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Rezensionen zu
Andromeda

Michael Crichton

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Andromeda

Von: gosureviews

07.09.2021

Mein erster Michael Crichton und ein großartiger Einstieg. Andromeda ist ein rasanter und sehr unterhaltsamer Techno-Thriller. Der Schreibstil in diesem Buch ist ein wenig trocken und wissenschaftlich, aber meiner Meinung nach trägt das zu seiner Authentizität bei. Man hat wirklich das Gefühl, einen Bericht über tatsächliche Ereignisse zu erhalten. Außerdem vermittelt Crichton die technischen Informationen auf verständliche Weise, so dass man das Buch mit dem Gefühl beendet, etwas gelernt zu haben. Die Prämisse ist ausgezeichnet. Eine Raumsonde, die auf die Erdoberfläche, eine kleine Stadt in Arizona, zurückkehrt, hat außerirdische Bakterien an Bord. Bakterien, die für alles, was mit ihnen in Berührung kommt, extrem tödlich sind. Ein Expertenteam wird zusammengestellt, um die Sache in den Griff zu bekommen, und Crichton leistet hervorragende Arbeit, indem er die Charaktere der einzelnen Mitglieder differenziert darstellt und dafür sorgt, dass man mit ihnen mitfiebert. Wenn man bedenkt, dass das Buch fünfzig Jahre alt ist, war es seiner Zeit weit voraus und hat auch heute noch Bestand. Es war an der Zeit, dass ich ein Buch dieses Autors lese, und ich werde sicherlich weitere Bücher lesen. Solide vier Sterne.

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Alles beginnt in einem kleinen Ort in Arizona. Binnen weniger Stunden ist der gesamte Ort ausgelöscht, alle Menschen sind tot. Alle? Nein, es gibt überlebende… Ausgelöst wurden die seltsamen Todesfälle von einem Organismus, der auf einer abgestürzten Raumsonde haftete. Jetzt muß alles ganz schnell gehen. Seit Jahren gibt es ein Szenario für diesen Fall, das nun in Kraft tritt. 5 Wissenschaftler werden in die Geheimbasis Wildfire gebracht und sollen den Organismus erforschen. In einer fast schon sterilen, dokumentarischen Erzählart erlebt der Leser 5 Tage des Erforschens, des Enträtselns und der Erfolge und Rückschläge. Durch diese ganz besondere Schreibweise ist man bis zum Schluß überzeugt, dass die Geschichte komplett der Wahrheit entspricht und genau so sich abgespielt haben muß. Viele wissenschaftliche Analysen und Zitate untermauern die Realität des Geschriebenen. Ich war von Anfang an fasziniert und konnte das Buch kaum eine Sekunde weglegen! Mich haben weder der Dokumentarstil noch die oft komplizierten Wissenschaftsberichte gestört, im Gegenteil. Ich fieberte mit den Protagonisten mit und durch so kleine Sticheleien des Autors wie: “Hätten sie an dieser Stelle weiter geforscht, wäre alles ganz anders gekommen.” … oder… “..und das war der 2. entscheidende Fehler bei den Analysen, doch das sollten die Wissenschaftler erst viel später merken.” war ich total hibbelig, was denn nun am Ende wirklich geschah! Aaaahh… Eine faszinierende Geschichte, die uns beim Gedanken an “außerirdisches Leben” in eine ganz neue Richtung denken lässt.

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Als ich das Buch lesen wollte, war mir zunächst gar nicht bekannt, dass die Geschichte Anfang der 1970er Jahre geschrieben wurde. Da es sich um eine Art dystopische Science Fiction handelt, war es natürlich spannend, wie sich so ein Thriller, der heute gesehen dann doch schon in der Vergangenheit spielt, gestaltet - hat man ja nicht alle Tage. Die Geschichte ist aus einer stark wissenschaftlichen Sicht geschrieben. Das beinhaltet natürlich auch Forschungsstandards und Gerätschaften, die heute vermutlich schon wieder veraltet sind, und damals (teilweise) noch Zukunftsmusik und/oder von Militär und Regierungen geheimgehaltene technische Möglichkeiten waren. Ich weiß es schlicht nicht, weil ich von sowas keine Ahnung habe. Man merkt es aber natürlich daran, dass der beschriebene Forschungsstandard in den 60er Jahren aufhört. Der Schreibstil aber ist sehr angenehm, trotz des wissenschaftlichen Aspekts gut und einfach zu verstehen, modern und flüssig und die Handlung an sich trotzdem nicht verstaubt, sondern eigentlich auch in die moderne Zeit versetzbar. Alles ist so gestaltet, als würde der Autor hier eine tatsächliche Geheimsache der amerikanischen Regierung gelüftet und nachträglich den Tathergang beschrieben hat. Etwas, das die Menschen auch heute noch beschäftigt und fasziniert - Kontakt mit einem außerirdischen Keim oder Ähnlichem, dem die Menschheit nichts entgegenzusetzen hat. Die Handlung zieht sich über 5 Tage, die sehr detailliert und teilweise minutiös in einer geheimen Forschungsbasis der Regierung ablaufen. Gruseliger fand ich aber den Anfang, nämlich bevor alle verstehen, was eigentlich passiert ist - der Ort, den es trifft, und wie die Zustände dort beschrieben werden. Das war immer richtig gut. Und immer diese kleinen Andeutungen am Rande, dass da noch was passiert ist, was noch keiner weiß, wenn man als Leser mehr weiß als die Protas, finde ich das immer ganz unerträglich packend. Der Autor baut sehr geschickt Spannung auf, da er oft am Ende eines Kapitels zwar darauf hinweist, dass den Wissenschaftlern oder Militärs Fehler unterlaufen - aber nicht genau, welche und mit welchen Folgen. Also wartet man natürlich die ganze Zeit auf die Auflösung, auf den großen Knall, wird aber bis zum Ende auf die Folter gespannt. Ich fand die Geschichte auf jeden Fall trotz der Tatsache, dass sie schon über 50 Jahre alt ist, total spannend und es hat mir Spaß gemacht zu versuchen, mich gedanklich in diese Zeit und in den Stand reinzuversetzen. Nur Schade, dass es sich wieder - typisch - in Amerika und abgeschottet durch Regierung und Militär stattfindet, wie so oft bei solchen Romanen. Das normale Leben fehlt. Dennoch gibt es von mir noch 5/5 Sterne.

