab, jagte mir dieser regelrecht Angst ein. Dies lag vermehrt am Schrecksenmeister selbst, welcher eine fast schon krankhafte Obsession zu allen Schrecklichen hatte und Spaß daran fand, wenn andere leiden. Echo in diesem Umfeld zu erleben war daher eine recht emotionale Sache. Bis zum Ende fieberte ich mit um er aus den Händen des Schrecksensmeisters entkommen konnte. Denn Echo war wirklich ein ganz zauberhaftes Wesen, das in dieser düsteren Welt fast schon deplatziert wirkte. Natürlich genoss er gerade die tolle Bespeisung bei Schrechsenmeister Eißpin, musste aber doch feststellen das er und sein Schloss etwas Unheimliches an sich hatten. Wer bis dahin noch nichts aus Zamonien gelesen hat, der sollte vielleicht erst mit einem anderen Band beginnen. Die sehr dunkle Handlung ist zwar ein Markenzeichen der Bücher, aber hier ging man noch einen Schritt weiter. Daher lohnt sich eher erst Buchhaim oder die Abenteuer von Käptn Blaubär zu lesen, da hier deutlich mehr freundliche Aspekte der Welt gab. Der Schreibstil war aber unverkennbar. Walter Moers spielte wieder mit seiner erschaffenen Welt und sorgte mit liebevollen Details dafür das man trotz der Krankheiten und Gefahren Sledwaya einmal besuchen wollte. Wer Zamonien bereits mehrfach besucht hat, der dürfte auch diesmal wieder ein tolles Abenteuer erleben. Zwar waren die Erlebnisse in Sledwaya mit die düstertesten und blutigsten, welche ich bisher auf dem zamonischen Kontinent durchleben musste, aber Echo und seine liebliche Darstellung sorgten für das nötige Licht im Dunkel. Nebenbei gab es wieder eine Menge über Zamonien selbst zu erfahren und natürlich mit den Illustrationen auch viel zu bestaunen.

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Stellt euch den krankesten Ort von ganz Zamonien vor! Eine kleine Stadt mit krummen Straßen und schiefen Häusern, über der ein schauriges schwarzes Schloss auf einem dunklen Felsen thronte. In der es die seltensten Bakterien und kuriosesten Krankheiten gab: Hirnhusten und Lebermigräne, Magenmumps und Darmschnupfen, Ohrenbrausen und Nierenverzagen. […]. Könnt ihr euch das vorstellen? Gut. Dann seid ihr in Sledwaya. – S. 9 Ein weiterer zamonischer Roman, der mich sehr gut unterhalten konnte. Nach einer kurzen Moers-Pause bekommt man immer wieder den Drang, nach Zamonien zurückzukehren, um weitere kuriosen Bewohner kennenzulernen und mit ihnen phantastische Abenteuer zu bestreiten. In „Der Schrecksenmeister“ schließen wir uns der Kratze Echo an, der aufgrund seiner misslichen Situation mit dem gruseligsten und gefährlichsten Wesen Zamoniens in Kontakt tritt. Echo schließt mit dem Schrecksenmeister Eißpin einen teuflischen Pakt, der nur mit dem Tod enden kann. Dafür bietet Eißpin der Kratze ein Leben an, an dem es Echo an nichts mangelt. Ein verlockendes Angebot, dabei weiß Echo nicht, was ihn in Eißpins Haus noch alles erwarten wird… Literarisch ist „der Schrecksenmeister“ wieder ein absolutes Glanzstück. Die Komik von Moers ist einzigartig und die Sprachwitze („Hirnhusten“, „Lebermigräne“) und facettenreichen Intertextualitäten („Gestiefelte Kater“, „Faust“, „Die Leute von Seldwyla“, „Spiegel das Kätzchen“) können in diesem Mix fast nicht mehr übertroffen werden. Ein sprachgewaltiger Stil; absurde, komische, schlagfertige Charaktere und ein fesselnder, fantasievoller Plot. Moers schafft wie in jedem zamonischen Roman wieder eine besondere Atmosphäre, die einem manchmal übermannt, wenn man sich in der Geschichte verloren hat. Dieses Mal halten wir uns in Sledwaya auf. Eine düstere Stadt, die Krankheit und Tod verspricht und in der der Schrecksenmeister Eißpin sein Unwesen treibt. Ein Wesen, das sich an Leid ergötzt und über die fiesesten Geschöpfe herrscht. Dass die kleine, süße, unschuldige, hilflose Kratze Echo in seine Fänge gerät, ist überaus spannend. Umso spannender ist es, als der/die Leser/in erfährt, dass auch Echo eine dunkle Seite hat und diese zu gebrauchen weiß. Auch wenn das ein oder andere Kapitel Längen aufweist, bin ich wieder restlos begeistert. „Der Schrecksenmeister“ hat mir, wie jeder andere Band, wieder angenehme Lesestunden beschert und all meine Erwartungen erfüllt. Beim Lesen muss das Köpfchen mitdenken; die Kratze Echo wird unheimlich schnell ins Herz geschlossen und das Schmunzeln über die zahlreichen komischen Wortneuschöpfung hört einfach nicht auf. Ein ganz besonderer Roman für Jung und Alt, wobei ich denke, dass vor allem Erwachsene aufgrund der vielen Intertextualitäten ein deutlich tiefgründigeres, literarisches Abenteuer bestreiten können.

