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Rezensionen zu
Schlüssel zu Bonhoeffers Haus

Laura M. Fabrycky

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Ein erfüllender Inhalt!

Von: Margarete Spitzer

16.09.2021

Als ich dieses Buch das erste Mal in meinen Händen hielt, war es, als würde ich in eine andere Welt eintauchen. Die Aufmachung hatte mich sofort begeistert. Doch meine hohen Erwartungen an die Darstellung Dietrich Bonhoeffers, seiner inneren Einstellung und seines Lebensweges, wurden anfangs enttäuscht. Ich kannte seinen Namen seit Jugendzeiten durch sein berührendes Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Genauso emotional wollte ich von diesem Buch berührt werden. Zu Beginn fand ich es schwierig, mich mit dem sachlichen Schreibstil der amerikanischen Autorin auseinanderzusetzen. Doch nach den ersten Seiten fand ich dann doch langsam hinein in ihre ganz eigene und letztendlich sehr interessante Weise, dem Leben Bonhoeffers auf die Spur zu kommen. Die Autorin ist eine Amerikanerin, die durch die Arbeit ihres Mannes an der US-Botschaft für drei Jahre in Berlin gelandet ist. Bald beginnt sie sich für Dietrich Bonhoeffer zu interessieren. Durch ihre hervorragende Recherche schafft sie es, dem Leser die Möglichkeit zu geben, die allgemeine Lebenssituation, in der Bonhoeffer heranwuchs, intensiver kennenzulernen und auch die wirtschaftlichen und politischen Umstände aufzuzeigen. Sie informiert den Leser über die letzten Jahrhunderte, um eine Erklärung zu finden, inwieweit diese weit zurückliegenden Jahre bereits das deutsche Volk geprägt hatten. So dass in der Zeit des Nationalsozialismus der Großteil der Menschen sich unkritisch jenem Menschen, der sich ermächtigte, sich als „Führer“ zu bezeichnen, unterwarf und nachfolgte. Ebenso ermöglicht die Autorin einen kritischen Blick auf die Kirche Deutschlands zu werfen und ihrem Verhalten jenen gegenüber, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Dieses Buch ist wie eine imaginäre Landkarte. Für jeden Aufenthalt Bonhoeffers steckt die Autorin einen imaginären Pin auf diese Karte, scheut keine Mühe, alle Orte, die für Bonhoeffer eine Bedeutung hatten, aufzusuchen, um sich in sein Wesen besser hineinfühlen und denken zu können. Mit ihrer ehrlichen Art hat sie keine Scheu in aller Öffentlichkeit dazu zu stehen, dass sie vorhergehende Fehleinschätzungen in Bezug auf Bonhoeffer korrigieren muss. Das ist für mich nicht nur staunenswert, sondern ebenso berührend. Wer bereit ist, von dem emotionalen Lied Bonhoeffers wegzugehen, sich auf sachliche und interessante Informationen einzulassen, macht mit diesem Buch einen großen, persönlichen Gewinn. Am Ende steht vielleicht die Erkenntnis, wie Bonhoeffers Leben ein Stück weit nachgelebt werden kann, doch für mich auch die Neugier, von diesem besonderen Menschen noch mehr zu erfahren. Die anfangs fehlende Emotionalität habe ich in feinen Nuancen entdeckt. Am Schluss bin ich mir gewiss, dieses Buch ein zweites, vielleicht auch ein drittes Mal zu lesen, da es beim ersten Mal nicht möglich ist, die Fülle, die die Autorin dem Leser weitergibt, aufzunehmen.

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Bonhoeffer ein Held?

Von: Elisa Baer

14.09.2021

Mir gefällt die Art wie die Autorin ihr Erleben in Berlin mit dem Leben Bonhoeffers verbindet sehr gut. An manchen Stellen kommen mir Assoziationen zu unserem Erleben in 2020/1. Ausgrenzung war auch für Bonhoeffer immer wieder ein Thema. L.M. Fabrycky hat sein Leben tiefgründig recherchiert. Sehr interessant fand ich auch ihren Blick auf die Deutschen in und nach der NS-Zeit. Und die Erkenntnis, dass Nordamerika seine moralische Aufarbeitung der Ausgrenzung der Indogenen, der Sklaven und der Mittel- und Südamerikanischen Staaten immer noch nicht angegangen ist. Das Buch ist für Menschen, die Denkanstöße nicht nur vom Leben Bonhoeffers bekommen möchten.

