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Rezensionen zu
Die Katze, die von Büchern träumte

Sosuke Natsukawa

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€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,50* (* empf. VK-Preis)

Eine Liebeserklärung an die Literatur

Von: reading_kitsune

24.11.2022

Die Geschichte umfasst 190 Seiten - was bei japanischer Literatur normaler ist, als bei uns. Das Buch ist jetzt nicht einfach nur Mal so für zwischendurch, sondern regt eher zum Nachdenken an. Man findet in dem Buch viele Parallelen zum heutigen Konsum der Bücher. Zum Beispiel: Was bedeuten uns Bücher? Wie sehen wir sie? Ist es wichtig, dass wir so viele Bücher lesen/besitzen? Wie viel Macht besitzen Bücher? Man spürt in der Geschichte die Liebe zu den Büchern sehr. Besonders hat Rintarou sehr viel Liebe für jedes einzelne Werk übrig 🫶🏻 Die Autorin hat dies auch perfekt umgesetzt. Es ist eine schöne Liebeserklärung an die Bücherwelt beziehungsweise der Literatur. Und genau das finde ich so toll an diesem schmalen Buch. Es regt zum Nachdenken an und ist reflektierend, philosophisch, so wie ein japanisches Buch nun Mal ist. Es ist keine typische Geschichte in die man abtaucht, aber sie ist durch die Denkweise von Rintarou dennoch magisch. Ich kann es Buchliebhabern wirklich empfehlen 🥰

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Der deutsche Titel des Romans ist etwas irreführend. Verträumt ist wenn überhaupt dann der junge Stubenhocker Rintarô Natsuki, der sich am liebsten in das Antiquariat seines Großvaters verkriecht. Als dieser plötzlich stirbt und ihm die Buchhandlung vererbt, versinkt Rintarô in Apathie. Genau zum richtigen Zeitpunkt taucht aus dem Nichts eine freche, sprechende Katze auf und bittet ihn um Hilfe: Rintarô soll gefährdete Bücher retten, daher auch der japanische Originaltitel, wörtlich übersetzt: „Die Geschichte einer Katze, die versucht, Bücher zu beschützen“. So begleiten wir den jungen Helden samt Katze und einer Klassenkameradin auf mehrere abenteuerliche Rettungsmissionen. Sie führen über verschlungene Wege in dystopische Welten, die nicht nur Rintarô, sondern auch jeden Buchliebhaber schmerzen! So überzogen die Szenarien auch wirken mögen, findet sich überall ein wahrer Kern, der zum Nachdenken anregt. Wer möchte nicht seine Lesegeschwindigkeit steigern, um ein größeres Bücherpensum zu schaffen? Schön an dieser fantasievollen Geschichte fand ich die philosophischen Gedanken über die Bedeutung und die 'Seele' von Büchern und Rintarôs Charakterentwicklung, dem nicht nur die Lebensweisheiten seines Großvaters, sondern auch seine eigenen Erkenntnisse bei der Rettungsaktion helfen.

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Japan Rintaro lebt bei seinem Großvater. Dieser betreibt einen kleinen Buchladen. Als der Großvater stirbt verkricht sich der zurückhaltende Junge noch mehr hinter seinen Büchern. Auch seine wenigen Freunde können ihn nicht überzeugen wieder am Leben teilzunehmen.    EinesTages steht plötzlich eine sprechende Katze namens Tora in seinem Buchladen und bittet Rintaro um Hilfe. Er muss Bücher retten, denn das können nur wahre Buchliebhaber. Gemeinsam mit dem Kater betritt Rintaro eine magische Welt hinter der Bretterwand seines Buchladens. Meine Bewertung: Dieses Buch ist literarisch auf einem hohen Level, dies zeigt sich in Ausdruck und Sprache. Die Konversationen der Protagonisten untereinander sind sehr philosophisch und müssen oftmals mehrmals gelesen werden, um sie richtig zu verstehen. Die Gedankengänge von Rintaro und seine Art sie auszusprechen sind aber trotzdem gut nachzuvollziehen, auch wenn er etwas länger braucht, um sich richtig und überzeugend ausdrücken zu können. Er hat das Herz auf dem rechten Fleck, wirkt aber manchmal etwas abwesend. Wie gut das seine Reise ihn innerlich stärker macht und aufs Leben vorbereitet. Er lernt Schritt für Schritt sich selber neu kennen und mehr Verantwortung für sich und auch andere zu überwinden. Über den Kater Tora erfährt man leider nicht allzu viel. Er ist immer da, mit einer neuen Aufgabe die von Rintaro überwunden werden muss. Tora gibt ihm auch Tipps, über ihn selbst erfährt man aber nicht viel. Wer könnte ihn geschickt haben, wieso muss gerade Rintaro sich diesen Herausforderungen stellen? Könnte die Katze vielleicht der Geist seines Opas sein? Wer weiß, es gibt jedenfalls viel zu rätseln und man fiebert auch richtig mit Rintaro mit, denn nicht jedes Labyrinth ist ungefährlich. Wie gut das seine Schulfreundin Sayo zur Seite steht. Sie kann den Kater übrigens auch sehen und ist damit Teil von Rintaros Reise. Spürt man da etwa den Hauch von junger Liebe? Vielleicht ein bisschen :-) Die beiden sind jedenfalls sehr süß zusammen und Sayo weiß immer die richtigen Worte um Rintaro aus der Reserve zu locken.   Das letzte Aufgabe hat es in sich. Da muss man mächtig seinen Grips anstrengen und auch für Rintaro ist es nicht einfach, die harte Nuss zu knacken. Auch für mich war es ziemlich verwirrend und erstmal suspekt. Für mich hat es nicht ganz hineingepasst, aber es war quasi Rintaros Endgegner. Mir hat dieses Buch jedenfalls sehr gut gefallen. Ich mag Bücher, die Japan spielen und von Japanern geschrieben worden sowieso immer ganz gerne. Sie sind besonders und immer eine Klasse für sich. Einziges Manko - ich finde den Preis mit 22 € für die paar Seiten ziemlich hoch. Man könnte es auch preiswerter herstellen und verkaufen. Auch wenn der Einband schon sehr hübsch ist. Eignet sich jedenfalls sehr gut für einen Japan- und Katzenfan als Geschenk.   Fazit:  Eine absolut magische Geschichte, die einen in den Bann zieht und zum Nachdenken anregt. Japanisches Slice of Life von feinsten - fast wie im Anime.

