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Rezensionen zu
Scarlett & Browne - Die Outlaws

Jonathan Stroud

Die Scarlett-&-Browne-Reihe (1)

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Meinung: Jonathan Stroud und seine Bücher sind für mich immer ein abwechslungsreiches Abenteuer und spannende Reise in die tiefen seiner Fantasywelten und Ideen. Auch dieses Mal habe ich mich total gefreut in die Welt von Scarlett und Albert zu tauchen und ihre Geschichte kennen zu lernen. Ohne viel Umschweife - Scarlett und Albert haben in nur kürzester Zeit mein Herz erobert und Jonathan Stroud mich mit seiner Buchidee begeistert. Ist die Handlung durchweg sehr spannend und abwechslungsreich aufgebaut, so sind insbesondere der doch leicht voraussehbare und eher wenig überraschende Verlauf der einzige Knackpunkt der gesamten Geschichte. Dennoch und das ist das wunderbare an der Welt von Jonathan Stroud -> es wird zu keiner Sekunde jemals langweilig oder langatmig. Die Zeitepoche in der die Handlung spielt ist gut inszeniert und herausgearbeitet. Es kam ein wahres Westernfeeling auf und ja man wurde nebenbei selbst zum Cowgirl oder auch langfingrigen Bankräuberin. Was mir sehr gut gefallen hat war der Aufbau der Welt in der die Handlung spielt. Eine Welt in der der bzw. die Stärkere gewinnt, in der ein einziger Fehler dein Untergang bedeutet und zudem Kaltschnäuzigkeit & Rücksichtslosigkeit positive Eigenschaften sind. Genau diese Eigenschaften bringt Scarlett mit sich. Ich mochte ihre freche Art sofort und auch ihren Art sich durchs Leben zu kämpfen. Absolut genialer und sehr gut ausgearbeiteter Charakter, der mit seiner Lebendigkeit und frechen Art sich in mein Herz erzählt hat. Der krasse Kontrast ist hingegen Albert Brown. Der 15-Jährige ist auf den ersten Blick total unauffällig, absolut hilflos in der freien Wildbahn und schon etwas blauäugig im Vertrauen anderer Personen gegenüber. Genau diese Kombination und deren Geschichte welche sich daraus entwickelt hat mich wahrlich gefesselt und mitgerissen. Auch wie bereits erwähnt so einige eben voraussehbar war. Anna Thalbach verlieh mit ihrer „frechen“ Art und Weise, der angenehmen Stimmfarbe und dem verspielten Umgang mit der Intensität der Tonlage den Charakteren und der Handlung ihren besonderen und speziellen Touch. Fazit: Unterhaltsam, fesselnd, frech und mit einer Portion Humor konnte mich Jonathan Stroud mit seiner sehr lebendigen und fein ausgearbeitet Westernwelt mitreisen und mit einem guten Bauchgefühl am Ende aus der Geschichte entlassen. Vor allem aber konnten die doch sehr unterschiedlichen, aber sehr sympathischen Charaktere total begeistern und der Handlung ihr gewisses Etwas verleihen. Meine Neugier auf mehr ist geweckt und ich kann dieses Hörbuch nur wärmstens weiterempfehlen.

