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Rezensionen zu
Die Bosheit

Mattias Edvardsson

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€ 16,00 [D] inkl. MwSt. | € 16,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis)

Geheimnisse

Von: Susanne

25.11.2021

Der Titel vom Roman „Die Bosheit“ vom schwedischen Autor Mattias Edvardsson lässt einen Thriller vermuten, ist aber eher eine Tragödie. Mikael möchte mit seiner Frau Bianca und den Beiden Kindern einen Neuanfang in einer Südschwedischen Kleinstadt wagen. Doch die Idylle in der Astrid Lindgren Siedlung trügt, die Nachbarn sind merkwürdig, spionieren sich aus, grenzen einander aus … Als Bianca Opfer eines schrecklichen Fahrradunfalls wird, steht für Mikael fest, es war kein Unfall. In verschiedenen Zeitsprüngen, vor und nach dem Unfall, und aus der Perspektive von unterschiedlichen Protagonisten erfährt man nach und nach, wie es zu dem Unfall kam, …. nichts ist wie es scheint… Das Thema ist gut gewählt, denn wer kennt seine Nachbarn denn schon wirklich? Die Beteiligten Personen wirken so normal, wie der eigenen Nachbar. Doch gleichzeitig ahnt man die Geheimnisse und Ängste. Leider hat mir die Spannung etwas gefehlt, ich kann das Buch aber trotzdem weiterempfehlen, da die fehlende Spannung mit meiner Erwartungshaltung an den Roman zusammen hängt. Ich werden nun auch noch „Die Lüge“ von Mattias Edvardsson lesen.

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Die lieben Nachbarn...

Von: PediG

24.11.2021

Lässt sich super lesen: interessante Charaktere und Plot, ein schöner Schreibstil und eine abwechslungsreiche Erzählung aus der Sichtweise unterschiedlicher Protagonisten. Die Handlung findet in zwei Zeitsträngen statt und wechselt zwischen den Kapiteln hin und her. Man kann sich richtig hineinversetzen in die Kleinstadt in Schweden und die Nachbarschaft mit ihren teils skurrilen Bewohnern. Insgesamt ist mir die Geschichte aber etwas zu langatmig erzählt. Es könnte mehr Spannung aufgebaut werden.

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Der Titel des Buches ist Programm

Von: Ulrike

24.11.2021

Alles dreht sich um diesen Unfall. Es gibt ein Davor und ein Danach. Immer wieder wechselt die Geschichte in die zwei Jahre vor dem Unfall und kurz danach. Es gibt drei Personen, die in der Ich-Form erzählen. Das klingt verwirrend, aber vor jedem Kapitel steht der Name der erzählenden Person und eine Zeitangabe. Ich wusste immer, wer und wo ich war. Die Geschichte spielt in Schweden, in einer Kleinstadt, in einer ruhigen Wohnsiedlung mit netten Nachbarn. So gibt es sie wohl überall. Ebenso die Menschen in dieser Nachbarschaft. Das ältere Ehepaar, die klassische Familie mit Vater, Mutter und zwei Kindern oder der geschiedene Sonderling. Klatsch und Tratsch ist allgegenwärtig. Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es in drei Tagen durchgelesen hatte, denn ich wollte wissen, wie es zu diesem Unfall gekommen ist. Mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet und es hat mich überrascht und sehr nachdenklich gemacht. Die Bosheit steckt in uns.

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Verstörend authentisch mit Höchstspannung

Von: Natali Bergen

24.11.2021

Dies war mein erster Krimi von Mattias Edvardsson und es werden weitere folgen. Warum tun Menschen das, was sie tun? Was sind ihre Beweggründe, Ängste, Nöte und Bedürfnisse? In unserer "heilen" Gesellschaft blickt man selten hinter die Fassade, macht keine Zugeständnisse, erschafft sich seine eigene Wahrheit. „Die Bosheit“ hält unserer Gesellschaft den Spiegel vor: Gerede, Gerüchte unter dem Deckmantel der intakten Nachbarschaft werden zu einem vernichtenden Selbstläufer. Eine Milieustudie nach Brecht: dadurch entsteht so viel Unrecht und, ja eben Bosheit! Der Roman könnte bei mir um die Ecke spielen. Die Sprache ist einfach, aber anschaulich, die Cliffhanger lassen einen das Buch nicht mehr zur Seite legen. Menschliche Abgründe tun sich auf, in die der Leser aus verschiedenen Perspektiven blicken kann. Das Buch geht unter die Haut und das nächste vom Autor habe ich bereits bestellt.