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Schlüssel zu Bonhoeffers Haus

Von: Rita Jörs

10.09.2021

Das Buch hat mir sehr viel besser gefallen, als ich zuerst vermutet habe. Der Schreibstil in klaren, nicht verschachtelten Sätzen machte es sehr leicht, im Lesefluss zu bleiben. Das Leben von Dietrich Bonhoeffer und seiner Familie wurde erzählt aber dabei nicht verklärt oder gar in den Himmel gehoben. Es ist interessant zu erfahren, dass eine Amerikanerin sich so sehr mit der deutschen Geschichte auseinandersetzt und das Leben Bonhoeffers und seiner Familie immer besser kennenlernt und sie schnell die Führungen für englischsprachige Touristen im Bonhoefferhaus übernimmt. Ein gelungenes Buch, dem ich meinen Respekt aussprechen möchte. Ich kann nur raten: lesen Sie es, wenn sie sich auch nur im Entferntesten für die deutsche Geschichte interessieren.

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Die in christlichen Kreisen nicht unbekannte Autorin Laura M. Fabrycky begleitet ihren Mann, wann immer er im Rahmen seiner Tätigkeit für den diplomatischen Dienst der USA ins Ausland entsendet wird. 2016 zieht die Familie nach Berlin. Laura M. Fabrycky beschreibt die Probleme, die ihr die deutsche Kultur im Allgemeinen und das neue Leben in Berlin im Konkreten bereiten. Erst, als sie immer wieder auf Dietrich Bonhoeffers Spuren stößt, dessen Leben und Werk für sie bereits seit Studienzeiten eine wichtige Rolle spielt, nimmt sie die Herausforderung eines neuen Alltags und einer besonderen Aufgabe an. Sie nimmt ihre Leser mit auf ihre Reise, die ihr Bonhoeffer ganz neu erschließt. Als Fremdenführerin im Gedenkort Bonhoeffer-Haus lernt sie viel über sich selbst, über ihre Beziehung und Annäherung an den Menschen Bonhoeffer und wie sie all das den Besuchern und ihren Lesern nahebringen kann. Eine lohnenswerte Lektüre, die viele Anregungen dafür enthält, sich mit dem Gedankengut Bonhoeffers, seinen Werten, seinem Begriff von Freundschaft und der Verantwortung, die jeder Einzelne von uns für sich sowie für andere Menschen und Orte hat, immer wieder neu auseinanderzusetzen.

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Dieses interessante Werk der Autorin Laura M. Fabrycky hat mich tief berührt. Es tut der Aufarbeitung der Geschichte sehr gut, dass sich eine amerikanische Autorin daran gewagt hat. Sie kann unbefangen über die Lebensgeschichte von Dietrich Bonhoeffer berichten. Laura M. Fabrycky hat zusammen mit ihrer Familie 3 Jahre als amerikanische Botschaftsangehörige in Berlin gelebt und schildert anschaulich ihren Weg sich mit der Person und den Wirkungsstätten von Dietrich Bonhoeffer auseinanderzusetzen. Der Leser wird immer wieder mit damit konfrontiert, dass das grausame Spiel von Hitler erst durch das Wegschauen des Großteils der Bevölkerung und damit auch der Kirche möglich war. Bonhoeffer ist diesen einfachen Weg nicht gegangen und hat dieses kurz vor Kriegsende mit seinem Leben bezahlt. Das Buch ist sehr empfehlenswert, seine klare Sprache führt einen mitreißend durch dieses dunkle Kapitel und bringt einem die Person Bonhoeffer sehr nahe, fast glaubt man, ihn nun ein Stück weit kennengelernt zu haben. Vermisst habe ich nur ein kleines Bild Bonhoeffers zu Beginn des Buches, um ihn sich immer wieder vergegenwärtigen zu können.