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Kurzweilige Dystopie

Von: lit.erally.love

03.12.2021

3,5 Sterne In vielerlei Hinsicht ist "Scarlett & Browne - Die Outlaws" ein absolut klassischer Jonathan-Stroud-Jugendroman, in seinen Stärken und Schwächen: Eine schlecht gelaunte, sarkastische Heldin - hier Scarlett - schlägt sich im Team mit viel Wagemut und Gewalt durch eine dystopische Version Großbrittaniens, in der es von Fallen und Intrigen nur so wimmelt. (Dieses Mal wird die Heldin begleitet von einem alten Mann, seiner Enkeltochter und dem etwas tollpatschigen, aber nicht weniger gefährlichem Albert.) Stroud überzeugt mit seinem Humor, insbesondere in den Dialogen - nicht alle Punchlines sind gut plaziert oder komplett innovativ, dafür aber die meisten. Zuletzt sind die Welten, die Stroud sich für seine Charaktere ausdenkt, jedes Mal extrem interessant - so auch hier. Während es sich bei Bartimäus und Lockwood & Co oft nur um einen grundlegenden Unterschied zur aktuellen Realität und den daraus folgenden Dominoeffekt handelt (Geister/Dschinn existieren), ist Scarlett & Browne ein Feuerwerk aus verschiedenen Genreeinflüssen. Zombies! Bankräuber! Umweltkatastrophen! Magische Fähigkeiten! Nichts wird ausgespart - und überraschenderweise funktioniert es sehr gut. Trotzdem wird Scarlett & Browne nicht mein liebstes Buch des Autoren werden - dafür sind die Charaktere noch ein wenig zu blass. Scarletts Hintergrundgeschichte wird an bestimmt zwanzig Stellen angeteasert, zu hören werden wir sie wohl erst im zweiten Teil bekommen. Außerdem beziehen sich die (eigentlich großartigen Dialoge) oft auf die gleichen zwei Themen und Eigenschaften der Charaktere. Allgemein ist das Buch ab und an etwas zu repetetiv: Während die letzten hundert Seiten nur so wegfliegen, hätte ich mir im Mittelteil manchmal etwas mehr Geschwindigkeit gewünscht. Trotzdem kann ich eine klare Empfehlung aussprechen - Fans von Skulduggery Pleasant oder Strouds anderen Büchern kommen definitiv auf ihre Kosten, genau so wie ca. 14jährige, die nach Spannung und Action suchen.

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ich kann nicht sagen, was genau für eine Geschichte ich mir hier vorgestellt habe - irgendwie hatte ich immer ein Bild aus dem Wilden Westen vor Augen, wenn ich das Buch betrachtet habe (fragt nicht warum) - aber was ich dann tatsächlich erhalten habe, war etwas ganz Anderes und ich wurde doch überrascht. Klappentext: Ein tragisches Unglück in ihrer Vergangenheit hat die 17-jährige Scarlett McCain zur Gesetzlosen gemacht. Inzwischen ist sie eine geschickte Bankräuberin, hervorragende Kämpferin und Meisterschützin. Nach einem ihrer Beutezüge trifft sie bei ihrer Flucht durch die Wälder auf den hilflosen 15-jährigen Albert Browne. Wider besseres Wissen erklärt sich Scarlett bereit, ihm zu helfen. Ein fataler Fehler. Halb England ist dem Jungen auf den Fersen, der über eine geheimnisvolle Fähigkeit verfügt, und die andere Hälfte jagt Scarlett wegen ihrer Überfälle. Und so beginnt eine halsbrecherische Flucht durchs ganze Land, die Verfolger im Nacken... Ach ja...Scarlett und Browne, ein Pärchen, was sich nicht mehr unterscheiden könnte und sich auf eine ganz merkwürdige Weise doch ziemlich gut ergänzt. Ich habe Beide sehr in mein Herz geschlossen, auch wenn jeder von ihnen einige Macken hatte, die mich irre machen würden - sie sind dennoch liebenswert und haben Beide ihr Herz am richtigen Fleck. Das Buch fing richtig gut an, man wurde gleich ins Geschehen geworfen, ohne viel Rumgeplänkel. Leider ließ diese Spannung, die sich dort aufgebaut hat, nach einiger Zeit jedoch nach und ich dachte beim Lesen dann doch ab und an "Nun kann es aber mal losgehen". Es kamen immer wieder spannende Szenen, die teilweise jedoch recht vorhersehbar waren und zwischendurch war es dann wieder "zu wenig" - ich kam mir ein bisschen wie bei einer Berg und Tal Fahrt vor. Aber Richtung Ende packte mich die Geschichte dann doch noch und ich fieberte mit Scarlett und Browne mit, hatte Hoffnungen, wie dieser Band wohl enden würde und war über einige Wendungen und Geschehnisse sehr überrascht. Jonathan Stroud wurde immer beschrieben als ein Autor, der sehr humorvoll schreibt - diesen Humor habe ich hier aber ein wenig vermisst bzw. hätte ich mir mehr davon gewünscht. Aber ansonsten kam ich sehr gut durch die Seiten und er beschreibt Szenen etc. nicht zu detailliert, lässt aber auch nicht zu viel weg - es passte dort einfach für mich genau so, wie es war. "Scarlett & Browne" ist als Buch ab 13 Jahren empfohlen, jedoch bereitet mir das etwas Bauchweh. An sich - die Geschichte selbst - da würde ich das auch so einschätzen, allerdings waren in manchen Szenen einige Dinge so detailliert beschrieben, dass ich nicht sicher bin, es so jungen Leser_innen auch wirklich zu empfehlen. Wenn ich an mich selbst in dem Alter zurück denke - ich hätte teilweise Angst gehabt und würde daher empfehlen, wirklich zu schauen, wie viel das eigene Kind wirklich schon verkraftet oder die Geschichte gegebenenfalls zusammen zu lesen und zusammen zu entscheiden, ob das Buch schon passt oder doch für später noch mal zur Seite gelegt werden sollte. Nicht jedes Kind ist weit genug, um schon über abgetrennte Köpfe etc lesen zu können. Ansonsten gibt es von mir hier eine klare Leseempfehlung, denn ich wurde alles in allem gut unterhalten und bin gespannt, die die Reise der Beiden wohl weitergehen wird.

