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Rezensionen zu
Future - Die Zukunft gehört dir

Dan Frey

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€ 15,00 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Beziehungsdrama statt Sci-Fi

Von: Y. Chen

19.01.2022

Die Prämisse des Buches war vielversprechend: Die Protagonisten erhalten durch ihre Erfindung Zugriff auf das Internet der Zukunft. Durch die Kurzbeschreibung des Buches hatte ich mir erhofft, von den wirtschaftlichen Auswirkungen zu erfahren, und inwiefern die Daten die Vernichtung der Menschheit verursachen sollen. HANDLUNG: Im Buch soll die Erfindung allen Konsumenten zugänglich gemacht werden, dadurch ergäben sich endlos viele interessante Szenarien… die ignoriert wurden, um zunächst die Gründung des Start-ups ausführlich zu beschreiben. Streitereien während dem Bau der Prototypen, Suche nach Investoren, Treffen mit Investoren, Kaufangebot, rechtliche Probleme, Briefe vom Anwalt…... Hinzu kommt das langatmige Beziehungsdrama zwischen den Hauptfiguren. Möglicherweise ist einer fremdgegangen? Das muss sich unbedingt mehrere Kapitel lang andeuten, und dann hinterher in vielen, langen E-Mails ausdiskutiert werden. Da auf das Internet der Zukunft Zugriff möglich ist, werden auch einige Auswirkungen nebenbei besprochen & gezeigt, z.B. dass Influencer Reisefotos aus der Zukunft zeigen oder dass das Militär zukünftige Informationen nutzt. Aber die wirklich interessanten Auswirkungen auf das gesamte Wirtschaftssystem wären mir lieber gewesen. Ich hätte mir Szenarien gewünscht wie z.B.: _Betrüger streuen nach der Markteinführung massenhaft Falschnachrichten um damit Geld zu ergaunern. Da die Opfer Vorhersagen mit dem Internet der Zukunft verifizieren, würden hinreichend viele Falschnachrichten die Glaubhaftigkeit der Betrüger steigern. _Neue Dienstleistungsmodelle werden lukrativ. Die Dating-Welt sollte sich ebenso grundlegend verändern wie PR, Logistik, Sicherheit, usw. _Am ersten Tag der Markteinführung verändern sich die Börsenkurse so enorm, dass ein Haufen Unternehmen Insolvenz anmelden muss und ein großer Teil der Bevölkerung ihre Arbeit verliert. _Banken versuchen panisch vor Markteinführung ihre Produkte grundlegend zu verändern, damit sie nicht durch Produkte wie Total Return Swaps ihr gesamtes Geld verlieren. FORMAT & SCHREIBSTIL: Das Buch besteht aus zusammengestellten Dokumenten wie E-Mails, Protokollen, Zeitschriftenartikeln usw. Das ergibt ein stimmiges Gesamtbild und lässt sich gut lesen. Das Format gefällt mir auch deswegen gut, weil man sich fühlt wie ein Historiker oder Polizist, der eine Akte durchgeht. Der Schreibstil ist Geschmackssache - es wird stellenweise Jugendsprache eingesetzt, die auf mich wirkt, als wolle sich ein alter Mann als Teenager tarnen oder als sei der Text eben so übersetzt worden ("YO, wo bist du, Bro?"... so soll ein Stanford Student schreiben?) UNGENAUIGKEITEN (SPOILER!): Die Hauptfiguren sorgen sich, weil ihre Maschine nur Daten von einem Jahr in der Zukunft abrufen können. Sie wissen nicht genau, ob es an der Maschine liegt oder ob die Welt in einem Jahr untergeht. Soweit verständlich, aber ich finde keine Stelle, an der der Zeitpunkt konkret genannt wird, aber der sie keine Daten mehr empfangen. Ist es also ein Jahr ab "jetzt"? Oder ein fixes Datum, das sich nicht ändert? Oder nur eine Jahreszahl, 2023? Das wäre für die Handlung eine wichtige Unterscheidung. FAZIT: Wer sich hauptsächlich für die psychologischen Aspekte der Geschichte interessiert und die Beziehungen der Hauptfiguren, wird das Buch mögen. Vergleichbar mit Breaking Bad wird eine der Hauptfiguren nach und nach "böse". Es gibt auch ein paar Wendungen. Ich persönlich bin enttäuscht, weil ich bis zum letzten Kapitel gewartet habe, dass nun der "interessante Teil" kommt. Ich wünschte, ich hätte nicht so viele langweilige Dokumente lesen müssen wie Bewerbungsbriefe, Empfehlungsschreiben, Beschwerden an die Universität, usw.

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Science Fiction

Von: Nele3

17.01.2022

“Future - Die Zukunft gehört uns“ ist ein science-Fiction Roman, der mit den Ängsten von Menschen spielt. Es ist ein ganz neuartiger Schreibstil. Die Geschichte wird in E-Mails geschrieben und damit ganz anders.ir hat dies nicht so gut gefallen, da es meinen Lesefluss gestört hat. Grundsätzlich finde ich die Idee aber sehr gut und passend für die Handlung. Die Entwicklung der Charaktere war gut. Auch das Cover ist ansprechend. Das Buch ist jedoch nicht für jedermann geeignet. Man sollte Science Fiction mögen und neuen Schreibstilen und Ideen aufgeschlossen sein.

