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Rezensionen zu
Das Geheimnis meines Turbans

Nadia Ghulam, Agnès Rotger

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Nadia ein Mädchen, dass in Afghanistan aufwächst und der Bombenhagel zu ihrem Alltag gehört, merkt sehr früh wie schwer es ist als Mädchen durch den Alltag zu kommen. Deswegen beschliesst sie sehr früh als Kind sich als Junge zu kleiden. Mit Erfolg. Von nun an soll sie Zelmai (der Name ihres verstorbenen Bruders) sein & knüpft nicht nur Freundschaften, sondern findet auch Jobs um ihre Eltern finanziell zu unterstützen, die im ärmsten Viertel von Kabul leben. In dieser Autobiografie nimmt sie uns mit durch ihr Doppelleben und wie sie trotz der Umstände des Lebens einen Wissensdurst entwickelt, dieser ihr am Ende ein Leben in London beschert. Ein spannendes Buch.

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Die Biografie von und über das Leben der Afghanin Nadja Ghulam, aufgeschrieben von Agnès Rotger, berührt tief. Es kommen mehrere Faktoren zusammen, die jede für sich genommen eine lesenswerte Biografie wert sein könnten. Einerseits erfährt man Einiges über eine durch den afghanischen Bürgerkrieg gezeichnete und zerrissene Familie, die zahlreiche Schicksalsschläge zu ertragen hat, von denen wir uns in der kriegsfreien westlichen Welt keine wirklichen Vorstellungen machen können. Andererseits geht es um das besondere Schicksal einer Person, die durch den Krieg ganz besonders gezeichnet ist und am Rande des Aussätzigen behandelt wird. Und schließlich ist diese Person ein Mädchen, welches trotz aller Widrigkeiten allein die gesamte, in Armut verfallene Familie ernähren und sich dazu für alle Welt in einen Jungen verwandeln muss, denn als Mädchen wäre sowas unter den Taliban nicht möglich gewesen. Indem man als Leser durch das Leben von Nadja aus der Ich-Perspektive geführt wird, scheint man hautnah dabei zu sein. Nadjas Lebenswille, der dabei zum Ausdruck kommt, ist höchst beindruckend und erscheint fast übermenschlich. Man kann kaum glauben, dass ein Mensch das alles schaffen und ertragen kann. Das Ganze wird in relativ einfachen, leicht verständlichen Worten und unkomplizierten Sätzen erzählt, was der Sache angemessen ist. Das Buch lebt von den zahllosen, aus europäischer Sicht ungewöhnlichen Lebensumständen und Erlebnissen. Diese Erlebnisse werden in kurzen Episoden entsprechend kurzweilig erzählt. Die Spannung bleibt allein dadurch erhalten, dass Nadjas Leben ständig Veränderungen unterworfen ist, und man als Leser unbedingt wissen will, wie es weitergeht, auch wegen des Doppellebens des als Junge verkleideten Mädchen. Der aufmerksame Leser bekommt dabei wie nebenbei Einiges von der afghanischen Lebensweise mit. Am Ende des Buchs kann man sich das Leben in Afghanistan unter der Talibanherrschaft und die Schwierigkeiten und Diskriminierungen von Frauen in einer solchen Gesellschaft deutlich klarer vorstellen.# Besonders nachdenklich machen die Passagen, in denen sich Nadja erniedrigt fühlt, wenn sie wegen ihrer Entstellungen bedauert wird, anstatt zu sehen und anzuerkennen, dass sie es schafft für sich (und ihre Familie) ganz alleine zu sorgen. Auch das öffnet einem die Augen, denn es erinnert daran, Behinderte auch in „dieser Welt“ nicht zu bemitleiden sondern ihnen normal zu begegnen. Besonders freut man sich zu sehen, dass Nadja trotz allem viele gute Freunde findet, Jungen natürlich, denn sie gibt sich ja als Junge aus. Geboren 1985 war die Autorin bei der Veröffentlichung der spanischsprachigen Erstausgabe im Jahre 2010 erst 25 Jahre alt. Entsprechend früh endet daher die Biografie und lässt Fragen offen, die in den meisten Büchern im Nachspann beantwortet werden, um die Neugier des Lesers zu stillen. Hier aber liegen die Antworten in der Zukunft, so dass man das Buch etwas unbefriedigt schließt. Das regt zum weiteren Denken an.

