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Rezensionen zu
Die Insel der Wünsche - Stürme des Lebens

Anna Jessen

Die Helgoland-Saga (1)

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Hamburg 1887. Tina Tiedkens arbeitet als Blumenmädchen im Hamburger Hafen um mit den wenigen Pfennigen, die sie verdienen kann, ihre 12-köpfige Familie zu unterstützen. Zahlreiche Geschwister, mehr verhungernd als lebendig, einen Vater, der sein Bein bei einem Arbeitsunfall verloren hat und somit auch seine Arbeit und seinen Lebensmut, machen es scheinbar unmöglich diesem Elend zu entfliehen. Und doch bietet sich Tine eine Möglichkeit. Mit etlichen Hindernissen und unter größtmöglichen Schwierigkeiten bricht sie in eine neue Welt auf, nach Helgoland. Die Beschreibung zu diesem Buch, dem ersten Teil einer Trilogie, hat in mir Erwartungen geweckt, die das Buch leider nicht erfüllen konnte. Ich erwartete einen historischen Roman über die letzten ca. 150 Jahre Helgolands. Die Übernahme oder auch Übergabe der Insel von britischer in deutscher Hand, ihre Rolle während der Weltkriege und so weiter. Natürlich wird in einem historischen Roman immer auch die Geschichte einer Protagonistin oder eines Protagonisten erzählt, oft eine fiktive Geschichte, aber immer geschichtlich angelehnt. Hier haben wir jetzt die bittersüße Geschichte einer mutigen Frau, deren Aufstieg, Mut und Durchhaltevermögen sehr detailliert beschrieben wird, während im Hintergrund die Insel den Besitzer oder auch Besatzer wechselt. Märchenhaft ist Tinas Geschichte, für mich ist sie zu märchenhaft und naiv. Vielleicht haben im 19. Jahrhundert Blumenmädchen aus dem ärmsten Hafenviertel Hamburgs solche Karrieren erlebt und sind in die höhere Gesellschaft aufgestiegen, aber so naiv und weltfremd wie Tina sind die sicherlich nicht gewesen. Auch wenn die Geschichte Helgolands sicher noch einige interessante Aspekte bereithält, werde ich mir Teil 2 und 3 dieser Trilogie schenken. Es gibt sicher viele zufriedenen Leser, die Bücher über märchenhafte Beziehungen und Karrieren lieben und schlecht geschrieben ist der Roman nicht. Es ist nur nicht mein Geschmack, sorry.

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Insel

Von: babsi

15.04.2021

ich hatte mir mehr vom Buch versprochen. insgesamt war die Handlung nicht sehr aufregend. es könnte mehr Spannung sein.