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„Die Schlüssel zu Bonhoeffers Haus“ von Laura Fabrycky beschreibt die Verbindung zwischen Dietrich Bonhoeffer und der Autorin. Laura Fabrycky und ihre Familie ziehen nach Berlin, da ihr Mann eine Stelle bei der US Botschaft erhalten hat. Sie geht aus puren Interesse zum Haus von Dietrich Bonhoeffer. Dabei erkennt sie, dass Dietrich Bonhoeffers Geschichte sehr facettenreich ist und man bei jeden Besuch etwas anderes entdeckt. Sie beginnt, Touristen durch das Haus zu führen und ihnen Bonhoeffer näher zu bringen. Ich finde das Buch sehr gut geschrieben. Man kann es gut lesen und nachvollziehen. Historisch ist es hoch interessant, da Bonhoeffers Geschichte immer wieder zu Sprache kommt und von verschiedenen Winkeln betrachtet wird. Da ich mich für Bonhoeffer interessiere, finde ich es spannend, dass auch die Autorin viele Facetten in Bonhoeffers Leben untersuchte und dabei feststellte, dass Bonhoeffer ein vielseitiger Mann war, was in Geschichtsbüchern vielfach untergeht. Klare Kaufempfehlung- auch für all die, die sich nicht in die Zeit von Bonhoeffer hinein versetzen können.

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falsche Erwartungshaltung

Von: Rosina

26.08.2021

"Von guten Mächten wunderbar geborgen...." - ich wollte mehr von dem Menschen erfahren, der diese wunderbaren und mir stets zu Herzen gehenden Zeilen verfasst hat. Dabei habe ich mich zu sehr vom Titel des Buches und eindeutig zu wenig vom Klappentext leiten lassen. Vielleicht geht es anderen aber auch so, deshalb hier meine Warnung: Man erfährt durchaus Vielfältiges vom Leben Bonhoeffers, für mich persönlich sind diese biographischen Elemente aber zu wenig chronologisch oder thematisch geordnet. Das Problem liegt darin, dass die Autorin, Ehefrau eines US-amerikanischen Botschaftsmitarbeiter, ihre ganz persönlichen Erlebnisse, Erkenntnisse und Erfahrungen während des dreijährigen Aufenthaltes in Berlin schildert und dabei in jedem Kapitel irgendeinen Bezug zu Bonhoeffer herstellt. Bei manchen Kapiteln gelingt ihr das besser, bei manchen eher weniger. Liest man das Buch aber mit einer anderen Erwartungshaltung, wie ich sie leider hatte, so erfährt man durchaus unterhaltsame Ansichten einer Amerikanerin über die Wichtigkeit von Gartenhecken oder die Radwegenutzung in Deutschland.

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...oder haben wir ihn irgendwann verloren. Das Buch nähert sich auf interessante Weise der historischen Persönlichkeit Dieter Bonhoeffer. Eine Amerikanerin, deren Mann zum amerikanischen Botschaftspersonal gehört, kommt in dem Jahr, in dem Donald Trump zum Präsidenten gewählt wird, nach Berlin. Dietrich Bonhoeffer ist ihr kein Fremder, sondern sie hat bereits in Amerika viel über ihn gelesen. So macht sie sich eines Tages auf und besichtigt das Haus Bonhoeffers. Sie ist fasziniert von den Ausstellungsstücken und so kommt es, dass auch sie nach einer gewissen Zeit Führungen durch das Haus übernehmen kann. Sie liest sich in die Geschichte dieses interessanten Menschen ein. Wer sich noch nicht mit dem Leben von Dietrich Bonhoeffer beschäftigt hat und auch keine reine Biografie von ihm lesen möchte, sollte dieses Buch zu Hand nehmen. Es ist sicherlich kein Buch, das einfach so heruntergelesen werden kann, aber es nimmt den Leser mit in die schreckliche Zeit des Nazi Regimes und er erfährt, wie mit Menschen, die gegen das Regime aufbegehrten umgegangen wurde. Ein sehr lesenswertes Buch.

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