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Rezensionen zu
GOTT

Ferdinand von Schirach

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€ 18,00 [D] inkl. MwSt. | € 18,50 [A] | CHF 25,90* (* empf. VK-Preis)

Das Drama thematisiert die ethische Frage nach Sterbehilfe in Deutschland. Verschiedene Leute kommen dabei zu Wort und äußern ihre Argumente. Auch ein Rentner, der den Wunsch hat, zu sterben erklärt sich. Auf jeden Fall interessant zu lesen und am Ende ist es offen, welcher Meinung man selbst ist. Daher gut gemacht und auch richtig, dass das Thema in unserer Gesellschaft angesprochen wird.

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Durch die direkte Ansprache der Leser*innen und damit Laien, werden komplexe Argumentationsketten auf einfache Erklärungen heruntergebrochen. So lässt sich das Theaterstück schnell & flüssig lesen. Und wenngleich es ein ernstes Thema behandelt, hat mich das Buch durch die Anlage der Charaktere auch zum Schmunzeln gebracht. Zu Wort kommen neben einem Mitglied des Ethikrates, Herrn Gärtner selbst, seiner Ärztin und seinem Anwalt noch drei Sachverständige aus den Bereichen Recht, Medizin und Theologie. Ich fand alle Rollen sehr authentisch. Die Thematik ist natürlich nicht einfach, das Stück wirkt in jedem Fall nach und entfacht kontroverse Diskussionen. Wenn ein Text so etwas schafft, hat das Buch bei mir schon gewonnen. Und zwar doppelt, weil er dabei nicht belehrend wird. Aber ich empfehle dringend einen Lesekreis oder Buddyread, denn man hat anschließend definitiv Redebedarf. Durch die gut recherchierten Aussagen der Expert*innen ist das Buch sehr informativ. Insbesondere die Verweise auf religiöse und philosophische Werke fand ich beeindruckend und die Betrachtung aus Theologischer Sicht äußerst interessant. Zur weiteren Unterfütterung der gewollten anschließenden Diskussion finden sich im Anhang drei wissenschaftliche Beiträge -aus theologisch-philosophischer Sicht -aus ethischer Sicht und -aus juristischer Sicht. Fazit Das Buch ist ein Anstoß, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, und bietet auf wenigen Seiten eine gute Grundlage für weiterführende Diskussionen. In meinen Augen absolut lesens- und damit empfehlenswert.

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Ich muss vorneweg sagen – ich kenne mich mit dem Thema absolut nicht aus. Interessiert – ja, aber so richtig informiert – nein. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, wollte ich dieses Buch, dieses Stück, lesen. Das Theaterstück „Gott“, spielt während einer öffentlichen Sitzung des deutschen Ethikrates, besprochen wird der Wunsch des 78-jährigen Richard Gärtner – er möchte gerne sterben. Und zwar möchte er sich nicht vor einen Zug schmeißen und er möchte auch nicht in die Schweiz gehen, er möchte das „ordentlich“ machen. Sein Fall und die Frage ob Sterbehilfe ethisch vertretbar sei, oder nicht sei wird im Gespräch mit Sachverständigen aus den Bereichen Recht, Medizin und Religion von allen Seiten und Ecken beleuchtet. Manch einer bleibt sehr sachlich, manch einer wird emotional – Alle vertreten einen klaren Standpunkt und am Ende bleibt die Entscheidung offen, Dem Leser, bzw. im Theater dem Publikum wird dabei ein umfassender Sachverhalt dargestellt und muss schlussendlich doch auch selbst nachdenken und vielleicht seine eigene Meinung finden. Das Stück ist heute brandaktuell, vor allem eben vor dem Hintergrund des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichtes im Februar diesen Jahres, den Paragraphen 217 StGB als verfassungswidrig zu kennzeichnen. Der Paragraph hat die „geschäftsmäßige Hilfe“ beim Suizid eines Menschen unter Strafe gestellt, was es zum Beispiel Ärzten verboten hat, dem Wunsch nach Sterbehilfe nachzukommen. Im Anhang des Theaterstückes befinden sich noch drei Essays zu dem Thema – „Suizid und Suizidbeihilfe in existenzieller, religiöser und kultureller Hinsicht“ von Prof. Dr. Hartmut Kreß, Professor für Sozialethik; „Hilfe zum Suizid: Blicke auf die ethische Kontroverse“ von Bettina Schöne-Seifert, Professorin für Ethik; und „Suizid im Recht“ von Prof. Dr. Henning Rosenau, Professor für Strafrecht. Drei, für den Laien (wie mich) sehr lesbare und interessante Artikel, die nochmal spezifischer an das Thema herantreten. Alles in allem war das eine hochinteressante Lektüre, die mich vor allem aufgeklärt hat und mir dabei geholfen hat, andere Standpunkte besser zu verstehen. Sehr spannendes Thema, ich bin sehr gespannt wie sich das noch weiterentwickeln wird. Der Diskurs muss auf jeden Fall weiterhin stattfinden und Ferdinand von Schirach hat mit seinem Buch auf jeden Fall Diskussionsgrundlage für viele Menschen wie mich geschaffen, die sich mit dem Thema vielleicht noch nicht auseinandergesetzt hatten.