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Tine wohnt mit ihrer Familie über einem Barbierladen im Hamburger Gängeviertel. Es ist das Jahr 1887, und die Tiedkens und ihre zehn Kinder existieren am Rande der Gesellschaft in bitterster Armut, seit der Vater sein Bein verlor und nicht mehr arbeiten kann. So muss auch Tine zum Auskommen beitragen, indem sie selbst gepflückte Blumensträuße verkauft. Dabei trifft sie auf Menschen verschiedener Herkunft, von denen es vielen besser geht. Tine träumt von einer lebenswerteren Zukunft. Nach einer Begegnung mit einem jungen Hotelier, der ihr eine Chance als Zimmermädchen in seinem Hotel bietet, sieht Tine einen Lichtstreifen am Horizont. Doch wie soll sie auf die Insel Helgoland gelangen? Mit Hilfe erreicht sie tatsächlich ihr Ziel. Allerdings erfüllen sich Tines Hoffnungen keineswegs. In Henry Heesters Hotel wird sie nicht erwartet, und das Schicksal scheint ihr anfangs erneut Steine in den Weg zu werfen. Tine lernt indes, damit nicht zu hadern. Sie will nicht aufgeben und allen Hindernissen trotzen, um mit Fleiß, Eifer und Zielstrebigkeit ihr Glück zu finden... In „Die Insel der Wünsche. Stürme des Lebens“ begleiten wir für einen Zeitraum von zwei Jahren das Blumenmädchen Tine Tiedkens. Zunächst führt uns Anna Jessen in die laute Hafenstadt Hamburg, bevor wir auf die malerische Nordseeinsel Helgoland reisen. Hier gelingt der Wechsel vom grauen Alltag in der Stadt zur lichtdurchfluteten Insel, auf der andererseits nicht bloß Sonnenschein herrscht. Mit diesen unterschiedlichen Handlungsorten treffen nicht nur zwei Welten aufeinander. Es sind ebenso Menschen, die ungleichen gesellschaftlichen Schichten entstammen. Die Autorin erzählt mit vielfältiger Intensität und stimmungsvoller Zuwendung, manchmal etwas zu abundanter Detailverliebtheit, die zudem in einigen Szenen eine sehr verträumte Wirkung entfaltet. Außerdem sei ihr der vorhandene Anteil an Sentimentalität verziehen, da dieser in Maßen zu einer ergriffenen und emotionalen Geschichte dazugehört. Daneben ist ihre ruhige, anschauliche und dadurch oft eindringliche Betrachtungsweise des Beispiels ihrer jungen Heldin und ihrer Familie – einfache Menschen, die jeden Tag um ihre Existenz kämpfen – ansprechend. Die Einbindung der historischen Zusammenhänge, durch die sich die damalige Realität der gesellschaftlichen und politischen Ereignisse erschließt, kann ebenfalls als gelungen bezeichnet werden. Anna Jessen hat eine Schar vielfältiger Figuren gestaltet, die in divergierendem Umfang Gefühle beim Lesen hervorrufen. Die im Mittelpunkt stehende Tine ist von ihrer Anlage her bedauerlicherweise etwas zu positiv geraten Denn ihre Jugend und Naivität können ihr nicht wirklich als Fehler ausgelegt werden, ebenso wenig, dass sie jede Beschwerlichkeit, die andere verzweifeln lassen würden, mit Zurückhaltung, ja sogar Demut hinnimmt, obwohl es in ihrem Inneren brodelt. Tine zeigt sich einfach sympathisch, energisch und mit Herzblut ausgestattet, großmütig, verzeihend, und sie entwickelt ihr Selbstbewusstsein im Verlauf des Geschehens spürbar. Trotzdem hätten einzelne Schwächen ihre Darstellung abgerundet. „Die Insel der Wünsche. Stürme des Lebens“ erfüllt zwar nicht alle Wünsche, besteht aber im Sturm der Unterhaltung mit einer freundlichen und teilnahmsvollen Lektüre. 3,5 Sterne

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Die Insel der Wünsche. Stürme des Lebens