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Inhalt: Scarlett McCain ist eine junge und begabte Meisterdiebin, die seit einem Banküberfall in England verfolgt wird. Da sie eine Meisterschützin und eine hervorragende Kämpferin ist, kann sie sich in einer Wildnis voller Banditen und Halunken durchschlagen. Auf ihrer Flucht entdeckt sie in einem verunglückten Bus Albert Browne, welcher der einzige Überlebende ist und nimmt diesen mit. Schon bald befinden sich sowohl Scarlett als auch Albert auf der Flucht vor Männern, die keine halben Sachen machen, denn Albert hat ein Geheimnis… Fazit: Ich mag den Schreibstil und die Ideen von Jonathan Stroud sehr. Schon seine Buchreihe „Bartimäus“ hat mich vollkommen begeistert. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen! Allerdings finde ich sowohl den Klappentext als auch das Buchcover etwas irritierend. Sie erwecken den Eindruck, als handle es sich bei dem Buch um eine Geschichte aus dem Wilden Westen, welche in England spielt. Zugegeben, eine gewisse Ähnlichkeit gibt es tatsächlich, allerdings hätte man das meiner Meinung nach etwas anders darstellen können. Nichtsdestotrotz gefällt mir das Cover sehr gut! Es ist wirklich ein Hingucker. Die Charaktere wirken real und wurden auch gut in die Geschichte eingebaut. Durch die Geheimnisse der Vergangenheit und die Art der Charaktere versinkt man schnell in die Handlung. Aber auch der besondere Humor, welchen Jonathan Stroud verwendet, macht das Buch einmalig. Kurz gesagt, ist die Geschichte interessant und spannend geschrieben und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Ich würde das Buch ab einem Alter von zwölf Jahren empfehlen.

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Das Buch spielt in England und wird aus der Sicht der beiden Hauptfiguren beschrieben. Die 17 Jährige Scarlett ist eine Bankräuberin. Nach einem erfolgreichen Raubzug flieht sie in den Wald, wo sie den zwei Jahre jüngeren gleichaltrigen Albert Browne trifft. Doch Albert hat eine Vergangenheit, wie sie im Buche steht. 🙂 Er ist in der Lage Gedanken zu lesen. Er war in einer Art Psychiatrie (nehme ich jetzt mal einfach mal an) und ist aus eben dieser abgehauen. Die beiden freunden sich (halbwegs) an und Scarlett nimmt Albert mit, um ihn auf einem Sklavenmarkt zu verkaufen. Unterwegs sterben dann beide auch fast und Scarlett bekommt eine stylische Stichwunde in die Hand. Albert hat dann auch erst mal mit seinen Gedanken ein paar Sklavenhändler umgebracht. Ich fand es auch cool, wo, (Achtung Spoiler!) Scarlett und Albert mit dem Floß abgehauen sind. Die ganze Story war sehr gut aufgebaut und man hat fast schon selbst die Angst gespürt, die Scarlett und Albert empfinden. Das Buch war sehr besonders, witzig aber auch sehr brutal, was der Geschichte auch etwas mehr Realität verleiht. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen. Am besten hat mir die Szene am Anfang gefallenen, wo Scarlett und Albert in der Ruine sind und die Jagd losgeht. Das Buch ist in vier Abschnitte eingeteilt: Die Wildnis Die Stadt Der Fluss Die Inseln Bilder gab es keine, aber die Kapitel wurden mit Zeichnungen detailliert. Auf einer Skala von 1-10 würde ich das Buch auf 8 stellen. Das Buch ist ein guter Schmöker für 12- 17 Jährige. Selbst der Percy Jackson Autor, Rick Riordan, fand es super.

