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Rezensionen zu
Die Dunkelheit zwischen uns

Molly Börjlind, Rolf Börjlind

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ca. € 12,00 [D] inkl. MwSt. | ca. € 12,40 [A] | ca. CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Vielen Dank an das @bloggerportal für die Bereitstellung des Buches. "Ein windiger Tag in den Stockholmer Schären. Die 25-jährige Emmie taucht überraschend in der Ferienvilla ihrer Eltern auf. Das alte verwinkelte Haus hat ihr schon als Kind Angst eingejagt. Sie will herausfinden, was mit ihrem kleinen Bruder Robin geschah, der verschwand, als sie noch Kinder waren. Angeblich ist er ertrunken, aber sein Körper wurde nie gefunden. Emmi möchte endlich ihr eigenes Leben anfangen, sie sucht nach Antworten. Ihre Eltern bleiben stumm. Die Mutter ist seltsam kalt, der Vater wirkt überfordert. Dann entdeckt Emmie ein Bild von zwei spielenden Kindern. Es zeigt sie und ihren Bruder, an dem Tag, an dem er für immer verschwand... " Dieser Thriller brauchte Zeit um in all seiner Dunkelheit wirken zu können. Und doch zog er mich von Anfang an in seinen Bann. Aber das lag eher an den vielen Fragen, die sich für mich relativ früh aufgetan hatten. Zum Glück wurden sie dann nach und nach aufgeklärt und der Schrecken zog ein... Denn was sich anfangs wie ein Familiendrama inkl vermissten Kind lesen ließ, entwickelte sich alsbald zu einer grausamen Geschichte, die durchaus unter die Haut gegangen ist. Das ganze beginnt mit einer Art Therapie Sitzung zwischen Emmi und ihrem "Psychologen". Darauf folgte die Rückblende und sie erzählte aus der Ich-Perspektive von ihren Erlebnissen, als sie ihre Eltern im Sommerhaus besuchte. Die Autoren (Vater und Tochter) haben einen tollen Schreibstil, der unkompliziert und leicht zu lesen ist. Dadurch war man relativ schnell im Geschehen und überlegte mit, welcher Inselbewohner evtl für das Verschwinden des kleinen Bruders verantwortlich sein könnte... Das seltsame, fast schon feindliche Verhalten ihrer Mutter gepaart mit anderen kleinen Ungereimtheiten ließ sie schnell für mich als Verdächtigte werden, aber auch der panisch anhängliche Vater, der immer mehr im Alkoholmissbrauch versinkt, kam zeitweise in Frage... Und doch kam alles ganz anders als erwartet... Ganz anders... Also gibt's eine klare Lese Empfehlung von mir 👍🏻

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Geschrieben wurde dieses Buch von Rolf Börjlind und seiner Tochter Molly. Börjlind Senior mag der breiten Masse vielleicht eher durch seine 6-Teilige Reihe um die Polizistin Olivia Rönning und dem Kommisar Tom Stilton bekannt sein. Dies ist das erste (und hoffentlich nicht das letzte) gemeinsame Buch von Vater und Tochter. Vor etlichen Jahren ereignete sich auf der kleinen schwedischen Insel Mytten eine Familientragödie. Der kleine Robin verschwand unter merkwürdigen Umständen. Seine Leiche wurde jedoch nie gefunden... Viele Jahre später besucht Robins große Schwester Emmie das Ferienhaus der Eltern auf der besagten Insel. Wir erfahren, dass Emmie die letzten 4 Jahre aufgrund von psychischen Problemen in einer geschlossenen Anstalt verbracht hat. Als sie beginnt Fragen zum Verschwinden ihres Bruders zu stellen, beginnen sich ihre Eltern sonderbar, zum Teil gar feindselig ihr gegenüber verhalten. Als Leser fühlt man das angespannte Verhältnis zwischen den Familienmitgliedern, welches von Seite zu Seite immer erdrückender wird. Im Laufe der Handlung kehren immer neue Errinerungsfetzen zurück in Emmies Bewusstsein und sie fängt an, die offizielle Geschichte ihrer Mutter anzuzweifeln. Ich will hier gar nicht weiter in die Materie vorstoßen, da ich sonst evtl. schon zu viel verraten würde. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Die Atmosphäre ist derartig dicht, dass man das Gefühl hat, auch direkt auf der Insel zu sein. Es liest sich wirklich schnell und leicht, ohne jedoch sprachlich trivial zu wirken. "Zwischen uns die Dunkelheit" wandert stets zwischen Thriller und auch Familiendrama, und lässt sich auch nach dem Buchende keinem festen Genre zuordnen. Die großen Stärken des Buches sind auf jeden Fall die Atmosphäre und die vielschichtigen Charaktere. Das Ende war größtenteils stimmig und zufriedenstellend. Gut, einige Fragen bleiben ungeklärt und lassen einigen Spielraum für Spekulationen und Mutmaßungen, aber gerade die Tatsache gefiel mir hier besonders gut. Entgegen vieler doch durchwachsender Rezensionen muss ich hier wirklich Mal eine Lanze brechen und sagen, dass es mir erstaunlich gut gefallen hat. Packend, spannend, zum Teil auch traurig. Ein echter Pageturner! Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung!

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