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Lebensgeschichte die einen sprachlos macht

Von: Deblioteca

24.10.2021

Sicherlich eine Lebensgeschichte die einen Sprachlos macht. Eine ferne Welt, eine Kultur und Lebensart die so anders ist als hier in Europa. Zu lesen, was Nadia alles durchgemacht hat, hat mich mehrmals erschüttert. Ich weiss auch nicht, wie ich es rezensieren soll, es ist einfach nur hart und brutal was die Menschen in Afghanistan erleben. Zu wissen, dass es aktuell wieder so ist, wie im zur Kindheit Nadia's ist niederschmetternd. Ich kannte mich bisher mit deren Lebenssituation nicht aus, aber ich kann dieses Buch jedem nur nahelegen, lest es und erfahrt, was in diesem Teil der Erde geschieht. Nadia erzählt ihre Geschichte schonungslos ehrlich, ungefiltert und es es geht einem sehr sehr nahe. Eine Lebensgeschichte, welche ich in dieser Form nicht erwartet habe und welches meine Sicht auf das Land Afghanistan dauerhaft verändert hat. Ich hoffe nur, dass die gemeinnützigen Organisationen nicht aufhören, in diesem Land aktiv zu helfen

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„Als Zelmai hatte mein Leben einen Wert.“ (Das Geheimnis meines Turbans, S. 213) INHALT: In „Das Geheimnis meines Turbans“ geht es um Nadia, die in ihrer Kindheit die Machtübernahme der Taliban in den 90ern erleben muss. Das Buch erzählt ihre wahre Geschichte und ist somit eine Biografie, die von Agnès Rotger geschrieben wurde. Mit neun Jahren wird Nadia von einer Bombe, die das Haus ihrer Familie zerstört, getroffen und leidet nach sechs Monaten im Koma starke Schmerzen. Nach einiger Zeit wird ihr klar, dass es so nicht weitergehen kann. Ihre Familie hat kein festes Zuhause, sie viele OPs hinter sich und muss in einem so jungen Alter tägliche Abstoßung aufgrund ihrer vernarbten Gestalt erfahren. Also sucht Nadia verkleidet als Junge und mit dem Namen Zelmai (das ist der ihres verstorbenen Bruders) Arbeit, um ihre ganze Familie zu ernähren. Trotz ihrer Anstrengungen und der psyschichen sowie physischen Belastung reichen ihre Verdienste meist nicht, wodurch sie und der Rest ihrer Familie viel hungern. In dem Buch geht es um Gleichberechtigung, Armut, Krieg, Ziele, Freundschaft, Liebe, Verlust, Menschenrechte und starke Persönlichkeiten. Nadia Ghulam ist stark, mutig, selbstlos und kämpft trotz der vielen Steine, die ihr in den Weg gelegt werden, immer weiter. REZENSION: Mir ist es oftmals nicht sehr einfach gefallen, Nadias Geschichte zu lesen. Das liegt nicht daran, dass der Schreibstil nicht flüssig genug war, es liegt daran, dass alles, was in diesem Buch steht auch so in Realität passiert ist. Es ist kein Roman, bei dem man sich während des Lesens denken kann, dass es nur eine Geschichte ist. Nein. Diese Geschichte ist genauso passiert, sowohl die positiven als auch die negativen Dinge. Und schlimme Situationen gab es viele, was mich abwechselnd zum schlucken und erschaudern gebracht hat. Ich habe mitgefühlt und kann immer noch nicht loslassen. Nadias Leben wird sehr direkt erzählt, zwar sehr detailreich, aber eben ohne um die schlimmen Erfahrungen herumzureden. Das war auch gut so. Mich haben die vielen Zeitsprünge während dem eigentlichen Plot etwas gestört, aber ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist ein so komplexes und ereignisreiches Leben in perfekt geordneter Chronologie darzustellen. Außerdem möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich es ziemlich muig von Nadia Ghulam finde, ihre Geschichte in die Welt zu setzen. Danke dir, Nadia, dafür! Insgesamt: 4,5/5⭐️

