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Rezensionen zu
Die Frauen von Kopenhagen

Gertrud Tinning

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€ 16,00 [D] inkl. MwSt. | € 16,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis)

Die Ungerechtigkeit der Armut

Von: Philiene

06.05.2021

Der Roman spielt in Kopenhagen im Jahr 1885, es herrscht eine riesige Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich, die Protagonisten der Geschichte gehören zur Arbeiterschicht, also zu den Armen. In eindrucksvollen Bildern schildert die Autorin das Leben der Menschen, ihre Hoffnungslosigkeit, ihre Verzweiflung und die Menschenunwürdigen Lebensbedingungen. Anhand der mutigen jungen Frauen Nellie und Anna, die sich nicht mit der gegebenen Situation abfinden wollen, erlebt man hautnah wie es damals war. Nellie stellt sich gegen ihren Arbeitgeber, nachdem ihre Freundin Marie einen schweren Unfall mit einem Webstuhl hatte. Anna kommt von Land in die Stadt, sie wollte keinen Mann heiraten den sie nicht liebt... Mich haben vor allem die Beschreibungen des Lebens und der Ungerechtigkeit der Zeit tief beeindruckt. Beim Lesen konnte ich die Feuchtigkeit der Wohnungen und die gedrückte Stimmung förmlich spüren. Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt.

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Frauen

Von: babsi

04.05.2021

Das Buch hat das gehalten, was man sich im voraus versprochen hat. Spannender Roman aus Dänemark

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Ein ganz bemerkenswertes Buch

Von: PM

04.05.2021

Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Die Leserin fieberte mit den Protagonisten und ist gleichzeitig entsetzt über die Zustände in der die armen Frauen Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts leben und arbeiten mussten. Nach der Lektüre dieses Buches würdigt man die heutige Zeit doch ein wenig mehr. Die "Frauen von Kopenhagen" ist eines der Bücher, die man nicht mehr weglegen kann, bevor man zu Ende gelesen hat. Das Schicksal von Nelly, Anna und Johannes berührt sehr und wenn man denkt, dass es zwar kein Tatsachenbericht ist, aber auf Wahrheiten fußt, dann ist alles noch schlimmer. Ich werde dieses Buch in die Liste meiner Bücher "zum Verschenken" aufnehmen. Besonders für Frauen dürfte es sehr interessant sein. So etwas möchte man öfters lesen.

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Tolles Buch über die Rolle der Frauen

Von: Annette

04.05.2021

In dem Buch wird die Geschichte mehrerer Frauen erzählt. Es ist das Jahr 1985 und in Kopenhagen arbeiten viele Frauen in der Weberei. Sie verdienen deutlich weniger als die Männer, haben keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit, es gibt keine Absicherung bei Arbeitsunfällen. Manchmal habe ich beim Lesen gedacht: „Mensch, was für eine Errungenschaft sind Lohnfortzahlung, Absicherung durch die Berufsgenossenschaft, Krankenversicherung heute“. Das mit den gleichen Löhnen bekommen wir aber immer noch nicht überall hin. Die Geschichte liest sich flüssig und ist spannend. Ein wenig irritiert hat mich, dass die Hauptperson im Laufe des Buchs wechselt. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen .

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Unbedingt lesenswert! 5 Sterne

Von: Karola Dahl aus Falkenberg 77, 42113 Wuppertal

03.05.2021

In der größten Weberei Kopenhagens arbeiten Nelly und Marie, die sich dort am Webstuhl durch den Riss eines Antriebriemens schwer verletzt, im Krankenhaus stirbt und 3 kleine Kinder zurück lässt. Nelly kommt bei ihren Bemühungen um Aufklärung des Unfalls incl. Kompensationsforderung bei der Fabrikleitung nicht weiter und droht schließlich mit Veröffentlichung dieser Missstände in der Zeitung. Ihrem Geliebten Johannes vertraut sie sich nicht an. Dessen Schwester Anna, aus Jütland anreisend, findet das Leben in Kopenhagen sehr bedrückend. Als Nelly in ihrer bescheidenen Bleibe brutal zusammengeschlagen wird, während Johannes bei ihr schläft, wird dieser Unschuldige als Täter ins Gefängnis gesteckt und verstirbt dort schließlich. Anne, seine Schwester, sammelt währenddessen unermüdlich Beweismaterial und nimmt schließlich den Kampf gegen Ungerechtigkeit und Missstände in dieser Weberei auf. 2000 Frauen streiken dort und schließen sich mehreren Organisationen an – ein Meilenstein der Frauenbewegung in Dänemark. Vergleichbare Geschichten von menschenunwürdigen Lebensbedingungen vieler Handwerksgesellen, Weber, Bandwirker etc. im sozialgeschichtlichen Kontext vor der Frühindustrialisierung gab es auch in Deutschland. Barmen und Elberfeld waren ebenso kommerzielle Mittelpunkte – wenn auch ohne Hafen wie Kopenhagen, jedoch auch soziale Brennpunkte. Armut, Hunger, fehlende Hygiene und Wohnungsnot prägten den Alltag der Arbeiterklasse auch hier. Auch in Deutschland gab es anfangs bürgerlich demokratische Bewegungen der Arbeiter/-innen, die zu wichtigen Veränderungen für Frauen und Mädchen führte. Dieser Roman hat mich gefesselt. Die einzelnen Charakteren im Buch sind klar dargestellt. Der Spannungsbogen besonders im Handlungsgeschehen von Kopenhagen ist brilliant geführt.