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Natürlich ist mir bei "Die Katze, die von Büchern träumte" als erstes dieses tolle Cover ins Auge gesprungen. Doch dann habe ich den Klappentext gelesen und mir war klar, dass ich das Buch von Sosuke Natsukawa auch unabhängig von diesem tollen Cover unbedingt lesen möchte. Eine gute Entscheidung. Rintarõ ist bei seinem Großvater und in dessen kleinem Antiquariat aufgewachsen. Doch nun ist der Großvater tot und der stille Junge zieht sich immer weiter in sich zurück. Plötzlich taucht eine sprechende Katze in dem Buchladen auf. Ihr Anliegen: Die Rettung der Bücher. Das klingt nach einem Märchen, nicht wahr? Und märchenhafte Züge hat das Buch tatsächlich. Rintarõ ist zunächst nicht begeistert von der Katze, die sich ihm aufdrängt und auch noch freche Sprüche von sich gibt. Die Katze fordert, dass Rintarõ sie in ein Labyrinth begleitet, an dessen Ende sich ein Gegner befindet, der „Bücher gefangen hält.“ Tatsächlich wagt Rintarõ den Gang aus seiner Komfortzone. Die Liebe zu den Büchern, aber anfangs auch der Gedanke, dass es egal ist, ob er wieder nach Hause zurückkehrt, treiben ihn an. Schnell wird ihm klar, dass die Bücher tatsächlich gerettet werden müssen. Der Junge und die Katze begeben sich in eine Parallelwelt, in der es den Büchern nicht immer gut ergeht. Sie werden auseinandergerissen, gekürzt, aus dem Fenster geschmissen. Deutlich spürbar ist Sosuke Natsukawas Leidenschaft für Bücher und fürs Lesen. Und so liefert sein Buch auch viele schöne, poetische Zitate. „Sein Herz für Mitmenschen zu öffnen, ist meiner Meinung nach das, was die Macht von Büchern ausmacht. Eine Kraft, die viele Menschen inspiriert und anspornt.“ (Zitat Seite 173) Im Laufe der knapp 200 Seiten wird aber auch klar, dass es in "Die Katze, die von Büchern träumte" nicht nur um die Rettung von Büchern geht, sondern auch um die Rettung des Jungen. Rintarõ wird mit jeder Mission stärker, setzt sich für sich, aber auch für andere ein. Er traut sich, frei zu sprechen, und für das, was ihm wichtig ist, einzustehen. Sosuke Natsukawa erschafft mit schönen Worten eine spannende und liebevolle Coming-of-Age-Geschichte. Am Ende geht Rintarõ gefestigt aus den Abenteuern und ist bereit, das Leben ohne seinen Großvater zu meistern. Wie bereits erwähnt, kann "Die Katze, die von Büchern träumte" auch als Märchen gelesen werden. Vielleicht wird euch während des Lesens Charles Dickens Weihnachtsgeschichte in den Sinn kommen? Mir erging es zumindest so. Und so passt Sosuke Natsukawas Buch hervorragend in die Winter- und Weihnachtszeit. Fazit: "Die Katze, die von Büchern träumte" ist ein zauberhaftes Märchen und eine liebevoll erzählte Coming-of-Age-Geschichte. Sosuke Natsukawas Buch ist perfekt für einen langen Winterabend. Eine Empfehlung, nicht nur für Buchliebhaber.

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