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Wie sollte „Suizid“ sagen, nicht „Selbstmord“. Sich selbst zu töten ist kein Mord. S.12 [Werbung | Rezensionsexemplar] In diesem Theaterstück beschäftigte sich der Autor mit der Beihilfe zum Suizid, mit dem freien Willen und der Frage „wem gehört mein Leben ?“. Und wie gewohnt macht er das meisterhaft. Er stellt sich auf keine Seite oder drückt einem seine Meinung auf. Nein, durch verschiedene Protagonisten mit unterschiedlichen Meinungen schafft er es, dass man mal wieder selbst nachdenkt. Ein Buch von Schirach liest man locker an einem Tag. Danach ist man aber noch lange mit der Thematik beschäftigt. Hervorragend 5/5✨

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[REZENSION] Gott

Von: book_opolis

13.01.2021

Ferdinand von Schirach Luchterhand Literaturverlag Seiten 153 Theaterstück WEM GEHÖRT UNSER LEBEN? Darf ein Mensch entscheiden, wie er sterben will? Ist das unsere letzte Freiheit? Sind wir das Maß aller Dinge? Nachdem die Frau des 78 jährigen Richard Gärtner stirbt, sieht der geistig und körperlich gesunde Mann keinen Sinn mehr in seinem Leben und möchte dieses mit Hilfe eines Medikamentes beenden. Mediziner, Pfarrer, Juristen, Ethiker, Politiker und teile der Gesellschaft diskutieren bei einer Ethikkommission den Fall, ob Ärzte ihm bei seinem Suizid helfen dürfen. Sterbehilfe ist ein sehr kontroverses Thema in unserer Gesellschaft, deshalb möchte ich auch auf keinen Fall meine Meinung zu diesem Thema preisgeben. Was ich sagen kann, ist das ich es inhaltlich sehr interessant fand die unterschiedlichen Standpunkte zu betrachten. Man erhält einen objektiv aber auch subjektiv betrachteten Eindruck. Es wird aber auf keinen Fall eine einseitige Meinung vertreten, sondern lässt eigenen Gedanken und Prinzipien raum. Ein wirklich Interessantes Buch.

