Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Rezensionen zu
Achtsam morden am Rande der Welt

Karsten Dusse

Achtsam morden-Reihe (3)

(9)
(2)
(1)
(0)
(0)
€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Wenn die ersten zwei Bücher gepackt mit Action-Szenen, bissigen Dialogen und individuellen Figuren, ist dieser dritte Teil deutlich weniger dynamisch. Die Ereignisse werden auf langsames Tempo erzählt und die Dialoge sind größtenteils durch Introspektionen ersetzt. Das ist kein Manko aus meiner Sicht, es hat mir tatsächlich gefallen, mehr Einblick in Björns Gedanken und zusätzliche inspirierende Zitate über Leben und Tod zu haben.

Lesen Sie weiter

Achtsam morden – Band 3 Finde dich selbst. Bevor es ein anderer tut. Um der Midlifecrisis zu entgehen, begibt sich Björn Diemel auf Anraten seines Therapeuten auf Pilgerreise. Schnell stellt sich als Erkenntnis auf dem Jakobsweg heraus, dass Björns Leben die Mitte bereits längst überschritten haben könnte: Ein unbekannter Mitpilger versucht, ihn zu töten. Während bei den scheiternden Anschlägen auf ihn ein Pilger nach dem anderen seinen Lebensweg verlässt, versucht Björn ganz achtsam, sich seiner Haut zu wehren. Seine Pilger-Fragen nach Leben, Tod und Erfüllung bekommen plötzlich eine sehr praxisnahe Relevanz. (Quelle: Klappentext – Heyne Verlag) Auch im dritten Band um Rechtsanwalt Björn Diemel geht es unterhaltsam weiter. Nachdem er bereits Achtsamkeit erlernt und sich mit seinem inneren Kind auseinandergesetzt hat, ist er nun auf der Suche nach sich selbst. Die Handlung beginnt zwei Jahre nach den letzten Ereignissen. Inzwischen ist der 45-jährige Björn regelmäßig bei Joschka Breitner in Therapie, aktuell wegen drohender Midlifecrisis. Dieser rät Björn zu einer Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Nach reiflicher Überlegung nimmt sich Björn eine Auszeit von seinem stressigen Alltag und pilgert los. Doch die erhoffte Ruhe zur Selbstfindung tritt erstmal nicht ein: Schon nach kurzer Zeit wird klar, dass anscheinend jemand versucht ihn umzubringen, jedoch immer nur seine Mitpilger erwischt. Achtsam wie immer ersinnt Björn nun einen Plan und setzt diesen in die Tat um: „Es war gerade einmal acht Uhr dreißig am Morgen. Die Sonne schien aus einem wolkenlosen Himmel. Ich hatte bereits an einem Stierrennen teilgenommen, einen Menschen getötet und einem mutmaßlichen Mörder vergeben.“ (Björn) – Seite 216, eBook Wie auch schon der Vorgänger beginnt der dritte Teil etwas ruhiger. Anfangs erfahren wir, wie es Björn in den letzten Jahren ergangen ist und wie seine letzten Therapiesitzungen mit Joschka Breitner verlaufen sind. Nach denkwürdigen (und ziemlich schrägen) Ereignissen auf seinem fünfundvierzigjährigen Geburtstag geht Björn schließlich auf Pilgerreise - 800km auf dem Jakobsweg. Zunächst wird er auf das Pilgern von seinem Therapeuten vorbereitet und erfährt auch die Geschichte hinter dem Jakobsweg. Da das Buch wieder in der Ich-Perspektive aus Sicht von Björn geschrieben ist, verfasst er die Fakten um Jakobus ganz trocken auf seine ganz eigene Art: „Jakobus war ein Jünger Jesu. Nach dessen –Jesu- Tod teilten sich die Jünger die Welt in verschiedene Wirkungsgebiete auf. Ich kannte dieses Vorgehen nur zu gut aus der Revierverteilung im Drogenhandel.“ (Björn) – Seite 82, eBook Auch der dritte Band ist wieder herrlich schräg mit einigem schwarzen Humor und somit sehr unterhaltsam. Die Handlung nimmt nach und nach an Fahrt auf. Während des Pilgerns gibt es immer wieder kleine Rückblicke auf bestimmte Geschehnisse, die zunächst zusammenhanglos wirken, aber sich zu einem überraschenden Bild zusammenfügen. Im letzten Drittel, als die Geheimnisse um Björns Verfolger gelüftet werden, wird es nochmal ziemlich spannend und überraschend. „Meine Pilgerschaft hatte eine neue Dimension bekommen. Es ging nicht mehr darum, mich selbst zu finden. Es ging vor allem darum, nicht gefunden zu werden.“ (Björn) – Seite 244, eBook Neben den Krimi-Elementen besonders am Ende, blitzt natürlich zwischendurch immer wieder der schon gewohnte trockene Humor in Kombination mit sehr schrägen Ereignissen auf. Überraschend ist, dass es auch mal berührende Momente gibt. Inzwischen kennt man viele der Haupt- und Nebenfiguren (sofern sie denn noch leben) sehr gut – es ist interessant zu verfolgen wie sie sich entwickelt haben. Am Anfang eines jeden Kapitels gibt es wieder Tipps von Joschka Breitner, der natürlich auch einen Pilger-Ratgeber geschrieben hat. Diesen zieht Björn natürlich wieder regelmäßig zurate. Mein Fazit: Auch der dritte Band um Anwalt Björn Diemel hält eine sehr unterhaltsame und ziemlich schräge Geschichte bereit – wieder gespickt mit viel schwarzem Humor. Zunächst eher ruhiger, nimmt die Story nach und nach an Fahrt auf und steuert auch ein spannendes Finale zu, wo einige Überraschungen warten. Wieder sehr lesenswert!

