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Rezensionen zu
Der Verdacht

Ashley Audrain

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Das war mal ein wirkliches Highlight! "Der Verdacht" fesselt und stößt gleichzeitig ab...irgendwie ein bisschen Faszination des Grauens. Wir lesen von einer Mutter, die ihre Tochter nicht lieben kann. Sie spürt von der Geburt an, dass etwas nicht in Ordnung ist... "Ich schloss die Augen und wünschte, dass irgendwas Schreckliches passierte. Tod. Ich wollte einen Tod. Meinen oder den des Babys. Ich glaubte nicht, schon damals nicht, dass wir einander überleben würden." S.41 Später folgt dann ein fürchterlicher Verdacht, den sie bis zum Ende nicht los wird. Ich dachte die ganze Zeit, schlimmer kann das Geschehen jetzt wirklich nicht mehr werden, doch die Autorin hat immer und immer wieder einen drauf gesetzt, sodass man sich als Leser/Leserin zum Teil einfach nur windet und so froh ist, dass man das Geschehen aus sicherer Distanz betrachtet. Ich weiß, das klingt alles eher kryptisch, aber ich kann diesen fürchterlich guten, psychologisch komplexen Roman einfach nicht besser in Worte fassen. Ein klassischer Fall von, da versteht jemand sein Handwerk...Hut ab, Frau Audrain!

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Ich habe mich dazu entschieden dieses Buch zu lesen, da ich den Klappentext sehr interessant fand. Mal eine ganz andere Thematik und durch die guten Bewertungen, welche ich zu dem Buch gefunden habe, musste ich es auch lesen. Das Cover ist für mich auf den ersten Blick erstmal nichts besonderes und auch eher schlicht gehalten. Ich würde auch nicht sagen, dass es zu 100% zu dem Inhalt des Buches passt. Der Einstieg in die Thematik und in die Geschichte war irgendwie nicht ganz so einfach. Gerade der Schreibstil war etwas extravaganter und schwerfälliger. Teilweise war ich echt dankbar, dass dafür die Kapitel etwas kürzer waren, denn so ist man doch ganz gut durch die Seiten gekommen. Etwas irritierend waren auch die Zeitsprünge, zwischen den Erzählungen der verschiedenen Mütter. Man musste irgendwie generell erstmal durchsehen, welcher Abschnitt zu wem gehört. Ich denke jedoch dies ist mir relativ schnell gelungen und auch durch den Austausch mit einer anderen Buchbloggerin einfacher gefallen. Denn ich habe das Buch in einem Buddy-Read gelesen und empfand dies als sehr angenehm. Gerade weil man sich über diese schwierige Thematik und die Emotionen direkt austauschen konnte. Dieses Buch hat generell bei mir die verschiedensten Gefühlslagen ausgelöst und mich absolut geschockt. Es ging vor allem um das Thema Mutterschaft und die Gefühle der Mütter zu ihren Kindern. Am Anfang des Buches hätte ich mir vielleicht auch eine Triggerwahrnung gewünscht, da das Buch zum Teil sehr schwierige Vorfälle aufgreift. Ich fand die gesamte Geschichte sehr aufwühlend, fesselnd und spannend. Alle Geschehnisse rund um Blythe und ihre Tochter waren zudem sehr interessant dargestellt und konnten mich als Leserin sehr mitreißen. Trotzdem war ich teilweise so wütend über bestimmte Abschnitte und musste oft auch lange über diese nachdenken. Ich denke diese unterschiedlichen Gefühle bei den Lesern hervorzurufen, ist aber auch einfach von der Autorin gewollt gewesen. Zudem hat sie es geschafft, dass dieses Buch bei mir im Kopf hängen geblieben ist und ich lange darüber nachdenken musste. Nach dem Ende würde ich mir irgendwie sogar einen zweiten Teil wünschen. Da ich euch nicht zu viel vorwegnehmen möchte, werde ich nicht genauer auf die Handlung eingehen. Insgesamt kann ich es euch aber einfach nur empfehlen, denn mich hat es trotz kleiner Kritikpunkte wirklich überzeugt. Dies wird auf jeden Fall nicht das letzte Buch der Autorin für mich sein. ⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne