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Die wahre Geschichte einer jungen Frau, die ein riskantes Geheimnis 10 Jahre lang innerhalb der Taliban hütete. Aufgrund der derzeitigen Situation weckte dieses Meisterwerk besonders mein Interesse. Die junge Nadia Ghulam kleidete sich nach einer Verletzung in einen Turban und mischt sich unter die Taliban. Inmitten der Männer verfolgt sie die Gespräche und Taten an die unschuldigen Zivilisten und Frauen, die unterdrückt werden. Als Leserin fürchtete ich ebenfalls um Nadias Wohl, denn in Gesprächen bestand das Risiko, dass jemand ihre Stimme als die einer Frau erkennt und sie entlarvt. Über die Folgen wollte ich erst gar nicht denken, denn diese würde in einen qualvollen Tod enden. Nadia konnte diese Angst und das Leben in Afghanistan sehr gut übermitteln. Gleichzeitig erfährt man vieles über die Zeit vor und nach dem Krieg, und welche Folgen sie für die Menschen hatte. Viele Ereignisse waren einfach erschreckend und brutal. Nadia verzichtet auf die genaue Beschreibung von Gewalttaten, um dem Leser nicht Angst einzujagender abzuschrecken, sondern ihm die Augen zu öffnen. Neben dem Leben in Afghanistan kritisiert sie auch die Übermittlung der Medien an den Westen. Diese Kritik war, wie sie es situationsgerecht beschrieb, nachvollziehbar. Dennoch hatte ich zeitweise den Eindruck, dass das Buch eine Reportage war, bei dem die Gefühle nicht in den Vordergrund traten. Gerade bei so einem Erfahrungsbericht spielen Emotionen große Rolle, um den Leser zu berühren. Über das Ende musste ich lange nachdenken, denn es verlief abrupt, ohne auf Nadia in der Gegenwart einzugehen. Dennoch respektiere ich ihren Wunsch, nur von ihrer grausamen Geschichte und nicht die heutigen mentalen Folgen zu berichten. Wenn man ihre sozialen Netzwerke verfolgt, sieht man ihren Einsatz für die Menschen- und Frauenrechte in Afghanistan. Fazit: Dies ist die schockierende Geschichte eines jungen Mädchens bis hin zur Frau inmitten der Taliban. Es ist eine große Leseempfehlung.

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In diesem Buch erzählt #NadiaGhulam ihre Geschichte: Ihre recht glückliche Kindheit in Afghanistan endet spätestens dann, als sie im Krieg schwer verletzt wird, der Vater sich von der Familie entfremdet und der Bruder verschwindet. Sie und ihre Mutter brauchen dringend Geld, aber die Taliban verbieten Frauen das Arbeiten. Kurzerhand legt Nadia sich einen Turban um und geht von nun an jahrelang als Junge verkleidet arbeiten. Sprachlich ist Das Geheimnis Meines Turbans recht einfach gehalten, das ändert aber nichts an der Eindringlichkeit, die schon allein dadurch entsteht, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt. Ich habe große Parallelen zu #IchBinMalala von #MalalaYousafzai gesehen. Im ersten Moment bin ich über Stellen gestolpert, an denen sie nicht ausschließlich negativ über die Taliban spricht, oder über das Gefühl von Autorität, das ihr eine kurze Mitgliedschaft in der Religionspolizei verschafft hat. Aber es ist ehrlich, und ungeschönt. Ohnehin hat mich diese Ehrlichkeit am meisten beeindruckt: Sie übt z.B. offene Kritik an ausländischen Journalist*innen, die - etwas später, als sie in die Schule ging - über ihr Leben berichteten, und Institutionen, die ihr unter die Arme griffen, sie aber letztlich als billige Arbeitskraft einsetzten: „Doch zur selben Zeit, als ich herausfand, dass ich einen Wert hatte, merkte ich auch, dass die Ausländer nicht bereit waren, das anzuerkennen. Dass ich - ein verlorenes Geschöpf an einem entlegenen Winkel der Erde, aus dem ich nie herauskommen würde - meinerseits Bedingungen stellte, klang für sie wie inakzeptabler Quatsch.“ Das Buch endet damit, dass sie als junge Frau in den Flieger gen Europa steigt, und fast hätte ich kritisiert, dass mir das zu abrupt kam; dass ich verstehen wollte, weshalb sie ihre Freunde auf diese Art verlassen hat und wie es ihr danach erging. Aber genau das ist der Punkt: ich habe kein Recht darauf, mehr zu erfahren als das, was sie preisgeben möchte. Es ist IHRE Geschichte, und ich bin froh über das, was sie davon mit uns geteilt hat.