Lesen Sie weiter

Eigentlich begibt sich Björn Diemel als Pilger auf den Jakobsweg, um herauszufinden, wie er nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst da sein kann. Doch aufgrund eines unerfreulichen Zwischenfalls bei seiner Geburtstagsfeier scheint es ein Mitglied der chinesischen Mafia auf ihn abgesehen zu haben. Björn muss mit größter Achtsamkeit dafür sorgen, Santiago de Compostela lebend zu erreichen. Das geht nicht ganz ohne Leichen ab und bringt Björn zu überraschenden Einsichten. Auch der dritte Band der „Achtsam morden“-Reihe punktet mit schwarzem Humor, Achtsamkeits-Weisheiten und geistreichen Beobachtungen. Die Geschichte ist witzig, gelegentlich blutig, skuril und spannend. Die Stimmung und die vielfältigen Begegnungen auf dem Pilgerweg werden treffend beschrieben und durch Rückblicke auf die Vorgeschichte erfährt man als Leser mehr über Björns Motivation für die Reise. Sehr kurzweilig und flüssig zu lesen mit einem unerwarteten Schluss.

Lesen Sie weiter

Björn stellt fest, dass er auch mal an sich denken muss und eine Auszeit braucht. Um über alles nachzudenken, sein Leben zu ordnen und herauszufinden, was er selbst will, wie es weitergehen und wohin sein Weg ihn führen soll. Der führt ihn zunächst auf den Jakobsweg. Und gleich am Anfang „explodiert der Kopf des (mitpilgernden) Staatsanwaltes wie aus dem Nichts in einer rosaroten Wolke“. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Opfer und Björn ist sich sicher: die Anschläge gelten eigentlich ihm selbst. Zwischen dem achtsamen Nachgrübeln über den Sinn des Lebens und dem Versuch, sein eigenes frühzeitiges Ableben zu verhindern, findet Björn viel über sich selbst heraus und kommt den Antworten auf seine zu Anfang der Pilgerreise gestellten Fragen immer näher. Was das alles mit Chinesen mit Bauschaum im Hintern und mit einem Escortservice zu tun hat? Das müsst ihr schon selber herausfinden. Was habe ich gelacht! Karsten Dusse schreibt mit einem Gespür für Sprachwitz, dass es eine Freude ist! Das ist nicht einfach eine dahingeschriebene Krimikomödie, sondern ein sprachlich unglaublich gekonnter und dennoch brüllend komischer Erfahrungsbericht einer Selbstfindung mit Hindernissen. Hier sterben viele Leute und doch ist das nicht entsetzlich, sondern bauchmuskelstrapazierend. Um die immer präsenten Achtsamkeitsübungen sind gekonnt passende Szenen herumgeflochten und ich kann gar nicht anders, als mich über den völlig übertriebenen und doch absolut witzigen unsinnigen Sinn der Story köstlich zu amüsieren. Doch auch die leisen, nachdenklichen Töne gibt es. Und die sind so was von berührend – was für eine Mischung! Mir fehlen da noch ein bisschen die Worte, weil es ein wirklich außergewöhnliches Buch ist. Brüllend komisch, total übertrieben laut, dann wieder sehr feinfühlig leise und tiefgründig. Einfach großartig! Ich empfehle dringend, die Reihe von Anfang an zu lesen – sonst fehlt einem zu viel wichtiges Hintergrundwissen. Nach einem grandiosen 1. Teil und einem schwächeren Teil 2 dreht Karsten Dusse mit diesem 3. Teil wieder voll auf und liefert allerbeste Unterhaltung ab. Fünf Sterne!