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Rezension „Ich lebte schon lange mit diesem entsetzlichen, andauernden Verdacht gegenüber meiner Tochter, und ich spürte, dass endlich auch jemand anders sie ähnlich sah.“ (S. 106) Worum geht's? Blythe möchte so gern eine liebevolle Mutter sein; eine Mutter, wie sie ihr selbst in ihrer Kindheit fehlte. Und Violet ist ja auch ein Wunschkind. Doch als das Neugeborene in ihren Armen liegt, fühlt sich alles vollkommen falsch an. Sie Blythe kann die kleine Violet einfach nicht annehmen. Und genau das spürt Violet – vor allem als sie älter wird – und scheint sich ihrer eigenen Mutter feinselig gegenüber zu verhalten. Blythes Angst und Misstrauen der eigenen Tochter gegenüber wächst. Bis eines Tages ein großes Unglück über die Familie hereinbricht … Meine Meinung: Ich war von den ersten Seiten an total betört von der Protagonistin und ihrer Erzählweise. Denn sie erzählt in der „Du“-Perspektive, die mir immer besonders zusagt. Irgendwie macht das einen Großteil der Melancholie und Emotionalität des Textes aus. Aber nicht nur die Erzählperspektive hat mir die Lektüre zu einer guten gemacht, sondern auch die schwere und Trostlosigkeit der Hauptperson – seltsam, oder? Irgendwie hat sie mich echt gefangen genommen mit ihrer Negativität. Allerdings ist sie ja auch aus guten Gründen negativ. „Ich würde anders sein. Ich würde wie die ganz normalen Frauen sein, denen das ganz leichfiel. Ich würde alles sein, was meine eigene Mutter nicht war.“ (S. 27) Dass das Muttersein nicht leicht ist, kann man sich noch denken. Aber dass es dein Albtraum werden kann, darüber spricht keiner – noch weniger möchte man drüber nachdenken. Ich habe so stark mitgelitten, als Blythe allein da stand mit ihren Zweifeln und Sorgen. Dieses Buch ist unfassbar intensiv und verstört beim Lesen. Dass eine Mutter nicht automatisch liebt, weckt unangenehme Fragen, ist einfach unbequem. Aber es ist real, es kann passieren und es zeigt auf, dass diese Gleichung eben nicht so leicht ist, wie angenommen. Das Buch soll ja auch verfilmt werden! Fest steht: Das kann ich nicht schauen. Denn eine Nachtlektüre ist es keinesfalls. Aber so gut, wirklich so gut. :)

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Dieses Buch sah ich immer öfter auf Social Media aber ich hatte mich nie genauer damit befasst. Als ich schließlich durch Zufall eine Rezension dazu gelesen hatte war es um mich geschehen. Ich musste es einfach haben. Meine Wahl fiel auf das Hörbuch und das war wirklich eine verdammt gute Entscheidung. Die Sprecherin Sandra Borgmann hat sich hier echt übertroffen. Ich mochte ihre Stimme auf Anhieb. Außerdem bringt sie die Emotionen unglaublich gut rüber. Was soll ich sagen? Dieses Buch ist unfassbar und schonungslos ehrlich. Es zeigt wie die harte Realität des Mutter / Hausfrauen sein wirklich ist. Eintönige Tagesabläufe, die körperliche Veränderung und die Tatsache daß man immer glücklich sein muss. Obwohl einem alles zuviel ist, obwohl man am Ende seiner Kräfte ist und man einfach keine Lust mehr hat. Diese Thematik wird gerne umgangen obwohl sie natürlich und völlig normal ist. Aber die Gesellschaft vermittelt einem sofort ein schlechtes Gewissen und die Selbstzweifel lassen nicht lange auf sich warten. Das Schicksal von Blythe hat mich auf verschiedenen Ebenen echt bewegt. Zum einen erfahren wir hier in Rückblenden viel über Blythes eigene Kindheit und zum anderen erleben wir wie sie selbst Mutter wird. Das Ganze fesselte mich ungemein. Es war faszinierend, beklemmend und bedrückend. Die Beziehung von Blythe und Violet gab mir echt zu denken. Ist Violet wirklich so unschuldig? Auch wenn ich es wollte, ich konnte es kaum glauben. Für mich ist dieses Buch definitiv ein Highlight! Fazit: Mit „Der Verdacht" gelingt Ashley Audrain ein spannender, verstörender und schonungslos ehrlicher Roman der mich völlig geflasht hat!