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Gut gewollt, aber …..

Von: Gerd Betz

16.01.2022

Im Gegensatz zu meiner Rezension von „Algorytmica“ ist dieses Buch aus meiner Sicht (Informatiker, BioPhysiker und Informatioswissenschaftler) zwar originell geschrieben, es greift das alte Thema „Zeitreisen“ auf und die Ausführung reflektiert auch die vielen Probleme, die bei Zeitreisen, wie auch immer „realisiert“, aber das Buch wird m.E. seinem Anspruch nicht gerecht, weder als Literatur zur Unterhaltung, noch als echten Einblick in die Quantenphysik. Zudem ist die durchgängige Darstellungsweise teilweise zu langatmig. Da „Kritik und Widerspruch“ oftmals „jetzt erst Recht“ provoziert, besteht die Hoffnung auf zahlreiche Käufer des Buches. Eine Umsetzung als Hörbuch mit verschiedenen Sprechenden, scheint mir, ähnlich wie „Gut gegen Nordwind“, attraktiver… Gerd Betz

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Der Roman "Future - Die Zukunft gehört Dir" von Dan Frey beginnt mit einer Email Korrespondenz zwischen den Start-Up Gründern Ben Boyce und Adhi Chaudry, die aus der Zukunft (am 28.2.2023!) verschickt wurde und heute am 28.2.2022 empfangen wird. Ungewöhnlich ist, dass der gesamte Roman nur aus Email Mitteilungen und Sitzungsprotokollen besteht. Dies ist meiner Meinung nach für den Leser gewöhnungsbedürftig, da er sich den Inhalt der Handlung wie ein Puzzle Stück für Stück zusammensetzen muss - diese Erzählweise passt allerdings wunderbar zur Story, die sich um einen neu entwickelten Quantencomputer handelt, der auf das Internet, wie es in einem Jahr sein wird, zugreifen kann. Diese sensationelle Entwicklung gelingt dem Computerfachmann Adhi und diese soll durch seinen besten Freund Ben, dem Verkaufsgenie, meistbietend vermarktet werden. Die Zukunft erscheint beiden in den rosigsten Farben - doch bald beginnen die Schwierigkeiten - Investoren erhoffen sich das große Geld, wenn man heute schon weiß, wie morgen die Börsenkurse sein werden und bieten den beiden Milliardenbeträge um Zugriff auf die Erfindung zu haben. Das Buch zeigt erst andeutungsweise, dann ziemlich deutlich die Gefahren auf, die entstehen, wenn man über die Zukunft nicht mehr selbst entscheidet, da man ja weiß, wie man sich entschieden hat oder das Schicksal durch Tod oder Krankheit feststeht. Adhi und Ben versuchen diese Schwierigkeiten auf unterschiedliche Weise zu lösen und gefährden dadurch nicht nur ihre Freundschaft sondern auch den Fortbestand der Welt. Eine spannende Lektüre, die zum Nachdenken zu den Themen Transparenz und Entwicklung des Internets anregt. Ich hätte mich über ein anderes Ende gefreut, daher ein Stern Abzug.

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„The Future is yours“ war für mich beste und spannende Unterhaltung, ich habe das Buch an drei Abenden durchgelesen. Die Handlung spielt in der sehr nahen Zukunft. Zwei Freunde, einer der klassische Tüftler, der andere mit Charme gesegnet und eher der Verkäufer-Typ, erfinden einen Computer-Prototyp, der das Internet ein Jahr in die Zukunft abrufen kann. Spannend an diesem Roman waren dabei für mich vor allem zwei Punkte: Erstens der Gedanke, was das Wissen um die Zukunft mit uns persönlich und innerhalb unserer Beziehungen machen würde… Wer würde sich aller melden, um die Technologie für seine Zwecke zu nutzen? Welche ethischen Konsequenzen würden sich daraus ergeben? Wäre es für uns besser oder schlechter, wenn wir die Zukunft kennen? - Dieses Gedankenexperiment fand ich faszinierend und auch beängstigend. Der zweite Aspekt war, dass das gesamte Buch in seiner Aufmachung aus einer Aneinanderreihung von Dokumenten, Protokollen und Emails besteht. Es gibt also keine klassische Erzählerstimme. Zu Beginn war ich skeptisch, ob sich bei diesem Stil eine flüssige Erzählung bilden läßt. Aber - siehe da - dem Autor ist genau dies gelungen. Der Roman liest sich flüssig und stimmig, die Figuren entwickeln sich stimmig und nachvollziehbar. Mein Fazit: Sehr gute Unterhaltung für Leser, die „The Circle“, „Black Mirror“ und ähnliches gut finden. Ein bisschen Sci-Fi, ein bisschen Psychologie, eine Brise Dystopie.