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Inhalt: Ein Scoop Satellit hatte die Aufgabe Proben im Weltraum einzusammeln. Die Hoffnung war in Erdnähe auf außerirdisches Leben zu stoßen - in Form von Mikroorganismen. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre gerät die Raumsonde außer Kontrolle und stürzt ab. Lieutnant Shaw und der Elektrotechniker Crane wurden beauftragt Scoop IV zu bergen. Nach stundenlanger Suche orten sie die Sonde in der Nähe des kleinen Ortes Piedmont. Dort angekommen finden sie alle Bewohner tot auf. Während Shaw und Crane ihre Beobachtungen an die Basis melden sterben beide einen blitzschnellen Tod. Satellitenbilder belegen, dass die Bewohner plötzlich und mitten in ihren Bewegungen verstarben, doch auf den Bildern ist auch zu erkennen, dass ein Bewohner überlebte. Die Sonde brachte einen tödlichen Virus mit und nun beginnt jede Sekunde zu zählen ... Fazit: 1969 schrieb Crichton diesen Wissenschaftsthriller und im Augenblick scheint er aktueller denn je. Die Story liest sich teils wie ein trockener Bericht um die Abläufe des Projekts "Wildfire", einem Projekt, dass Abläufe für tödliche Bedrohungen durch außerirdische Lebensformen regelt. Aber genau diese Form der Erzählung machte für mich das Buch so unfassbar spannend. Beim Lesen entstand immer mehr der Eindruck, es handelt sich hier um eine reale Begebenheit und die detaillierte Aufarbeitung aller Fehler, aber auch aller Erfolge zur Rettung der Menschheit, hätten auch genau so passieren können. Michael Crichton baute auch reale Figuren in diesen Roman ein und vertiefte damit den Eindruck eines realen Geschehens. In den letzten 15 Monaten befand sich die Menschheit in einer ähnlichen Situation wie die Wissenschaftler des Projektes "Wildfire". Okay, Sars CoV 2 ist bei Weitem nicht so tödlich wie das im Buch beschriebene Andromeda Virus, aber auch jetzt geht es um die Erforschung eines Virus, das Finden eines Heilmittels, Entdeckung von Mitteln um ein Virus zu kontrollieren. Im Resümee bin ich sehr froh das Sars CoV 2 nicht so tödlich ist, wie der Andromeda-Stamm, denn wenn es so wäre, wären wir alle verloren. Im Umgang mit Corona sind viele Fehler genau so passiert wie im Roman, zum Beispiel Pannen bei der Übermittlung von Informationen, so dass die betreffenden Funktionsträger verzögert aktiviert wurden. Ein tödliches Virus aber nutzt die verschwendete Zeit effektiv .... Ich fand "Andromeda" hochspannend und absolut aktuell. Wenn man über einige veraltete Technologien hinwegsieht, könnte die Geschichte auch im Hier und Jetzt spielen .... wollen wir hoffen, dass sie niemals ihren Weg in die Realität findet.