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Erster Satz: "Nachts leuchtet dein Haus, als stünde alles darin in FlIm Prolog wird eine Szene beschrieben, in der eine Person eine Familie beobachtet. Es ist von einem brennenden Haus die Rede, wie es sich die Person, im Haus der beobachteten Familie vorstellt. Doch wer ist die Person? Der Anfang wirbelt viele Fragen auf, steigert dadurch aber auch die Spannung auf ein hohes Level. Diesen Anspruch, der aufwirbelnden Fragen, behält die Geschichte konsequent bei. Abwechselnde Zeitstränge und kurze Kapitel erhöhen den Effekt des Spannungsaufbau und tragen dazu bei, dass wir die Person anhand ihrer Vergangenheit besser einschätzen lernen und so die Gefühlsregungen und Taten der Gegenwart einordnen können. Es ist ein Portrait, das über Generationen gezeichnet wird. Etta ist die Mutter von Cecilia, die Blythe zur Welt bringt und deren Weg wir vor und nach der Geburt ihrer Tochter Violet begleiten. Alle Frauen scheinen für ihre Männer funktionieren zu wollen, doch für ihre Kind empfinden sie nur Ablehnung. Unwillkürlich frage ich mich, wie sich eine solche Ablehnung so tief in einen Menschen frisst, dass man sie an das eigene Kind überträgt. Müsste man es nicht besser machen wollen? In der Geschichte wird es so dargestellt, als wäre Lieblosigkeit vererbbar. "In diesen schlaflosen Nächten, wenn ich über die Dinge nachdachte, die ich belauscht hatte, begriff ich allmählich, dass wir alle aus etwas gewachsen sind. Dass wir die Saat weitertragen und dass ich Teil ihres Gartens war." Seite 57 "Ich erinnerte mich daran, warum wir Violet eigentlich bekommen haben: Du wolltest eine Familie, und ich wollte dich glücklich machen. Aber ich wollte außerdem all meine Zweifel widerlegen. Ich wollte auch meine Mutter widerlegen." S. 126 Gleichermaßen zeigt es auch den gesellschaftlichen Zwang auf. Nicht jede Frau ist dafür gemacht eine Mutter zu sein. Und nur weil man ein Kind zur Welt gebracht hat, bedeutet das nicht, das man eine Mutter ist. Was ist mit dem ganzen Druck, den Belastungen die ein Baby mit sich bringt und über den man sich nicht traut offen zu reden? An einem Punkt in der Geschichte, weiß ich selbst nicht mehr, was ich glauben soll. Ist Blythe überfordert und projeziert ihre Empfindungen und Unsicherheiten auf ihre Tochter? Oder nimmt sie Anzeichen an ihr wahr, die andere lieber ausblenden? Es ist ein Aufweckruf gleichermaßen wie eine Kritik an unseren Gesellschaftsnormen. Nicht jede Frau lebt dafür Mutter zu sein, wird aber in diese Rolle reingezwängt. Leidtragenden sind die Kind und Mütter zugleich, in letzter Konsequenz die ganze Familie. Aber diese Geschichte geht auch weit über diesen Horizont hinaus. Spielt mit uns Leser*innen, sodass wir am Ende selbst nicht wissen, auf was Verlass ist und was Einbildung. Und dieser Clou, der soviel Raum für eigene Gedanken lässt, sogar extra schafft, macht den Reiz dieser Geschichte für mich aus. Klare Leseempfehlung mit Gänsehaut-Garantie!