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Scarlett ist 17 Jahre alt und eine Gesetzlose. Sie ist inzwischen eine gefürchtete Bankräuberin und sie hat sich in das Leben als Outlaw gut eingefunden. Doch dann geht einer ihrer Beutezüge gehörig schief und sie findet sich auf der Flucht wieder, zusammen mit einem merkwürdigen Jungen, der nicht ganz dicht zu sein scheint. Wie hat sie sich bloß in diese Situation gebracht. Und noch viel wichtiger ist, wie sie dort wieder rauskommt. Und wäre das alles noch nicht nervig genug ist den Beiden auch noch eine Gruppe unheimlicher Männer auf den Versen. Eine aufregende Flucht durch die Weiten Englands beginnt. Diese Geschichte musste ich einfach erleben, da mich der Autor mit seiner Lockwood & Co Reihe absolut begeistern konnte. Und als ich dann noch gesehen habe, dass Anna Thalbach das Hörbuch eingesprochen hat, ging daran kein Weg mehr vorbei. Und ich wurde nicht enttäuscht. Da ich mich mit dem Lesen des Klappentextes nicht lange aufgehalten habe, bin ich ziemlich ahnungslos in die Geschichte gestartet. Doch schnell konnte ich mich zurecht finden und konnte mich gut mit Scarlett anfreunden. Schon zu Beginn wurde mir klar, dass Scarlett eine interessante und ziemlich taffe Protagonistin sein wird. Als dann Albert Browne auftaucht konnte ich mir direkt ein Schmunzeln nicht verkneifen. Er ist so naiv und doch dabei so loyal, tapfer und freundlich, dass ich ihn direkt in mein Herz geschlossen habe. Die Entwicklung der Geschichte ist spannend, rasant und mitreißend. Ich mochte die Weltgestaltung und die Verknüpfung der Ereignisse. Mir wurde beim Zuhören nicht langweilig und ich habe nie das Interesse oder den Faden verloren. Dies liegt aber auch an Anna Thalbach, die die Geschichte wieder toll vertont hat. Ein absoluter Hörgenuss! Mein einziger, kleiner Kritikpunkt ist die Charakterentwicklung. Auch wenn mir die Geschichte durchgehend gut gefallen hat und ich sowohl Scarlett als auch Albert in mein Herz geschlossen habe, denke ich, dass in der Charakterentwicklung noch mehr gegangen wäre. Am Ende waren die Charaktere etwas blasser als erwartet. Aber das kann sich im nächsten Teil der Reihe ja noch ändern. Insgesamt hat mich das Hörbuch sehr gut unterhalten. Wie erwartet mochte ich die Handlung, die Welt und auch die Charaktere wirklich gerne. Dank der tollen Vertonung war das Hörbuch ein Highlight. Da ich aber noch ein bisschen Luft noch oben sehe, bekommt die Geschichte von mir nur 4 Sterne. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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Asche auf mein Haupt, aber ich muss es zugeben: Scarlett & Browne war mein erstes Buch von Jonathan Stroud. Schon länger wollte ich von ihm was lesen, aber wirklich überzeugt hat er mich mit dieser Buchreihe leider nicht. Für mich war das Wild West Abenteuer recht spannungslos und langatmig, auch wenn es richtig gute Ansätze hat. Das Buch beginnt gleich richtig vielversprechend und wir lernen Scarlett so richtig kennen. Eine junge