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Rezensionen zu
Sie nennen mich einen katholischen Muslim

Klemens Peterhoff

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Jedermanns Weg ist anders

Von: Mein Weg

01.04.2021

Ich habe das Buch "Sie nennen mich einen katholischen Muslim" von Herrn Klemens Peterhoff gelesen, denn die Vorstellung des Buches sprach mich an. Im Buch erleben wir die Geschichte der Suche des Autors nach seinem Platz, nach seiner Berufung und die Entscheidung für die Welt der islamischen Sufi-Orden. Diese Suche wird detailliert erzählt, nicht chronologisch, sondern thematisch in drei großen Teilen: Die Stationen, die Positionen und die Perspektiven. Es ist eine Geschichte über Anderssein, wie man sich vom Weg abgekommen fühlt, wie auf der Reise ähnlichen Menschen begegnet sind. Der Autor findet sich nicht mehr in der Welt der Jesuiten, nicht nur weil er sich in eine Frau verliebt hatte. Sondern es liegt an den signifikanten Ereignissen, die ihm helfen, seinen Platz, seinen Weg besser zu finden, zu verstehen. Das Buch erinnerte mich stark an eine berühmte Aussage. Es war Kierkegaard, der sagte - das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. Und so ist das Leben von Herrn Peterhoff. Er lässt sein Leben Revue passieren, die wichtigsten Stationen noch einmal bekunden, die unterschiedlichen Menschen aus so unterschiedlichen Ländern erneut sehen. Der Ton ist zum Teil dramatisch, die negativen Einstellungen, was Menschen betreffen, werden detailliert dargestellt, auch die eigene Krankheit, die dahinter steckt. Der Ton ist manchmal zornig, aber brutal ehrlich. Der Ausweg aus der nach unten drehenden Spirale kommt durch Hilfe seiner Ehefrau und durch glückliche Fügungen. Das ist ein schöner, zentraler Moment, endlich Licht, endlich Ruhe. Man erwartet als Leser, dass da mehr Ruhe reinkommt, dass der Weg klarer wird, dass der Autor angekommen ist. Diese eigene Erwartung wird nicht erfüllt. Der Autor redet weiter, sucht weiter, reist weiter, vergleicht weiter. Eine zweite unerfüllte Erwartung ist, was Sufi betrifft. Sufi als Haltung und nicht als Religion. Was nicht deutlich genug vorkommt, ist dass man Sufi praktizieren kann, auch ohne Muslim zu sein. Ich selber habe von Sufi durch die Schilderungen von Irina Tweedie, die Russlandsbritin oder Annette Kaiser, die Schweizerin erfahren. Und die Schilderungen dieser zwei Autorinnen haben mehr Resonanz in meinem Herzen gefunden, passen besser zu meiner Vorstellung von den Sufi-Praktiken. Das Buch ist mit offenen Augen und mit einem offenen Kopf zu lesen, offen für neue Ideen und Erkenntnisse. Wenn die Bilder zu unklar oder feindlich vorkommen, dann sind die Augen nicht offen oder ist das Herz nicht ruhig genug. Am besten hilft dann, das Buch auf bei Seite zu legen, paar Tage zu warten und dann weiter zu lesen. Es ist eine Reise durch die Vergangenheit, durch die Städte und Länder, durch die Religionen, durch Kopf, Herz, Seele. Es kommt mir in den Sinn noch eine starke Assoziation. Natürlich wünscht man sich, den Fluss zu überqueren und auf dem anderen Ufer zu sein. Und natürlich freut man sich da zu sein und wird das neue Ufer verteidigen. Und dann bleibt man als Leser auf seiner Seite des Ufers, sieht den Fluss, der zwischen den zwei Ufern ist und lernt, dass jedermanns Weg anders ist.

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Die Geschichte einer Suche

Von: Deniz

28.03.2021

Eine Biografie, dass sich wie ein Roman liest. Ein Buch über das Mensch sein. Ehrlich. Authentisch. Ein Buch, dass darüber schreibt worin wir uns gleichen und nicht worin wir uns unterscheiden. Was uns verbindet und nicht was uns trennt. Für alle die, die miteinander und nicht nebeneinander Leben möchten.

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