Von: Svanvithe

04.04.2021

Tine wohnt mit ihrer Familie über einem Barbierladen im Hamburger Gängeviertel. Es ist das Jahr 1887, und die Tiedkens und ihre zehn Kinder existieren am Rande der Gesellschaft in bitterster Armut, seit der Vater sein Bein verlor und nicht mehr arbeiten kann. So muss auch Tine zum Auskommen beitragen, indem sie selbst gepflückte Blumensträuße verkauft. Dabei trifft sie auf Menschen verschiedener Herkunft, von denen es vielen besser geht. Tine träumt von einer lebenswerteren Zukunft. Nach einer Begegnung mit einem jungen Hotelier, der ihr eine Chance als Zimmermädchen in seinem Hotel bietet, sieht Tine einen Lichtstreifen am Horizont. Doch wie soll sie auf die Insel Helgoland gelangen? Mit Hilfe erreicht sie tatsächlich ihr Ziel. Allerdings erfüllen sich Tines Hoffnungen keineswegs. In Henry Heesters Hotel wird sie nicht erwartet, und das Schicksal scheint ihr anfangs erneut Steine in den Weg zu werfen. Tine lernt indes, damit nicht zu hadern. Sie will nicht aufgeben und allen Hindernissen trotzen, um mit Fleiß, Eifer und Zielstrebigkeit ihr Glück zu finden... In „Die Insel der Wünsche. Stürme des Lebens“ begleiten wir für einen Zeitraum von zwei Jahren das Blumenmädchen Tine Tiedkens. Zunächst führt uns Anna Jessen in die laute Hafenstadt Hamburg, bevor wir auf die malerische Nordseeinsel Helgoland reisen. Hier gelingt der Wechsel vom grauen Alltag in der Stadt zur lichtdurchfluteten Insel, auf der andererseits nicht bloß Sonnenschein herrscht. Mit diesen unterschiedlichen Handlungsorten treffen nicht nur zwei Welten aufeinander. Es sind ebenso Menschen, die ungleichen gesellschaftlichen Schichten entstammen. Die Autorin erzählt mit vielfältiger Intensität und stimmungsvoller Zuwendung, manchmal etwas zu abundanter Detailverliebtheit, die zudem in einigen Szenen eine sehr verträumte Wirkung entfaltet. Außerdem sei ihr der vorhandene Anteil an Sentimentalität verziehen, da dieser in Maßen zu einer ergriffenen und emotionalen Geschichte dazugehört. Daneben ist ihre ruhige, anschauliche und dadurch oft eindringliche Betrachtungsweise des Beispiels ihrer jungen Heldin und ihrer Familie – einfache Menschen, die jeden Tag um ihre Existenz kämpfen – ansprechend. Die Einbindung der historischen Zusammenhänge, durch die sich die damalige Realität der gesellschaftlichen und politischen Ereignisse erschließt, kann ebenfalls als gelungen bezeichnet werden. Anna Jessen hat eine Schar vielfältiger Figuren gestaltet, die in divergierendem Umfang Gefühle beim Lesen hervorrufen. Die im Mittelpunkt stehende Tine ist von ihrer Anlage her bedauerlicherweise etwas zu positiv geraten Denn ihre Jugend und Naivität können ihr nicht wirklich als Fehler ausgelegt werden, ebenso wenig, dass sie jede Beschwerlichkeit, die andere verzweifeln lassen würden, mit Zurückhaltung, ja sogar Demut hinnimmt, obwohl es in ihrem Inneren brodelt. Tine zeigt sich einfach sympathisch, energisch und mit Herzblut ausgestattet, großmütig, verzeihend, und sie entwickelt ihr Selbstbewusstsein im Verlauf des Geschehens spürbar. Trotzdem hätten einzelne Schwächen ihre Darstellung abgerundet. „Die Insel der Wünsche. Stürme des Lebens“ erfüllt zwar nicht alle Wünsche, besteht aber im Sturm der Unterhaltung mit einer freundlichen und teilnahmsvollen Lektüre. 3,5 Sterne

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Das Buch ist das, was es verspricht: etwas kitschig, sehr dramatisch und definitiv fesselnd. Nach diesem Roman ist man kurz davor selber auf eine Insel zu ziehen, um die große Liebe zu finden. Ich persönlich fand den Schreibstil streckenweise etwas zu langatmig, aber die Charaktere haben das meiste davon wieder wett gemacht. Ein gutes Buch für einen regnerischen Tag mit einem guten Tee.

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Ein leichte Lektüre zum Dahinträumen