Bankräuberin, Diebin, Mörderin und was sie sonst noch alles ist. Wir erleben sie in Action und haben einen Einblick in ihre erstaunlichen Fähigkeiten. Allerdings werden diese auch recht schnell langweilig, denn Scarlett ist doch eher ein Charakter, dem alles gelingt, auch wenn sie viele Kanten hat. Ein vielversprechender Charakter, dessen Potential für mich komplett untergeht. Genauso ist es leider auch mit Albert. Er ist zwar das komplette Gegenteil von ihr, tollpatschig und naiv, was zu vielen amüsanten Szenen führt. Aber sie können einfach beide nicht glänzen, da sie in dieser doch recht plätschernden Handlung einfach nur agieren und nie Probleme haben. Dennoch mag ich die Dynamik zwischen den beiden, denn hier schlägt der Wortwitz des Autors voll ein und brachte mir doch einige amüsante Lesestunden. Auch das Abenteuer an sich hat es in sich mit all den Gefahren und dem doch ungewöhnlichen Setting. Hier hätte ich mir allerdings doch auch mehr erhofft, denn vorstellen konnte ich mir das offensichtlich versunkene England nicht wirklich. Vor allem nicht die Einteilung, die neuen Gesellschaftssysteme und die Aussätzigen. Kommt vielleicht noch in den Folgebänden, aber hier war es mir einfach zu wenig und es spiegelt so den Rest des Buches wider. Für mich war alles sehr flach, blass und plätschernd. Da habe ich bei dem Autorennamen, den ja doch so ziemlich jeder kennt, doch einiges mehr erwartet. Aber wahrscheinlich waren meine Erwartungen dann einfach zu hoch, denn erfüllen konnte er sie nicht. Was mir gar nicht gefallen hat, ist, dass man über die Charaktere einfach nichts erfährt. Oder nur ganz kleine Bruchstücke. Das macht es für mich nicht spannungsvoller, es nervt mich. Da ich die Charaktere kennenlernen möchte. Und am Ende von Band 1 sind sowohl Scarlett als auch Albert noch Fremde für mich. Ich weiß noch nicht, warum Scarlett eigentlich alleine in der Wildnis herumreißt. Oder was Albert jetzt so richtig ausmacht. Sie sind einfach blass geblieben und das ist damit das Aus der Reihe für mich. So war es allem in allem eine amüsante und teils interessante Geschichte, die für mich zu sehr in die Länge gezogen wurde. Charaktere und die Welt kamen viel zu kurz und so wirkte alles zu blass auf mich. Ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen, aber für zwischendurch war es ok. Vor allem, weil das erste Abenteuer quasi abgeschlossen ist und man beruhigt die Reihe sein lassen kann. Mein Fazit: Von „Scarlett & Browne“ habe ich ein spannungsgeladenes Wild West Abenteuer erwartet und habe es leider nicht bekommen. Die Geschichte zieht sich verdammt lang und plätschert nur so vor sich hin. Es sind etliche interessante Ansätze da, aber mir fehlt in allem die Erklärung und die Tiefe. Auch die Charaktere bleiben blass, auch wenn Scarlett und Albert doch ein amüsantes Duo abgeben. Für mich ist noch so viel Luft nach oben, dass meine Reise auch hier endet. Für zwischendurch ist das Buch ganz nett, aber ich habe deutlich mehr erwartet. 3 Sterne von mir und nicht unbedingt eine Leseempfehlung.