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Eine Frage der Ethik

Von: Silbernenadel

14.01.2022

Zwei Freunde entwickeln nach ihrem Studium eine Möglichkeit in das Internet der nahen Zukunft zu blicken. Sofort werfen sich damit auch jede Menge moralische und ethische Fragen auf, die sich nur schwer, wenn überhaupt beantworten lassen. Versuche, die Zukunft zu verändern, in dem man versucht die Gegenwart zu verändern scheitern kläglich, oder ist der Versuch der Veränderung der Gegenwart erst der eigentliche Auslöser für zukünftige Ereignisse? Der Roman ist ungewöhnlich, alleine schon, weil er in Emails, Prozessakten, Kurznachrichten, etc. erzählt wird. Ich persönlich mag das nicht so, aber das ist einfach Geschmacksache. Dennoch ist der Roman spannend, da die Protagonisten authentisch gezeichnet sind und der Plot einfach hochinteressant ist. Ich selbst fand vor allem die Frage, „darf man alles machen, nur weil es technisch, wissenschaftlich möglich ist?“ sehr spannend. Das hat mich am meisten fasziniert!

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Originell

Von: KristallKind

13.01.2022

Ben und Adhi sind seit dem College Freunde. Vielleicht liegt es daran, dass die beiden sich prächtig ergänzen, denn Ben ist wortgewandt und extrovertiert, Adhi eher das leise Genie. Als Adhi versucht einen Quantencomputer zu entwickeln, mit dem man auf das Internet der Zukunft zugreifen kann, sieht Ben die Chance auf das große Geld und steigt in die Idee mit ein. Anfangs zeigt der von Adhi entwickelte Prototyp vielversprechende Ergebnisse, doch nach und nach treffen immer beunruhigendere Nachrichten aus der Zukunft ein. Das Thema hatte es mir angetan, und auch die Frage, was ein Quantencomputer so alles kann. Alle meine Wissenslücken wurden mit diesem Buch nicht beantwortet, aber als Einstieg in diesen Teil der Wissenschaft fand ich es absolut geeignet. Wobei auf die Funktionsweise eines Quantencomputers hier weniger eingegangen wurde, sondern vielmehr auf den Aufbau einer IT-Firma mit ihren Erfolgen und Problemen. Was ich nicht erwartet hätte, war die originelle Kapitelgestaltung, die ausschließlich aus dem Austausch von Textnachrichten, Auszügen aus Sitzungsprotokollen, Presseerklärungen oder Blog-Posts bestand. Interessanterweise gab es hier keine Erzählung im herkömmlichen Sinn, denn als Leser fand ich mich in einer stillen Beobachterposition ohne nahbare Charaktere. Der Roman las sich wie ein langer Bericht, der allerdings aus so abwechslungsreichen Komponenten bestand, dass sich beim Lesen meine Neugier zeigte. Es war ein wenig, als würde ich eine geheime Akte lesen. Auch als überwiegender Laie auf technischen Gebiet konnte ich die Probleme, die während des Aufbaus der Firma auftraten verstehen. Zwar nicht bis ins Detail, aber für das Verständnis des Romans ausreichend. Und die Protagonisten Ben und Adhi zeichneten genau das Bild der jungen Silicon Valley-Unternehmer, das mir in meiner Fantasie schon immer vorschwebte. Letztlich fand ich „Future – Die Zukunft gehört dir“ außergewöhnlich. Ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber später spannend und brisant. / 3,5 Sterne

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In dem Buch "The Future" hat ein junger IT-Student und Computer-Nerd eine bahnbrechende Idee, die von seinen Uniprofessoren nicht ernst genommen wird und erst später mit seinem besten Freund aus der Uni wieder ins Gespräch kommt. Diese beiden Freunde sind sehr unterschiedlich und ergänzen sich gerade deshalb sehr gut: der eine der Typ "etwas crazy Erfinder und Computer-Nerd", der andere Part des Duos ist ein charismatischer Geschäftsmann. Das Produkt, das beide auf den Markt bringen möchten, würde revolutionär und einzigartig den Einfluss des Internets auf die Menschheit beeinflussen, weswegen es vieles zu bedenken und besprechen gibt zwischen den Freunden. Die In dem Roman kommunizieren die beiden per Email oder andere Nachrichten, auch jegliche andere Kommunikation zwischen verschiedenen Charakteren aus der Geschichte sind für den Leser in dieser Form geschrieben, es gibt keinen Erzähler. Außerdem gibt es ein Protokoll einer Gerichtsverhandlung, aus dem immer wieder Abschnitte im Verlauf der Geschichte zu lesen sind. Mir hat das Buch gut gefallen. Zum einen fand ich den Schreibstil sehr modern und passend zu der Thematik. Außerdem finde ich das Thema sehr spannend: Inwiefern ist die Möglichkeit, dass einem (fast) alle Möglichkeiten offen stehen, gut oder doch eher nicht erstrebenswert?

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