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Mikael möchte einen Neuanfang wagen und sieht mit deiner Frau Bianca und ihren zwei Kindern nach Südschweden. Die neuen Nachbarn in dem ländlichen Ort machen einen netten Eindruck. Aber ist es mehr Schein als sein? Denn beim zweiten Blick erkennt man das eher Neid, Abneigung, Mobbing und Lügen im Örtchen umhergeht. Als dann auch noch Mikaels Frau Bianca von einem Auto angefahren wird, verhärtet sich ein schrecklicher Verdacht… Der Autor Matthias Edvardsson hat den Thriller abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheitsform erzählt. Dies geschah in verschiedenen Sichten von den jeweiligen Protagonisten. Ich hatte mich für das Hörbuch entschieden und dies wird in einer leicht gekürzte Lesung von Sandrine Mittelstädt, Julian Mehne und Dirk Petrick geführt. Die Stimmen waren angenehm anzuhören. Das Cover hat mir direkt gefallen, denn dies hat mit der schwarz- weiß- rot Gestaltung etwas Spannendes und geheimnisvolles. Leider fehlte mir letztendlich aber für einen Thriller die entsprechende Spannung. Diese konnte sich bedauerlicherweise nicht in mir aufbauen. Das Thema „Wie gut kenne ich meine Nachbarn, oder kann ich ihnen überhaupt vertrauen?“, finde ich gut gewählt. Denn dies ist auch in einer Kleinstadt nicht so leicht einzuschätzen. FAZIT Enttäuschenderweise fehlte mir für den ausgeschriebenen Thriller die nötige Spannung und die Geschichte zog sich an manchen Stellen viel zu lang. Deshalb gibt es nur ⭐⭐⭐ von 5 Sterne von mir

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Nachbarn

Von: sternblitzchen

23.11.2021

Das Buch „Die Bosheit“ von Mattias Edvardsson erzählt von Mikael und seiner Familie, die für einen Neustart in einen kleinen Ort in Südschweden ziehen. Anfangs scheinen alle Nachbarn nett und freundlich zu sein und die Familie von Mikael in ihre Gemeinschaft aufzunehmen. Als Mikaels Frau bei einem Unfall schwer verletzt wird, kommen auch die unangenehmen Eigenschaften der Nachbarn zum Vorschein. Probleme, Geheimnisse, Intrigen. Immer weniger glaubt Mikael an einen Unfall und die Situation wird immer unheimlicher. Die Kapitel sind kurzgehalten und machen wechselnde Zeitsprünge von vor dem Unfall zu nach dem Unfall. Außerdem erzählt in jedem Kapitel eine andere Person, so dass der Leser Einblicke in die Gedanken, Probleme und das Leben der jeweiligen Person erhält. Am Anfang des Buches war das etwas verwirrend, doch hat man sich erst daran gewöhnt, bringt dieser Schreibstil eine gewisse Spannung in das Buch. Der Autor beschreibt sehr eindrucksvoll die Scheinheiligkeit, die Falschheit und Bosheit in zwischenmenschlichen Beziehungen. Während des Lesens fragt man sich immer wieder, sind meine Nachbarn auch so? Kann ich meinen Nachbarn trauen?