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MEINE MEINUNG Hier lesen wir die Geschichte von Blythe und ihrer Familie. Ihre Tochter Violet ist ein Wunschkind und Blythe und ihr Ehemann Fox versuchen die besten Eltern zu sein und ihrer Tochter alles zu geben, was sie braucht. Doch als Violet das erste Mal nach ihrer Geburt in den Armen ihrer Mutter liegt, fühlt sich für Blythe irgendetwas nicht richtig an. Sie kann das Gefühl nicht einordnen, aber das Gefühl der Liebe, das eine Mutter bei der Geburt ihres Kindes verspüren sollte, stellt sich bei ihr nicht ein. Je älter Violet wird, desto mehr spürt auch Blythe ihre Ablehnung und Feindseligkeit ihr gegenüber, ohne dass sie sich erklären kann, woher diese rühren. Bildet sie sich alles nur ein, oder ist Violet tatsächlich so böswillig, wie ihr Gefühl es ihr vermittelt? Ihr Ehemann Fox bekommt von alldem nichts mit, er liebt seine Tochter über alles und kann das Verhalten seiner Frau nicht nachvollziehen. Er sieht das Problem bei Blythe. Als eines Tages das schrecklichste passiert, was einer Familie passieren kann, muss Blythe sich ihrer Wahrheit stellen. Die erste Besonderheit an dieser Geschichte, ist die Erzählperspektive: Blythe erzählt aus der Ich-Perspektive in der Du-Ansprache. Dabei ist das gemeinte „Du“ ihr Ex-Ehemann Fox, dem sie die ganze Geschichte aus ihrer Perspektive schildern möchte. Diese ungewöhnliche Art des Erzählens ist zuerst vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig, allerdings fand ich es auch sehr besonders und es hat mir wirklich gut gefallen. Außerdem war es im Kontext der Geschichte auch wirklich sinnig und keine andere Erzählweise hätte besser gepasst. Blythe versucht ihre Sicht der Dinge zu erklären und in vielerlei Hinsicht wirkt ihr Bericht auch wie eine Rechtfertigung. Blythe versucht sich selbst als Schriftstellerin und das merkt man ihrer Geschichte auch an. Die Erzählweise ist klug und teilweise poetisch. Somit empfand ich das Buch als sehr angenehm zu lesen, mit vielen bildhaften Formulierungen. Durch die Sichtweise von Blythe bekommen wir auch einen tiefen Einblick in ihre Gefühle und ihre Gedankenwelt, sie erzählt unverblümt und authentisch. Blythe sagt die Wahrheit. Allerdings müssen wir auch immer bedenken, dass es Blythes Wahrheit ist. Es ist ihre Sichtweise und was die beteiligten Personen, vor allem Violet und Blythes Ehemann Fox in den jeweiligen Situationen gefühlt und gedacht haben, können wir als Leser nicht nachvollziehen, beziehungsweise miteinbeziehen. Die Geschichte hat in mir sehr ambivalente Emotionen hervorgerufen. Zum einen ist da die Mutter, die ihr Kind nicht bedingungslos lieben kann. Alleine diese Vorstellung entspricht nicht dem, was man für gewöhnlich erwartet und bei einer Mutterschaft voraussetzt. Auf der anderen Seite erfahren wir, wie Blythe Violets Verhalten gesehen hat, was Violet getan hat. Wenn sie nun wirklich das Böse in sich trägt, hat sie die Liebe ihrer Mutter überhaupt verdient? Aber ist sie denn so böse, wie Blythe sie tatsächlich empfindet? Das alles ist schwer zu beurteilen, denn wie bereits erwähnt, kennen wir nur Blytes Perspektive. Wir lesen das Portrait einer zerrütteten Familie, in der allem Anschein nach so viel schief gelaufen ist. Wer trägt die Schuld? Ist Blythe wirklich nur das Opfer oder resultiert Violets Verhalten aus der Wechselwirkung mit Blythes Verhalten ihr gegenüber? Spürt Violet, dass Blythe sie nicht bedingungslos lieben kann und verhält sich deswegen so? Schock, Ekel, Mitleid und Mitgefühl, Sprachlosigkeit und vor allem tiefe Trauer waren die Emotionen, die mich beim Lesen dieser Geschichte begleitet haben. Die Autorin hat es unglaublich eindrucksvoll geschafft, mich in den Bann zu ziehen und mitfühlen zu lassen, hat es aber auch geschafft, mich die ganze Geschichte überdenken zu lassen. Das Buch behandelt eine heftige Thematik, in gewisser Weise ein Tabu-Thema. Eine Mutter, die ihr Kind nicht lieben kann. Dabei wirkt der Vater Fox völlig unterkühlt, verständnislos und distanziert, aber auch hier musste ich mich ständig fragen, ob er das tatsächlich auch ist. Schließlich kannte ich nur Blythes Empfinden. Trotzdem hatte ich aber auch das Gefühl, dass Blythe versucht, ihre Geschichte vollkommen ungefiltert zu erzählen. Sie gesteht sich Fehler ein, erkennt auch die guten Seiten ihrer Tochter, weshalb ich sie nicht nicht mögen konnte. Das Ende der Geschichte hat mich schockiert. Ich fand es aber leider ein klein wenig zu krass und hätte es nicht unbedingt gebraucht, was an dieser Stelle aber auch mein einziger Kritikpunkt sein soll. FAZIT „Der Verdacht“ ist eine eindrucksvolle Geschichte über ein Tabu-Thema, das Portrait einer zerrütteten Familie, für die wohl jede Hilfe zu spät kommt. Die Autorin hat mich schockiert, traurig gemacht, mitfühlen und vor allem nachdenken lassen. Eine ganz klare Leseempfehlung, auch wenn ich mir ein befriedigenderes Ende gewünscht hätte. Ein wunderbares Buch kann man an dieser Stelle kaum sagen, denn die Thematik war alles andere als wunderbar. Trotzdem war es absolut fesselnd, auch wenn es nicht zur leichten Kost zählt.