Lesen Sie weiter

Wieder unheimlich gute Unterhaltung

Von: bines_buecherwelt

12.05.2021

Habt ihr "Achtsam morden" gelesen? Dieses Buch ist so, so gut. Ich habe so lachen müssen, das habe ich selten gehabt. Es war wirklich lustig, ohne aber so gewollt zu wirken. Völlig zurecht also eines meiner Highlights aus dem letzten Jahr. Der zweite "Das Kind in mir will achtsam morden" hatte mir auch sehr gut gefallen, kam aber erwartungsgemäß nicht ganz an den ersten ran. Da mir der locker leichte Schreibstil unheimlich gut gefällt, musste ich natürlich auch den dritten Teil "Achtsam morden am Rande der Welt" lesen. Und auch hier wurde ich wieder wunderbar gut unterhalten. Björn Diemel ist mal wieder in Bestform und versucht seiner Midlife Crises auf dem Jakobsweg entgegen zu wirken. Wie man ihn kennt, pflastert der eine oder andere Mord seinen Weg. In diesem Teil gibt es auch hin und wieder mal nachdenkliche Stellen, die aber perfekt in die Geschichte eingebettet wurden. Ich kann die Reihe nur wärmstens empfehlen. Wer gute Unterhaltung sucht, mit schwarzen Humor und Witz, dem sei diese Reihe ans Herz gelegt. Nur ein kleiner Tipp von mir: bitte mit dem ersten Teil beginnen, da die einzelnen Teile zwar abgeschlossen sind, aber die Hintergrundgeschichte aufeinander aufbaut.

Lesen Sie weiter

Auf Anraten seines Therapeuten hin begibt sich Björn Diemel auf Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Er möchte seiner drohenden Midlifecrisis entgehen. Das er etwas anderem entgehen muss, merkt er schnell auf seiner Reise. Ein unbekannter Mitpilger scheint ihm nach dem Leben zu trachten und so versucht Björn, unter Beachtung der Achtsamkeit, sich seiner Haut zu wehren. Seine Pilger-Fragen nach dem Leben, Tod oder Erfüllung bekommen plötzlich eine sehr praxisnahe Relevanz. Ganz nach dem Motto „ Finde dich, bevor es ein anderer tut“ Auch im dritten Teil der Reihe rund um den Rechtsanwalt Björn Diemel lässt uns Kasten Dusse wieder einiges an Lach-Tränen verdrücken. Björn und seine Freunde, oder besser gesagt Geschäftspartner, sind so wunderbar gezeichnet, dass man meint mit im Raum zu sein. Gerade Björns Geburtstagsfeier, die etwas aus dem Ruder läuft und die ganze Geschichte in Gang bringt, ist einfach nur wunderbar skurril und schräg. Als Leser steht man kopfschüttelnd, aber lachend daneben. Dennoch schafft es der Autor immer wieder gekonnt die Regeln der Achtsamkeit mit einzubauen und gibt somit der Story das gewisse Etwas. Auch die Pilgerreise, vor der ich etwas Angst hatte (nur im Bezug auf die Story), gähnt nicht vor Langeweile, sondern gibt auch hier einen Anreiz zum Lachen, aber auch zum Nachdenken. Denn wie jeder Pilger stellt sich auch Björn die essentiellen Fragen des Lebens. Nur sein Weg zur Erkenntnis ist evtl. ein anderer. Ich bin schon so manches Mal gefragt worden, mit welchen Büchern man diese Reihe vergleichen könnte. Die Antwort ist einfach: Es gibt keine! Um es zu beschreiben, muss man es Lesen. Und weil mich diese Reihe so begeistert, hoffe ich nun auf einen vierten Teil.