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Walter Moers hat mich schon öfters mit seinen besonderen und außergewöhnlichen Geschichten begeistert. Die Handlung in diesem Buch findet in Zamonien statt. Dort lebt Echo das Krätzchen, dass nach dem Tod seines Frauchens in Schwierigkeiten geraten ist und sich daher gezwungen sieht mit dem Schrecksenmeister einen Pakt einzugehen. Der Schrecksenmeister darf die Kratze beim nächsten Vollmond töten und ihr Fett auskochen, muss sie aber bis dahin kulinarisch verwöhnen. Doch Echo ist gerissen und will überleben. 🌸Mit hat die Welt Zamonien und die gesamten Figuren sehr gut gefallen. Es ist alles so außergewöhnlich und beim Lesen muss man immer wieder schmunzeln. Und auch die Geschichte selbst war interessant und spannend bis zum Ende. Die Wendungen und der gesamte Verlauf der Handlung hat mich dabei mitgerissen und begeistert. 🌸Ich konnte Moers Schreibstil schon in anderen Büchern kennenlernen und er hat mir dort und auch hier sehr gut gefallen. Und man muss einfach sagen, dass er unglaublich einfallsreich ist und damit sehr unterhaltsam. . 🌸Ein tolles Buch von Walter Moers, dass ich sehr gerne gelesen habe.

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Ich kannte den Autor bisher nur aus diversen Verfilmungen und entsprechenden Comics. Dieses Buch hat mich überrascht, wenn auch wenig davon wirklich Sinn machte. Eine sehr skurrile Geschichte in einer völlig anderen Welt. Ich bin mir bis zum Schluss nicht sicher für wen dieses Buch geschrieben ist. Der Wortwitz und die Hingabe für eine paradoxe Fantasiegeschichte sind einmalig. Ich habe dieses Buch mit meinen größeren Kindern gelesen und wir alle hatten unseren Spaß.

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Ich habe meinen ersten Walter Moers beendet und kann endlich die Begeisterung vieler Leser für seine Bücher nachvollziehen. In Sledwaya, der ungesündesten Stadt Zamoniens lebt das Krätzchen Echo. Nach dem Tod seines Frauchens, steht er kurz vor dem Verhungern. Aus purer Verzweiflung trifft er ein Abkommen mit dem Schrecksenmeister der Stadt. Da dieses allerdings keinen guten Ausgang beinhaltet sucht er nach einer Rettung aus der Situationen. Die Geschichte an sich konnte mich nur mittelmäßig überzeugen, dafür aber der Autor. Er hat eine ganz eigene Welt erschaffen, so dass die Geschichte sich wie ein modernes Märchen mit einer besonderen Atmosphäre liest. Die neue Ausgabe, mit den passenden Zeichnungen rundet alles noch mal ab und macht das Buch zu etwas Besonderem

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