Von: buchfreude

21.03.2021

Der historische Roman ist gut dafür geeignet, sich weg zu träumen. Anna Jessen nimmt uns mit in die Vergangenheit und schildert uns neben beschwerlichen Lebenssituationen auch schöne Seiten. Dabei streift sie auch die politische Situation auf Helgoland in den 1880/90ern. Jedoch fokussiert sie sich eher auf die Geschichte von Tine Tiedkens. Die auch aus ihrer Sicht erzählt wird, aber in Form des allwissenden Erzählers. Oftmals kommen daher auch Vorhersagen in den Verlauf der Erzählung, die dem/die Leser*in andeuten, wie es verlaufen wird. Jedoch kommt die Auflösung häufig nach wenigen Sätzen, weswegen dieser Effekt etwas überflüssig erscheint. Das tut dem guten Gesamteindruck der Handlung aber keinen Abbruch. Die Figuren sind mir zu flach gewesen. Tine Tiedkens ist die strahlende Hauptakteurin, die keinerlei schlechte Seiten aufzuweisen hat. Stets ist sie gutmütig, hilfsbereit und zur Stelle, wenn jemand Hilfe braucht. Gegenüber Menschen, die sie partout schlecht behandeln, ist sie genauso sanftmütig wie gegenüber guten Personen. Sie sieht immer das Gute in den Menschen und teilt dies auch mit. Das hat mich gestört. Es gab nie wahre Gefühlsausbrüche bei Tine. Selbst als sie sich fast zu Tode schuften musste, hat sie ein Herz und tritt für die Person, die das zu verantwortlichen hat, ein. Das ist mir dann doch zu positiv vorgekommen. Auch für ihre Mutter, die keine wirkliche Rolle mehr in ihrem Leben spielt, außer das sie immer Geld von ihr möchte, hat sie keinerlei negativen Gefühle. Da hätte ich mir doch auch mal Zeichen von Trauer, Ärger oder Enttäuschung gewünscht. Tine scheint jedoch gefühlskalt zu sein. Die Autorin wollte sie wahrscheinlich als Engel darstellen, aber für mich wirkt sie wie ein Stein. Sie ist einfach da und tut niemanden etwas Schlechtes. Henry Heesters wird zwar vielschichtiger präsentiert als Tine, aber irgendwie auch unverständlich. Seine Handlungsweisen werden nicht begründet. Das kann damit zusammenhängen, dass seine Sicht nicht beschrieben wird, aber dafür hätte es in Gesprächen doch die Möglichkeit gegeben, ihm Tiefe zu verleihen. Am interessantesten war Tines Schwester Jolante, genannt Lola. Sie spielt zwar keine größere Rolle im Roman, dennoch wirkt sie vielseitiger als die anderen genannten Figuren. Lola ist eine Persönlichkeit, über die es sich lohnen würde, zu erzählen. Sie hat dieselben Voraussetzungen wie Tine, geht aber einen anderen Weg. Dadurch wirkt sie erfahrener und unberechenbarer. Sie besteht nicht nur aus guten oder schlechten Seiten, sondern wird als komplexer Charakter dargestellt. Das zeigt, dass die Autorin durchaus in der Lage ist, Personen zu beschreiben, die nicht nur einseitig sind. Trotz der Figurenkritik mochte ich das Buch. Die Geschichte von Tine ist interessant und lässt einen für ein paar Stunden die Zeit vergessen. Natürlich muss einem bewusst sein, dass dieses Buch für gemütliche Lesestunden gemacht worden ist und weniger für gesellschaftskritische Auseinandersetzungen. Dennoch hätte mehr Vielschichtigkeit den Figuren nicht geschadet, im Gegenteil, die Geschichte wäre dadurch nur gewachsen und authentischer gewesen. Wenn man aber darüber hinwegsieht, kann man die Geschichte wie sie daherkommt, genießen und am Ende der Lektüre auch als angenehm bezeichnen.

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Von Hamburg nach Helgoland, aus einem armen Gängeviertel hinaus auf die luftige Hochseeinsel. Tine lebt als Blumenmädchen in Hamburg und schafft es eine Stelle in einem Hotel auf der Insel zu ergattern. Von da an beginnt ein fast schon Traumhafter Aufstieg Vom Blumenmädchen zur Hausdame, das liest sich fast wie bei Aschenputtel. Auch Tine schafft dieses Wunder mit viel harter Arbeit, Witz und Glück. Auch weniger Glückliches passiert, natürlich, und diese Umstände bringen Spannung ins Buch. Tine ist anfänglich herrlich naiv. Das wirkt nicht überzogen, sie lernt schnell und weiß sich zu helfen, kommt sehr sympathisch rüber. Dazu lernt man immer mal wieder etwas über Helgolands Geschichte und wähnt sich mitten drin. Das einzige Haar in der Buchstabensuppe ist der Schreibstil. Eigentlich schreibt Anna Jessen gut, locker, dicht dran. Sie hat jedoch eine gewaltige Neigung viele Geschehnisse ausführlichst zu beschreiben. Ich habe etliche Seiten überflogen und habe das Buch dadurch schneller als gedacht durch gelesen. Trotzdem freue ich mich auf den zweiten Teil!

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Die Insel der Wünsche

Von: Mandy

10.03.2021

Hamburg im Jahr 1887 Tine ist Blumenmädchen und versucht so ein weiteres Einkommen für die Familie bei zusteuern. Als dann ein junger Mann auftaucht und ihre eine Stellung als Zimmermädchen in einem Hotel in Helgoland anbietet. Ich habe etwas gebraucht um mit dem Buch warm zu werde. Ich konnte mit dem Schreibstil erst nicht so warm werden. Auch war mir das Buch an vielen Stellen sehr langatmig. Auch habe ich etwas gebraucht mit der Protagonistin warm zu werden. Allerdings ist Tine mir dann sehr ans Herz gewachsen. Ich habe im Klapptext bereits zu viel gelesen, so dass man eigentlich wusste was passiert und drauf gewartet hat, so hat sich alles sehr gezogen.

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