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Der Roman „Die Frauen von Kopenhagen“ von Gertrud Tinning ist 2019 im DIANA-Verlag erschienen. Das Buch handelt von der Frauenbewegung in Kopenhagen am Beispiel von Arbeiterinnen einer Tuchfabrik. Nelly arbeitet in der Weberei der Tuchfabrik „Rubens“ und dort geschieht ein Unfall, bei dem ihre Schwägerin tödlich verunglückt, da ein Treibriemen eines Webstuhls abgerissen ist. Der Unfall wird von der Chefetage vertuscht und Nelly möchte dem Tathergang auf die Spur kommen. Der erste Teil des Buches wird aus Sicht der Protagonistin Nelly geschrieben, die, neben der Suche nach dem genauen Tathergang des Unfalls, Arbeiterinnen der Tuchfabrik dazu animiert sich gegen die Ungerechtigkeit bezüglich des Lohns aufzulehnen. Nelly möchte den Unfall in einer Zeitung veröffentlichen (Socialdemokraten). Das Buch schwenkt über in die Perspektive von Johannes, dem Geliebten Nellys sowie in die Perspektive seiner Schwester Anna. Der Lesende erfährt Details aus dem Leben der beiden Geschwister. Johannes wird unterdessen beschuldigt Nelly verletzt zu haben und sitzt im Gefängnis. Unterdessen reist seine Schwester nach Kopenhagen und möchte herausfinden wer für Nellys Tod verantwortlich ist, die offensichtlich erwürgt wurde. Anna arbeitet im weiteren Verlauf ebenfalls in der Tuchfabrik „Rubens“, um Details über den Tathergang herauszufinden. Sie setzt sich, wie Nelly, für Frauenrechte ein und die Mitarbeiterinnen streiken. Im Nachwort erfährt die Leserschaft, dass die Tuchfabrik „Rubens“ tatsächlich existierte und einer der größten Arbeitgeber für Frauen war sowie im Socialdemokraten wirklich die elenden Arbeitsverhältnisse veröffentlicht wurden. Daraufhin entbrannte der erste Streik von Arbeiterinnen in Dänemark. Der Roman hat spannend begonnen, da er direkt mit dem Unfall von Marie begann. Somit war der Lesende direkt neugierig und gespannt auf den weiteren Verlauf des Romans. Außerdem ist die Sprache sehr alltagsnah und gut verständlich, da aus der Perspektive der Protagonisten erzählt wird. Teilweise wird Umgangssprache verwendet, wie zum Beispiel das Wort „Dreckskerl“. Die Autorin beschreibt die Geschehnisse detailgetreu, sodass man sich als Lesender die Ereignisse bildlich vorstellen kann. Sie verwendet viele Adjektive zur Beschreibung der Tathergänge. Ebenso wird teilweise vulgäre Sprache verwendet (zum Beispiel „Schlappschwanz“ oder „Weib“). Das Buch ist zusammenfassend in einfacher Sprache, gut verständlich geschrieben. Allerdings hat die anfängliche Spannung, die das Buch mit sich gebracht hat im Laufe des Romans nachgelassen durch den Perspektivwechsel und einige Nebenhandlungen, die tendenziell langweilig waren. Dem Lesenden ist nicht bewusst aus welchen Gründen aus der Perspektive Annas beschrieben wird. Außerdem hat mich der Aspekt der Frauenbewegung interessiert, der meines Erachtens zu wenig zur Geltung kam. Am Anfang und am Ende wird auf den Widerstand der Arbeiterinnen eingegangen, aber im Allgemeinen nimmt es zu wenig Raum ein. Ebenso nachlassend ist die Spannung bezüglich des Unfalls, der zu Anfang passiert ist. Ich habe das Nachwort und den Bezug zu realen Ereignissen in der Tuchfabrik in den Jahren 1857 bis 1927 als spannend empfunden. Diese historischen Fakten waren mir neu und es war interessant über den ersten Streik von Arbeiterinnen in Dänemark nähere Informationen zu erhalten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Roman für alle gesellschaftlichen Schichten zum Lesen geeignet ist und ich das Lesen als kurzweilig empfunden habe. Es ist spannend geschichtliche Hintergründe zur Frauenbewegung zu erfahren. Daher eignet sich der Roman für Interessenten für Frauenrechte und Frauenbewegungen besonders. Insgesamt hat mich der Roman allerdings enttäuscht durch die abflachende Spannung im zunehmenden Leseverlauf.

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Fesselnder Roman

Von: Monika L.

02.05.2021

Kopenhagen im Jahr 1885 - Nelly gehört zur Arbeiterklasse und arbeitet in der größten Weberei. Ihre Schwägerin ebenfalls und wird durch einen Unfall schwer verletzt. Die Autorin schildert das Leben der Menschen dort nachvollziehbar - ihre Armut und menschenunwürdigen Lebensbedingungen. Der Unterschied zwischen Arm und Reich wird sehr deutlich aufgezeigt. Zwei mutige Frauen kämpfen gegen diese Ungerechtigkeit und unzumutbaren Wohnungszustände. Heutzutage ist das kaum vorstellbar - ein literarisches Meisterwerk über die damalige Zeit.

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Die Frauen von Kopenhagen

Von: Heidrun

02.05.2021

Ein Buch, dass man nicht aus der Hand legen möchte. Es hat mich sehr beeindruckt was Frauen in der damaligen Zeit alles geleistet haben. Unter welchen Bedingungen sie schwerste Arbeit durchführen mussten um ihre Familie zu ernähren und zu versorgen. Sehr traurig, dass zwei Menschen einen qualvollen Tod starben, sie starben unschuldig. Der Kampf von Anna als Schwester ist aufopfernd in jeglicher Weise und zeugt von Geschwisterliebe selbst unter unsagbaren Bedingungen. Gertrud Tinning schreibt in Sätzen, die gut verständlich sind und man das gesamte Geschehen genau verfolgen kann. Lesenswert.

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