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Rezensionen zu
Die besten Rezepte für heimische Gemüse. Mit Fleisch, Geflügel, Fisch und vegetarisch. Das Kochbuch für Blatt- und Kohlgemüse, Knollen, Wurzeln und Rüben, Maronen, Kürbis, Pastinake, Portulak, Steckrübe & Co.

Johanna Handschmann, Gabriele Redden Rosenbaum

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 9,99 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Wenn Gemüse richtig zubereitet ist, schmeckt es super lecker. Man muss manchmal nur ein bisschen suchen, bis man für alles die richtige Zubereitung für sich selbst findet. Dieses Buch kann ein wenig dabei helfen. Es beinhaltet eine Auswahl Kombinationen und Rezepte für Gemüse, das bei uns heimisch ist, aber leider viel zu oft ignoriert und unterschätzt wird. Es sollte viel öfter auf unseren Tellern landen! Nicht nur, weil kurze Wege und regionale Produkte einfach für die Umwelt sinnvoller sind, sondern auch, weil es gesund und super lecker ist. Dabei sind die meisten Rezepte auffallend einfach nachzukochen. Gleich das erste Rezept „Pastinaken-Kürbis-Klopse“ ist zwar mit Arbeit verbunden, aber nicht kompliziert. So wirklich anspruchsvoll sind in diesem Buch ganz wenige Rezepte. Das gefällt mir sehr – bin ich doch gerade auf dem Trip weg von der Chichi-Küche, zurück zu den Basics. Raffiniert dürfen die Gerichte gern sein, aber auch bodenständig und „machbar“. Die größte Herausforderung dürften die Soufflés sein. Vor denen hab ich immer jede Menge Respekt! Die Sellerieschnitzel „Cordon Bleu“ bekommt man auch auf alle Fälle hin – und sie sind sooooo lecker! Mir kommen nur leider Karotten und Lauch etwas zu kurz, auch ein paar Kartoffelrezepte mehr hätten mir gefallen. Bohnen und Erbsen finden leider auch kaum Platz in diesem Buch. Es ist mehr Kohl- und Rüben-lastig. Aufgeteilt ist das Buch in die Kapitel „Wurzeln, Rüben, Knollen“, „Kohl“, „Kürbis, Pilze & Maronen“ und „Blatt- und Stielgemüße“. Vor den eigentlichen Rezepten erfährt man zunächst ein paar interessante Dinge über die jeweils gewählten Gemüsesorten. Am Ende des Buches findet sich auch ein Erntekalender. So sieht man gleich, was im jeweiligen Monat regional frisch geerntet wird. Es lohnt sich, den Speiseplan danach zu richten! Danach gibt es noch drei Rezeptregister – eins nach Kapiteln, eins alphabetisch und eins nach Gemüsesorten. Das finde ich sehr gelungen und hilfreich. Sehr gut gefällt mir, dass es zu jedem Gericht auch ein Foto gibt. Da kann ich mir schon vom Anblick der Speisen Anregungen holen, mich inspirieren lassen und die Auswahl darüber treffen. Ganz im momentanen Trend wurden alte Geschirr- und Besteckstücke zum Anrichten und Dekorieren verwendet. Da ist die Suppe in einer alten Terrine, da liegt ein alter, großer Löffel neben dem Suppenteller, da wird grobes Steingut, grobe Leinentischdecken und Servierten, rustikale Messer und Brettchen und allerlei Hausrat aus Urgroßmutters Küche verwendet. Wer gerne Kochsendungen sieht, fühlt sich an Jamie Olivers Ausstattung erinnert. Es ist hübsch, es ist nostalgisch, es ist retro. Die Rezepte selbst sind klassisch aufgebaut. Nach dem Titel folgen ein kleiner Text zum Gericht selbst, dann die Liste der Zutaten und die Anleitung der Zubereitung. Zumeist sind die Rezepte für vier Portionen ausgelegt, einige aber auch für 6-8. Angaben zu Nährwerten findet man keine. Das stört mich weniger, ist allerdings heute fast schon eine Ausnahme. Extratipps und Varianten werden optisch auf kleinen Zettelchen dargestellt. Das sieht hübsch aus und macht das Kochbuch ein bisschen persönlicher. Alles in allem bin ich mit diesem schönen Kochbuch, das mit nicht ganz zehn Euro zudem noch ein wahres Schnäppchen ist, sehr zufrieden. Hier wurde viel Sorgfalt und Liebe hineingesteckt. Das belohne ich abzüglich meiner Kritikpunkten mit vier Sternen.

