Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Rezensionen zu
Borderline und Narzissmus

Elinor Greenberg

(1)
(0)
(2)
(0)
(0)
€ 30,00 [D] inkl. MwSt. | € 30,90 [A] | CHF 41,50* (* empf. VK-Preis)

Der Anfang des Buches gestaltete sich für mich ein wenig holprig, weil mir der Begriff der interpersonellen Gestalt bis dato unbekannt war und mich dieses Kapitel zugegebenermaßen ein wenig verwirrt hatte bzw. nicht wirklich Interesse meinerseits wecken konnte. Wenn man diesen Part geschafft hat, wir es endlich konkret und man beginnt damit, sich mit den verschiedenen Formen der Persönlichkeitsstörung auseinanderzusetzen. Hier gibt es immer mal wieder Abschnitte, die wirklich sehr interessant, praxisbezogen und spannend sind. Teilweise gibt es hier aber auch Kapitel, bei denen mir eher nach Überfliegen der Seiten zumute war. Dieses Wechselspiel zieht sich für mich durch das ganze Buch. Die Themen wirken sehr kleinteilig - fast schon zerbröselt: Man liest kurze Abschnitte zu einem sehr konkreten Aspekt einer Persönlichkeitsstörung bzw. ihrer Therapie und dann geht es bereits zur nächsten Form, wobei nebenbei bemerkt nicht immer die gleiche Reihenfolge verwendet wird. Obwohl dies wohl den direkten Vergleich von borderline-, narzisstischen und schizoiden Störungen ermöglichen soll, führt es eher zu Vermischung, abgehackten Eindrücken und teilweise auch Redundanz. Ich hätte mir insgesamt vom Aufbau des Buches ein bisschen mehr Struktur gewünscht, um das komplexe Thema nicht noch unnötig zu verkomplizieren. Die Kleinteiligkeit der Kapitel ist schade, da die Inhalte mir wirklich gut gefallen haben. Die Autorin schildert Krankheitsbilder, Symptome und psychologische Hintergründe sehr gewissenhaft und lässt den Leser an keiner Stelle unwissend zurück. Besonders anschaulich sind dabei kleine Fallbeispiele und Praxistipps aus der eigenen Arbeit als Therapeutin. Mit einem etwas anders strukturierten Aufbau hätte mir das Buch vermutlich sehr gut gefallen - so ist es für mich eher "in Ordnung".

Lesen Sie weiter

Ich lese sehr gern psychologische Sachbücher und Ratgeber. Darum habe ich mich über das Rezensionsexemplar besonders gefreut. Durch das Lesen von Therapiemöglichkeiten und Entstehungsweisen verschiedener Krankheiten lerne ich viel über mich selbst. Hier liegt der Fokus auf die Persönlichkeitsstörungen, was ich persönlich sehr wichtig finde. Wir reden zu wenig über diese Form der Erkrankungen. Die Autorin macht mit ihrem Buch einen Schritt in die richtige Richtung. Das Buch ist besonders den Menschen zu empfehlen, die mit Persönlichkeitsstörungen arbeiten oder arbeiten wollen. Genauso gut funktioniert das Buch auch als Aufklärung für Menschen, die Betroffene in ihrem sozialen Umfeld haben oder für die Betroffenen selbst. Ein Fachwissen über die eigene Erkrankung aufzubauen ist für eine Behandlung (meiner Meinung nach) wertvoll. Ein besonderes Highlight ist der einfache Schreibstil der Autorin. Oftmals sind Fachbücher kompliziert geschrieben und für Laien kaum zu verstehen. Das ist hier glücklicherweise gar nicht der Fall. Elinor Greenberg achtet genau darauf, sich für die Masse der Menschen verständlich auszudrücken, um damit gegen das Unverständnis der Krankheiten anzukämpfen. Ein mehr oder weniger "Kritikpunkt": Bücher, die von Ärzten* und Therapeuten* geschrieben werden, sind aus ihrer Perspektive geschrieben. Wir bekommen einen Einblick aus der Sichtweise der behandelnden Ärzten*. Für mich ist das ein manchmal naiver und vor allem privilegierter Einblick. Es ist eine Sache sich aus Interesse mit einer Krankheit auseinander zu setzen und sich zu überlegen Patienten mit dieser Erkrankung überhaupt zu behandeln. Eine ganz andere Sache ist es von der Krankheit betroffen zu sein und damit leben zu müssen. Das macht das Buch nicht wertlos, aber ich finde wichtig, dass beim Lesen im Hinterkopf zu behalten.

Lesen Sie weiter

Ein aufschlussreicher Ratgeber, besonders für Betroffene. Borderline Störungen, waren mir bislang unklar, allerdings ist Narzissmus ein großes Thema bei uns gewesen und hier haben wir tatsächlich Hilfe bekommen. Ebenfalls war uns vor dieser Lektüre nicht klar, dass es eine wirkliche Chance auf Selbstheilung und Therapie gibt. Bisher war der erste Weg zur Apotheke und entsprechenden Medikamenten. Ich kann dieses Buch Pädagogen, Psychotherapeuten und Betroffenen wirklich empfehlen.

Lesen Sie weiter