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Eigentlich mag ich gar nicht groß was schreiben, am liebsten würde ich nur Zitate da lassen, die so viel mehr aussagen, als meine Worte. Das Buch bietet auf wenig Seiten wieder viel Inhalt über den man nachdenken kann, sollte, muss. Ich mag die ganze Struktur und Art und Weise, es ist von allen Seiten beleuchtet und am Ende sitzt du da, du überlegst ganz genau wie du die Sache überhaupt siehst. Es gibt kein richtig oder falsch, er schlägt sich auf keine Seite, das macht das ganze noch interessanter, finde ich. Dennoch hab ich zwischendurch eine Art Wut und Groll gegen bestimmte Aussagen gehegt - und ja, sie haben mich getriggert. "Das tut es nicht. Ein Suizid ist reiner Egoismus, er ist rücksichtslos den Mitmenschen gegenüber.[...]" (S.80) Die Frage nach der Suizidbeihilfe wird stark diskutiert und für mich ein absolut lesenswertes Buch. "Darf ein Mensch entscheiden, wie er sterben will? Ist das unsere letzte Freiheit? Sind wir das Maß aller Dinge?"

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Das neue Theaterstück „Gott“ von Ferdinand von Schirach behandelt das Leben und den unumgänglichen Tod eines Menschen. Es werden ethische Fragen wie, wem gehört unser Leben oder wer entscheidet über unseren Tod verhandelt, wobei hier aus verschiedenen Perspektiven Stellung genommen wird, z.B die Sichtweise eines Mediziner, Pfarrer oder auch Politiker. Auch heute ist dieses Thema noch aktuell und sehr umstritten, sodass das Theaterstück uns die Möglichkeit bietet, uns selber eine Meinung bilden zu können. Heutzutage hat jeder einzelne Mensch in jeder Lebensphase das Recht auf Leben. Aber vor allem das Recht auf selbstbestimmtes Sterben in jeder Phase seiner derzeitigen Existenz ,egal ob gesund, krank, jung oder alt, wird in diesem fantastischen Theaterstück umfangreich bearbeit. Mich konnte das Thema ohne Ausnahme vollkommen überzeugen und ich wünschte, jeder Mensch könnte das Buch in seinen Händen halten und sich mit diesem sehr wichtigen Thema befassen.

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Um was geht’s? Richard Gärtner möchte nach dem Tod seiner Frau seinem Leben ein Ende bereiten, da er so keinen Sinn mehr darin sieht. Körperlich und geistig ist er vollkommen gesund und bittet nun um die Herausgabe eines Medikaments, dass ihn töten soll. In diesem Theaterstück wird diese Herausgabe in der Ethikkommission diskutiert. Wie hat es mir gefallen? Dies war mein erstes Buch von Ferdinand von Schirach, wird aber sicherlich nicht mein letztes gewesen sein. Anfangs hatte ich ein wenig Angst davor, dass mir der Schreibstil eines Theaterstücks zu anstrengend werden könnte. Das war aber gar nicht der Fall. Dadurch konnte ich super in die Situation eintauchen und die Persönlichkeiten der Protagonisten kennenlernen. Dadurch, dass zuerst alles in kurzen Sätzen erklärt wurde (z.B. was eine Ethikkommission ist) ist Vorwissen zur Thematik nicht wichtig. Nach der Lektüre bin ich aber mit viel mehr Wissen herausgegangen. Es wird nicht dir die Ethik dieser Beihilfe zum Suizid aus verschiedenen Sichtweisen (Mediziner, Politiker, Theologen etc.) beleuchtet, sondern auch die rechtliche Lage und die Entwicklung dieser erläutert. Dies geschieht aber keineswegs auf trockene Art und Weise! Die Lektüre lädt absolut zum Diskutieren ein, was ich auch direkt mit meinem Freund machen musste. Ich hatte nur das Gefühl, dass das Buch klar auf eine Meinung abzielt. Nach dem Theaterstück wurden noch 3 Essays von Wissenschaftlern angefügt, die aber auch im Endeffekt diese Meinung vertraten. Ich hätte mir noch mehr Kontroversen gewünscht und nicht nur einen wirklich überzeugenden Anwalt, der alle Einwände direkt widerlegen kann. 😊

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