Lesen Sie weiter

Mit großer Begeisterung habe ich die beiden rabenschwarzen Krimis „Achtsam morden“ und „Das Kind in mir will achtsam morden“ gelesen und seither voller Ungeduld auf das Erscheinen von Band 3 gewartet. So viel sei vorweg verraten: Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die Geschichte beginnt gleich mit einem Knall. Buchstäblich. Dann sinkt der Pilgerkamerad von Björn Diemel getroffen zu Boden. Doch galt die tödliche Kugel wirklich ihm? Oder sollte nicht vielleicht doch Björn Diemel, Anwalt und Boss zweier Mafia-Clans, das eigentliche Opfer sein? Eigentlich läuft es in Björns Berufsleben gerade ziemlich gut – wenn da nicht der Zwischenfall mit den beiden Chinesen und dem Bauschaum wäre, der Björns ruhiges Leben durcheinander wirbelt. Und das ausgerechnet an seinem 45. Geburtstag! Dazu kommt der neue Freund von Björns Ex-Frau Katharina, den er bereits von früher kennt, ein eher unrühmliches Kapitel seines früheren Daseins als Strafverteidiger. Alles in allem steht Björn plötzlich kurz vor einer Midlife-Crisis, weshalb ihm sein Achtsamkeitscoach Joschka Breitner zu einer Auszeit rät und ihn kurzerhand zum Pilgern auf den Jakobsweg schickt. Dort will Björn für sich vor allem drei Fragen klären: Was ist der Sinn des Lebens? Welches Verhältnis habe ich zum Tod? Was brauche ich wirklich für ein erfülltes Leben? Doch schon bald gesellen sich eine vierte und fünfte Frage hinzu: Wer trachtet mir nach dem Leben? Und wie schaffe ich es, am Leben zu bleiben? So gestaltet sich der Jakobsweg für Björn bisweilen leider nicht ganz so besinnlich wie erhofft. Doch am Ende gewinnt er jede Menge neuer Kenntnisse über sich selbst und über andere. Das Buch endet, wie es begonnen hat: mit einem großen Knall. Wieder einmal konnte ich den Krimi kaum aus der Hand legen, so spannend ist die Geschichte geschrieben. Gleich mehrmals wird der Leser auf falsche Fährten gelockt und es gilt, zusammen mit Björn so manche brenzlige Situation zu überstehen. Das hat nicht unwesentlich mit einem Stierrennen in Pamplona, mit einem Weinbrunnen, einem verlassenen Haus und mit dem Ende der Welt zu tun. Zum Glück gibt es auch diesmal wieder jede Menge Stoff zum Schmunzeln, was vor allem an Karsten Dusses Schreibstil und seinem genialen Wortwitz liegt. Das ist aber auch kein Wunder: Der gelernte Rechtsanwalt war jahrelang als Autor für verschiedene TV-Formate tätig und wurde dafür mit dem Deutschen Fernsehpreis und mehrfach mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet sowie für den Grimme-Preis nominiert. Ich liebe diese Art von schwarzem Humor! Auch das Thema Achtsamkeit kommt natürlich nicht zu kurz. Wie schon in den beiden Vorgängerbänden, ist auch diesmal wieder jedem Kapitel ein Aspekt aus den Achtsamkeitsratgebern von Joschka Breitner vorangestellt. Und da ist durchaus der eine oder andere Rat dabei, den man im Alltag gut beherzigen kann. Vor vielen Jahren habe ich mit wachsender Faszination Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“ gelesen und später auch den gleichnamigen Film gesehen. Beides hat mir viel Lust darauf gemacht, eines Tages selbst den Jakobsweg zu gehen. Karsten Dusses Buch hat diesen Wunsch wieder etwas relativiert, denn mittlerweile soll der klassische Jakobsweg nach Santiago de Compostela wohl sehr überlaufen sein, was im Krimi an mehreren Stellen anschaulich geschildert wird. Dafür wird ein anderer Wunsch sehr befeuert, nämlich der Wunsch nach weiteren Krimis aus Dusses Feder. Ich weiß nicht, ob die Geschichte von Björn Diemel mit diesem dritten Band zu Ende erzählt ist, irgendwie würde es ganz gut passen. Andererseits hätte ich wirklich große Lust, noch mehr von diesen wunderbar skurrilen Geschichten zu lesen. Allen, die die Bücher noch nicht kennen, kann ich nur dringend raten, sie zu lesen – am besten aber wirklich der Reihe nach, denn auch wenn die Geschichten der drei Bände in sich jeweils abgeschlossen sind, so bauen sie doch aufeinander auf und vieles ist verständlicher, wenn man die Vorgeschichte kennt. Wer mehr über den Autor erfahren will, findet auf der Homepage des Heyne-Verlags ein sehr lesenswertes Interview.