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Ja, ja die lieben Nachbarn … der Wohlfühlfaktor im eigenen Zuhause kann schon ganz schön von der Nachbarschaft abhängen. Eine „Gute Nachbarschaft“ ist so wichtig! So heißt der Roman übrigens im Original „Goda Grannar“ und ich finde diesen Titel ehrlich gesagt etwas besser als den deutschen. Mikael und Bianca sind mit ihren beiden Kindern ins malerische Schonen gezogen. Es soll ein Neustart sein, ein Eigenheim in einer beschaulichen Wohnanlage am Stadtrand von Köpinge. Die Nachbarschaft ist bunt gemischt, ein alleinstehender Mann, eine alleinerziehende Mutter mit ihrem heranwachsenden Sohn und ein älteres Ehepaar, das gleich beim Einzug der Familie versichert, dass das hier eine nette Wohnanlage mit einem wunderbaren Zusammenhalt sei. Doch so harmonisch wie angekündigt ist es dann doch nicht und eines Tages kommt es zu einem furchtbaren Unglück, bei dem Bianca angefahren wird. Mikael muss sich nun die Frage stellen, ob es wirklich ein Unfall war… Das Buch beginnt dramatisch mit dem Tag der Katastrophe. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven von Mikael, der Nachbarin Jaqueline und ihrem Sohn Fabian geschildert. Zeitlich gibt es Kapitel „vor dem Unfall“, beginnend mit dem Zeitpunkt des Einzugs und dann immer weiter auf den Unglückszeitpunkt zusteuernd und „nach dem Unfall“ in chronologischem Ablauf. Dieser Aufbau ist geschickt gewählt, denn so erfährt man als Leser erst nach und nach, welche Geheimnisse die Nachbarn verbergen, welche Lügen verbreitet werden und wer wem nicht wohl gesonnen ist. Die Charaktere waren zugegebenermaßen etwas klischeehaft, das Ex-Model mit Alkohol-Problem und ihr unbeliebter, gemobbter Sohn. Ein stalkender Polizist, ein zu aggressivem Verhalten neigender Mann und das neugierige ältere Ehepaar mit seinen gut gemeinten Ratschlägen. Am authentischsten war für mich tatsächlich die etwas hyperprotektive Bianca mit ihren Ängsten um die Kinder, die im Vorfeld bereits ihre ganze neue Nachbarschaft gegoogelt hatte. Mikael fand ich zu „weich“ und etwas naiv, er ist der Typ, der immer an das Gute im Menschen glaubt. „Nachbarn sind wie russisches Roulett, hatte sie mal gesagt: Man weiß nie, was man kriegt.“ Durch das ganze Buch zieht sich eine unterschwellige Spannung und ich wollte während des Lesens unbedingt wissen, wie es nun zu dem Unglück kommen konnte. Dabei erhält man einen detaillierten Einblick in die Psyche der Protagonisten, erfährt viel über die Motivation des Handelns und ihre Träume und Wünsche. Ein bisschen mehr Kommunikation hätte allen Beteiligten sehr gut getan. Und auch wenn ich den Plottwist zum Ende schon lange voraus geahnt habe, hat mich das Buch sehr gut unterhalten. „Die Bosheit“ ist ein eher gemächlicher psychologischer Spannungsroman, der die Scheinheiligkeit, die Lügen und Intrigen und somit das wahre Gesicht einer vermeintlich harmonischen Nachbarschaft aufzeigt.

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Nette Nachbarn

Von: Anett H.

22.11.2021

„Die Bosheit“ von Mattias Edvardsson habe ich als ebook, Limes Verlag, mit 330 Seiten gelesen, die in 71 Kapitel eingeteilt sind. Diese sind mit Namen überschrieben. Mikael, seine Frau Bianca und die beiden Kinder William und Bella sind in einen kleinen Ort in Südschweden gezogen. Es gibt nette Nachbarn und sie werden schnell willkommen geheißen. Aber nach und nach bemerken sie Besonderheiten ihrer Nachbarschaft. Da gibt es einen wegen körperlicher Misshandlung Verurteilten, ein ehemaliges Model, die ihre Reize einzusetzen weiß, mit ihrem eigenartigen Sohn, der immer mit Mikael’s Kindern spielen will, obwohl er älter ist und noch einige andere. Dann passiert der Unfall. Bianca wird angefahren und kämpft um ihr Leben. Plötzlich ändert sich alles. Mikael wird beschuldigt, an allem schuld zu sein. Aber woran und warum? Er weiß nicht, was los ist. Sein Verdacht erhärtet sich immer mehr, dass es kein Unfall war. Die Kapitel wechseln von vor dem Unfall und nach dem Unfall, ebenso wird aus Sicht der verschiedenen Personen erzählt, sodass man immer eine andere Perspektive aus unterschiedlichen Jahren zu lesen bekommt. Dadurch erfährt man mehr von den Menschen, ihrem Leben und wie alles so kommen konnte. Alles dreht sich um das Kleinstadtleben, um Klatsch und Tratsch und auch um die Scheinheiligkeit der angeblich heilen Welt. Es gibt gestörte, unglückliche Menschen, die alle ein Geheimnis zu haben scheinen, und sich selbst und alle anderen belügen. Auch von Mikael und Bianca erfährt man mehr. Das Buch baut sich meist rückwärts zu dem verhängnisvollen Unfall auf und man bekommt jeweils nur kleine Einblicke in die Zusammenhänge und die Geschichten der einzelnen Menschen. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Handlung beschränkt sich hauptsächlich auf das Wohngebiet und die Menschen. Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben. Es ist eine traurige, tragische und verstörende Geschichte, geprägt von vielen Missverständnissen, Lügen und falscher Freundlichkeit. Es werde viele gesellschaftskritische Themen aufgegriffen, die hier in geballter Form auftreten. Durch den guten Schreibstil und die wechselnden Handlungsstränge war das Buch zügig zu lesen.

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