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„Aber jetzt, wo sie es mit einem echten Erreger zu tun hatten, der ebenso echte wie absonderliche Todesfälle verursachte, fragte er sich, ob sich ihre Pläne tatsächlich als so wirksam und lückenlos erweisen würden, wie sie damals angenommen hatten.“ (Zitat Seite 139) Inhalt Der neueste Scoop-Satellit ist bei seiner Rückkehr auf die Erde mitten im Zentrum von Piedmont, eine Kleinstadt in Arizona, gelandet, was eine deutliche Abweichung von dem voraussichtlichen Landepunkt bedeutet. Lieutenant Shawn und sein Assistent Crane haben die Aufgabe, die Raumkapsel zu bergen. Über dem Ort ist es still, viele Bewohner liegen auf der Straße, friedlich und tot. Damit wird das 1966 in Flatrock, Nevada errichtete Wildfire Labor aktiviert und ein vorab bestimmtes Team von hochqualifizierten Wissenschaftlern zusammengerufen, denn das Projekt Scoop sammelt in einer Erdumlaufbahn unbekannte Organismen ein. Es sind vier Männer, die unter enormen Zeitdruck den tödlichen Organismus in der Kapsel finden und ein Gegenmittel entwickeln müssen, um eine weltweite Pandemie zu verhindern. Thema und Genre Bei diesem Roman handelt es sich um eine aktuelle Neuübersetzung des bekannten Romans von Michael Crichton. Das Original ist 1969 erschienen und damit entstand ein damals völlig neues Genre, der Wissenschaftsthriller. Themen sind moderne Forschung, Biologie, Evolution, die Suche nach neuen Substanzen für die Entwicklung von biologischen und chemischen Waffen. Charaktere Die Figuren handeln nachvollziehbar und stimmig, sehr gut beschrieben sind die unterschiedlichen Charaktere und Verhaltensweisen der einzelnen Wissenschaftler. Handlung und Schreibstil Die packende Handlung findet innerhalb von fünf Tagen statt. Dieser Zeitrahmen ist durch das Projekt Wildfire vorgegeben, andererseits drängt die Zeit, denn das extrem gefährliche, tödliche Virus droht eine weltweite Pandemie auszulösen. Obwohl dieser Roman fünfzig Jahre alt ist, hat er nichts an Aktualität verloren. Die modernen technischen Möglichkeiten haben sich seither natürlich extrem verändert, dennoch wirken die Abläufe im Labor und in der Technik in keinem Bereich veraltet. Die Mischung aus wissenschaftlichen Fakten, möglichen Fakten und Fiktion und der Wechsel zwischen technischen Schilderungen und Action überzeugt ebenfalls. Fazit Ein zeitlos aktueller, sehr spannender, realistischer Wissenschaftsthriller.

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Den Autor Michael Crichton muss man sicherlich niemandem vorstellen. Viele seiner Romane waren auf den ersten Plätzen der Bestsellerlisten zu finden und wurden auch als Verfilmung erfolgreich. Beste Beispiele sind ‚Timeline‘ oder ‚Jurassic Park‘. Im Heyne-Verlag ist nun mit ‚Andromeda‘ die Neuauflage des frühesten Werks von Crichton erschienen. Hintergrund für diese Neuauflage dürfte sein, dass zeitgleich mit ‚Andromeda - Die Evolution‘ (Autor: Daniel H. Wilson) eine Fortsetzung erschienen ist, die die ursprünglichen Ereignisse aufgreift und in einer neuen Geschichte weiterführt. Da ist es sinnvoll, vor der Lektüre des neuen Romans, die ursprüngliche Geschichte (noch einmal) zu lesen. Andromeda befasst sich mit einem leider durchaus aktuellen Thema: die Welt wird von einem tödlichen Virus bedroht. Bei ‚Andromeda‘ kommt diese Bedrohung aus dem All und wird von einer Raumsonde auf die Erde gebracht. Diese stürzt nahe der amerikanischen Kleinstadt Piedmont ab. Die Soldaten, die die Sonde bergen sollen, finden sich plötzlich in einem Ort wieder, dessen Straßen von Leichen gepflastert sind. Auch die beiden Männer der Bergungseinheit werden schnell Opfer des Virus. Nun wird von der Regierung das Projekt ‚Wildfire‘ aktiviert, das zur Abwehr eines aus dem All stammenden Virus ins Leben gerufen wurde. Die vier besten Biophysiker des Landes machen sich an die Arbeit und nehmen den Kampf gegen das Virus auf. Ein spannender Roman, der, obwohl er aus dem Jahr 1969 stammt und das Erstlingswerk Crichtons ist, das hohe Können dieses Ausnahmeautors zeigt. Sein bester Roman ist es aber sicherlich auch nicht. Dazu ist die Story insgesamt doch zu simpel und verliert sich an vielen Stellen in technischen Details. Insbesondere die Computertechnik der damaligen Zeit scheint es Crichton angetan zu haben. Was aber auch heute durchaus noch interessant sein kann. Trotz aller vorhandener Spannung und dem gekonnten Aufbau der Handlung, liest sich das Buch aber schwergängig. Das liegt einmal daran, dass der Schreibstil vor 50 Jahren doch ein anderer war. Zudem ist die eher sachliche Darstellung der Ereignisse mühsam zu lesen. Crichton hatte das Buch im Stil eines offiziellen Berichts über die Ereignisse verfasst. Eine interessante Idee, die sicherlich auch ihre Fans hat. Mir fiel es schwer im Lesefluss zu bleiben. Mein Fazit: ‚Andromeda‘ ist für Fans von Michael Crichton ohnehin eine Pflichtlektüre. Für alle, die an der Fortsetzung interessiert sind, gilt das sicherlich auch. Für alle anderen sage ich: ein gutes Buch, aber es gibt bessere. Gerade auch von Michael Crichton.

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