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Gleich am Anfang möchte ich einmal etwas wirklich hervorheben. Ich war absolut überrascht von dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Das ist wirklich unglaublich. Für gerade mal 9,99 € bekommt man hier ein sehr hochwertig gebundenes Hardcoverbuch, mit professionellen Fotos und 76 Rezepten. Also ich habe etliche Kochbücher, aber was man hier für sein Geld bekommt, habe ich noch nicht erlebt. Das Buch ist in verschiedene Gemüsekategorien aufgeteilt. Den größten Abschnitt nehmen die Wurzelgemüse ein. Von Pastinake über Steckrübe hin zur Schwarzwurzel ist hier alles dabei. Mit Rüben habe ich bisher kaum zu tun gehabt und ich musste erst einmal schauen, was der Unterschied zwischen Steck-, Mai- und Herbstrübe ist und auch bei Pastinaken und Petersilienwurzel musste ich erkennen, dass mein bisheriges Wissen darüber falsch war. Man lernt also wirklich etwas über das heimische Gemüse dazu. Aus diesem Bereich habe ich auch das meiste ausprobiert. Die Petersilienwurzel-Kartoffelpuffer waren sehr lecker, wenn es jetzt auch kein super neues Rezept darstellt. Die Rote Beete Suppe mit Garnelen war dann leider so gar nicht meins, aber ich habe seit Jahren keine Rote Beete mehr gegessen, weil sie mir damals schon nicht geschmeckt hat. Da war das Erlebnis kein Wunder. Sehr gern hätte ich mir die Topinambursuppe mit Waldpilzen oder Topinambur-Tortillas gemacht, aber leider bekam ich keinen Topinambur. Sobald ich den bekomme, werde ich die beiden Rezepte auf jeden Fall ausprobieren. Die Bilder davon sehen großartig aus. Der zweitgrößte Bereich des Buches wurde vom Kohl eingenommen. Hier gibt es Rezepte mit Spitzkohl, Wirsing, Stielmus, Weißkohl, Kohlrabi, Rotkohl, Blumenkohl, Grünkohl und Rosenkohl. Da Blumenkohl mein liebstes Gemüse ist, habe ich natürlich die Rezepte als ersten ausprobieren wollen. Nun komme ich aber mal zu meinem kleinen Problem mit dem Buch. Wenn ich da so ein schönes Gemüse auf dem Cover sehe und Gemüse auch im Titel hervorgehoben wird, dann denke ich sowohl an 'Gesund' als auch 'Kalorienarm'. Diese Assoziation ist hier allerdings falsch. Kalorienarm sind die meisten Rezepte hier nicht und er werden auch keine Kalorien- bzw. Nährwerte angegeben. Für jemanden wie mich, der gerade Diät macht und sehr genau aufpasst wie viele Kalorien er zu sich nimmt, ist das Buch nicht geeignet. Den Mangel an Nährwert-Angaben könnte man noch durch Recherche bzw. Apps ausgleichen, aber die Rezepte sind wirklich meist sehr gehaltvoll. Vieles wird mit Sahne zubereitet (die ich dann schon ersetzt habe) oder in relativ viel Fett gebacken bzw. gebraten. Mit relativ schlechtem Gewissen habe ich mir dann die Blumenkohlröschen in Parmesanhülle gemacht. Die waren wirklich sehr lecker, aber eben auch sehr fettig. Bei dem Blumenkohl mit Käsesauce habe ich dann bei den Zutaten etwas geschummelt. Es hat gut geschmeckt aber nicht überragend, aber vielleicht wäre es mir den 'echten' Zutaten besser gewesen. Auch aus diesem Bereich konnte ich einige Rezepte nicht ausprobieren, weil die Zutaten nicht frisch erhältlich waren. Besonders bedauert habe ich das bei der Grünkohllasagne mit Steinpilzen. Die wird definitiv noch ausprobiert sobald ich an die Zutaten gelange. Die Rezepte zu Kürbis, Pilzen und Maronen nahmen einen sehr kleinen Teil im Buch ein und sprachen mich persönlich auch nicht so an. Daher kann ich dazu nicht viel sagen. Der Bereich des Blattgemüses war etwas größer, aber kaum vergleichbar mit den ersten beiden Abschnitten. Hier fand ich einige Rezepte interessant, bin schlussendlich bisher aber nur zu den Hirse-Spinat-Buletten mit Schafskäse gekommen. Das war mal wieder ein Rezept, dass ich in der Kombination überhaupt nicht kannte. Es war ziemlich aufwendig aber es hat sich total gelohnt. Allgemein sind die Rezepte gut aufgebaut und enthalten nur in sehr wenigen Fällen Zutaten, die etwas schwer zu bekommen sind. Man bekommt hier sowohl Rezepte, die man immer schon einmal irgendwo wenigstens in einer abgewandelten Version gesehen hat, als auch Rezepte, die wirklich neu und ausgefallen sind. Portulak-Gnocchi, Hirse-Spinat-Buletten und Spargelknödel in Salbeibutter sind da nur einige Beispiele. Teilweise gibt es kleine Tipps oder Informationen zu den Rezepten. So erfährt man mal etwas zu einer Zutat, ein anderes Mal bekommt man Zubereitungsvorschläge oder Ergänzungsvorschläge. Und das ganz große Plus sind einfach die wirklich hochwertigen Fotos. Sie sind sehr ansprechend, gut arrangiert und belichtet. Am Ende bekommt man noch einen Erntekalender und vor jedem großen Abschnitt bekommt man einige wenige Informationen zu den verwendeten Gemüsen. Für meinen ganz persönlichen Nutzen würde das Buch nur knappe 3 Sterne bekommen, aber da das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich so herausragend ist und man sowohl alltägliche als auch recht ausgefallene Rezepte im Buch findet, habe ich meine Bewertung etwas hochgeschraubt. Gewundert hat mich allerdings, dass die Zucchini hier überhaupt nicht drin vorkommt. Die wächst doch hier in jedem Garten. Und auch die Kartoffel fehlt. 47 der 76 Rezepte sind für Vegetarier geeignet. Dies wird allerdings nur hinten im Register der Rezepte mit einem kleinen 'V' vermerkt und ist daher für Vegetarier, die es nicht mögen durch Bilder mit Fleischgerichten zu blättern, nicht geeignet. Mich betrifft das nicht, aber ich kenne genug Vegetarier und Veganer, die damit ein Problem haben. Daher wollte ich es erwähnt haben. *Fazit:* 3,6 von 5 Sternen Das Buch ist für all diejenigen geeignet, die sowohl nach alltäglichen als auch ausgefallenen Rezepten für heimisches Gemüse suchen. Eher schwer ist das Buch für Leute zu handhaben, die eine Diät machen oder die eingefleischte Vegetarier oder Veganer sind.

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