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Eine wahre Geschichte über Nadia Ghulam, ein Mädchen, das im Afghanistankrieg schwer verletzt wurde und sich schliesslich für zehn Jahre als Junge ausgab, indem es ihre Narben und ihr Geschlecht unter einem Turban versteckte, um arbeiten und die Familie ernähren zu können. Meine Meinung Ich ging mit dem Gedanken an dieses Buch heran, dass es keine leichte Lektüre werden würde. Und das war es auch nicht – vor allem nicht, wenn man bedenkt, dass hier eine wahre Geschichte erzählt wird. Allein schon der Prolog hat mich regelrecht geschockt. Aber er bewirkt auch, dass man unbedingt weiterlesen will – dieser Geschichte näher auf den Grund gehen, um zu sehen, wie sich das kleine Mädchen Nadia weiterentwickelt und in dieser grausamen Welt zurechtkommt. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, weshalb die Beschreibungen von Nadia direkt ins Herz trafen. Die Art und Weise, wie naiv ihre Sichtweise vor dem Krieg auf die Welt war, hat mich jedenfalls darüber grübeln lassen, wie schnell sich etwas Selbstverständliches in etwas Unerreichbares wenden kann Im Allgemeinen sind die Sätze im Buch kurz und prägnant – sie treffen genau auf den Punkt und vermitteln genau das, was sie vermitteln sollten: Verzweiflung, Trauer und Hoffnung. Nadias Gefühle und die ihrer Mitmenschen erreichten mich. Ich mochte vor allem die kurzen Kapitel, da man so auch besser zwischendurch pausieren konnte und sich nicht gedrängt dazu fühlte, weiterzulesen. Auch gefielen mir die einfachen, aber aussagekräftigen Titel der einzelnen Kapitel. So wusste man ungefähr, was einen erwarten würde. Ausserdem erfuhr man auch viel über die politischen Hintergründe des Afghanistankrieges. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte in ihren eigenen Fluss verfiel. Das ist jetzt schwierig zu beschreiben, aber zu Beginn gab es viele Sprünge, viel Aufregung und Wechsel, was mit der Zeit etwas abnahm, was nicht bedeutet, dass mich einige Szenarien darin nicht mehr schockten und sich in mein Gedächtnis einprägten. Vor allem, als der Moment kam, indem Nadia sich entschied, als Junge aufzutreten, war sehr prägend für den Fortlauf ihrer Geschichte. Aber je weniger passierte, desto besser lernte man Nadia kennen. Von dem naiven Kind zu Beginn war nichts mehr zu sehen – es hatte sich gewandelt, sich den grausamen Problemen der Welt gestellt. Und diese Entwicklung spürt man durch die Zeilen hindurch. Ich konnte nicht anders als Nadia für ihren Mut und ihre unglaubliche Stärke und Willenskraft zu bewundern. Wie sie es durch diese Zeit geschafft hat, ohne aufzugeben, ist wirklich unglaublich. Ich empfehle dieses Buch absolut jedem. Fazit Dieses Buch ist keinesfalls leicht zu lesen, denn man begegnet hier Angst, Verzweiflung und kaum erträglicher Hoffnung. Die Gefühle von Nadia werden auf den Leser transportiert und regen einen zum Nachdenken an. Nicht nur erfährt man mehr über politische Hintergründe des Afghanistankrieges, sondern auch über Nadias Entwicklung. Eine grosse Empfehlung.

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Beeindruckende Lebensgeschichte

Von: Elisa

24.05.2021

Nadia Ghulam wurde 1985 in Kabul geboren, bis zum Afghanistankrieg lebt die Familie ein glückliches, recht wohlhabendes Leben. Der Vater hat Arbeit und Nadia besucht die Schule. Dieses Leben ändert sich allerdings schlagartig mit dem Krieg, die Familie verliert alles und Nadia wird schwer verletzt. Sie muss viele Male operiert werden. Als die Taliban die Kontrolle übernehmen, kann sie allerdings nicht weiter behandelt werden. Frauen wird verboten zu arbeiten und Ärzte dürfen keine Frauen mehr behandeln. Der erhoffte Frieden mündet in Unterdrückung, Angst und Hunger. Um die Familie versorgen zu können beschließt Nadia zukünftig als Junge unter den Taliban zu leben und zu arbeiten. Nadias Geschichte hat mich sehr berührt, die ständige Angst entdeckt zu werden und trotzdem weiter zu machen um die Familie zu ernähren. Der andauernde Hunger, teils selbst auferlegt um nicht zu wachsen und enttarnt zu werden. Ihre eigene Haltung und Entwicklung machen nachdenklich und beeindrucken sehr. Sie findet ihren Glauben, schließt Freundschaften und kämpft sich durch. Eine beeindruckende, starke Geschichte, die mir nicht nur etwas über diese Zeit sondern auch über das Land und die Bewohner gelehrt hat. Wunderbar flüssig, verständlich und sehr spannend geschrieben von Agnès Rotger. Ich kann es jedem empfehlen, der sich für das Leben in Afghanistan zur damaligen Zeit, sowie beeindruckende Biografien interessiert.

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