Lesen Sie weiter

Zum Inhalt Prolog. 1. Satz: Jeder Mensch, der geboren wird, stirbt. Vor vielen Jahren, habe ich Hape Kerkeling per Buch auf seiner Pilgerreise auf dem Jacobsweg begleitet. Damals hatte ich den starken Wunsch verspürt, selbst zu pilgern. Längst vergessen , hat mich nun Björn wieder daran erinnert. Björn Diemel feiert seinen 45. Geburtstag mit sehr schrägen Menschen. Natürlich gibt es da wieder Vorkommnisse, die für den achtsamen Björn üblich sind. Bauschaum und ein toter Chinese reichen vollkommen aus, um den Therapeuten Joschka Breitner aufzusuchen. Björn mordet eigentlich nicht mehr. Noch nicht einmal achtsam! Daher ist es für ihn eine ganz neue Erfahrung, dass Menschen sterben, bei denen er nur ein achtsam unschuldiger Zuschauer ist. So auch auf seiner Pilgerreise. Ein Unbekannter trachtet nach seinem Leben. Jedoch erwischt es nicht ihn, sondern Mitpilger, von denen einer ihm sogar ans Herz gewachsen ist. Ganz achtsam wehrt sich Björn seiner unschuldigen Haut. Meine Meinung Lange hab ich eine Fortsetzung der *Achtsam Morden - Reihe* herbeigesehnt. Ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. In diesem Band lernen wir einen Björn kennen, der tatsächlich auf seiner Pilgerreise einen echten Freund kennenlernt. Diese Freundschaft ist leider nur von kurzer Dauer, da ein Unbekannter seinem Wandergefährten den Kopf wegschießt. Björn ist sofort klar, dass der Schuss ihm gegolten hat. Björn scheint nun wirklich ein achtsamer Mensch geworden zu sein. Zu seiner Exfrau pflegt er ein freundschaftliches Verhältnis. Er ist sehr achtsam darauf bedacht, nicht mehr zu morden. Dennoch kommt er wieder in dermaßen verzwickte Situationen, dass ihm leider nichts anderes übrig bleibt. Zum ersten mal hat mir Björn richtig leid getan. Ich habe tatsächlich Bedauern verspürt als er seinen Pilgerfreund verloren hatte. Mit dem für ihn üblich schwarzen Humor beschreibt er seine Pilgerreise. Anfangs unterscheidet sich die Geschichte nicht viel von den Vorgängern. Aber die Pilgerreise hat in diesem Band etwas andere Akzente gesetzt. Ich empfand Björn nachdenklicher. Reifer! Ganz einfach achtsamer (mordend!) Björn findet so richtig Gefallen am Pilgern. Ehrgeizig verfolgt er seinen Weg. Sein Smartphone benutzt er nur zu bestimmten Zeiten. Smartphones unterscheiden sich nur geringfügig von Zigaretten. Gerade wenn Sie selber Ihren eigenen Konsum eingeschränkt haben, weht der Konsum der anderen umso störender zu Ihnen herüber. (Kapitel 3 Irritationen) Einige ungeahnte Wendungen haben mir dieses mal besonders gut gefallen. Jedes Kapitel beginnt wieder mit einer Achtsamkeitsübung. Das Setting ist gut gewählt und spiegelt den Jacobsweg wider. Die Protagonisten kommen wie gewohnt total chaotisch daher. Fauit Am Rande der Welt begegnen wir einem Björn Diemel, der achtsam seine Midlifecrisis in den Griff bekommen möchte. Viele ungeahnte Wendungen haben der Geschichte einen extra Kick verpasst. Vor allem Björns Exfrau konnte mich total überraschen. Ich empfehle jedem dieses Buch der wissen möchte: Wie sich Björn beim Stierrennen geschlagen hat, ob sich Björn achtsam auf seiner Pilgerreise gegen Mordanschläge gewehrt hat, warum Bauschaum nie zweckentfremdet werden sollte, warum ich dann doch lieber mit Hape Kerkeling pilgern möchte. Ich habe nun ganz achtsam meditiert und eine Bestellung beim Universum aufgegeben. >>Bestellung ans Universum! Eine weitere Folge von *Achtsam Morden!* Danke. << An Alle da draußen: Lasst uns eine Sammelbestellung aufgeben! Vielen Dank Karsten Dusse. Ich hoffe sie sind so achtsam und nehmen Bestellungen an. Danke!

Lesen Sie weiter