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Hallo, heute wollte ich euch dieses Buch vorstellen. Hier erst mal der Klappentext: Violet ist ein Wunschkind, und Blythe möchte die liebevolle Mutter sein, die ihr selbst so sehr fehlte. Doch als man ihr das Neugeborene in den Arm legt, fühlt sich alles falsch an. Da ist nur Ablehnung und je älter das Mädchen wird, desto mehr wächst die Angst vor Violet und ihrem feindseligen Verhalten, das sich Blythe nicht erklären kann. Alles nur Einbildung? Oder ist das Mädchen tatsächlich absichtsvoll böse? Fox, der seine Tochter von ganzem Herzen liebt, beobachtet seine Frau mit wachsendem Misstrauen. Bis eines Tages das größtmögliche Unglück über die Familie hereinbricht – und Blythe sich ihrer Wahrheit stellen muss. Wenn man sein Kind bedingungslos lieben möchte, aber die Angst das überwältigendere Gefühl ist. Das Buch ist total spannend. Ich habe es an einem Tag gelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Das Thema fehlende Mutterliebe und verstörende Kinder ist hier total gut aufgearbeitet und anschaulich dargestellt. Man fühlt mit der Protagonistin mit und erfährt auch einiges über ihre Kindheit. Teilweise ist das Buch auch traurig und nimmt einen sehr mit. Generell ist die Grundstimmung äußerst bedrückend, aber genau das macht das Buch aus. Also eine klare Leseempfehlung.

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Optisch macht dieses Buch schon einiges her. Es hat einen wunderschönen Schutzumschlag, ist gebunden und besitzt ein Bändchen als Lesezeichen. Was man hier geboten bekommt ist wirklich solide. Auch der Inhalt des Buches muss sich hinter seiner schönen Aufmachung nicht verstecken. Es geht um eine Mutter namens Blythe, die mit sich und ihren Gefühlen ihrer Tochter Violet gegenüber hadert. Sie wünscht sich ein Kind und will ihr all das bieten, was sie selbst so schmerzlich in ihrer Kindheit vermisste, aber merkt nach der Geburt recht schnell, dass sie dazu nicht in der Lage ist. Das Buch ist schonungslos ehrlich geschrieben und stellenweise nur schwer zu ertragen. Man erfährt viel über die Beziehung der Mutter zu ihren Kindern aber auch über ihre Mutter und deren Mutter und man erkennt schnell Zusammenhänge im Verhalten der Frauen. Als sich die Geschichte dann auch noch zu einer Tragödie zuspitzte, musste ich das Buch ein paar mal zur Seite legen, um meine eigenen Gedanken neu zu sortieren und zu verarbeiten, was gerade passiert ist. Das Buch ist wirklich intelligent geschrieben und macht auch vor Tabu-Themen keinen halt und ich musste lange darüber nachdenken. Für mich war es keine Geschichte, die ich mal eben schnell nebenbei lesen konnte, sondern mich hat dieses Buch tief ergriffen und ich würde es jedem, der sich auf diese Geschichte einlassen kann, wärmstens ans Herz legen.

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