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Scarlett McCain ist eine Gesetzlose und unter vielen Namen in den Sieben Königreichen von England bekannt. Sie trägt nicht mehr als ihren Rucksack, ihren Gebetsteppich und ihre Fluch-Kasse mit sich und gibt sich als harmlose Verkäuferin von Reliquien aus, um sich Zutritt zu den Städten zu erschleichen. Meist enden ihre Ausflüge in die Städte dann damit, dass sie als Souvenir die Geldreserven der Banken mitnimmt. Sie lebt von der Hand in den Mund und lässt niemanden an sich heran. Dies ändert sich allerdings an dem Tag, als sie den verwirrten Albert Browne aus einem verunglückten Bus rettet, ohne zu wissen, um wen es sich bei diesem Jungen handelt. Wie konnte er als Einziger das Busunglück überleben? Schon bald befinden sich sowohl Scarlett als auch Albert auf der Flucht vor Männern, die keine halben Sachen machen, denn Albert hat ein Geheimnis.. Dieses Buch gehört schon jetzt zu einem meiner Jahreshighlights, denn ich fand die Geschichte von Scarlett McCain und Albert Browne einfach in sich stimmig. Es ist eine wunderschöne und spannende Geschichte über zwei Außenseiter, die auf einem verqueren Weg zueinander finden und merken, dass sie zusammen das Potenzial haben, noch viel Größeres zu vollbringen. Zwar sträubt sich Scarlett am Anfang ein wenig gegen diesen Gedanken und will Albert lieber schnell wieder loswerden, aber spätestens als sie Kenntnis von seinen verborgenen Talenten erhält, sieht die Sache schon anders aus. Sie müssen zusammen einige Herausforderungen meistern wie z.B. Schutz vor ihren Verfolgern zu finden oder mehr Geld aufzutreiben, um die Schulden bei einer Geheimorganisation zu begleichen, aber gerade diese Abenteuer lassen sie immer mehr zusammenwachsen. Sie müssen auch einige Schwierigkeiten nicht allein meistern, sondern bekommen Hilfe von einem alten Seebär namens Joe und seiner kleinen Enkelin Ettie, die sie auf ihrem Boot über die Themse mitnehmen. Zwar wirkt Joe zunächst alles andere, als sei er ein netter Zeitgenosse und sein Boot hat auch schon bessere Zeiten erlebt, aber er hat sein Herz am rechten Fleck und wirkt fast liebevoll, wenn er mit seiner kleinen Enkelin spricht. Neben Scarlett und Albert ist mir auch dieser Charakter im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen. Ich fand es einfach schön, wie alle zusammen auf der Themse umhergeschippert sind und versucht haben, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Allerdings ist es nicht immer so idyllisch, sondern die meiste Zeit müssen Scarlett und Albert vor Männern fliehen, die zu einer gewissen Doktor Calloway gehören. Ihr Anliegen ist es, Albert egal ob tot oder lebendig, so schnell wie möglich wieder „einzufangen“, da er nach ihrer Meinung nach eine Gefahr für die Bevölkerung darstellt. Albert sieht das Ganze jedoch etwas anders und versucht alles Mögliche, um nicht mehr in sein altes Leben zurückkehren zu müssen. Dies führt zu einer spannenden Verfolgungsjagd und man möchte unbedingt wissen, was es mit Albert auf sich hat und warum er sich manchmal so komisch verhält. Darüber hinaus fand ich auch die generelle Idee der Welt von „Scarlett & Browne“ interessant, denn die Geschichte spielt zwar in England, aber in einer alternativen Realität, in der sich England in eine Art Western verwandelt. Städte gibt es so gut wie nicht mehr. Die großen Städte wie z.B. London bestehen nur noch aus Ruinen und drumherum erstreckt sich die Ödnis mit einzelnen größeren Siedlungen, die die Funktion der Städte übernommen haben. Es gibt die Gesetzlosen wie Scarlett, die von Siedlung zu Siedlung ziehen, aber auch eher gruselige Zeitgenossen wie die Gezeichneten, die sich von Menschenfleisch ernähren. Zudem hat sich auch die Tierwelt etwas verändert und Vögel haben Zähne und Otter haben sich zu riesengroßen Monstern entwickelt. Ich fand es total spannend, in diese Welt einzutauchen und habe mich jedes Mal gefragt, welche neuartigen Dinge mich noch erwarten werden. Demnach bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich jedem dieses Buch empfehlen kann, der eine spannende Geschichte über zwei Außenseiter lesen möchte, die doch mehr gemeinsam haben, als sie zu Beginn gedacht hätten. Auf jeden Fall eines meiner Jahreshighlights!

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